Leben ohne Kinder

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Feigheit Lügen Kinder Gesellschaft

Ich (w/29) bin mit meinem Leben sehr zufrieden: toller Job, in dem ich wirklich aufgehe, harmonische Beziehung und ein stabiler Freundeskreis, in dem ich mich relativ wohlfühle. Nur eines nervt mich maßlos: die ständige Frage danach, wann denn bei mir und meinem Partner Nachwuchs geplant ist. Meine Mutter wäre unendlich gerne Oma und viele Freundinnen von mir haben bereits Kinder. Ja, ich glaube, man erwartet geradezu von mir, dass ich ebenfalls endlich mal schwanger werde, da Kinder ja so etwas Wunderschönes und der Sinn des Lebens sind. In Wirklichkeit haben mein Partner und ich uns bewusst gegen Kinder entschieden, wir lieben unsere Freiheit, unsere Jobs und verreisen sehr gerne. Wir wollen unser Leben ungezwungen und ohne große Verantwortung gegenüber einem Kind genießen, zumal ich mich ehrenamtlich im Tierschutz engagiere und bereits dort den Sinn meines Lebens gefunden habe. Wenn ich meine Freundinnen mit ihren Kindern erlebe, bin ich jedes Mal heilfroh, dass ich mich danach in meine eigenen vier Wände zurückziehen und erholen kann. Ich habe also überhaupt keinerlei Bedürfnisse danach, selbst jemals Mutter zu werden. Das Problem ist, dass ich mich nicht traue, offen darüber zu reden oder meinen Standpunkt klar zu vertreten und bei dem Thema ausweiche. Eine Frau, die sich bewusst gegen Kinder entschieden hat?


Ich kann mir jetzt schon die entsetzten Reaktionen in meinem Umfeld ausmalen, obwohl doch immer mehr Paare kinderlos bleiben und es in unserer Gesellschaft kein Tabu mehr sein sollte. An meine Mutter, die so gerne Enkel hätte, will ich dabei am allerwenigsten denken. Leider blieben ihr nach meiner Geburt durch eine Krebserkrankung weitere Kinder versagt und darum wünscht sie sich eben im Gegensatz zu mir nichts sehnlicher als ein Haus voller kleiner süßer Enkel. Mein Freund bat mich letztens, wir sollten endlich die Karten offen auf den Tisch legen, er wäre es inzwischen leid, immer herumdrucksen zu müssen und langsam halte auch ich dem Druck nicht mehr stand, mich herauszureden und so zu tun, als wollen wir "irgendwann" mal Kinder, sobald es passt. Für meine Mutter wird unser Geständnis sicherlich hart, aber es ist mein Leben und damit muss sie klarkommen. Sicherlich sind Kinder etwas Schönes, es ist ja nicht so, dass ich sie nicht mag, aber ich will halt einfach keine eigenen, nicht jetzt, nicht später und auch nicht irgendwann. Müssen sich Frauen, die sich so entschieden haben, wirklich immer noch rechtfertigen? Wer wiederum Kinder hat, muss ja auch viel entbehren und sich gefallen lassen, das fängt im Berufsleben an. Trotzdem will ich demnächst offen und ehrlich über das Thema reden, damit ich nie wieder diese schreckliche Frage hören muss, wann es denn bei mir so weit mit Nachwuchs ist.

Beichthaus.com Beichte #00032693 vom 09.02.2014 um 16:58:52 Uhr (51 Kommentare).

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Zu viel Erfahrung im Bett

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Falschheit Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit Ex

