Juckreiz unterm Gips

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Selbstverletzung Waghalsigkeit Gesundheit Sport

In meiner Schulzeit habe ich mir einmal den Arm beim Fußball angebrochen und bekam einen Verband und Sportverbot. Mir war das aber egal, sodass ich einen Tag später vier Stunden lang Basketball mit Freunden gespielt habe. Beim Arzttermin zwei Wochen später wurde festgestellt, dass der Arm jetzt ganz kompliziert gebrochen ist und ich bekam nach einer OP einen Gips. Sorry, dass ich nicht gehört habe, lieber Arzt und liebe Kasse! Die Geschichte war im Sommer, aber es war noch Schule und unter dem Gips juckte es wie die Hölle, also kratzte ich mit einem Stift unter dem Gips. Die Kappe ging ab und blieb unter dem Gips und verweilte dort die nächsten fünf Wochen. Beim Abnehmen des Gipses kam eine tiefe und eiternde Wunde zutage und ich habe heute noch einer Narbe auf dem Unterarm mit der eindeutigen Form einer Stiftkappe. Den Stift musste ich wegschmeißen. Ich bin auf der einen Seite von dieser Geschichte peinlich berührt aber auch stolz, dass man mich jetzt ganz einfach identifizieren kann, wenn ich mal sterbe.

Beichthaus.com Beichte #00025985 vom 29.03.2009 um 16:38:30 Uhr (22 Kommentare).

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Hilfe, niemand bemerkt meine Essstörung!

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Verzweiflung Sucht Selbstverletzung Völlerei Ernährung

Ich glaube, ich bin essgestört. Als Kind war ich eher dick, wurde oft gehänselt und schon in der ersten Ballettstunde von der Lehrerin und den anderen Kindern rausgeekelt. Wen wundert es, ich sah ja auch aus wie Miss Piggy im Tutu. Ich wurde immer mehr zum Sonderling und Außenseiter, mir wurde vor der versammelten Klasse im Sportunterricht die Hose runtergezogen, was für mich schon nichts Schockierendes mehr war. Mit 14 bekam ich einen abnormen Ekel vor Essen, habe mich noch von einer Scheibe Toast am Tag ernährt und mein Gewicht innerhalb von 2-3 Monaten um über 20 Kilo verringert. Niemand hat etwas dazu gesagt, zwischendurch bekam ich Anerkennung dafür, irgendwann dann nur noch seltsame Blicke, jedoch keine Hilfe. Kurz darauf fing ich an, alles zu essen, was mir in die Hände fiel und ich nahm das Doppelte des verlorenen Gewichts wieder zu. Nun läuft diese Geschichte seit über fünf Jahren, ich nehme 20 Kilo ab, 10 wieder zu, 20 Kilo ab, 25 wieder zu, etc. <br /> <br /> Nach wie vor interessiert sich dafür niemand oder zumindest traut sich keiner, etwas zu sagen. Inzwischen fallen mir die Haare aus, meine Nägel brechen ständig ab (wobei ich eh dauernd darauf herumkaue) und mir ist dauernd schwindelig. Ich weiß trotzdem nicht, was ich machen soll, ich befinde mich wegen bestimmter Ereignisse in einer Verhaltenstherapie, jedoch scheint auch mein Therapeut kaum Notiz von meinem schwankenden Gewicht zu nehmen oder ich bin einfach noch nicht lange genug und zu selten dort. Eigentlich hatte ich mein Essverhalten eine ganze Zeit lang im Griff, bis mein Freund mich geschlagen hat. Ich weiß, ich sollte etwas dagegen tun, aber ich fühle mich tierisch allein und habe im Moment einfach keinen Lebenswillen mehr.

Beichthaus.com Beichte #00025981 vom 29.03.2009 um 14:58:47 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Schneeball ins Panoramafenster

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Feigheit Vandalismus Silvester

