Das gestohlene Fahrrad

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Diebstahl Engherzigkeit Polizei Tübingen

Gestern war ich auf dem Polizeirevier in meiner Stadt, denn mein Fahrrad wurde gestohlen. Als meine Mutter mich dort absetzte und ich das Gebäude betrat, wurde ich sehr freundlich von einem Beamten begrüßt, der mir einen weiteren Beamten zustellte. Nach kurzem Warten kam er durch die Tür und begrüßte mich sehr freundlich mit Handschlag. Er führte mich in einen Raum und befragte mich über das Aussehen des Fahrrads. Dann musste ich noch einen Strafantrag ausfüllen, denn ein Fahrrad stehlen ist ja kein Kavaliersdelikt. Am nächsten Tag wurde ich von ihm angerufen und er meinte, seine Kollegen hätten ein Fahrrad gefunden, dass auf meine Beschreibung zutrifft und das die Rahmennummer auch stimmt. Am Abend wurde ich aufs Revier bestellt und zu meinem Fahrrad gebracht, um zu bestätigen, dass es auch meines ist. Das Witzige war allerdings, dass der Täter an meinem Fahrrad einiges verändert hatte, sprich er hat eine Tasche, eine Lampe, einen Gel-Aufsatz für den Sattel und Schutzbleche an meinem Fahrrad angebracht. Der Täter war wohl darauf aus, dass er das Fahrrad länger behalten würde, als nur damit zum Bahnhof zu fahren. Als wir alles demontiert hatten, hat er mir mehr über den Täter erzählt, dass er ein vorbestrafter, drogensüchtiger und Polizei bekannter junger Mann ist und ob ich meinen Strafantrag noch aufrechterhalten wolle. Zuerst kam das Mitleid in mir hoch. Doch heißt es nicht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind? Wer ein Fahrrad im Wert von mehreren Hundert Euro klaut, braucht in meinen Augen kein Mitleid, sondern eine Strafe, die ihm klar macht, dass er so etwas nicht nochmal macht.

Beichthaus.com Beichte #00026097 vom 17.04.2009 um 03:58:45 Uhr in Tübingen (15 Kommentare).

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300.000 Euro im Müll

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Diebstahl Dummheit Lügen

Meine Verfehlungen liegen ungefähr drei Jahre zurück. Im Sommer 2006 habe ich in meiner Arbeit alte Briefe vom 19. Jahrhundert im Wert von über 300.000 Euro einfach weggenommen und zum Altpapier gegeben. Jedoch wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von diesem hohen Wert. Ich habe das alles nur gemacht, weil mir die Arbeit zu viel wurde. Als der Diebstahl entdeckt wurde, war ich schon nicht mehr in dieser Abteilung, denn ich wurde kurz vorher versetzt. Die Kriminalpolizei wurde verständigt, wovon ich wiederum erst knapp sechs Wochen später erfahren habe. Ich wurde für acht Monate von der Arbeit freigestellt. Das war eine schöne Zeit, das gebe ich ehrlich zu. Dann wurden die Ermittlungen nach fast einem Jahr eingestellt, weil mir nichts nachgewiesen werden konnte. Die Briefe waren in Schachteln aufbewahrt, und obwohl ich diese mehrmals in den Händen hatte, konnten daran keine Fingerabdrücke von mir gefunden werden.

Die Strafe dafür habe ich jetzt, denn ich wurde erneut versetzt in eine Abteilung, in der ich kaum noch etwas tun darf und fast den ganzen Tag nur gelangweilt herumsitze. Dabei hat alles so gut angefangen. Von Anfang an hatte ich Arbeit und durfte auch alles tun, doch nacheinander wurde mir das meiste weggenommen, weil sonst ein paar andere Kolleginnen nichts zu tun hätten. Oft ertappe ich mich dabei, dass ich mir einen Teil von der Arbeit wünschen würde, die mir in meiner früheren Abteilung zu viel wurde. Aus Rücksicht auf meine Eltern kann ich mit niemandem darüber reden, was wirklich Sache ist, denn sie haben für mich gekämpft und sich dafür eingesetzt, dass ich mit der ganzen Sache nicht das Geringste zu tun habe. Meine Eltern leiden noch immer sehr darunter, weil sie denken, mir wurde der Diebstahl einfach nur angelastet. Leider kann ich den Fehler nicht wieder gut machen, obwohl ich das gerne tun würde. Aber das ist unmöglich, weil ich ja alles weggeworfen habe und die Briefe ganz sicher längst alle vernichtet sind. Obwohl es für mich sehr belastend ist, muss ich mit der Lüge leben.

Beichthaus.com Beichte #00026094 vom 16.04.2009 um 14:01:54 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Flucht aus der Disco

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Diebstahl Geiz Waghalsigkeit Trunksucht Last Night

In unserer ehemaligen Stammdisco haben wir immer gut Party gemacht, man bezahlt dort mit einer Chipkarte. Wir haben die Chipkarten bis Ultimo (80 Euro) vollgesoffen und sind drei Mal aus dem Notausgang stiften gegangen - wir sind auf dem Dach des Gebäudes rausgekommen und wussten erst nicht, wo wir da gelandet sind. Wir sind überall rum gelatscht, bis wir eine Dachrinne gefunden haben, an der wir runterklettern konnten. Unten angekommen war noch ein großes Hindernis, ein drei Meter hoher Stahlzaun mit Stacheldraht oben dran. Auch dieses Hindernis haben wir geschafft, mit leichten Kratzern in der Haut aber immerhin haben wir jedes Mal 80 Euro gespart, nur das letzte Mal sind die Türsteher hinter der Disco eine Runde gelaufen und haben uns natürlich gesehen. Wir haben zugesehen, dass wir die Beine in die Hände genommen haben, und sind um unser Leben gerannt, ein Glück haben sie uns nicht eingeholt - sonst wäre das nicht so gut ausgegangen.

