Die Strafe fürs Fremdgehen

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Fremdgehen Boshaftigkeit Rache Partnerschaft

Die Strafe fürs Fremdgehen
Ich bin seit acht Monaten mit meiner Freundin zusammen und seit drei Monaten leben wir auch in einer Wohnung. Ich habe sie auch geliebt, bis zu dem Moment, in dem ich ihr Tablet mit ihrer Erlaubnis benutzt habe. Sie war nicht zu Hause und so habe ich mir ihre Nachrichten über einen Dienst, der auf mehreren Geräten installiert ist, durchgelesen. Dabei habe ich sehr eindeutige Nachrichten gefunden, die sie ihrem Ex geschrieben hat. Sie hat mich über vier Monate mit ihm betrogen und mir Lügen aufgetischt. In meiner ersten Reaktion wollte ich Schluss machen, allerdings überkam mich ein unfairer Plan. Ich habe mir nicht anmerken lassen, dass ich von ihren Geschichten mit dem Ex wusste. Wenn ich ausgezogen wäre, hätte ich es nicht mehr nur fünf Minuten bis zur Arbeit. Außerdem ist der Sex mit ihr der Beste, den ich je hatte. Mittlerweile gehe ich ihr auch fremd. Wie sie mir, so ich ihr. Ich gestehe hiermit, dass ich meine Freundin aus reinem Egoismus nicht verlassen habe und sie nebenbei mit anonymen SMS aus dem Internet terrorisiere. Ich gebe mich als einen Mitwisser aus, der über ihre Affäre Bescheid weiß und drohe, es ihrem Freund, also mir, zu erzählen. Mittlerweile ist sie kurz vor dem Durchdrehen und das befriedigt mich zusätzlich. Allerdings schäme ich mich auch deswegen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033690 vom 01.08.2014 um 03:25:02 Uhr (33 Kommentare).

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Point of no Return

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Faulheit Ignoranz Morallosigkeit Gesellschaft

Ich habe neulich die Analyse eines renommierten Physikers gelesen, der bestehende und öffentlich einsehbare Daten zum Klimawandel sortiert und zusammengefasst hat. Demnach wird sich die durchschnittliche Temperatur der Erde in 100 Jahren um 16 Grad Celsius erhöht haben, die Erde wird nach diesem Bericht ab 2050 für Menschen unbewohnbar sein. Eine ähnliche Erwärmung gab es wohl vor 250 Millionen Jahren, als 95 Prozent aller Arten ausstarben. Die aktuelle "National Geographic" schreibt, dass derzeit die Mehrheit der Wissenschaftler von einer Erwärmung von vier Grad bis 2100 ausgeht, acht Grad in der Nord-Polarregion. Als die Durchschnittstemperatur drei Grad wärmer war, lag der Meeresspiegel 25 Meter höher. Ich beichte, dass ich diese Zahlen lese und, nach einem Schock, einfach so weiterlebe wie bisher. Ich meine, ich achte auf die Umwelt, fahre ein relativ sparsames Auto, nutze es fast nie und mache das Licht aus, wenn ich aus einem Raum rausgehe. Ich habe mein Haus wärmegedämmt und fliege bzw. fahre nicht in Urlaub. Aber irgendwie war es das auch. Was soll ich denn auch tun? Der "Point of no return" war wohl 2007, das ist rum, die Erderwärmung ist also nicht mehr zu stoppen, sondern der Automatismus wurde angeschmissen - aufgrund der Erwärmung der Meere und des Permafrostbodens, wodurch gigantische Mengen an bislang gebundenem, extrem klimaschädlichen Methans frei werden und in die Atmosphäre gelangen. Das macht es dann noch wärmer, daher taut dann noch mehr auf und so weiter. Die tatsächliche Lufterwärmung ist kaum spürbar, weil 94 Prozent der Erwärmung vom Meer gespeichert wird.


Wenn das ewige Eis aber mal geschmolzen ist und das Meer sich entsprechend erwärmt hat, geht es wohl auch mit der Lufttemperatur richtig ab. Bislang sind die Erwartungen der Wissenschaft bezüglich des Klimawandels immer übertroffen worden, also warum sollten die derzeit genannten Zahlen plötzlich nicht eintreffen? Die werden doch eher wieder übertroffen. Ich esse also weiter Fleisch, fahre Auto, habe den ganzen Tag (beruflich) den PC an, habe eine Ölheizung, kaufe dies und das und jenes, obwohl ich es eigentlich nicht wirklich brauche, nur so aus Lust und Laune. Ich weiß einfach nicht, was ich anders tun könnte, um etwas zu ändern. Der Zug ist abgefahren. Ich sitze hier und beobachte, wie immer mehr Landstriche unbewohnbar werden, Inseln und Küstenstädte so langsam versinken, Wasser und Lebensmittel immer knapper und knapper werden, Milliarden Menschen verhungern und verdursten, Ressourcenkriege toben und mache nichts, bis irgendwann auch für mich und meine Kinder in 20 oder 30 Jahren möglicherweise keine Lebensmittel und Lebensraum mehr vorhanden sein werden oder uns unser Raum genommen wird. Freuen tut mich das nicht, in mir löst das Angst, Wut und Traurigkeit aus und ich fühle mich gleichzeitig so seltsam entfernt. Und mache einfach so weiter wie immer, wie der Rest der Welt.

