Angst vor Vätern

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Aggression Hass Verzweiflung Familie

Ich (w/20) wünsche meinem Vater den Tod. Das klingt zwar jetzt hart, aber er hat mich schon viel zu oft enttäuscht und gedemütigt. Bis ich 12 war, war ich ein Papa-Kind, wie es im Buche steht. Als ich dann aber mit 12 einmal alleine im Schwimmbad war, hatte das alles abrupt ein Ende. In eben diesem Schwimmbad kam nach einiger Zeit ein älterer Mann zu mir und quatschte mich voll. Er half mir, meinen verlorenen Ohrstecker zu finden und danach hat er mich nicht in Ruhe gelassen, er lief mir hinterher, wollte mich umarmen etc. Ich hatte damals nicht den Mut, einem der Angestellten Bescheid zu sagen, also "floh" ich quasi aus dem Schwimmbad und rief in der Eingangshalle vom dortigen Telefon meinen Vater an. Ich erzählte ihm unter Tränen bis ins kleinste Detail, was soeben vorgefallen war und alles, was er sagte, war:" Ich habe dich eben erst da abgesetzt, ich fahre jetzt nicht noch einmal los." Aufgelegt. Seitdem ist mein Verhältnis zu ihm gestört. Als ich an dem Tag ungefähr zehn Kilometer nach Hause gelaufen bin, gab es von ihm sogar noch eine Ohrfeige.


Ich verstehe das bis heute nicht, aber es hat mich so sehr geprägt, dass ich Angst vor ihm, vor Schwimmbädern und allgemein vor Vätern habe. Mittlerweile bekomme ich von ihm nur noch gesagt, wie fett ich ja geworden bin, er vergleicht mich immer mit der Freundin meines Bruders, mit der ich befreundet bin und bevorzugt sie sogar. In seinen Augen habe ich nichts erreicht und werde auch nichts erreichen, nur weil ich meinen Abschluss nicht auf Anhieb geschafft habe. Dass ich mittlerweile einen guten Realschulabschluss nachgeholt habe und gerade mein Fachabitur auf der Abendschule nachhole, scheint von keiner Bedeutung. Heute rede ich nur noch mit ihm, weil er mir Geld gibt und weil ich weiß, dass ein Kontaktabbruch sinnlosen Stress bewirken würde, den meine Mutter und meine Brüder abkriegen würden und das will ich den Dreien ersparen. Dann leide ich lieber. Meine größte Befürchtung ist einfach, dass ich niemals den Mut haben werde, ihm endlich mal die Meinung zu sagen. Deswegen wünsche ich mir sehnlichst, dass er endlich das Zeitliche segnet, damit ich mein Leben irgendwann genießen und wieder lachen und glücklich sein kann.

Beichthaus.com Beichte #00032821 vom 04.03.2014 um 19:23:20 Uhr (16 Kommentare).

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Schadenfreude ist die schönste Freude

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Engherzigkeit Maßlosigkeit Zwang

Ich (m/29) bin unglaublich schadenfroh. In den Bergen habe ich mal schallend gelacht, weil einer Frau ein Skistiefel den ganzen Abhang runtergerutscht ist. Wenn ich in der Stadt bin, bleibe ich manchmal stehen, in der Hoffnung, dass es etwas Lustiges zu sehen gibt - etwa, weil gerade etwas Schweres geschleppt wird. Und im Internet schaue ich am liebsten alle Arten von Fail-Videos an, wie Leute purzeln, jammern oder sonst irgendwie Opfer ihres eigenen Ungeschicks werden. Ich liebe Slapstick-Humor, schreckliche Unglücke und alle Geschichten von Leuten, die sich böse verletzen, erschreckt werden oder Ideen umsetzen, die dann schief gehen - und zwar mit Beulen. Leider habe ich jetzt im Internet gelesen, dass Schadenfreude sehr stark mit Minderwertigkeitsgefühlen zusammenhängt. Ich beichte also, dass ich mir Sorgen mache, ob ich mich für eine Hauptquelle meiner Lebensfreude schämen sollte. Und dass ich meine Mitmenschen, also euch, am liebsten habe, wenn sie in einer Wasserrutsche stecken bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00032783 vom 26.02.2014 um 23:58:21 Uhr (9 Kommentare).