Am Silvesterabend vor 3 Jahren war ich (damals 15 und männlich) mit 3 Kumpels unterwegs, ein bisschen böllern. Es war halb neun und es lief gerade "Dinner for One". Glücklicherweise lag an diesem Abend noch Restschnee, schön gefroren und sandig-so macht Böllern doppelt Spaß. Das war ganz spaßig bis einer meiner Kumpels auf die Idee kam, einen halb gefrorenen, sandigen Schneeball mit den Händen zu einer eisenharten Kugel zu schmieden. Er donnerte dieses Bild von einem Schneeball mit Höchstgeschwindigkeit gegen ein Panoramafenster eines Wohnzimmers hinter dem eine Familie vor dem flimmernden Fernseher saß. Es knallte höllisch, die Scheibe blieb heil aber bestimmt mörderisch zerkratzt. Das dachte sich auch der Familienvater und sein Sohn die nach draußen stürmten. Sie brachten auch ihren Jagdhund mit der richtig aggressiv rumbellte, wir machten uns ins Hemd und gaben Fersengeld - die Beiden hetzten hinterher. Es war eine lange Straße mit Einfamilienhäusern ohne Einmündungen - es bestand die ganze Zeit Sichtkontakt - ein Alptraum. Wir hörten die kratzenden Pfoten der Bluthunds hinter uns und rannten über den Gehweg auf dem sich eine riesige gefrorene Pfütze befand. Einer meiner Kumpels rutschte aus und wir rannten wegen diesem Hund vollkommen in Panik weiter. Es endete so das wir unbestraft blieben bis auf den gestürzten Kollegen der etwas Schadenersatz bezahlte und den Silvesterabend im Krankenhaus verbrachte. Der Werfer des Schneeballs blieb unbekannt. Ich schäme mich für meine Feigheit an diesem Abend bis heute und habe das letzte Sylvester deshalb auch nicht wirklich gefeiert.

Beichthaus.com Beichte #00025978 vom 29.03.2009 um 04:44:31 Uhr (15 Kommentare).

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Der gute Ruf am zweiten Schultag

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Feigheit Peinlichkeit

Der gute Ruf am zweiten Schultag
Ich habe mir an meinem zweiten Schultag in die Hose gepinkelt, weil ich mich nicht getraut habe, zu fragen, ob ich zur Toilette gehen darf. Als mich meine betagte Lehrerin fragte, ob da etwas ausgelaufen sei, sagte ich ihr mit hochrotem Kopf es könnte mein Apfelsaft gewesen sein, was sich aufgrund der Farbe anbot. Nach einigen Aufwischversuchen sind wir erst einmal mit dem Unterricht fortgefahren. Nach 5-10 Minuten machte sich aber ein sehr unangenehmer und unverkennbarer Geruch breit, sodass mich meine Lehrerin an meinem Tisch besuchte und meine durchnässte Hose sah. Sie lächelte richtig fies und ich musste alles aufwischen und anschließend vollkommen gedemütigt auf einer Plastiktüte sitzen, damit der Stuhl sauber bleibt. Dieses Erlebnis war so schrecklich, dass ich immer wieder daran denken muss, wenn ich meine Lehrerin oder meine ehemaligen Klassenkameraden sehe. Ich bin aber immer nett und freundlich, denn sie haben mich nie deshalb geärgert. Ich wünschte, ich hätte einen normalen zweiten Schultag gehabt und beneide jeden anderen, der seinen guten Ruf länger als bis zum zweiten Schultag behalten konnte.

Beichthaus.com Beichte #00025976 vom 28.03.2009 um 22:02:30 Uhr (16 Kommentare).

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“Folge

Scherben, die mich zum Lachen bringen

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Trunksucht Falschheit Vandalismus

Ich wohne in einer Mietwohnung in einem fünfstöckigen Haus. Wenn ich erschöpft von der Arbeit nach Hause gehe, kaufe ich mir jedes Mal zwei Flaschen Bier, um mich etwas zu entspannen. Da ich nicht will, dass meine Frau, die auf mich wartet, mich für einen Alki hält, trinke ich die erste Flasche schon auf dem Weg und die zweite Flasche im Eingangsbereich des Hauses. Bevor ich fröhlich in meine Wohnung gehe, verstecke ich die leere Flasche oft in einem der eingerollten Teppiche, die der Hausmeister neben dem Kellereingang liegen hat. Bei Bedarf nimmt er einen Teppich für seine Arbeit, wobei jedes Mal, wenn er das macht, eine Flasche rausfällt und auf dem harten Boden zerschellt. Wenn ich morgens wieder auf die Arbeit gehe, sehe ich oft immer neue Reste von Glasscherben auf dem Boden und es zaubert ein kleines Lächeln in mein Gesicht, bevor der harte Tag anfängt.

Beichthaus.com Beichte #00025973 vom 28.03.2009 um 18:29:26 Uhr (20 Kommentare).

Gebeichtet von creative herbert aus München
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