Kaffee im Büro

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Feigheit Lügen Selbstsucht

Mein Ex-Chef war im Gegensatz zu mir – einem chaotischen Wassermann – pedantisch, ordnungsliebend und korrekt. Er hat seinem Leben ganz der Arbeit gewidmet. Er hasste unnötige Kommunikation und hatte uns verboten, Kaffee am Arbeitsplatz zu trinken, wohlweislich habe ich meinen Kaffee trotzdem am Arbeitsplatz getrunken, natürlich nur, wenn er nicht da war. Ich gebe zu, ich hatte große Probleme in Ernst zu nehmen, gab es doch soviel Wichtigeres im Leben und was ist schon einzuwenden gegen einen netten Plausch unter Kollegen und ein gemütlicher Kaffee am Arbeitsplatz?

Im Gegensatz zu meinem eigenen gebrühten Kaffee, den ich morgens durchaus hätte auch trinken können, liebte ich den Bürokaffee. Wie jeden Morgen bin ich auch an diesem einen besagten etwas später gekommen, die Zeit bei einem Schwätzchen mit dem Lieblingskollegen verbummelt und ein Tässchen Kaffee rauslassend, mit dem Hintergedanken, heute ist der Chef ja nicht im Haus! Das Telefon klingelte und ich rannte in mein Büro, stolpere über die Akten und SCHREI, NEIN nicht über die weiße Knitterbluse. Die Tasse fliegt im hohen Bogen gegen die Wand! SUPER, die Bluse ist gerettet - aber oh mein Gott. Das darf jetzt nicht wahr sein!

Die Wand war voll mit einem hellbraunen Kaffeefleck. Mein erster Gedanke: Wie erkläre ich das meinem Chef? Meine Entscheidung: am Besten gar nicht und retten, was zu retten geht! Ich eile in die Küche, versuche mir vor den Kollegen nicht anmerken zu lassen, die übrigens so brav sind und ihren Kaffee immer in der Küche getrunken haben, und holte einen Putzlappen! Ich kam mir derweil vor wie in einem schlechten Sketch, denn trotz intensivem Rubbeln wird es nur noch schlimmer. Meine Idee, mittags weiße Wandfarbe zu holen, verwerfe ich auch gleich wieder. Da kommt mir doch der rettende Einfall! Die Putzfrau, die muss jetzt herhalten!

Ich rufe meinen Chef an und sage: "Herr X, Sie werden es nicht glauben, aber ich habe doch tatsächlich heute morgen die Putzfrau erwischt, wie sie einen Kaffeefleck von der Wand weg machen wollte, sie wollte auch nicht so recht rausrücken, wie das passiert ist. Ich vermute ja mal, sie hatten noch jemanden dabei", selbstredend, dass mein Chef stinkesauer war. Was soll´s er wird sich schon wieder beruhigen, denke ich mir und war froh, dass ich doch so ein ideenreicher, kluger Mensch bin!

Ganz so glimpflich lief die Geschichte nicht ab. Er hat der Putzfirma gekündigt und die Putzfrau zusammen geschissen. Ich stand im Hintergrund, immer wieder den Kopf schüttelnd, mit schlechtem Gewissen. Aufgeklärt habe ich es aber nie!

Beichthaus.com Beichte #00007204 vom 31.03.2006 um 05:37:55 Uhr (5 Kommentare).

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Meine Schwester ist eine Lesbe

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Selbstsucht Engherzigkeit Schamlosigkeit

Ich (m/26) habe die lesbische Beziehung meiner Schwester ruiniert. Ihre Freundin ist ein richtig heißer Feger und ich habe mir schon immer die Finger nach ihr geleckt. Denn bei ihr handelt es sich um den femininen, bisexuelle Typ und nicht der Holzfäller ohne Bart Typ. Sie hat eine Bombenfigur, hat tollen Humor, ist clever, zockt wie ein richtiger Kerl und ist auch sonst das, was die meisten vermutlich als Traumfrau bezeichnen würden. Die beiden waren ungefähr sechs Jahre ein Paar und ich habe ehrlich gesagt immer mal wieder probiert, die Frau rumzubekommen. Aber sie blieb eisern und meinte, dass sie nur meine Schwester liebt. Letztends habe ich es nochmal während einer feucht fröhlichen Runde versucht und sie blockte mal wieder ab. Da riss mir irgendwie der Faden, denn ich bin danach zu meiner Schwester gegangen und habe ihr unter Tränen den angeblichen Fehler mit ihrer Freundin gebeichtet.

