Fisch ohne Kopf

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Faulheit Trägheit Lügen Engherzigkeit Tiere

Ich habe letztes Jahr die Fische meines Bruders verhungern lassen, weil ich keine Lust hatte, sie zu füttern. Als er sie dann nach seinem Urlaub betroffen vorgefunden hat - die Köpfe waren irgendwie bereits abgefallen, weil sie wohl in dem dreckigen Wasser eine Art Schuppenfäule bekommen haben - habe ich behauptet, dass ich alles versucht hätte, um die Tiere zu retten. Ich meinte außerdem, dass das Wasser wohl schon sehr lange nicht mehr gereinigt worden sei, und dass die Krankheit wohl bereits vor seinem Urlaub ausgebrochen wäre. Er hat mir das geglaubt, weil er selbst auch sehr oft vergisst, das Wasser rechtzeitig zu reinigen.

Beichthaus.com Beichte #00033404 vom 05.06.2014 um 22:24:53 Uhr (9 Kommentare).

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Ein vernünftiger Arbeitsplatz

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Engherzigkeit Selbstsucht Arbeit

Meine Kollegin musste Ende Mai unseren Betrieb verlassen, weil ihr Vertrag nicht verlängert wurde. Ich (w/19) finde es doof, dass sie gehen musste. Sie ist einer der liebsten Menschen in unserem Betrieb. Leider gibt es an der Sache etwas Positives: Ich bekam ihren Arbeitsplatz. Ich saß vorher an so einem kleinen Tisch, auf dem ich gerade mal Platz für Tastatur und Monitor hatte - kein Büromaterial und keinen Platz für die Akten. Dieser Platz ist einfach nur da, um eine Arbeitskraft mehr in ein viel zu kleines Büro zu stecken. Ich freue mich, dass ich nun endlich ordentlich arbeiten kann und meine Kollegen nicht mehr fragen muss, ob ich mir so banale Dinge wie ein Stempelkissen ausborgen kann, weil ich aus Platzmangel keines hatte. Aber die Tatsache, dass meine äußerst liebenswerte Kollegin gehen musste, hinterlässt einen verdammt bitteren Nachgeschmack. Trotzdem, und das ist meine Beichte, habe ich mich darauf gefreut, dass sie geht - wegen des Platzes. Zu meiner Verteidigung: Sie wusste, dass ich ihren Platz bekommen würde, und gönnte ihn mir nur zu gerne, und mit Ende September werde ich wahrscheinlich auch gehen müssen. Mögen wir beide einen Arbeitsplatz finden, an dem wir glücklich werden.

Beichthaus.com Beichte #00033393 vom 03.06.2014 um 22:43:59 Uhr (6 Kommentare).

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Koffer im Schließfach

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Engherzigkeit

Ich beichte, dass ich heute am Hauptbahnhof bei den Schließfächern den Koffer einer sehr attraktiven Frau eingeschlossen habe. Sie war gerade im Gespräch mit ihrem gut aussehenden Mann und ich habe mir den Spaß erlaubt, weil ich gesehen habe, dass die Videoanlage gerade gereinigt wurde. Nun gut, ich muss gestehen, dass ich zuerst gesehen habe, dass die Kameras gereinigt wurden und dann gewartet habe, dass sich eine Gelegenheit bietet. Nach knapp 15 Minuten sah ich dann die beiden und habe auf einen unachtsamen Moment gewartet. Als sich dieser dann schließlich ergab, schob ich ihren Koffer in ein Schließfach und verschloss die Tür. Anschließend habe ich so lange gewartet, bis die beiden es bemerkten, und habe mich dabei sehr gefreut, weil sie sich so geärgert haben. Der Koffer ist noch im Fach und ich überlege, was wohl darin ist.

Beichthaus.com Beichte #00033389 vom 03.06.2014 um 14:10:14 Uhr (12 Kommentare).

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Pfanddiebstahl als Nebenverdienst

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Diebstahl Engherzigkeit Morallosigkeit Last Night

Ich habe gestern auf einem Fest Pfand geklaut. Auf den Bechern war je ein Euro Pfand und glücklicherweise wurden keine Pfandmarken ausgegeben. Dadurch musste ich nur die Becher, die ich an den Tischen und vom Boden einsammelte, an der Bar abgeben, um das Geld zu bekommen. Es war eine sehr rentable Aktion. Entschuldigung an die Besoffenen, die ihr Pfand achtlos rumstehen lassen.

