Ich brauche keine Freundschaften!

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Selbstsucht Boshaftigkeit Gesellschaft

Alle Verwandten, Kollegen, Freunde etc. denken, ich sei ein komplett vertrauenswürdiger, lieber Mensch, dem man alles erzählen kann. Sie denken, ich sei ein schweigendes Grab, loyal, gefestigt und ein umgänglicher Typ. In Wirklichkeit bin ich aber ein total fertiger Mensch. Ich kann Freundschaften in Wirklichkeit nicht leiden, mir gibt das nichts. Ich bin auf mich selbst bezogen, ziehe hinter deren Rücken über sie her. Ich bin auch mit mir selbst nicht zufrieden. Ich bin neidisch, eifersüchtig und egoistisch. Als zuletzt die Mutter eines Kollegen verstorben ist, und er augenblicklich das Büro verlassen hat, nachdem die Nachricht kam, habe ich innerlich Schadenfreude empfunden, obwohl mein Verstand mir sagt, dass dieses Gefühl völlig unangebracht ist.

Beichthaus.com Beichte #00039215 vom 14.01.2017 um 14:51:07 Uhr (6 Kommentare).

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Der Kunde ist ein Arschloch

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Zorn Dummheit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich so langsam zu einem völlig cholerischen Arschloch mutiere und jedem Dienstleister das Blut in den Adern gefrieren lasse. Völlig egal, ob es um völlig überforderte Kellner im Restaurant, aufdringliche Verkäufer oder ahnungslose Bankangestellte geht, ich habe keine Geduld für schlechten Service und mache jeden zur Schnecke, der sich in meinen Augen nicht hundertprozentig professionell verhält. Aber warum ist das so? Der Grund besteht darin, dass ich mir in meinem Beruf keine Fehler erlauben darf, und daher auch nicht einsehe, warum ich Verständnis dafür aufbringen sollte, wenn andere ihren Job schlechter machen als ich meinen. Drei Beispiele, damit ihr wisst, was ich meine:

Ich bin zurzeit geschäftlich im Ausland und war gestern im Restaurant. Die Kellnerin sagte weder in der Landessprache noch auf Englisch zu mir "Guten Morgen", sondern nahm wortlos die Bestellung entgegen, um mich im Anschluss daran während des Essens permanent anzustarren, obwohl ich ihr gesagt hatte, dass sie das unterlassen soll. Als ich mit dem Essen fertig war, kam sie zu mir, warf mir einen abfälligen Blick zu und schrieb den zu zahlenden Betrag auf ein Blatt Papier, ohne mit mir überhaupt Blickkontakt aufzunehmen oder irgendetwas zu sagen. Daraufhin erklärte ich ihr in ihrer Landessprache, dass ich ihr Verhalten absolut inakzeptabel fand und hinterließ eine Notiz für ihren Chef, der leider nicht im Laden war, da ich mich gerne bei ihm persönlich über diese Kellnerin beschwert hätte. Dafür habe ich dann eine "nette" Rezension über das Restaurant im Internet gepostet.

Einen Tag nach meinem Restauranterlebnis war ich dann in einer Bank, um via Western Union Bargeld einzuzahlen, das ich auf mein Konto in Deutschland überweisen wollte. Die Bankangestellte glotzte mich nur an und meinte, dass es ohne ein Konto in ihrem Land nicht möglich sei, Geld ins Ausland zu überweisen. Daraufhin machte ich sie auf das Schild "Western Union" in ihrer Bank aufmerksam und fragte sie, warum es nicht möglich sein soll, worauf sie mir nur "Keine Ahnung" antwortete, womit das Gespräch fast schon beendet war. Es ist ja keine Schande, wenn man nicht alles weiß, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mir so etwas in einer deutschen Bank passieren würde, dass man mit "Das weiß ich nicht." einfach abgewimmelt wird, deshalb sagte ich schließlich zu der Frau: "Wenn Sie keine Ahnung von ihrem Job haben, dann fragen Sie gefälligst Ihren Kollegen oder Vorgesetzten." Das tat sie dann letztendlich und ich konnte doch noch mein Geld überweisen. Nun das letzte Beispiel: Heute wollte ich Kleidung einkaufen und wurde in einem kleinen Bekleidungsgeschäft von einem besonders aufdringlichen Verkäufer nicht in Ruhe gelassen, der mir alles andrehen wollte, was ich mir auch nur für eine Sekunde angeguckt habe. Dies brachte mich so auf die Palme, dass ich zu ihm einfach nur "Leck mich am Arsch" gesagt habe und ohne etwas zu kaufen gegangen bin. Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich so schnell aus der Haut fahre, aber manchmal bin ich froh, wenn kein mir nahestehender Mensch erlebt, was für ein Kotzbrocken ich sein kann, wenn ich mit dem Service unzufrieden bin.

