Eine Handvoll Leben

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Schamlosigkeit Neugier

Seit meiner Geburt habe ich (w) ein großes Feuermal auf der rechten Wange. Früher als Jugendliche habe ich mich deswegen oft eingeigelt, heute mit 24 Jahren gehe ich selbstbewusst damit um, gehe unbeschwert mit meinen Freunden ins Café und in die Disco und freue mich des Lebens. Wenn ich angestarrt werde, bin ich nicht mehr verletzt - aber wenn jemand nicht aufhören kann, auf mich zu gaffen, habe ich mir eine Methode angeeignet, ihn ein wenig zu blamieren. Ihr kennt diese kleinen Notizzettel. Von diesen beschreibe ich immer ein paar mit "Eine Handvoll Leben" und stecke sie ein. Wer den Blick gar nicht mehr abwenden kann, am besten auch noch herumtuschelt und flüstert, bekommt von mir "Eine Handvoll Leben". Wer seine Zeit mit minutenlanger Starrerei vergeudet, scheint vom eigenen Leben noch nicht genug zu haben. Außer der freundlichen Ansage: "Eine Handvoll Leben für Sie, damit Sie nicht mehr so oft auf andere starren müssen", und dem Zettelchen gibt es nichts, ich hoffe aber, manchem Dauerglotzer das Ganze ein wenig ausgetrieben zu haben - denn nicht jeder, der angestarrt ist, weil er ein Feuermal hat, sehr dick oder sehr dünn ist, ihm ein Bein fehlt etc., kann damit easy umgehen.

Beichthaus.com Beichte #00038042 vom 12.04.2016 um 18:10:14 Uhr (16 Kommentare).

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Die Frau mit den Sexspielzeugen im Koffer

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Neugier Begehrlichkeit Lügen Falschheit Partnerschaft

Meine Freundin, mit der ich seit drei Jahren zusammen bin, und ich wollen bald heiraten. Sie denkt, dass wir uns kennengelernt haben, weil ich über ein Verkaufsportal etwas von ihr kaufen wollte. In Wahrheit stellt sich die Geschichte jedoch etwas anders da und hatte eine andere Vorgeschichte, weswegen ich beichten möchte. Ein paar Freunde und ich haben eine gute Bekannte für ihr Auslandssemester zum Flughafen gebracht. Dort war gerade eine Kofferversteigerung am Laufen. Aus einer Laune heraus haben wir mitgemacht und ich habe für 20 Euro einen Koffer ersteigert. Als ich diesen zu Hause aufgemacht habe, sah ich, dass es scheinbar der Urlaubskoffer einer Frau sein musste. Unter einer Unmenge Klamotten und Beautyzeugs in dem Koffer fand ich eine Tüte mit ein paar Sexspielzeugen und getragenen Höschen. Irgendwie weckte das mein Interesse und ich stöberte weiter: In einer Art Geheimfach des Koffers fand ich dann ein Flugticket vom Hinflug mit dem Namen der Besitzerin des Koffers und einen USB-Stick. Scheinbar war der Koffer am Rückflug verloren gegangen und die Verantwortlichen am Flughafen haben nicht genau genug geschaut denn mit dem Ticket hätten sie den Koffer eindeutig zuordnen können.


Auf dem USB-Stick waren viele Urlaubsbilder von mehreren jungen Frauen zu sehen und es war auch ein Ordner angelegt, in dem die Kofferbesitzerin sich beim Masturbieren mit den Spielzeugen aus dem Koffer selbst fotografiert bzw. gefilmt hatte. Die Bilder waren allerdings schon mehrere Monate alt und die Besitzerin des Koffers hatte scheinbar nicht mehr nachgefragt, ob ihr Gepäckstück nicht doch aufgetaucht ist, weshalb der Koffer letztendlich versteigert wurde. Egal, ich musste die Frau kennenlernen, nachdem ich die Bilder von ihr gesehen hatte. In einem sozialen Netzwerk wurde ich schnell fündig, denn sie wohnte in derselben Stadt. Ich konnte aber nichts über ihren Beziehungsstatus herausfinden, weshalb ich eine gute Freundin bat, ihr eine Freundschaftsanfrage zu schicken, weil das weniger auffällig wirkt, als wenn sie ein fremder Mann anschreibt. Diese Freundin forschte dann noch ein bisschen über meine "Traumfrau" und so erfuhr ich, dass sie Single ist, was sie arbeitete und noch ein paar Dinge über ihr Leben.


