Ein schwarzes Loch verschlingt die Erde!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Gesellschaft

Im Herbst soll der LHC der Forschungseinrichtung CERN seinen Betrieb aufnehmen. Als angehender Physiker warte ich voller Spannung auf die Ergebnisse, die uns der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger zu liefern vermag. Beim Surfen bin ich nun auf den ängstlichen Mr. Walter Wagner gestoßen, der sich selbst als Kernphysiker bezeichnet und eine unglaubliche Angst vor den unabsehbaren Folgen der Hochenergieexperimente im LHC zu haben scheint. Mit seiner Organisation zur Verhinderung der Inbetriebnahme des LHCs ("Large Hadron Collider legal defence fund") versucht er uns unter anderem davon zu überzeugen, dass mikroskopisch kleine Schwarze Löcher, die aufgrund der hohen Energien im Teilchenbeschleuniger entstehen könnten (was physikalisch u.U. sogar möglich sein könnte) eine ernsthafte Bedrohung für unseren Planeten darstellen.

Unabhängig davon, ob diese "Mini-Löcher" eine tatsächliche Gefahr darstellen oder nicht, finde ich die Vorstellung, dass sich die Menschheit kollektiv durch ein von ihr selbst geschaffenes, schwarzes Loch auslöscht, nur zu komisch. Da ich im Laufe der Diskussion um den anthropogenen Klimawandel eine unglaubliche Wut auf die im kollektiv so dumm und kurzsichtig agierende Menschheit entwickelt habe, fände ich es nur zu gut, wenn sie sich durch ein schwarzes Loch aus eigener Produktion selbst vernichten würde, noch bevor die mittel- und langfristigen Folgen des Klimawandels ihre Vernichtung in Angriff nehmen können. Ich lache mich jedes Mal tot, wenn ich mir dies aus Sicht einer extraterrestrischen Zivilisation vorstelle: Diese Außerirdischen beobachten die sich sukzessive durch Emission von Treibhausgasen zugrunde richtende Menschheit und plötzlich – schwupp – verschwindet der Planet in einem schwarzen Loch. Ich persönlich würde mir den Arsch ablachen über so eine dumme Zivilisation! Einfach nur herrlich.

Beichthaus.com Beichte #00023535 vom 23.03.2008 um 05:53:48 Uhr (14 Kommentare).

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Der Verlust meiner großen Liebe

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Verzweiflung Begehrlichkeit Zorn

Nun ja, wo soll ich (m/18) anfangen? Mein psychischer Zustand ist nicht mehr erwähnenswert. Kennt ihr das Gefühl,wenn ihr eurer großen Liebe in die Augen schaut und ihr darin erkennen könnt, dass sie euch betrogen hat? Wenn euch der Mensch, den ihr mehr geliebt habt als euch selbst, der Mensch für den ihr gestorben wärt, mit diesem Blick ins Gesicht spuckt und jeglichen Stolz und Würde mit Füßen tritt? Damit hat eigentlich alles angefangen, seit diesem Tag kann ich keinem Menschen mehr vertrauen, jeden Tag begegne ich Leuten, die sich für mehr als nur mein körperliches Wohlergehen interessieren, aber ich kann es ihnen nicht mitteilen, weil ich niemandem mehr vertrauen kann. Dennoch gebe ich mich jeden Tag zufrieden und glücklich, aber der schwarze Abgrund meiner Seele zerfrisst mich von Innen wie der Rost an einem Eisenteil.

Durch meine übertriebene Introvertiertheit habe ich nun diverse Beziehungen in den Sand gesetzt und jedes Mal spaltet sich wieder ein Teil meiner Seele ab und wendet sich einer Seite in mir zu, vor der ich mich selbst fürchte. Ich versuche oft anderen Leuten zu helfen, nur um eine Rechtfertigung für mein eigenes, noch beschisseneres Seelenleben zu bekommen. In Wahrheit berühren mich die anderen überhaupt nicht, was dazu führt, dass ich mich noch mehr hasse, weil ich so ein egoistisches Schwein geworden bin. Ich ertränke meine seelische Ruine immer öfter in Alkohol und gebe mich anderen Drogen hin, um mich und vor allem meinen Charakter und meine Psyche zu vergessen. Dies führt wiederum zu einer Abgestumpftheit gegenüber anderen Personen, es ist ein verfluchter Teufelskreis und ich komme nicht davon los! Wenn ich nicht alles zurücklasse und abhaue, habe ich das Gefühl, das wird kein gutes Ende nehmen. Ich gehe jetzt einen heben.

Beichthaus.com Beichte #00023533 vom 23.03.2008 um 04:14:19 Uhr (9 Kommentare).

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“Beichte

Asoziale Opas

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Zorn Ungerechtigkeit 50+

Innerhalb meines Zivis fahre ich Essen für alte Leute aus. Da gibt es einige Nette, die lassen auch mal Trinkgeld springen dafür, dass man sich abhetzt, damit sie ihr Essen pünktlich kriegen, aber leider Gottes auch welche, die meinen, sie müssten immer rumproleten. Man wäre zu spät und einem, was weiß ich an den Kopf werfen, nur weil sie denken: Das ist ein Zivi, bei dem kann ich mir alles erlauben. Deshalb habe ich die Lieferliste eigenmächtig so geändert, dass die Netten ihr Essen früher kriegen als die Säcke, die den Frust über ihre Hüft-OP an mir auslassen.