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Die Nacht meines Lebens

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Morallosigkeit Trunksucht Schamlosigkeit Fremdgehen Linz

Ich habe übel gesündigt und habe nun sehr gemischte Gefühle darüber. Um es der Reihe nach zu erzählen: Da gibt es dieses Mädchen - ich nenne sie hier Sarah. Sie ist hübsch und war vor einem Jahr in mich verliebt, bis ihr ein anderer Typ den Kopf verdrehte. Dieser ist nun aber doch nicht Mr. Right und so begann sie vor einem Monat, wieder mit mir zu flirten (ja, sie war ein bisschen flatterhaft). Sie sah wirklich gut aus und ich war nicht fad - also haben wir uns gleich für den nächsten Monat in meiner Wohnung verabredet. Nach einer Weile hat sie gemeint, dass fünf ihrer Freundinnen auch mitkommen wollen. Super, dachte ich, das war es dann mit der feurigen Nacht zu zweit. Ja gut: Es war schon moralisch verwerflich von mir, mich mit ihr einzulassen, während sie noch in einer Beziehung war - aber ihr Partner war ein echter Scheißkerl, daher war ich in diesem Punkt mit mir im Reinen. Und auch wenn das für mich schon schwer danach roch, dass sie einfach feiern wollte, ohne das Chaos danach bei sich zu haben, willigte ich ein.


Nach einigem hin und her, da ich eigentlich noch Freunde einladen wollte, die allerdings alle absagten, kamen also wirklich sechs Mädchen in meine Wohnung. Ich kannte ihre Freundinnen bis dahin noch überhaupt nicht - es waren ja "bloß" Schulkolleginnen von ihr. Ich dachte im Vorhinein, dass das die hässlichen Freundinnen sein würden, die jedes hübsche Mädchen halt so hat. Aber weit gefehlt: Das waren ohne Ausnahme bildschöne Mädels, die sich gemeinsam mit mir als einzigem Typen zu besaufen begannen. Am Liebsten wäre ich auf die Straße gerannt und hätte gejubelt, bei diesem Glücksfall. Wir kippten in dieser Nacht also so einiges in uns rein - anschließend fuhren wir mit der Straßenbahn zu einer Disco und ließen es krachen. Eigentlich hätte mein Fokus nur Sarah gelten sollen, doch ich war schon so hinüber, dass ich eine ihrer Freundinnen (ich nenne sie hier Lisa) völlig enthemmt antanzte. Lisa hat sofort mitgemacht und es wurde nach einiger Zeit ordentlich eng in meiner Hose. Das alles hat Sarah wiederum mitbekommen und wollte mich quasi "zurückerobern". So wurde ich gleichzeitig von zwei umwerfenden Mädels betanzt. Dass ich mir dabei wie ein Gott vorkam, ist wohl verständlich. Lisa ließ nicht locker, bis wir wieder in der Wohnung waren. So kam es, dass Sarah, Lisa und noch eine Freundin, die ich hier Julia nenne, zu viert quer auf meinem Bett lagen, während die anderen gingen. Obwohl wir komplett dicht vom ganzen Alkohol waren, redeten wir noch über dies und jenes - Banalitäten halt. Nun zu meiner eigentlichen Sünde: Während wir redeten, ging es unter der Bettdecke völlig drunter und drüber. Wir lagen in folgender Reihenfolge: Sarah, Julia, ich und Lisa.


Zuerst nahm Lisa meine rechte Hand und ich streichelte damit ihren Körper - um irgendwann dort zu landen, wo es ihr besonders gut gefiel. Nach einer Zeit begann sie unwillkürlich, leise zu stöhnen und sich zu winden. Trotzdem redeten wir völlig normal weiter - oder versuchten es zumindest. Andererseits konnte ich einfach nicht widerstehen, es nicht auch bei Julia zu versuchen - oh Gott, ich war einfach so ein Schwein. Sie versuchte nur rein demonstrativ, meine Hand wegzuhalten. Nach einiger Zeit spürte ich dann Sarahs Fuß, wie er sich einen Weg genau in meine Mitte bahnte. Halleluja! Das war der schrägste Moment, den ich seit Jahren erlebt hatte: Wir redeten Blödsinn, während ich links und rechts Traummädchen manuell befriedigte und die Dritte sich um mich kümmerte. Jeder wusste, was der andere unter der Decke tat. Ein bisschen wie im Film. Es hat auch allen gut gefallen. Aber nun der Punkt, warum ich so ein absolut schlechtes Gewissen dabei habe: Sie hatten alle einen Freund. Ich bin das Arschloch, das irgendwelchen armen Kerlen ihre Traumfrauen beim eher christlich geplanten Wohnungsaufenthalt "wegbefriedigt" hat. Es trudelten sofort zwei neue Freundschaftsanfragen bei einem bekannten sozialen Netzwerk bei mir ein und sie wollten das Ganze so bald wie möglich wiederholen. Ich bemühe mich eigentlich immer, mit meinem Gewissen im Reinen zu sein, aber diese Nacht war so wunderbar, dass ich immer noch total aus dem Häuschen bin. Das war wohl meine schwerste Sünde des Jahres und ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032720 vom 14.02.2014 um 17:36:49 Uhr in 4020 Linz (Hofberg) (12 Kommentare).

