Stalker oder Schutzengel?

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Verzweiflung Lügen Ex Marktoffingen

Ich war bis vor einem Jahr mit meinem Ex zusammen, der Künstler werden wollte. Da er aber nicht an sich geglaubt hat, hat er lieber Biologie studiert, obwohl ihn das nicht glücklich macht. Auf jeden Fall hat er dann Schluss gemacht, und mit mir bis heute nicht wirklich alles geklärt. Ich bin also immer noch nicht über ihn hinweg. Seit Schluss ist, schaue ich mir täglich sein Profil bei einem bekannten Netzwerk an und versuche, ihn wöchentlich auch mal anzuschreiben. Ich schaue mir oft auch die Seite seines Bruders an, und google den Namen meines Ex. Letztens habe ich genau das wieder gemacht und entdeckt, dass er eines seiner Bilder zum Verkauf anbietet. Er hat keine Preisangabe dazugeschrieben, und da es eines meiner Lieblingsbilder war, habe ich ihm die erste Preisanfrage zu dem Bild geschickt. Natürlich anonym und mit der Bemerkung, dass es mir nahezu egal wäre, wie viel er dafür verlangt. Warum ich das mache? Ich will ihn so weit unterstützen, dass er seinen Traum nicht aufgibt. Er wird zwar nie erfahren, dass ich das war - aber zu wissen, dass ich ihn damit wohl glücklich gemacht habe, gibt mir ein gutes Gefühl. Auch wenn mich das zum Stalker macht - was im Übrigen auch der Grund ist, warum ich hier beichte - werde ich weiterhin versuchen, ihm als anonymer Schutzengel zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00032120 vom 26.10.2013 um 11:39:03 Uhr in Marktoffingen (15 Kommentare).

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Die Welt zu Gast bei Freunden

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Falschheit Lügen Geiz Trunksucht

Zur WM 2006 war in unserer Großstadt immer viel los, da die Spiele auch hier ausgetragen wurden. Nach den Spielen sind unzählige Fußballtouristen in die Innenstadt gepilgert, um dort die Bars, Clubs und Kneipen zu besuchen. Wir ebenfalls. Wir haben uns dann immer bei Gruppen gesetzt, unsere zwei, drei Bier bestellt und sind, ohne zu zahlen, weitergezogen. Aufgefallen ist es niemandem. Die Angestellten dachten wohl immer, wir wären ein wirklicher Teil der anderen Gruppe und diese würde dann ja eh zusammen zahlen. Ich gestehe somit, dass wir die Weltmeisterschaft ausgenutzt haben, um kostenfrei an allerlei Sachen zu kommen. Wie hieß es so schön? Die Welt zu Gast bei "Freunden".

Beichthaus.com Beichte #00032116 vom 26.10.2013 um 09:28:13 Uhr (9 Kommentare).

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“Folge

Mein Schickimicki-Doppelleben

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Morallosigkeit Studentenleben

Ich führe ein Doppelleben. Meine Eltern sind ziemlich wohlhabend und finanzierten mir eine gute Ausbildung. Für das Studium zog ich in eine andere Stadt und dort kauften sie mir eine nette kleine Eigentumswohnung. Bis ich vor einem halben Jahr dann einen heftigen Streit mit meinen Eltern hatte und sie mich aus der Wohnung warfen. Das war für mich nicht so schlimm, wie ich erst dachte. Ich hatte einen annehmbaren Nebenjob und habe ein paar Wochen bei Freunden gewohnt, bis ich eine neue Wohnung gefunden hatte. Im Vergleich zu der Wohnung meiner Eltern war das natürlich ein Loch, aber ich fand mich schnell mit meinem neuen Leben ab. Es war viel lockerer, als unter der Fuchtel meiner Eltern zu stehen. Ich suchte mir neben meinem Studium noch einen zweiten Nebenjob. Eigentlich verrichtete ich nur niedere Arbeiten, aber immerhin verdiente ich etwas. Ich ließ mir meine Haare und den Bart länger wachsen, ging mehr aus und begann zu trinken und zu kiffen. Nicht übermäßig, ich muss schließlich auch mein Studium voranbringen, damit ich keine Beihilfen verliere. Ich hatte auch eine Freundin, die meine Eltern nie geduldet hätten. Sie ist übergewichtig, tätowiert, hat gefärbte Haare und trinkt und raucht ebenfalls.