Jetzt kam der schwierige Teil. Denn wie sollte ich sie kennenlernen, ohne ihr davon zu erzählen, wie und warum ich sie kennenlernen möchte? Aber ich hatte Glück. In einem Verkaufsportal verkaufte sie ein paar Dinge und ich schrieb sie dort an - schon am nächsten Tag stand ich bei ihr auf der Matte für die Abholung. Ich hatte nur Geldscheine dabei und sie konnte nicht rausgeben, weshalb ich auf mein Retourgeld verzichtete. Sie fragte mich dafür, ob ich noch auf einen Kaffee bleiben möchte. Natürlich blieb ich. Wir redeten stundenlang bis in die Nacht hinein über Gott und die Welt und es passte einfach. Sie hatte scheinbar auch Interesse an mir. Nach mehreren Wochen und einigen Treffen wurden wir ein Paar, sind es bis heute geblieben und teilen uns schon eine gemeinsame Wohnung. Ich liebe meine Freundin wirklich über alles und freue mich schon darauf, mit ihr verheiratet zu sein. Die wahre Geschichte, wie ich sie kennengelernt habe, darf sie jedoch nie erfahren. Ich bitte um Absolution für meine zweifelhafte Art, wie ich in das Leben meiner Freundin getreten bin.

Beichthaus.com Beichte #00038041 vom 12.04.2016 um 08:28:38 Uhr (15 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Er ist der größte Verlierer!

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Verzweiflung Faulheit Trägheit Maßlosigkeit Familie

Ich (m/29) möchte beichten, dass ich meinen eigenen Bruder (22) ein wenig verachte. Warum? Er macht wirklich gar nichts aus seinem Leben: Er wohnt noch bei den Eltern, hatte noch nie eine Freundin, hat keinen einzigen Freund und geht nie aus dem Haus. Alles was er tut, ist einigermaßen regelmäßig zur Uni zu gehen, wobei seine Noten sehr durchschnittlich sind, zu zocken und immer öfter auf vulgäre Weise unsere Eltern anzupöbeln, wenn diese ihn damit konfrontieren, dass sie sich wegen seines Lebensstils Sorgen machen. Außer zur Uni geht er eigentlich nie aus dem Haus, interessiert sich nicht für seine Kleidung, sein Aussehen oder seine Körperhygiene und hat auch keine anderen besonderen Hobbys außer Zocken. Dafür hat er aber immer eine Meinung zu wirklich jedem Thema, motzt bei jeder Gelegenheit und beleidigt permanent die einzigen Menschen, denen er am Herzen liegt und bei denen er sich so verhalten kann, ohne eine aufs Maul zu bekommen oder einfach nur ausgelacht zu werden.


Ich möchte beichten, dass mein Bruder für mich der größte Verlierer ist, den ich kenne, und ich große Angst vor dem Tag habe, an dem er trotz fehlender Lebenserfahrung und sozialer Kompetenz auf eigenen Beinen stehen muss und plötzlich merkt, dass er nicht nur völlig alleine und plötzlich viel älter ist, sondern auch, dass er sich mit seiner großen Schnauze allein gegen seinen Arbeitgeber und seine Kollegen auch nicht durchsetzen kann. Ich würde ihm gerne helfen, allerdings fehlt ihm jegliche Einsicht, darüber hinaus ist er stinkfaul, selbstzufrieden, arrogant und noch dazu sehr gut darin, der Tatsache aus dem Weg zu gehen, dass er absolut keinen Plan vom Leben hat und irgendwann mächtig auf die Schnauze fallen wird, wenn er so weitermacht, da er nicht einmal weiß, wie man eine Waschmaschine anmacht oder wie man sich selbst etwas zu essen kocht, geschweige denn wie man außerhalb der eigenen vier Wände mit den Herausforderungen des täglichen Lebens zurechtkommt.


Da ich seit einiger Zeit im Ausland wohne, kann ich nichts anderes tun, als ihm ab und zu vorsichtige Ratschläge per Videochat zu geben und alles dafür zu tun, damit unsere Eltern nicht das Gefühl haben, dass ihre beiden Söhne totale Versager sind, sondern zumindest einer von beiden etwas zustande bringt. Ansonsten muss ich aber zusehen, wie mein Bruder in den Abgrund läuft, da ich jetzt schon weiß, dass er irgendwann todunglücklich darüber sein wird, wenn er merkt, dass er die besten Jahre seines Lebens einfach hergegeben hat und dass er auf eigenen Füßen einfach nicht klarkommt. Ich kann aber nichts dagegen tun, außer dabei zuzusehen, und trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich ihn im Stich lasse und als Bruder versage.