Beichthaus.com Beichte #00039212 vom 13.01.2017 um 21:39:35 Uhr (19 Kommentare).

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Ich sollte glücklich sein!

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Verzweiflung Begehrlichkeit Masturbation

Ich (w/24) möchte beichten, dass ich manchmal abends nach der Selbstbefriedigung weine und das nur, weil ich mir so beschissen allein vorkomme und mir währendessen auch noch nur Kerle einfallen, die mir physisch wehgetan haben - mich nervt das! Ich sollte glücklich sein und zufrieden einschlafen, stattdessen denke ich darüber nach, warum ich immer noch alleine bin. Mich fuckt das so ab. Ich sollte glücklich sein.

Beichthaus.com Beichte #00039170 vom 06.01.2017 um 04:30:09 Uhr (10 Kommentare).

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Was habt ihr gegen unsere Beziehung?!

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Zorn Vorurteile Engherzigkeit Partnerschaft Gesellschaft

Seit etwa acht Monaten habe ich (19) ein Verhältnis zu einem älteren Mann (49). Ich fand ihn von Anfang an sehr attraktiv. Hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass das seinerseits erwidert wird. Als wir uns tatsächlich näherkamen, einigten wir uns einvernehmlich darauf, dass wir, ich sage mal, nur Interesse am Körper des anderen hatten und kein Interesse an einer Beziehung. Es war schwer zu erwarten, dass sich ergeben würde, was sich mittlerweile ergeben hat. Ich weiß, wir werden nicht gemeinsam alt. Auch werden wir niemals zusammen Kinder großziehen. Und mit Letzterem kann ich mich sehr gut abfinden. Was mir neben der Tatsache, dass das Ganze nicht ewig halten wird/kann, allerdings zu schaffen macht, sind die Vorurteile der wenigen Menschen, die von uns wissen.

Ich stelle selbst fest, wie ich mich seither verändere/weiterentwickle. Im Umgang mit anderen Menschen, meine Einstellungen und Ansichten zu bestimmten Themen, etc. Und es freut mich jedes Mal, wenn ich von meinem Umfeld (die nichts von uns wissen) gesagt bekomme, dass ich ihnen "jetzt irgendwie besser" gefalle, "viel entspannter, gelassener, glücklicher" ausschaue. Ich könnte noch einiges mehr erzählen, aber um langsam zu meiner Beichte zu kommen, überspringe ich das und sage einfach mal: Es macht mich tatsächlich sehr glücklich. Wie bereits oben erwähnt, gibt es nur wenige Menschen, die von unserem Verhältnis Kenntnis haben. Und zum einen beichte ich, dass ich mir manchmal wünsche, ich hätte es diesen Menschen nicht erzählt. Denn früher oder später kommt es dann doch wieder zu diesen anstrengenden Konversationen. Zunächst waren es Dinge wie zum Beispiel, dass ich mich ausnutzen lasse, nichts anderes als meinen Körper zu bieten habe und ähnlichen verletzenden Worten.

Als manche dieser Menschen erfuhren, was mein "Partner" beruflich macht, wurde der Spieß sogar umgedreht und es hieß, ich nutze ihn aus. Des Geldes wegen. Ich weiß noch nicht mal, weshalb ich solchen Menschen so etwas Persönliches eigentlich anvertraut habe. Und weshalb ich während so einer Behauptung überhaupt das Bedürfnis habe, in die Rechenschaft zu gehen und mich zu erklären. Ich beichte, dass mich das nicht ansatzweise so kalt lässt, wie ich vorgebe. Und dass mich diese Menschen mittlerweile so unendlich ankotzen! Hier möchte ich beschreiben, was für Menschen das sind, die diese Sätze von sich geben. Die Männer, die so etwas bisher sagten, sind ausnahmslos Männer, mit denen ich mich bloß oberflächlich unterhalten konnte und die mir zuvor nur Komplimente zu meinem Äußeren machten.

Die Frauen, die solche Sätze von sich gaben, sind ALLE entweder die Frauen, die erzählen, wie schlecht ihr Ex im Bett war, wie klein dessen bestes Stück gewesen sei, dass sie niemals bei ihm zum Höhepunkt kamen und wie dumm diese Männer gewesen seien, dass sie sich "etwas auf ihre falschen Orgasmen" eingebildet hätten. Was ich aber gerne der Lustigkeit halber hinzufügen möchte: Ausgerechnet eine dieser Frauen meinte während einer Unterhaltung (und diese weiß nicht mal von mir und meinem Partner): "Blablabla, der Typ hat mich so verarscht. Blabla, heul heul. So langsam habe ich das Gefühl, alle Männer stehen auf diese 1,60m kleinen, blonden, schlanken Frauen mit großen Brüsten, die (jetzt kommt's!) nie ihre eigene Meinung sagen und alles tun, um dem Typen zu gefallen", dann wendete sie mir ihren Kopf zu: "Oh.. Nichts gegen dich." Habe nur gelacht und geäußert, dass ich mich nicht angesprochen gefühlt habe. Aber so viel dazu.

