Ihr schreckliches Geheimnis

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Morallosigkeit Verzweiflung Lügen Verrat Innsbruck

Vor einigen Monaten hat mir meine Ex-Freundin anvertraut, dass sie keine schöne Kindheit hatte. Sie redete gut zwei Stunden und musste immer wieder pausieren. Da es Nacht war und wir beim Spazieren waren, habe ich erst später gemerkt, wie sehr ihr dies zusetzte und wie ihr die Tränen die Wangen runterliefen. Sie sagte mir von Anfang an, dass ich (w/23) es keinem erzählen darf und nach dem Gespräch war mir auch klar, warum. Natürlich versuchte ich, ihr schreckliches Geheimnis für mich zu behalten. Doch da ich mit der Situation total überfordert war und am nächsten Tag sogar einen Nervenzusammenbruch deswegen bekam, beschloss ich, mich einer Person anzuvertrauen: meiner Therapeutin, die ich ursprünglich wegen gesundheitlicher Probleme aufsuchte. Ich musste für die erste Zeit sogar Beruhigungstropfen nehmen, weil ich das Gesagte nicht aus meinem Kopf bekam. Es beschäftigte mich noch wochenlang und auch heute noch. Da ich immer und immer wieder von den schrecklichen Bildern heimgesucht wurde, und meine Therapeutin nicht erreichbar war, habe ich Rat bei meiner Mutter gesucht - und ihr einiges von dem Gehörten erzählt. Doch auch nach diesem Gespräch ging es mir nicht besser.


Ich bin nicht stolz drauf und es tut mir auch wahnsinnig leid, aber ich wusste mir nicht zu helfen. Es fraß mich auf, ich war fertig und hatte furchtbare Bilder im Kopf, also redete ich noch mit meiner besten Freundin darüber. Keinen der drei erwähnten Personen erzählte ich alles, sondern nur die Grundrisse, damit sie mich verstehen und mir eventuell helfen konnten. Meine Beichte ist also, dass ich meiner damaligen Freundin und jetzt guten Kollegin versprochen habe, ihr Geheimnis für mich zu behalten und es dennoch drei Personen erzählt habe. Auch wenn es unter diesen Umständen vielleicht nachvollziehbar ist. Es tut mir wirklich leid und ich kann ihr manchmal nicht in die Augen sehen, weil es wirklich ihre Geschichte war und sie mir sie im größten Vertrauen erzählt hat. Aber ich habe es auch nur weitererzählt, weil ich damit nicht umgehen konnte. Ich bitte um Absolution, dass ich in meiner verzwickten Lage gelogen, Vertrauen missbraucht und geredet habe.

Beichthaus.com Beichte #00031713 vom 08.08.2013 um 12:21:57 Uhr in 6020 Innsbruck (Bruneckner Straße) (31 Kommentare).

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Meine Strategie für den Büroalltag

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Faulheit Trägheit Lügen Feigheit Arbeit

Ich (m/25) hocke jetzt seit zwei Monaten jeden Tag während der Arbeitszeit vor dem Rechner und surfe nur sinnlos herum, besonders im Beichthaus. Eigentlich hätte ich etwas zu tun, aber ich werde so grottenschlecht bezahlt, dass mir das egal ist. Honoriert sowieso keiner. Der Trick, nicht erwischt zu werden, ist einfach: Man lasse ein Programm mit vielen Daten im Hintergrund offen, also zum Beispiel eine Excel-Tabelle und switcht, wenn jemand kommt, einfach schnell dahin und tut beschäftigt. Zum Glück habe ich ein Einzelbüro, eigentlich ist es für zwei Leute gedacht, aber meine Ex-Kollegin hat schon den Job gewechselt und ist jetzt Verkäuferin, weil sie dort mehr verdient.


Meine Beichte ist, dass ich anfangs so dumm und bescheuert war, zu glauben, dass die eigene Arbeit wichtig ist. Aber nein, dem Chef ist man egal, die Bezahlung ist unterirdisch und bei Fehltritten ist man sofort der Arsch, wenn es gut läuft, dann wird man ignoriert oder andere holen sich die Lorbeeren. Also mache ich keinen Finger mehr krumm, surfe herum und mache immer ausgedehnte Pausen, wobei ich dann, wenn jemand fragt, angebe, denn Programm X muss noch die Daten Y verarbeiten. Dabei habe ich mir extra eine Datei mit ausgedachtem Ladebildschirm programmiert, welche bis zu zwei Stunden imaginäre Abläufe durchgeht. Wenn wer fragt, sage ich, dass ich furchtbar viel zu tun habe und noch dieses oder jenes mache, dabei lasse ich mich hier richtig gehen. Ich hasse diese Bagage und habe schon ab und zu erschreckende Gedanken: Das Gebäude abfackeln, die Kreditkarte des Chefs entwenden, über den Parkplatz schlendern und dem Auto dieses gut verdienenden Sesselfurzers eine schöne neue Gravur mit einem Schlüssel oder einem Eispickel verpassen. - Oder ganz einfach in sein Großraumbüro zu gehen, die Einrichtung zu zertrümmern und ihm unter brennenden Ohrfeigen meine Kündigung ins Ohr schreien. Warum ich das nicht mache? Weil ich ein verdammter Feigling bin. Und warum ich nicht einfach kündige? Ich habe schon daran gedacht, aber meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind ziemlich schlecht. Und Hartz-IV will ich nicht. Nein - nicht aus moralischen Gründen, damit könnte ich gut leben und würde sogar mehr Geld bekommen als jetzt. Ich mache es nur nicht, weil ich stinkefaul geworden bin und keinen Bock habe, jedes Mal zum Amt zu rennen und diese Anträge auszufüllen. Oh scheiße, wenn ich das alles nochmal lese dann frage ich mich, wohin der ambitionierte, weltoffene und freundliche junge Mann verschwunden ist, der ich vor gefühlten Jahrzehnten mal war.

