Der Herr der Ringe

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Dummheit Peinlichkeit Trunksucht Last Night

Mein Freund feierte gestern mit seinem ganzen Haufen Studentenkumpels eine große Feier in unserem Hinterhof des Hauses. Irgendwann, der Abend neigte sich dem Morgen entgegen, ging ich auf meinen Balkon, der zum Hof rausgeht, warf mir einen weißen Bademantel um und schnappte mir einen Besen. So stand ich dort vor der Feiermeute und wollte mir, als großer "Herr der Ringe"-Fan, einen kleinen Spaß gönnen. Ich gab ein Zitat von Saruman, das er seinen Truppen vor der Schlacht bei Helms Klamm entgegen donnerte, zum besten: "Eine neue Macht erhebt sich, und ihr Sieg ist nah. Heute Nacht wird das Land befleckt, mit dem Blute Rohans! Auf nach Helms Klamm, lasst niemanden am Leben! Vorwärts! Es wird für die Menschheit keinen Morgen geben." Die besoffene Meute, die das Zitat wohl größtenteils kannten, schnappten sich daraufhin jeder einen Holzstab, die vorher fürs Stockbrot benutzt wurden und rammten die Teile alle gleichmäßig in den Boden und schrien "Saruman!"


Ich fand das noch ganz lustig, bis die Meute auf einmal den Hof verließ und die Straße runterlief. Da fiel mir ein, dass ein Nachbar, ein paar Häuser weiter mit Nachnamen Klamm heißt. Ich bin gerade noch zur Straße gekommen, da sah ich schon, wie der wohl Besoffenste von allen meinte, er müsse den Klammwall wegsprengen, was heißt, dass er unter grölender Menge mit einem brennenden Sturmfeuerzeug in die Hecke des Nachbarn gesprungen ist. Irgendwie schafften ich und die restlichen Nüchternen es, die versammelte Uruk-Hai Bande wieder zurückzubringen. Zum Glück ist nur die Hecke etwas eingedellt, aber ich schäme mich trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00036351 vom 12.08.2015 um 23:32:45 Uhr (17 Kommentare).

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Das Futter meiner Katze

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Ekel Peinlichkeit Trunksucht Neugier

Ich (w/24) habe drei Katzen und einen Hund, die ich vom ganzen Herzen liebe und verwöhne, da sie vor mir höchstwahrscheinlich kein schönes Leben hatten. Meine älteste Katze habe ich aus dem Tierheim, sie wurde von ihren Besitzern misshandelt und verlor ein Auge. Die Zweite ist mir irgendwann zugelaufen, völlig verfilzt und verfloht mit klebrigen Augen und die Jüngste habe ich als Kitten mitten in einer Wiese gefunden, halb verhungert. Dieses Kätzchen habe ich mitgenommen und aufgepäppelt. Meinen Hund habe ich bis auf die Knochen abgemagert in Spanienurlaub gefunden und mit nach Deutschland genommen. Sie sind für unsere gesamte Familie eine Bereicherung, auch wenn es am Anfang echt schwer war, da sie extrem scheu, ängstlich und unsauber waren. Wie schon erwähnt, werden die Tiere auf artgerechterweise sehr von mir verwöhnt, was auch bedeutet, dass sie nur gutes Futter bekommen, welches einen sehr hohen Fleischanteil hat oder Rohfleisch (BARF).