Der Rest der Frauen, die von meinem Verhältnis zum zu Beginn erwähnten Mann wissen, sind ausgerechnet die Frauen, die sich von den Kollegen an den Hintern fassen lassen, sich deren Sexgeschichten anhören, dabei kichern und lachen und sich im Nachhinein bei den Kolleginnen darüber beschweren, statt den männlichen Kollegen in dem Moment ganz klar ihre Meinung mitzuteilen, wenn es sie doch so stört. Ich beichte: Ich fühle mich endlich wohl in meiner Haut. Ich fühle mich schön. Ich bin mit meinem Charakter zufrieden und dennoch "arbeite" ich tagtäglich an mir. Ich fühle mich geliebt, erfüllt und um einiges selbstbewusster. Der größte Kompromiss, den ich jemals für meinen Partner eingegangen bin, ist, dass ich mir an meinem freien Tag vier Stunden lang "Gestatten, mein Name ist Cox" in schwarz-weiß mit ihm angesehen habe. Mein Telefon ist voll von den unterschiedlichsten Liedern aus den Jahren 1960-1980, weil ich durch ihn irgendwann selbst Gefallen daran gefunden habe. Die interessantesten, spannendsten, lustigsten Unterhaltungen habe ich mit ihm. Ich kann meine Wünsche offen äußern. Und wenn ich das hier sagen darf: Wir haben den großartigsten Sex, den man sich vorstellen kann. Und dennoch muss ich beichten, dass ich - obwohl ich sehr glücklich bin - doch schon ein, zwei Mal feststellen musste, dass ich gerade diesen nervigen Menschen alles, was ich hier geschrieben habe - und wahrscheinlich noch einiges mehr - an den Kopf werfen würde.

Beichthaus.com Beichte #00039105 vom 24.12.2016 um 13:41:58 Uhr (23 Kommentare).

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Dank Jojo-Effekt untergewichtig

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Begehrlichkeit Eitelkeit Ernährung

Ich (w/20) wiege bei einer Größe von 167cm knapp 50 Kilo und bin somit untergewichtig. Ich habe in den letzten fünf Monaten sieben Kilo abgenommen. Teils weil ich mich einfach gesünder ernähren wollte und teils weil ich mich, aus mir im Nachhinein unerklärlichen Gründen, zu "dick" gefühlt habe. Ich wollte einfach meine kleinen Speckröllchen nicht mehr sehen und war nach zwei Monaten auch recht zufrieden mit mir. Ich wollte also mit dem Abnehmen aufhören, doch mein Freund meinte, ich solle nicht ganz mit dem Sport und der gesunden Ernährung aufhören und hat mich auf die Gefahr des Jojo-Effektes hingewiesen. In meinem Eifer habe ich dann sogar noch etwas mehr Sport gemacht und noch strenger auf meine Ernährung geachtet. Mein Freund machte mir ständig Komplimente, dass ich jetzt den perfekten Körper habe, usw. Auch mein Freundes- und Bekanntenkreis gratulierte mir nach den verlorenen Kilos zur Gewichtsabnahme und sagten, ich sähe super aus.

Ich fühle mich aber ehrlich gesagt nicht mehr wohl und bin schockiert, dass der heutigen Gesellschaft nicht mehr auffällt, wenn man ins Untergewicht gerutscht ist, bzw. dass man sogar noch Lob dafür bekommt. Als ich gestern meinem Freund gesagt habe, dass ich mich nicht mehr wohlfühle, keine Lust mehr auf Kalorienzählen habe und endlich mal wieder das essen will, was ich will, egal wie ungesund oder kalorienhaltig es auch ist, hat er mich nicht so recht verstanden. Erst als ich ihm gesagt habe, dass ich untergewichtig bin, ist er dann hellhörig geworden und hat doch gemeint, ein paar Kilo mehr würden mir nicht schaden. Ich weiß, dass mein Gewicht nicht gefährlich ist und ich nicht magersüchtig bin, aber ich bin mit Normalgewicht auch schön und ich würde mir wünschen, dass die Leute ihre Schönheitsideale von untergewichtigen Topmodels zu normalgewichtigen Frauen wechseln. Ich habe daraus gelernt und werde mir meine Wohlfühlkilos wiederholen. Natürlich auf gesundem Wege und nicht durch Fast-Food.

Beichthaus.com Beichte #00039058 vom 13.12.2016 um 19:15:52 Uhr (11 Kommentare).

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