Beichthaus.com Beichte #00031711 vom 08.08.2013 um 11:03:44 Uhr (28 Kommentare).

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Alles aus Liebe

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Betrug Falschheit Lügen Geld Partnerschaft Seckach

Meine Freundin ist seit ein paar Wochen in Geldnot. Jedoch will sie unabhängig sein und nimmt weder Hilfe von mir noch von ihren Eltern an. Also bat ich sie, als wir einkaufen waren, um zwei Euro. Ich ging dann mit dem Geld zu einem Spielautomaten, und als ich zurückkam, tat ich so, als ob ich gewonnen hätte, und gab ihr das Geld. Sie war so glücklich. Seitdem versuche ich immer, ihr auf solchen Wegen Geld zukommen zu lassen. Es ist mir egal, was andere sagen, wenn man jemanden liebt, tut man einfach alles für denjenigen und das mache ich jetzt für sie. Sorry Tiger, aber du bist so stur. Es ging nicht anders. Ich liebe dich.

Beichthaus.com Beichte #00031708 vom 06.08.2013 um 15:32:37 Uhr in Seckach (31 Kommentare).

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Die Mails seiner Spielgefährtin

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Fremdgehen Ehebruch Lügen Rache Dummheit Wien

Mein Ex und ich hatten eine gemeinsame Firma. Auf die E-Mail-Adresse der Firma hatten wir immer beide Zugriff. Nachdem er mich schon öfter betrogen hatte, fand er einmal eine besonders doofe Spielgefährtin, die ihm ihre heißen Gedanken und Wünsche immer auf diese Mailadresse schickte. Unter anderem schickte sie ihm auch Bilder, die sie von den beiden beim Sex gemacht hatte. Als ich mich später von ihm trennte, wollte er das nicht akzeptieren und fuhr vor Gericht alle Kaliber auf: ich wäre eine Prostituierte, hätte seinen Vater verführt, Pornos gedreht und Ähnliches. Ich konnte zwar das Gegenteil beweisen, war aber sauer, dass er so was erfinden konnte. Als dann nach der endgültigen Scheidungsverhandlung seine Mutter zu mir kam und mich beschimpfte, zog ich die Ausdrucke der Mails seiner Spielgefährtin aus der Tasche und meinte: "Ich konnte beweisen, dass ich ihn nie betrogen habe. Er kann nur beweisen, mit wem, wie und in welchen Stellungen er mich betrogen hat!" Dann gab ich ihr die Zettel - mit den ganzen Mails, wann sie es wo wie getrieben haben, wann sie es wieder erleben will und vor allem mit den Bildern - es waren nahezu alle Stellungen dabei, farbig und teilweise auch sehr im Detail. Seitdem sagt seine Mutter nichts mehr, wenn sie mich sieht.

Beichthaus.com Beichte #00031703 vom 06.08.2013 um 12:29:37 Uhr in 1030 Wien (Landstraße) (17 Kommentare).

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Unsere lesbische Freundschaft

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Falschheit Dummheit Feigheit Lügen München

Ich war damals 14 Jahre alt und hatte zu der Zeit eine beste Freundin, wie alle anderen auch. Die Beziehung konnte ich nie definieren, denn mir scheint es, dass diese beste Freundin mich sehr mochte. Eben auf eine andere Art und Weise. Ich wusste da noch nicht, wie mir geschah, denn ich wusste nicht, was genau Homosexualität ist. Ich hielt ständig ihre Hand, weil ich dachte, dass beste Freundinnen das so machen. Ich schrieb ständig, wie sie, auf diese kitschige Art und Weise, wie sehr ich sie liebte. Es ging immer so weiter, mehr wurde jedoch nie daraus. Eines Tages sprach mich jemand darauf an und fragte, ob wir eine lesbische Beziehung führten. Ich war total verwirrt und konnte mir nicht zusammenreimen, woher diese Idee kam. Nach einigen Überlegungen war es dann aber offensichtlich, wie sie auf diese Idee kamen. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, und das ist meine Beichte, denn ich beendete die Freundschaft - per E-Mail. Ich sagte ihr nie, wieso ich die Freundschaft beendet habe. Heute sehen wir uns ab und zu und ich schulde ihr immer noch eine Erklärung, die sie wahrscheinlich nie bekommen wird. Es tut mir leid, dass ich diese Freundschaft so kaltblütig beendet habe und sie wahrscheinlich sehr verletzt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031700 vom 06.08.2013 um 01:32:58 Uhr in 80333 München (Weinstrasse) (17 Kommentare).

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