Alles in allem klingt das nach einem ziemlich heruntergekommenen Leben, aber ich war zufrieden. Ich war froh, nicht mehr das Schickimicki-Leben meiner Eltern leben zu müssen. Dann machte ich ein weiteres Praktikum, um mir etwas dazuzuverdienen. Dort hatte ich eine wundervolle Kollegin. Wir verbrachten die Pausen zusammen und verstanden uns sehr gut. Ich entwickelte Gefühle für sie und nach einigen schlaflosen Nächten, in denen ich viel nachdachte, verließ ich meine damalige Freundin. Ich lud die Arbeitskollegin ein und bald darauf waren wir ein Paar. Wenn ich sie allerdings zu mir nach Hause einlade, gehen wir in die Wohnung meiner Eltern, für die ich glücklicherweise noch einen Schlüssel habe. Und wenn wir gemeinsam mit meinen Freunden etwas unternehmen wollen, dann immer mit denen, die ich noch von früher kenne. Meiner Freundin und ihren Eltern, die ähnliche Snobs sind, wie meine, spiele ich also den zielstrebigen und ehrgeizigen Studenten vor. Was sie aber nicht wissen, ist, dass ich in einem Loch hause, weil ich nicht weiß, wann meine Eltern in ihre Wohnung kommen und ich nicht überrascht werden will. Sie wissen auch nicht, dass ich noch kiffe und eine versiffte Bar jeder Disco vorziehe. Oder dass mir Bier besser schmeckt, als ein teurer Wein aus dem letzten Jahrhundert. Mir ist klar, dass ich zumindest meiner Freundin irgendwann die Wahrheit sagen muss. Ich glaube zwar, dass sie mich verstehen wird, fürchte aber, dass sie sich nicht gegen ihre Eltern behaupten kann und nicht weiter mit mir zusammen sein wird. Also führe ich zwei Leben. Ich hoffe, es geht noch eine Weile gut.

Beichthaus.com Beichte #00032110 vom 24.10.2013 um 13:16:13 Uhr (12 Kommentare).

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Gleitgel gegen Minderwertigkeitskomplexe

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Dummheit Verzweiflung Lügen Intim Sex

Leider muss ich gestehen, dass ich - als Frau mit fast dreißig Jahren - unter Minderwertigkeitskomplexen leide. Das ist so schlimm, dass ich zu Mitteln greifen muss, für die ich mich hinterher schäme. Vor einiger Zeit bin ich mit meinem neuen Freund intim geworden, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032106 vom 24.10.2013 um 19:19:14 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das Spielchen mit den Nachbarn

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Engherzigkeit Falschheit Lügen Nachbarn

Vor vier Jahren zog ich in ein Haus mit 26 Wohnungen. Ich wohne noch heute dort. Ich bin ein sehr netter und unauffälliger Mitbewohner, zumindest glauben das alle. Diesen Eindruck nutze ich aus - denn seit meinem Einzug hänge ich an das Meldebrett Zettel, auf denen ich die anderen Mieter beschuldige. Jeden Monat erfinde ich Anschuldigungen, die ich immer auf anderen Zetteln, mit unterschiedlichen Schriften und verschiedenen Formulierungen dort aufhänge. Es soll schließlich nicht auffallen, dass nur eine Person die Zettel schreibt. Dort hängt dann zum Beispiel: "Bewohner des App. 14 hört um Mitternacht sehr oft laute Musik" oder "Der Herr aus Wohnung 21 uriniert des Öfteren in den Keller" - es passiert auch nicht selten, dass ich den betroffenen Personen dann begegne und sie mir ihr Leid klagen. Schließlich bin ich der nette junge Herr - dass ich sie dann noch aufstachele, scheint niemand zu bemerken. Ich habe es schon geschafft, dass Nachbar A den Nachbarn B beschuldigt. Das war eine nette Diskussion. Damit mein Spielchen nicht auffliegt, habe ich mich natürlich auch schon selbst beschuldigt. Wobei ich mir die harmloseren Dinge zuschiebe, wie zum Beispiel, dass das Flurfenster oft nicht geschlossen wird. Meine Beichte ist also, dass ich mir einen Spaß daraus mache, die anderen Hausbewohner zu verarschen. Leider kann ich nicht anders. Es ist schon fast ein Zwang - ich habe nämlich schon oft versucht, das zu unterlassen, aber das Meldebrett zieht mich magisch an.

Beichthaus.com Beichte #00032102 vom 23.10.2013 um 14:12:24 Uhr (17 Kommentare).

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