Beichthaus.com Beichte #00026066 vom 11.04.2009 um 15:23:11 Uhr (9 Kommentare).

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Verkettung unglücklicher Umstände

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Dummheit Diebstahl Vandalismus

Ich (25) habe vor neun Jahren mal etwas Dummes getan, das ich unbedingt loswerden muss. Meine ältere Schwester hat mich gerade dabei erwischt, wie ich das Geld meiner armen Oma im Rollstuhl klauen wollte. Da es kurz vor Mittag war und ich schon ziemlich hungrig war (meine Schwester kocht normalerweise für uns beide), habe ich ihr eine Ohrfeige gegeben und sie in ihrem Zimmer mit meinem Ersatzschlüssel eingesperrt. Ich bin dann wieder in mein Zimmer verschwunden und habe meine Schwester noch toben gehört. Nach ungefähr 10 Minuten rieche ich plötzlich einen komischen Gestank und schaue dann in die Küche, wo ich einen qualmenden Topf voller Öl (wir machten Montags meistens Tortellini mit Tomatensoße) und die ganze Küche in schwarzem Rauch sehe. Mit einem Mal war mir auch klar, wieso meine Schwester so getobt hatte. Auf jeden Fall habe ich dann das Fenster aufgerissen, damit der Rauch durchzieht.

Durch diese Sauerstoffzufuhr hat es plötzlich eine riesige Stichflamme gegeben und der Topf mit dem Öl stand in Flammen. Zum Glück habe ich es nicht versucht mit Wasser zu löschen, denn dann könnte ich das hier wahrscheinlich gar nicht schreiben. Ich habe zwei Handtücher genommen und um die Metallgriffe des Topfes gewickelt und diesen dann aus dem Fenster geworfen. Dummerweise war es Sommer und ziemlich trocken und das brennende Öl regnete über der Rabatte unserer Nachbarin nieder. Dieses blöde Gebüsch hat dann zu allem Überfluss auch noch zu brennen angefangen. Daraufhin habe ich die Feuerwehr angerufen und gewartet, dass sie kommt. Blöderweise hatte ich die Adresse meiner Mutter anstatt der meines Vaters, bei dem wir gerade waren, angegeben. Das Feuer hat sich dann recht schnell ausgebreitet und unser Holzschupfen hat Feuer gefangen und ist dann auch eingestürzt. Darin hat sich dummerweise ein neuer VW-Golf befunden, den mein Vater meiner Mutter eigentlich als Versöhnung schenken wollte.

Zum Glück hatten meine Nachbarn die Feuerwehr an die richtige Adresse geleitet und noch schlimmeres konnte verhindert werden. Ich habe jetzt allerdings ein sauschlechtes Gewissen, weil ich als Dieb dastehe, meine Schwester geschlagen und das Fenster unserer Wohnung, bei dem Versuch, es zu öffnen, kaputtgemacht habe. Außerdem habe ich die Rabatte meiner Nachbarin, einer begeisterten Hobbygärtnerin, zerstört. Und die Versöhnung meiner Eltern habe ich auch verhindert, ebenso wie mir die Hasen meiner Schwester, die in der Garage waren, zum Opfer gefallen sind. Der Sachschaden betrug 175.000 Euro. Mein Vater hat mir daraufhin ein halbes Jahr kein Taschengeld gegeben, aber das habe ich wahrscheinlich auch verdient. Im Nachhinein kann man da jetzt vielleicht drüber lachen, aber damals war das überhaupt nicht witzig!

Beichthaus.com Beichte #00026057 vom 10.04.2009 um 17:35:24 Uhr (30 Kommentare).

Gebeichtet von Beautyful Driver
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Mein Leben als Datenkrake

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Diebstahl Neugier Stolz Internet Meißen

Ich bin eine totale Datenkrake und spioniere andere Leute aus! Alles fing damit an, dass bei uns im Internat ein Jabberserver zum Chatten im Intranet vorhanden ist. Über verschiedene Programme und trojanerartige Konstruktionen, die in Aufsichtslehrer-Alarm-Programmen versteckt waren, die wir dann an alle verteilt haben, konnte ich mir mit meinem Kumpel dann von vielen Leuten die kompletten Chat-Logs ziehen, die bei einigen schon sehr privat waren. Dann habe ich angefangen, mit USB-Linux private Daten auch direkt von den Rechnern von Mitschülern zu kopieren.

Jegliches Vertrauen in mich, wenn man mir USB-Sticks ausleiht oder Rechner lässt, ist nicht gerechtfertigt - ich durchsuche erstmal alles und ziehe dann prinzipiell alles, oder, wenn die Zeit fehlt, das Interessante. Ich musste mir schon externe Speichermedien besorgen, weil ich nach IP und/oder Person geordnet 150GB solcher Daten besitze (durch Fotos etc. kommt durch die Personenanzahl so einiges zusammen...). Mittlerweile ziehe ich nicht nur Logs, sondern eben auch Fotos, Dokumente für familiäre Angelegenheiten, Facharbeiten, anderes Schulzeug, Bewerbungen. Man weiß ja nie, wofür man das gebrauchen kann! Getreu dem Motto "Wissen ist Macht" sehe ich auch irgendwie keinen Grund dafür aufzuhören, weil es mir ja irgendwann mal helfen kann! Meine Opfer? Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß; so sagt man doch so schön!

Beichthaus.com Beichte #00026052 vom 10.04.2009 um 10:39:09 Uhr in Meißen (25 Kommentare).

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