Der Traum vom Donutladen
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Ich habe dann einige Freunde und Verwandte darauf angesprochen, mir wurde die Idee dann ziemlich schlecht gemacht. So nach dem Motto, du wirst selber Dein bester Kunde sein. In Deinem Dorf hält doch keiner an, wenn es in Stuttgart viel mehr Läden hat. Privatinsolvenz, Du bist behindert, wie willst Du ein Geschäft führen. Davon habe ich mich so zehn Jahre lenken lassen und am Schreibtisch nicht gerade ein Vermögen verdient. In dieser Zeit bin ich aber auch immer einsamer geworden, der Einfluss meiner Freunde sank. Letzten Endes habe ich einfach den Donutladen aufgemacht, auch um mal wieder Kontakt zu Menschen zu haben. Es hat tatsächlich geklappt, und zwar vom ersten Tag an. Ich backe heute nachts drei Stunden Donutringe und Morgens verkaufe ich sie dann drei Stunden. Das ist die beste Arbeit, die ich jemals gemacht habe und es macht einen Riesenspaß. Finanziell habe ich den Laden bereits abgezahlt und ich verdiene heute mehr als früher als Bäcker oder gar bei dem miesen Bürojob.
Ich bereue, dass ich mich zehn Jahre meines Lebens als vereinsamter behinderter Mann daheim vor dem PC gequält habe, nur weil ich mich von Leuten habe lenken lassen, die heute noch zu allem eine negative Einstellung haben. Einer dieser Freunde von damals wollte mir vor Kurzem sogar einreden, dass mein Laden durchaus auch mal von Russen überfallen werden könnte und ich hätte keine Möglichkeit mich im Rollstuhl zu wehren. Die Russen in meiner Gegend sind alle sehr freundliche Stammkunden, niemand würde das tun. Ich werde mich nie wieder von solchen Pessimisten lenken lassen.