Letztes Wochenende war ich nach einer Geburtstagsfeier rotzevoll, wollte aber mit zwei Freunden noch weiterfeiern.
Wir gingen also zu mir in die Wohnung und "feierten" dort weiter. Bis einer meiner Freunde vorschlug, Wahrheit oder Pflicht zu spielen, wobei ich feuchtfröhlich natürlich mitmachte. Ich wählte Pflicht und einer meiner Freunde schlug vor, dass ich einen Löffel vom Katzennassfutter essen sollte. In meinen besoffenen Kopf dachte ich: "Och, warum auch nicht? Ich wollte schon immer mal wissen, wie es schmeckt." Und nahm, ohne zu Zögern, einen Löffel und eine Dose Katzenfutter. Ich nahm einen ganzen Löffel Katzenfutter in den Mund und musste schlagartig kotzen. Es war das Widerwertigste, was ich in meinem ganzen Leben gegessen hatte. Leider schaffte ich es nicht rechtzeitig zum Klo, weshalb mein armer Hund etwas an seinen Kopf abbekam. Hinter mir gab es großes Gelächter, während ich mir bei offener Badezimmertür die Seele aus dem Leib kotzte. Somit war der Abend für mich komplett gelaufen. Aber immerhin haben sich meine Freunde danach ganz lieb um mich gekümmert, nachdem sie sich den Arsch abgelacht haben. Meine Tiere wichen mir die ganze Nacht und den darauffolgenden Tag auch nicht mehr von der Seite. Hiermit beichte ich, dass ich im betrunkenen Zustand ziemlich dumm gehandelt hatte und bitte daher um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00036348 vom 11.08.2015 um 22:58:05 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Die perfekte Frau ist hässlich!

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Fremdgehen Wollust Ehebruch

Ich bin in einer glücklichen Beziehung mit einer Frau, mit der ich mir mittlerweile ernsthaft eine Zukunft mit allem was dazu gehört vorstellen kann. Ich liebe diese Frau und sie liebt auch mich aufrichtig. Sie ist für mich da und ich für sie, sie lässt mir meine Freiräume und nervt nie rum, wir freuen uns trotz mehrjähriger Beziehung immer noch jedes Mal aufeinander aber nun wird es schwierig: Ich fühle mich sexuell nur wenig zu ihr hingezogen, ich finde sie einfach nicht "geil". Deswegen haben wir auch nicht ganz so viel Sex und es geht selten von mir aus - obwohl der Sex letztenendes doch recht gut ist). Beim Sex denke ich oft an andere Frauen. Und im Alltag ertappe ich mich regelmäßig dabei, wie ich mittlerweile allem, was zwei Brüste hat, hinterhersabbere und schäme mich für meine Unbeherrschtheit. Wichsen hilft auch so gut wie gar nicht mehr. Da mir klar ist, dass ich mit ihr zusammenbleiben und eine gemeinsame Zukunft mit ihr haben will, muss ich beinahe einkalkulieren, ihr irgendwann fremdzugehen.

Gelegenheiten gab es bisher einige, aber ich blieb ihr bisher immer treu. Aber ich denke, mit zunehmendem Alter wird sie auch nicht gerade attraktiver für mich werden, sondern die Situation wird sich weiter zuspitzen. Offen mit ihr darüber zu reden und so etwas wie sexuellen Freiraum zu beantragen würde sie nur unfassbar kränken und verletzten, da sie in dieser Hinsicht sehr empfindlich ist und nicht zu einer lockereren Sicht der Dinge fähig ist. Ich ärgere mich über meine Triebhaftigkeit, aber richtig Grund zur Scham gibt mir vor allem, dass ich ganz kühl und rational die Untreue in die Zukunft mit meiner Freundin einkalkuliere. Alles wegzuwerfen und die Beziehung zu beenden - nur wegen ein bisschen Triebbefriedigung - wäre die größte Dummheit meines Lebens. Ich weiß genau, was ich an ihr habe, und das kommt daher auch nicht infrage. Aber für die nächsen Jahrzehnte mit schmerzhaft dicken Eiern rumzulaufen und einfach keine Erleichterung zu bekommen, sind auch keine allzu rosigen Aussichten. Ich möchte hiermit mein Gedankenverbrechen beichten und um Absolution bitten.

Beichthaus.com Beichte #00036341 vom 11.08.2015 um 11:31:12 Uhr (26 Kommentare).

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Die Katze auf der Straße

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Engherzigkeit Verzweiflung Mord Tiere