Sie konnte es erst nicht so richtig glauben, aber als ich ihr ein Muttermal, welches an einer sehr intimen Stelle befindet beschrieben habe, hatte ich sie überzeugt. Diese Tatsache wusste ich aber nur, weil ich öfter mal am PC meiner Schwester bin und ich da Fotos gefunden habe, die wohl nur für ihre Augen gedacht waren, gefunden habe. Noch am selben Abend warf sie die angeblich untreue Freundin aus ihrer Wohnung. Auch ihre Versuche sie zu beschwichtigen haben nichts gebracht. Am nächsten Morgen, mit nüchternem Schädel tat mir sie Sache schon wieder extrem leid. Wegen mir ist eine funktionierende Beziehung in die Brüche gegangen und das nur, wegen meines Egos.

Beichthaus.com Beichte #00007201 vom 31.03.2006 um 05:15:41 Uhr (8 Kommentare).

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“Beichte

Könnt ihr nicht einfach freundlich sein?

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Boshaftigkeit Vorurteile

Wenn ich hier manche Sachen lese, kriege ich ein richtig schlechtes Gewissen. Manche hier sind so böse, ich kann das nicht verstehen. Warum könnten ein paar Leute nicht einfach mal freundlich sein? Ist das so schwer?

Beichthaus.com Beichte #00007197 vom 31.03.2006 um 04:52:52 Uhr (4 Kommentare).

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Ich hasse meinen Sohn!

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Verzweiflung Hass Familie Tod

Ich (m/25) finde meinen kleinen Sohn unerträglich und würde ihn gerne los werden. Er schreit den ganzen Tag und macht sich ständig ein. Ich kann irgendwie gar nichts mit ihm anfangen. Alle Eltern, die ich sehe, reißen sich ein Bein für ihren Spross aus und mir […]
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Beichthaus.com Beichte #00007181 vom 31.03.2006 um 02:18:23 Uhr (2 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Tag, an dem ich meine Schwester lähmte

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Verzweiflung Engherzigkeit Rache Kinder

Ich habe damals das Leben meiner Schwester ruiniert. Als wir noch sehr klein waren, haben wir uns öfter mal gestritten, wie es eben für Kinder in dem Alter üblich ist. Leider war sie nicht nur älter, sondern auch viel stärker, weswegen ich häufiger den Kürzeren gezogen habe. Meistens reichte schon ein Schlag in den Magen von ihr und schon war ich kleinlaut. An dem Tag, den ich mein Leben nicht mehr vergesse, haben wir uns wie üblich in den Haaren gelegen. Einen Tag vorher hat sie mir nämlich Kaugummi in den Haaransatz geschmiert, woraufhin ich mir eine sehr kurze Jungenfrisur schneiden lassen musste. Ich liebte meine langen Haare wie wohl jedes Mädchen. Als sie sich dann später über mich lustig machte, tat ich etwas, das unsere ganzes Leben verändern sollte. Ich schubste sie. Aber sie stolperte über ihre Füße und fiel Kopfüber die Treppe hinunter.

Dann lag sie da, ganz still. Ihr Kopf hat geblutet und ihr Arm war etwas verdreht. Dann fing ich an zu schreien. Unsere Eltern kamen sofort und sahen sie am Boden liegen. Im Krankenhaus sagte man uns dann, dass ihr Arm wieder heilen würde, aber sie vermutlich gelähmt bleiben würde. Meine Schwester selbst kann sich an garnichts mehr erinnern, auch nicht dass ich sie geschubst habe. Sie war mir dankbar, dass ich sie so schnell gefunden habe. Ich hatte damals einfach nicht den Mut allen zu sagen, dass ICH für diesen Apltraum verantwortlich war. Niemand kam auf die Idee mich zu fragen, was geschehen ist und so nahm man einfach einen Unfall an.

Heute, Jahre später verstehen wir uns blendend und ich unterstütze sie, wo ich nur kann. Aber diese Schuld ist immer da und frisst sich durch mich hindurch. Schon oft war ich kurz davor, ihr die Wahrheit zu sagen, aber dann überkam mich die Angst sie zu verlieren. Ich liebe meine Schwester und weis, dass ich ein schlechter Mensch bin. Aber davon kann sie auch nicht wieder laufen. Ich musste meine Geschichte einfach mal mit jemandem teilen.

Beichthaus.com Beichte #00007167 vom 30.03.2006 um 23:29:38 Uhr (2 Kommentare).

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