Beichthaus.com Beichte #00033376 vom 01.06.2014 um 15:54:38 Uhr (8 Kommentare).

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Kontakt zur richtigen Familie

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Verzweiflung Engherzigkeit Feigheit Familie

Ich (36) bin unehelich geboren. Als ich sieben Jahre alt war, hat meine Mutter einen Mann geheiratet, der mich auch adoptiert hat. Größtenteils, weil sie darauf bestand, er tat es aber auch gern, dieser engelsgute Mensch ist und wird für mich immer mein Vater bleiben, da mein Erzeuger nicht den Dreck unter meinen Sohlen wert ist. Mir hat es nie an etwas gefehlt - im Gegenteil hat mein Vater meinen (ehelich geborenen und von ihm gezeugten) Bruder sogar das eine oder andere Mal ausgebremst, wenn dieser in jungen Jahren auf eine Bevorzugung bestand. Aber wie das so ist, will man trotzdem irgendwann wissen, wo man herkommt. Also bat ich meine Mutter mit 20, doch bitte zu irgendwem aus der Familie des Erzeugers Kontakt aufzunehmen. Als Antwort kam, man würde sich freuen, zu hören, dass ich noch lebe - mein Erzeuger hatte verbreitet, meine Mutter und ich seien nach der Flucht vor ihm bei einem Unfall ums Leben gekommen - und ich wäre jederzeit herzlich willkommen. Natürlich war ich misstrauisch, weil der Erzeuger eben wirklich nicht viel wert ist, aber seine Familie besteht aus herzensguten, braven, fast schon etwas spießigen Menschen, was man ihnen aber absolut nicht vorwerfen darf. Das erste Wochenende dort wurde ich verwöhnt wie selten im Leben und kam mit einer Tasche voller Fotos, Erinnerungsstücke und mehreren Hundert D-Mark in bar - ablehnen war einfach nicht möglich, ich habe es versucht - zurück. Insbesondere meine Großmutter weinte das ganze Wochenende vor Freude. Leider haben meine Lebensumstände bis heute einen zweiten Besuch unmöglich gemacht, und auch telefonisch habe ich mich oft nur gemeldet, wenn es mir nicht gut ging.


Aber auch das habe ich irgendwann eingestellt, weil ich merkte, dass sie zwar helfen wollen, aber nicht wissen, wie. Ich wollte sie einfach nicht belästigen. Jetzt habe ich deshalb echt Probleme, weil ich wusste, dass meine Großmutter einen langsam wachsenden Magenkrebs hatte, und ich habe Angst, dass sie bereits verstorben ist. Ich traue mich einfach nicht, wieder Kontakt aufzunehmen, weil ich mich vor der Frage fürchte, warum ich nie angerufen habe. Auch wenn ich nicht ganz so ein Versager bin, wie mein krimineller und drogenabhängiger Erzeuger, und die Kurve immer, wenn auch oft nur extrem knapp und mit viel Hilfe von anderen, gekriegt habe, war es weder für mich noch für meine Familie leicht. Und ich habe auch Angst, wenn seine Familie das hört, dass sie genauso von mir denken, wie von ihm. Eigentlich würde ich ihnen gerne sagen, dass es mir inzwischen gut geht, ich arbeite und lebe selbstständig, aber ich verschiebe es immer wieder, und meine Großmutter, die übrigens total cool ist, wäre jetzt 87. Ich hätte einfach nur das Gefühl, diese Leute zu belästigen, wie ich es telefonisch teils in der Vergangenheit tat, wenn ich nachts und betrunken bei meiner Tante anrief und mich nicht traute, etwas zu sagen. Sie ist nicht dumm, sie fragte immer, ob es mein Erzeuger oder ich wäre, und flehte darum, etwas zu sagen. Aber ich schäme mich dafür zu sehr und legte auf.

Beichthaus.com Beichte #00033369 vom 31.05.2014 um 16:19:52 Uhr (8 Kommentare).

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