Ich (w/21) hatte mit 14 mein erstes Mal. Ich wollte schnell viel Erfahrung sammeln und habe mir gezielt Jungs gesucht, die mir gefallen. Obwohl ich nicht besonders attraktiv bin und etwas Übergewicht habe (BMI 27), war es doch einfach, einen Sexpartner zu finden. Mit 17 fand ich dann meinen Traumtyp. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits mit fast 20 Jungs und Männern zwischen 14 und 40 geschlafen. Und auch mit der einen oder anderen Freundin. Mein Freund wusste davon. Ich habe ihm auf seinen Wunsch hin sogar Einzelheiten erzählt, aber auch deutlich gesagt, dass ich einiges davon, wie Sex an öffentlichen Orten, nicht mehr machen will. Er selbst hatte ziemlich strenge Eltern, wenig Selbstbewusstsein und war als 20-Jähriger erst mit zwei Frauen im Bett. Er war nicht besonders begeistert von meiner Erfahrung, akzeptierte es aber und genoss es, dass ich im Bett wusste, was ich tat. Mit der Zeit kamen aber die Probleme. Er gestand, dass er ein Problem damit hatte, dass ich mit einigen wenigen Bekannten von ihm geschlafen hatte und diesen auch Nacktfotos von mir geschickt habe. Ich war immer ziemlich locker, was Nacktheit betrifft und hatte kein Problem damit. Er durfte mich schließlich auch beim Sex filmen. Das führte allerdings zum nächsten Streit, als sein WG-Kumpel seinen Laptop knackte und die Videos auf seinen kopierte. Mein Freund war außer sich vor Wut und Scham und warf mir vor, nicht sauer genug zu sein.


Letztendlich verließ er mich letztes Jahr mit der Begründung, ihm sei langweilig mit mir geworden. Es störe ihn so sehr, was früher war und dass früher jeder mit mir alles machen konnte und er jetzt schon fast um normalen Sex betteln müsse, während ich ihn betrüge. Dabei hatte ich nur ein einziges Mal eine Freundin geküsst. Ich wollte sie sogar für ihn zu einem Dreier überreden, aber leider war mir einmal rausgerutscht, dass er nicht so toll im Bett ist und sie lehnte ab. Ich erklärte ihm, dass ich jetzt einfach älter und reifer geworden wäre, aber es nutzte nichts. Es brach mir das Herz. Ich konnte nicht mehr Fuß fassen und zog letztendlich weg. Ich baute mir ein neues Leben auf, fand neue Freunde und auch eine neue Liebe. Wir feiern heute unser einmonatiges Jubiläum und hatten noch nicht einmal Sex. Wir verstehen uns gut und können auch über alles reden. Ich habe nur ständig Angst, dass er mich etwas zu meiner Vergangenheit fragt. Und auch vor dem ersten Sex mit ihm. Ich habe mir allerdings schon fest vorgenommen, mich etwas ungeschickt anzustellen und ihm nicht die Wahrheit über meine sexuellen Abenteuer zu erzählen. Ich möchte beichten, dass ich mit Vorsatz moralisch falsch handeln werde. Aber ich bitte um Absolution. Ihr seht ja, was passiert, wenn man ehrlich ist.

Beichthaus.com Beichte #00032680 vom 07.02.2014 um 01:56:04 Uhr (34 Kommentare).

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Vernichtendes Arbeitszeugnis

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Engherzigkeit Faulheit Trägheit Lügen Arbeit

Ich bin Chef eines Restaurants und bilde selbst auch Azubis aus. Leider ist die Qualität der Bewerber in den letzten Jahren rapide gesunken - es kommt inzwischen selten vor, dass jemand dabei ist, der für die drei Lehrjahre motiviert und begeistert ist. Da werden dann alle Ausreden ausgeschöpft, die der Azubikopf hergibt. Bei einer Krankmeldung sind mir natürlich die Hände gebunden, aber oft bekomme ich dann doch mit, dass die Azubis beim Sport oder auf einer Party gesehen wurden. Mein Mittel, um es ihnen heimzuzahlen, sind die Arbeitszeugnisse, die ich ihnen dann schreibe. Die Azubis verlangen natürlich eines um sich weiter zu bewerben - und ich nutze die Formulierungen, die mir im Rechtsrahmen zur Verfügung stehen, um sie möglichst schlecht dastehen zu lassen. Da die Azubis von Tuten und Blasen natürlich keine Ahnung haben, höre ich nach ein paar Monaten meistens nur, dass es mit der Stelle "noch" nicht geklappt hat. Tja - hättet ihr das Ganze mal lieber durchgezogen, ich weiß schließlich, was ich mache. Und Faulheit wird bei uns nicht gefördert!

Beichthaus.com Beichte #00032662 vom 02.02.2014 um 10:10:54 Uhr (32 Kommentare).

