Ein Prokurist aus dem viktorianischen London
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Wenn er auf dem Oktoberfest bei uns bedient, schlüpft er übrigens in die Rolle des kernigen bayrischen Bua, samt ebenfalls gefaktem bayrischen Akzent. Trotz mittelmäßigem Abischnitt ist es nämlich der Wunsch des jungen Herren, Medizin oder Psychologie zu studieren, was er jetzt auch durch Vaters Geld und Connections tun wird. Ich habe ihn auch schon in der Stadt mit Skizzenblock und - ganz stilecht - Gläschen Wein beim Zeichnen gesehen, kein Witz. Allein beim Schreiben kommt in mir wieder der Hass hoch. Unser Verhältnis ist nicht besonders gut, aufgrund des überschneidenden Freundeskreises habe ich aber leider oft mit ihm zu tun und ihm so im nicht mehr ganz nüchternen Zustand schon öfter merken lassen, wie affig ich sein Getue finde. Das kam nicht gut an, denn wenn er eins nicht ab kann, ist es, nicht ernst genommen zu werden. Aber wieso kleidet er sich dann auch wie ein Prokurist im viktorianischen London, verdammt noch eins?
Zur Information: Das Ganze spielt sich an den Wochenenden in unserer schummrigen Stammkneipe in einer Kleinstadt ab, nicht im Montmartre zur Belle Epoque. Sogar seinen eigenen steinernen Bierkrug bringt er in die Kneipe mit, dunkles Bier kann der Connaisseur nämlich nur daraus trinken, und wenn er dann auch noch allen Ernstes Limericks aus seinem Reclam-Heftchen liest, natürlich so, dass es alle mitkriegen, wie gebildet und interessiert er ist, hat das Ganze etwas von Realsatire. Was ich beichten möchte, ist also meine Aggression gegenüber diesem Clown, die so weit geht, dass ich ihn schon heimlich mit allerlei Sachen aus dem Hinterhalt beworfen habe - mit Geldmünzen, zusammengeknüllte Bierdeckel, etc. Das bereue ich, denn es war kindisch und hat unter uns zum Streit geführt. Ich bereue es aufrichtig.