Die regen sich natürlich noch mehr auf, ist mir aber egal. Manche von denen sind echt so dermaßen boshaft, dass ihr Benehmen fast schon ans Asoziale grenzt. Zum Beispiel hat mich einer mal gefragt, ob ich Idiot noch ganz richtig bin, ihm das Essen so spät zu bringen. Dabei kriegen die es fast umsonst und es ist ein Wahnsinnsstress, es denen so rechtzeitig wie möglich zu bringen, bei dem Verkehr hier. Diesen Exemplaren würde ich am Liebsten mal reinspucken. Hey, gar keine so schlechte Idee eigentlich!

Beichthaus.com Beichte #00023532 vom 23.03.2008 um 04:13:43 Uhr (9 Kommentare).

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Ich bin Stimmungsmacher in der rechten Szene!

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Schamlosigkeit Morallosigkeit Gesellschaft

Ich bin Alleinunterhalter. Man kann mich für fast jede Art von Veranstaltung buchen. Was mich unique macht? Ich kann täuschend echt Hans Albers, Freddy Quin und die anderen alten Kämpfer nachmachen. Zudem habe ich nahezu sämtliche bekannten Märsche drauf! Zuerst habe ich es gar nicht richtig bemerkt, aber meine Frau machte mich darauf aufmerksam: Inzwischen bin ich "DER" Stimmungsmacher in der rechten Szene ab 50+. Die Mund-zu-Mund Propaganda hat mich zu einer Art Star unter den rechten Brüdern gemacht. Ich spiele die ganzen alten Stücke, auch das Horst-Wessels-Lied geht mir flott von den Lippen. Zu Mitternacht singen wir das Deutschlandlied. So ganz wohl fühle ich mich dabei nicht, aber ich bin quasi für den Rest des Jahres schon ausgebucht, obwohl ich nicht für unter 1.000 Euro auftrete.

Beichthaus.com Beichte #00023527 vom 23.03.2008 um 02:00:13 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Die Familie zerstört

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Fremdgehen Ehebruch

Ich muss etwas beichten, was mir total auf der Seele brennt. Naja, eigentlich sind es zwei Beichten. Ich wohne mit meinem Mann und unseren beiden Kindern in einem überschaubaren Dorf, wir verstehen uns mit allen Nachbarn sehr gut, mit vielen sind inzwischen eng befreundet. Mein Mann und ich arbeiten beide im Krankenhaus in der Pflege. Eines Abends, nach der Spätschicht, fahre ich nach Hause und neben mir an der Ampel, sehe ich das Auto meines Nachbarn, ich winke ihm zu, er sieht das aber nicht weil er grade eine mir unbekannte Frau küsst. Ich war ganz geschockt. Seine Frau ist eine meiner besten Freundinnen. Ich fuhr ihm hinterher, er hat mich nicht bemerkt. Vor einem Haus parkte er und ging mit der Frau Händchen haltend und küssenderweise hinein. Total verwirrt fuhr ich nach Hause. Kurz vor Mitternacht, ich stand in der Küche, sah ich wie er an unserem Haus vorbei in seine Garage fuhr. Er hatte offensichtlich sein Schäferstündchen gehabt. Am nächsten Tag schrieb ich einen anonymen Brief an meine Nachbarin, dass ihr Mann ein Verhältnis hätte, wo die Geliebte wohne und an welchem Tag es sich abgespielt hatte. Einige Tage später stand sie weinend in meiner Tür, mit dem Brief, den ich verfasst hatte. Sie sagte mir, dass dieser Brief anonym abgeschickt wurde und sie ihn heute in der Post gefunden hätte. Gemeinsam saßen wir in meinem Wohnzimmer und rätselten, wer denn den Brief geschrieben haben könnte und wer denn ihre Ehe so zerstören würde wollen. Ich tröstete sie so gut ich konnte. Nach einiger Zeit rief sie von meinem Telefon ihren Mann in der Firma an, erzählte ihn von ihrem Beweis und bat ihn nach Hause zu kommen. Einige Stunden später sah ich, wie er wutentbrannt mit einer Tasche unterm Arm aus dem Haus stürzte, ins Auto stieg und weg fuhr. Einige Minuten später kam meine Freundin wieder zu mir und fiel mir weinend in die Arme. Die beiden hätten sich soeben getrennt, ihr Mann würde zu seiner Geliebten ziehen. Keiner weiß von meiner Tat, aber ich habe die Familie meiner Freundin zerstört. Ich bin völlig überfordert mit dieser Situation, zumal sich meine Nachbarin fast täglich von mir trösten lässt. Keiner kann sich vorstellen, wie ich mich fühle.

Beichthaus.com Beichte #00023515 vom 22.03.2008 um 21:31:23 Uhr (29 Kommentare).

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