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Der Verlust der Arbeitsstelle

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Lügen Verzweiflung Arbeit

Seit einem Monat belüge ich mein komplettes Umfeld bezüglich meines Jobs - den ich seit Anfang des Jahres nicht mehr habe. Niemand außer meinem Mitbewohner weiß davon, weder meine beste Freundin noch mein Freund oder meine Mutter - niemand, der mir wirklich nahe steht. Inzwischen fühle ich mich wie ein totaler Versager. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit hatte ich endlich wieder einen Job gefunden, der mir auch noch total Spaß gemacht hat und bei dem einfach alles passte - nur um dann nach einem Jahr wieder arbeitslos zu sein, weil ich aufgrund von Sparmaßnahmen überflüssig geworden sei. Ich habe Angst, dass es bald rauskommt, da der Vater meines Freundes ein Bekannter einer ehemaligen Kollegin ist. Ich weiß auch nicht, wie ich reagieren soll, wenn ich darauf angesprochen werde. Jeden Tag male ich mir die schlimmsten Reaktionen aus und das macht mich total fertig. Derzeit habe ich auch nicht den Mut, mich einfach neu zu orientieren, da ich nicht wieder vor den Kopf gestoßen werden möchte. Ich habe diesen Job einfach geliebt, habe mich reingekniet und alles getan, das mir möglich war - nur um dann so abserviert zu werden. Mir tut es sehr leid, dass ich aus Angst vor den Reaktionen alle anlüge, die mir am Herzen liegen, aber ich weiß nicht mehr, wie ich da rauskommen soll. Darum werde ich wohl weiterlügen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00032661 vom 02.02.2014 um 18:22:11 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Erfolgreich in der Forschung

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Falschheit Lügen Stolz Arbeit Geld Pyrbaum

Ich (m/33) möchte beichten, dass ich mein gesamtes Umfeld über meine finanzielle Situation und damit auch allgemein belüge. Zur Situation: Ich habe 2011 im Bereich der neuen organischen Synthesen promoviert und arbeite seither an verschiedenen deutschen Universitäten. Mein Fachgebiet ist die Entwicklung neuer, effektiver Synthesemethoden bei kleinem und mittlerem Produktionsvolumen. Diese können eingesetzt werden, um beispielsweise pharmazeutische Wirkstoffe herzustellen - für lokal begrenzt auftretende Krankheiten, für die sich die großindustrielle Produktion nicht lohnt. Leider hat die deutsche Industrie daran wenig Interesse, weshalb meiner Forschungsarbeit keine industrielle Förderung zukommt. Deshalb bin ich rein auf staatliche Forschungsfinanzierung angewiesen, was für mich finanziell gesehen bedeutet, dass ich als Forschungsgruppenleiter auf Basis eines zwanzig Wochenstundenvertrags eingestellt bin, und mir nach den Steuern gut 1000 Euro zur Verfügung stehen, von denen mir nach Abzug monatlicher Fixkosten 350 Euro bleiben. Tatsächlich arbeite ich übrigens zwischen 50-60 Stunden, was aber kein Problem darstellt, da ich meine Forschung liebe und ein tolles Team habe.


Das Problem ist einfach das soziale Leben. Meine Familie, Freunde und Freundin denken, dass ich es ja nun geschafft habe und erfolgreich bin. Doch wenn ich zu diversen sozialen Veranstaltungen eingeladen werde, wie zum Beispiel Hochzeiten, Taufen, oder Jubiläen, sage ich ab - meist unter dem Vorwand, auf Konferenzen zu fahren oder an wichtigen Projekten zu arbeiten. Einfach nur, weil ich mir die Fahrt, das erwartete Präsent und sonstige Kosten nicht leisten kann. Diese Ausreden bestärken die Leute dann noch in ihrem Glauben, wie erfolgreich ich sei. Meine langjährige Freundin, die sich eine festere Beziehung und vermutlich eine Familie wünscht, muss ich auch unter diversen Vorwänden von kostspieligen Plänen wie Urlaub oder weiteren Schritten in der Beziehung abhalten. Warum ich nicht einfach reinen Tisch mache? Weil ich problemlos - und das weiß mein Umfeld - in der Wirtschaft eine Stelle bekäme, wo ich mit weniger Arbeit das zehnfache verdiene. Meine Entscheidung für die Forschung würde meine Familie, Partnerin und Freunde als eine Entscheidung gegen sie und für meine Arbeit betrachten.

Beichthaus.com Beichte #00032650 vom 31.01.2014 um 01:05:49 Uhr in Pyrbaum (29 Kommentare).

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