Beichthaus.com Beichte #00033674 vom 29.07.2014 um 13:01:58 Uhr (31 Kommentare).

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“Folge

Mein Chef, der Geizhals

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Hass Boshaftigkeit Ekel Chef Arbeit Hamburg

An dem Tag, an dem ich (w) meinen Ausbildungsvertrag unterzeichnete, bekam ich von meinem Chef den Hinweis, dass es immer gerne gesehen wird, wenn man "auch mal" durchwischt oder durchsaugt. Alles klar, dachte ich mir, so läuft das hier also. Er ist tatsächlich zu […]
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Beichthaus.com Beichte #00033672 vom 28.07.2014 um 13:22:33 Uhr in 20457 Hamburg (Kehrwieder) (12 Kommentare).

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Freund vs. Sextraum

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Lügen Ungerechtigkeit Morallosigkeit

Ich (w/20) bin seit knapp zwei Monaten in einer Beziehung. Das Ganze hat sich sehr schnell entwickelt, und mein Freund ist wirklich nett, hilfsbereit, verständnisvoll, zuvorkommend und eigentlich wirklich perfekt. Das Problem ist nur, dass wir uns wegen der Distanz, nur sehr selten sehen können - der Weg nimmt fast drei Stunden in Anspruch. Hier beginnt meine eigentliche Beichte: Bevor ich das letzte Mal übers Wochenende bei ihm war, hatte ich einen Sextraum von einem bekannten Youtuber mit blonden Dreadlocks, er ist ein deutscher Let's Player, den ich schon immer ziemlich geil fand. Das war mein erster Sextraum und er war einfach Hammer, viel besser als der Sex mit meinem Freund! Deshalb habe ich irgendwie keine Lust mehr, mit meinem Freund intim zu werden und weise ihn immer ab, wenn er es versucht. Es tut mir wirklich leid, auch, weil ich ihm nichts von dem Traum erzählt habe. Irgendwie fühle ich mich nämlich, als ob ich ihm fremdgegangen wäre. Und wenn ich ihm davon erzählen würde, wäre sein ohnehin schon niedriges Selbstbewusstsein noch weiter im Keller. Aber der Youtuber war so geil, da kann mein Freund einfach nicht mithalten. Ich beichte also, dass ich meinen Freund belüge und gedanklich mit einem Sextraum vergleiche, was ihm gegenüber nicht fair ist.

Beichthaus.com Beichte #00033643 vom 23.07.2014 um 18:07:14 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Raucher vs. Nichtraucher

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Aggression Boshaftigkeit Ignoranz Gesellschaft

Ich (m/21) hasse diese inzwischen eingebürgerte Nichtraucherstimmung. Man kann es ablehnen, man kann Nichtraucher sein, kein Thema. Aber was inzwischen in diesem Land abgeht, das ist doch nicht mehr normal. Vor zehn Jahren war Qualmen noch völlig okay, Automaten an jeder Straßenecke, keine großen Einschränkungen, es war einfach normal. Ich finde Prävention richtig und gut, bin selber nicht glücklich darüber, dass ich Raucher bin und verblase im wahrsten Sinne des Wortes viel Geld. Aber es gibt Grenzen: Die beginnen für mich damit, dass das generelle Raucherverbot in Kneipen allen demokratischen Grundsätzen entgegen steht. Jeder Wirt sollte doch selbstständig entscheiden dürfen, welche Rechte er den Gästen zugesteht und welche nicht. Inzwischen geht es so weit, dass man bei Mitfahrgelegenheiten nicht mehr mitgenommen wird, wenn man es wagt, auf dem Rastplatz eine zu rauchen. Und dann wundern sich die Menschen, warum wir "Raucher" so ignorant sind und uns direkt, nachdem wir aus dem Zug aussteigen, direkt mal eine anstecken, und nicht mal mehr den Ausgang abwarten können: Wir sind süchtig und werden inzwischen dazu gezwungen, unseren Tag durchzuplanen - wann ist es wo möglich, mal seiner Sucht nachzukommen? Mich würde mal interessieren, was dieser Staat ohne die Tabaksteuer machen würde, wir zahlen uns schließlich dumm und dämlich. Und immer dämlicher, schließlich wird es immer teurer.


Aber zu meiner Beichte: Ich schrieb zwar am Anfang, dass ich nicht glücklich bin mit meiner Sucht, aber diese nicht aufhörende Antihaltung hat mich doch in irgendeiner Art und Weise zum Protest bewegt. Jedes Mal, wenn ich den Eindruck gewinne, so ein absoluter Nichtraucher fernab jeder Toleranz steht neben mir, stecke ich mir eine an und rücke ihm mit meinem "Qualm" so richtig auf die Pelle. Das kommt öfter vor, als man denkt. Die Menschen zeigen recht schnell ihre Haltung aufgrund kleiner Gesten. Es tut mir leid, andere Menschen mutwillig zu "vergiften", aber genauso, wie damals die Raucher keine Rücksicht auf Verluste gehabt haben, so habe ich jetzt keine mehr mit dieser komischen Gesellschaft, die zwar Rauchen schrecklich, aber sich halb totzusaufen- oder zu essen total normal findet. Kommt mal wieder klar - ach nein - jetzt steht ja die Helmpflicht für Fahrradfahrer im Raum.

Beichthaus.com Beichte #00033631 vom 21.07.2014 um 01:14:00 Uhr (55 Kommentare).

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