Ich muss etwas beichten, was mich schon seit einiger Zeit bedrückt. Es ist zwar schon lange her, damals muss ich etwa acht Jahre alt gewesen sein, jetzt bin ich (w) 20 und trotzdem lässt es mich nicht ganz los. Es war so, ich war damals in der Volksschule und musste mit dem Bus fahren. Da ich aber in der Pampa wohnte, hatte ich einen kurzen Fußmarsch zu bewältigen. Es waren vielleicht zehn Minuten zu Fuß, aber als kleiner Knirps war das eine schier endlose Strecke. Umso mehr freute ich mich, wenn ich auf dem Nachhauseweg ein Stück von der Nachbarskatze begleitet wurde. Ich war immer schon sehr tierlieb, meine Eltern hatten einen Bauernhof und ich habe da auch immer gerne geholfen, auch wenn es ums Ausmisten ging - wie gesagt, ich war und bin immer noch sehr tierlieb. Nun war es so, dass mich die Nachbarskatze auch morgens schon erwartete und mir bis zur Bushaltestelle folgte. Blöderweise hatte die Katze Angst vor Autos, weshalb ich immer versuchte, sie zu verscheuchen, weil sie - warum auch immer - auf die Straße läuft, wenn ein Auto kommt. Katzenlogik.

Natürlich ließ sie sich nicht verscheuchen, sondern folgte mir. Die anderen Kinder an der Bushaltestelle beschimpften mich jedes Mal, weil das ja gefährlich für die Katze war. Außerdem verboten sie mir, die Katze zu streicheln, weil es ja nicht meine war. Ich war daraufhin beleidigt, ich hatte ja bereits versucht, das Tier zu verscheuchen, aber es kam immer wieder. Eines Morgens, es war Herbst und noch leicht nebelig, wir warteten alle auf den Bus, kam die Katze wieder angerannt. Natürlich wollte sie jeder streicheln, ich hielt mich zurück, ich durfte ja nicht. Schon von Weitem hörte ich ein Auto, ich merkte wie auch die Katze, die direkt vor mir stand, die Ohren spitzte. Sie duckte sich und als die anderen das herannahende Auto sahen, forderten sie mich auf, die Katze hochzunehmen, damit sie nicht vor das Auto läuft. Aha, dachte ich mir, streicheln darf ich sie nicht, aber zum Katze-Retten war ich also doch gut genug. Ich meiner kindlichen Dummheit, für die ich mich bis heute hasse, reagierte ich nicht darauf. Die Katze rannte vor dem Auto über die Straße - ich hörte noch einen dumpfen Knall. Wir konnten alle nicht fassen, was gerade passiert war. Das Auto fuhr einfach weiter, ich weiß noch, dass es ein alter, weißer VW-Polo war.

Die Katze blieb liegen. Sie röchelte noch. Eines der älteren Mädchen hob die Katze auf und trug sie heulend ins Haus. Dann kam auch schon der Bus. Wir stiegen alle ein. In der Schule begann ich dann zu weinen. Als die Lehrerin fragte, was los sei, sagte ich nur, dass eine Katze überfahren wurde, aber nicht, dass ich daran Schuld war. Von den anderen Kindern machte mir niemand einen Vorwurf, auch nicht das Mädchen, dem die Katze gehört hatte. Ich war mir sicher, dass sie mich alle hassen mussten, aber das taten sie nicht. Vielleicht dachten sie, dass ich es nicht mit Absicht getan hatte, sondern schlicht und einfach zu langsam reagierte. Aber in Wirklichkeit reagierte ich gar nicht sondern ließ das arme Tier in den Tod laufen. Meine Wut über die Ungerechtigkeit, die mir von anderen Kindern angetan wurde, ließ ich an der unschuldigen Katze aus. Es tut mir bis heute leid, ich heule auch jetzt noch, obwohl es 12 Jahre her ist. Ich habe jetzt übrigens zwei süße Wohnungskatzen, die ich über alles liebe um nichts in der Welt wieder hergeben möchte. Trotzdem vergesse ich die Katze von damals nicht. Ich wünschte, ich könnte es irgendwie wiedergutmachen.

Beichthaus.com Beichte #00036335 vom 10.08.2015 um 13:57:16 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Flip-Flops am Strand

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Faulheit Urlaub

Im Urlaub habe ich mir am Strand Flip-Flops gekauft, doch trotz vermeintlich richtiger Größe waren sie zu groß und meine Füße schürften deshalb auf. Also bin ich zurück zu dem Stand und habe heimlich die bereits getragenen Schuhe gegen welche ausgetauscht, die eine Nummer kleiner waren.

Beichthaus.com Beichte #00036333 vom 10.08.2015 um 12:37:56 Uhr (5 Kommentare).

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