Einsam und frustriert
Beichthaus.com Beichte #00021059 vom 01.02.2007 um 18:58:24 Uhr (13 Kommentare).
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Mein Leben ist völlig beschissen: Ich, männlich 19 bin mehr oder weniger mit meiner Arbeit verheiratet, habe noch nie eine Freundin, oder gar Sex gehabt und ich bin übergewichtig. Genau genommen, mag das zwar alles meine Schuld sein, dennoch bin ich irgendwie nicht in der Lage etwas an meiner Situation zu ändern.
Dem Umstand, dass ich pro Woche meist nur einen Tag frei habe, verdanke ich auch dass ich an meinem freien Tag eigentlich nichts anderes zu tun habe als auf irgend eine Party zu gehen, von dessen Stattfinden ich genauso bescheid weiß, wie von der Tatsache, dass mich die meisten Leute da eigentlich auch nicht sehen wollen, mich aus Höflichkeit allerdings erdulden und mich an den Rand der Bewusstlosigkeit saufe. Den dazu kommenden täglichen Frust spüle ich mir je nach Bedarf mit 2-3 Bieren runter.
Charakterlich bin ich eigentlich ein ziemliches Arschloch. Ich bin egozentrisch und arrogant. Eigentlich nur um einen gewissen Abstand zu anderen Mitmenschen zu halten. Warum ich so bin weiß ich nicht, anscheinend hat sich das irgendwann aus meinem Unmut über mich selbst ergeben. Das wirklich einzige was ich im Umgang mit anderen Menschen gut kann ist sie irgendwie heruntermachen oder beleidigen, ob ich dabei nüchtern oder besoffen bin ist egal, nüchtern funktioniert es logischerweise besser.
Nachdem ich ja wie erwähnt arbeite wie ein Tier, allerdings noch bei meinen Eltern wohne habe ich eigentlich ziemlich viel Kohle fürs Leben übrig. Ein LCD-Fernseher und haufenweise andere technische Spielereien machen allerdings auch nur kurzfristig glücklich, vor Allem, wenn man die Zeit eh nicht nutzen kann das Zeug zu benutzen, da man ja eher mit Arbeiten oder Saufen beschäftigt ist. Was das Saufen, angeht kotzt mich diese Gewohnheit mittlerweile eigentlich nur noch an, weil ich davon nicht loskomme und unter Leuten oder auf irgendeiner Feier nüchtern keine fünf Minuten Spaß haben kann.
Da ich durch die bereits genannten Umstände nicht in der Lage bin eine Frau abzubekommen, habe ich vor kurzem beschlossen zu einer Nutte zu gehen. Seitdem ist das allgemeine Unwohlsein nicht besser geworden, im Gegenteil. Vor allem rechnete ich nicht damit, dass ausgerechnet die Nutte mir noch die peinliche Frage stellen musste, ob ich denn momentan keine Freundin hätte. Kommt wohl nicht so oft vor dass bei denen auch jüngere Typen vorbeischauen. Mein Sexualleben besteht nun also ausschließlich aus Porno-Filmen und Masturbation; wobei ich mich, nachdem ich es mir selbst besorgt hab, eigentlich nur schlecht und einsam fühle.
Die meisten Leute mit denen ich so tagtäglich zu tun habe kotzen mich im Grunde nur an. In den meisten Fällen ist es so eine Art Hassliebe, was vor allem auf meine Mutter und im weiteren Sinne auf meine Freunde zutrifft. Was meine Mutter angeht hasse ich ihre Art, sich permanent zu erkundigen was denn mit mir los sei, und mich zu bevormunden als wenn ich 12 wäre. Egal was ich tue ich bekomme eine dumme Frage dazu ab. Warum ich so früh aufstehe, oder warum ich so genervt sei etc. Das ich trinke wie ein Loch weiß sie nicht so wirklich, wenn ich mal zu Betrunken nach Hause komme findet sie es nicht so schlimm, da ein oder zweimal (die ganzen anderen Tage bemerkt sie entweder wirklich nicht, oder sie verdrängt es) im Monat ja normal sind in meinem Alter. Was meinen klein gehaltenen Freundeskreis angeht, ist es zwar so, dass ich irgendwo eingehen würde wenn ich keine sozialen Kontakte hätte, es mich allerdings nervt, das jeder in so ziemlich allen Dingen erfolgreicher ist als ich. Ob es nun ihr Berufsleben ist oder eben der Umgang mit Frauen.
Eine Person die mittlerweile aber wirklich hassen gelernt habe ist mein Chef. Er ist faul und unfähig, hat aber ungünstigerweise das Glück das ich für ihn arbeite. Geld stinkt zwar nicht, aber ich hasse meinen Job und ich möchte sobald ich es geschafft habe diesen loszuwerden, nie wieder etwas machen, wo man mit Leuten zu tun hat. Kurz gesagt: Man lernt erst wie viele Schwachmaten und Idioten es gibt, wenn man mal per Telefon mit ihnen reden darf und das mitunter ziemlich häufig. Wenn man sich über 50 Stunden pro Woche mit Idioten auseinander setzen muss, lernt man eigentlich erst was für interessante soziale Schichten es in unserer Gesellschaft überhaupt gibt. Asozial ist für einige meiner Kunden noch eine Belobigung. Der faule Sack der sich mein Chef nennt, rundet das schöne Bild in meiner Arbeit ab. Er bezahlt mich ja also soll er doch gefälligst auch das Recht haben mich während meiner wenigen freien Stunden per Handy belästigen zu können. Und falls ich es wage das Handy dann doch auszuschalten, kann man mir ja eine Standpauke halten wie ich dazu komme mir so etwas zu erlauben.
Ich habe keine Ahnung ob sich in meinem Leben, bzw. an meinem Lebensstil in näherer Zeit etwas ändern wird. Ich denke irgendwo nicht, da ich es ehrlich gesagt nicht wirklich kann. Würde nun jemand in mein Leben treten, der mir wichtig wäre hätte ich eine Motivation das zu tun, aber da ich nun mal so bin wie ich bin wird das sicher nicht passieren. Oder anders gesagt: Welches Mädchen sollte schon an einem Alkoholiker im Anfangsstadium der noch dazu so liebenswert ist wie der Hund von Adolf Hitler, und auch nicht gut aussieht etwas finden? Naja zumindest die Nutte von letztens schein es tatsächlich fragwürdig zu halten warum ich sie denn Aufsuche.
Vielen Dank fürs Lesen.