Beichthaus.com Beichte #00038035 vom 10.04.2016 um 22:25:30 Uhr (7 Kommentare).

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Mein Kindheitsfreund war ein Psycho!

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Gewalt Boshaftigkeit Engherzigkeit Kinder Tiere

Ich war damals ungefähr 12 Jahre alt und hatte wenige Freunde, irgendwann hat meine Mutter mich rausgeworfen und meinte zu mir: "Wir wohnen seit zwei Monaten hier, such dir Freunde, du Stubenhocker!" Sie meinte es natürlich nur gut, aber wie gesagt, getan. Ich lernte […]
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Beichthaus.com Beichte #00038033 vom 10.04.2016 um 19:22:27 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit Papas Porsche an der Ampel

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Waghalsigkeit Hochmut Peinlichkeit Auto & Co.

Meine Beichte beginnt an einem warmen Sommertag vor einigen Jahren. Ich fuhr mit meinem altem Ford recht flott auf der linken Spur einer Bundesstraße stadteinwärts Richtung Stuttgart. Es war wunderschönes Wetter und laute Musik drang aus meiner alten Anlage zu meinen Ohren. Ein kurzes Stück vor einer Ampel und 50 km/h Begrenzung setzte ich dann zum Überholen eines Porsche-Cabrios an, welches auf der rechten Spur ein Stück langsamer unterwegs war. Kollege Porschefahrer meinte aber, seiner Beifahrerin imponieren zu müssen und gab Gas. Tja, vor ihm war noch ein Auto, er musste hinter mir einfädeln und ich war vor ihm an der roten Ampel angekommen. Ich stand also auf der linken von drei Spuren, ließ meine Fenster herunter und da kam auch der Kollege Porschefahrer. Ein originales Musterbeispiel für pomadigen Fahranfänger mit reichem Papi, auf dem Beifahrersitz dafür eine junge attraktive Blondine. Naja, der Frischling musste natürlich den Motor aufheulen lassen, um mich herauszufordern. Zur Erinnerung: Meine alte Karre hatte kaum 100 PS und mir war wohl bewusst, dass ich bei einem Rennen verlieren werde. Außerdem, an der Stelle folgte sofort wieder eine Ampel und Rennen fährt man einfach nicht!


Trotzdem habe ich nett zu seiner Begleitung rübergelächelt, ein paar Mal den Motor krächzen lassen und etwas Show gemacht. Der junge Herr schaute mir sogar tief in die Augen, da kam mir eine lustige Idee. Ich schaute nur kurz hoch zur Ampel, dann ließ ich meine Reifen quietschen, fuhr einen Meter an und bremste wieder. Hey - die Ampel war immerhin rot! Dies hatte der Frischling aber nicht mitbekommen und panikartig das Gaspedal betätigt. 100 Meter weiter musste es ihm aufgefallen sein, als er völlig verwirrt mitten auf sein Spur bremste und nicht mehr wusste, was er machen sollte. Doch die Show ging gerade erst los, das Cabrio war noch nicht einmal zum Stehen gekommen, da ging auch schon ein Martinshorn an und ein Polizeiwagen fuhr dem Porsche hinterher. Die mussten unser Treiben genüsslich aus einer Parkhausaufahrt, welche auf unsere Spur mündete, verfolgt haben.


Ehrlich gesagt, zu dem Zeitpunkt habe ich unfassbar lachen müssen. Ich konnte es mir zudem nicht verkneifen, als die Ampel dann grün schaltete, schadenfroh winkend an ihm vorbeizufahren. Ich war mir recht sicher, dass der vermeintlich reiche "Sohn" seinen Führerschein verlieren würde, denn der war bestimmt noch nicht aus der Probezeit heraus. Heute möchte ich beichten, dass es mir leidtut, was ich damals getan habe. Zwar hatte ich nichts davon geplant und auch war dies keine Kreuzung (wie gesagt, es gab nur unsere Spuren und eine Parkhausausfahrt), doch war es pures Glück. Was hätte passieren können, wenn er auf eine Kreuzung gefahren wäre, dank meines Witzes? Es tut mir wirklich leid und ich bin ehrlich froh, dass die Geschichte gesundheitlich super für alle gelaufen ist!

Beichthaus.com Beichte #00038032 vom 10.04.2016 um 18:37:35 Uhr (11 Kommentare).

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