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Der Roller des Hausmeisters

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Feigheit Morallosigkeit Ungerechtigkeit Schule

Ich (m) möchte heute etwas beichten, das ich damals in der Grundschule getan habe. Ich war in der zweiten Klasse und hatte jeden Dienstagnachmittag Gitarrenunterricht. Einmal hat mein ehemals guter Kumpel mich abgeholt und wir wollten zusammen nach Hause gehen. Auf dem Parkplatz sahen wir allerdings den Motorroller unseres Hausmeisters stehen. Klein, wie wir waren, fanden wir natürlich alles, das irgendwie mit Motorrädern zu tun hatte, unglaublich cool. Also haben wir uns daraufgesetzt und so getan, als ob wir gefahren wären. Wir haben uns wohl versehentlich zu weit auf eine Seite gelehnt, und so begann der Roller langsam zu kippen. Schließlich fiel er um. Uns war nichts passiert, aber wir standen daneben und wussten nicht, was wir tun sollten. Direkt nebenan war unsere Sporthalle, wo auch gerade die Leute vom Handball fertig waren. Als sie zur Tür rauskamen, bin ich schnell weggelaufen und habe mich in den Büschen versteckt. Leider hat mein Kumpel nicht so schnell geschaltet. Ich konnte beobachten, wie der Trainer des Handballteams zu meinem Kumpel gelaufen ist und mit ihm gesprochen hat. Anschließend hat mein Kumpel richtig Ärger und drei Wochen Hausarrest bekommen. Ich kam ungeschoren davon. Entschuldige Kollege! Ganz besonders möchte ich mich auch bei dem Hausmeister entschuldigen! Er hat seinen Roller seitdem immer im Gebäude abgestellt.

Beichthaus.com Beichte #00032546 vom 10.01.2014 um 15:45:28 Uhr (4 Kommentare).

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Die unfreundliche Menschheit

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Zorn Engherzigkeit Ignoranz Gesellschaft

Ich bin eigentlich immer ein freundlicher, offener Typ gewesen, aber so langsam reicht es mir. Als der Sturm Xaver am Donnerstag bei uns wütete, wurde ein Baum umgeknickt, der dann halb auf der Straße hing. Man sah ihn kaum und ich wäre fast reingefahren. Also habe ich die Feuerwehr und die Polizei verständigt und habe mit allem, was ich hatte, die Unfallstelle abgesichert, damit niemandem etwas passiert. Ich wollte so lange warten, bis die Einsatzkräfte eintreffen. Nun stand ich dort fast zwei Stunden lang und habe den Verkehr geregelt und die Leute gewarnt, bis endlich die Polizei kam. Anstatt in irgendeiner Weise "Danke" zu sagen, bekam ich einen Rüffel, weil ich auf der Straße stand und eine Verwarnung, weil ich falsch geparkt hatte. Nett, oder? Nach dieser Aktion bin ich stinksauer und klitschnass nach Hause gegurkt. Heute bin ich in meine Schrauberhalle gefahren, um etwas am Auto zu machen. Im Kreuzungsbereich wollte ein Radfahrer die Straße überqueren, aber da ich Vorfahrt hatte, bin ich auch durchgefahren. Der nette Herr reagierte darauf mit wüsten Beschimpfungen und wollte mir aufs Auto spucken. Ich wusste gar nicht, wo oben und unten ist, denn ich hatte eh Vorfahrt und er hätte warten müssen. Zehn Meter weiter habe ich ihn dann überholt und der alte Sack zeigte mir ganz dreist den Mittelfinger! Da war es vorbei. Ich habe die Geschwindigkeit gehalten, habe ihm eine Schimpfwortsalve an den Kopf geknallt und ihm gedroht, ihm in die Fresse zu schlagen. Bin dann aber weiter gefahren. Und nun beichte ich, dass ich mich weiter so verhalten werde, da die Menschheit mich mit ihrer Unfreundlichkeit nur noch ankotzt. Wer nett zu mir ist, zu dem bin ich auch nett. Aber so etwas lasse ich mir nicht mehr bieten!

Beichthaus.com Beichte #00032364 vom 07.12.2013 um 14:40:15 Uhr (19 Kommentare).

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