Das Kaninchen und die Katze

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Feigheit Engherzigkeit Dummheit Selbstsucht Tiere

Meine große Schwester hatte die Angewohnheit, unsere Haustiere, wenn sie sie loswerden wollte, einfach auszusetzen. Als ich 20 Jahre alt war, folgte ich ihrem Beispiel. Ich hatte einen Stallhasen aus schlechter Haltung gerettet und ihn dann im örtlichen Wandergebiet neben einem Reiterhof ausgesetzt. Monate später holte ich mir eine Katze vom Bauernhof. Doch als ich umzog, ließ ich sie auf den Feldern des Bauern zurück. Seitdem denke ich jeden Tag daran und es tut mir im Herzen weh, was ich den beiden Tieren damals angetan habe. Erst wollte ich ihnen ein beschützendes Heim geben und dann habe ich sie aus Hilflosigkeit, Überforderung und blind dem Handeln meiner Schwester folgend vor die Tür gesetzt und sich selbst überlassen, anstatt sie im Tierheim abzugeben. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen und ich denke immer noch voller Schuld jeden Tag an das Kaninchen und die Katze. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Heute benutze ich mein Gehirn zum Nachdenken und bin regelrecht fanatisch für die Rechte der Tiere engagiert, beschütze und umsorge sie. Jeder, der ihnen Böses tut, bekommt dann meinen Hass zu spüren. Ich beichte: Liebes Kaninchen und liebe Katze von damals, es tut mir aufrichtig leid, dass ich euch an die frische Luft gesetzt habe. Mein schlechtes Gewissen kann euer Schicksal auch nicht wieder gut machen.

Beichthaus.com Beichte #00033076 vom 17.04.2014 um 01:59:53 Uhr (20 Kommentare).

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Der böse Mann und das Diktat

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Lügen Dummheit Morallosigkeit Schule

Als ich (w) ungefähr neun Jahre alt war, wäre wegen mir ein unschuldiger Mann fast verurteilt worden. Alles fing damit an, dass ich zur Schule ging und Angst vor dem bevorstehenden Diktat hatte. Ich hatte nicht dafür gelernt, aber ich konnte es auch nicht ertragen, vermutlich keine Eins zu schreiben. Auf dem Schulweg sah ich jeden Tag einen Mann, der mir unheimlich erschien. Er sah aus wie ein typischer Drogenabhängiger - er hatte lange, ungepflegte Haare, dreckige Kleidung und ein eingefallenes Gesicht mit riesigen Tränensäcken. Als er an mir vorbeilief, erschien er mir irgendwie gruselig, und so begann das Übel: In der Schule angekommen, begann ich zu weinen, und als ich von einer Lehrerin gefragt wurde, was passiert sei, erzählte ich, der Mann hätte mich am Arm gepackt und ich hätte mich seinem Griff entrissen und sei weggelaufen. Letztendlich landete ich zunächst bei der Schulleiterin und schließlich im Polizeirevier und habe gegen den Mann (im Beisein meiner Eltern) ausgesagt. Ich habe ihn ins Detail beschrieben und die Geschichte noch ausgeschmückt und war froh, als ich endlich nach Hause durfte. Nach einigen Monaten erhielt ich einen Brief, dass die Polizei den Mann nicht gefunden hat und die Anzeige fallen gelassen wurde. Darüber war ich glücklich und ich war froh, dass meine Lüge nicht aufgeflogen ist. Bis heute plagt mich wegen der Geschichte ein schlechtes Gewissen und niemand weiß von diesem Geschehnis und von dieser Lüge. Dennoch bitte ich um Absolution, denn ich war noch sehr jung und der Mann hat mir wirklich Angst gemacht.

Beichthaus.com Beichte #00033064 vom 15.04.2014 um 13:20:45 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Unterbrechungsschalter am Motorrad

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Peinlichkeit Dummheit Auto & Co. Mainz-Kastel

Seit ich meinen Motorradführerschein besitze, fuhr ich immer nur Oldtimer, weil ich diese Art von Fahrzeugen einfach sehr gerne habe. Jüngst habe ich mir zusätzlich ein neues Motorrad angeschafft und bin damit nach dem ganzen Behördenquatsch gleich mal eine große Runde durch unsere Stadt gedüst. An einer Kreuzung ist mir das nagelneue und sündhaft teure Motorrad dann abgestorben und war auch trotz etlicher Versuche und vielen Flüchen nicht mehr anzubekommen. Nach etwa einer halben Stunde vergeblicher Startversuche, habe ich in meiner Verzweiflung den ADAC angerufen und um Hilfestellung gebeten. Nach einer weiteren halben Stunde ist der gelbe Engel gekommen und hat den Unterbrechungsschalter - von dem ich bis dahin nicht wusste, dass es so etwas gibt - deaktiviert. Und das Motorrad ist angesprungen, als wäre nie etwas gewesen. Das war mir so unglaublich peinlich! Ich bitte um Absolution für meine Dummheit, und dass ich zu faul war, vor meiner Ausfahrt die Bedienungsanleitung des Motorrades ordentlich zu lesen und dadurch eine Stunde meines Lebens verschenkt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033054 vom 14.04.2014 um 16:56:31 Uhr in Mainz-Kastel (16 Kommentare).

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Feige Mobberin

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Dummheit Feigheit Morallosigkeit Verzweiflung Dillenburg

Ich (w/22) schäme mich sehr für etwas, das ich damals mit ungefähr 13 Jahren getan habe. Ich und meine damalige beste Freundin haben ein Mädchen, das in meinem Nachbarhaus wohnte, gemobbt. Wenn wir sie sahen, wurde sie aufs Übelste beleidigt, einen Grund gab es dafür eigentlich nicht. Irgendwie haben wir immer einen draufgesetzt, sobald wir sie wiedersahen - bis es irgendwann so weit war, dass wir ihr auch an den Haaren zogen. Sie hat sich jedoch nie gewehrt und alles über sich ergehen lassen. Diese Sache verfolgt mich die ganze Zeit. Ich schäme mich so sehr und frage mich immer wieder, wieso ich das getan habe. Oft kann ich nachts nicht schlafen, weil es mich innerlich zerreißt, so ein Mensch gewesen zu sein. Vor Kurzem habe ich versucht, das Mädchen im Internet ausfindig zu machen, was mir auch gelang. Nur, dass ich bis jetzt zu feige war, um mich bei ihr zu entschuldigen. Ich schäme mich, jemandem so etwas angetan zu haben und jetzt habe ich nicht einmal den Mut, mich zu entschuldigen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033051 vom 14.04.2014 um 13:50:21 Uhr in Dillenburg (10 Kommentare).

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“Beichte

Vernichtender Peitschenhieb

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Engherzigkeit Dummheit Ignoranz Arbeit Münster

Heute ist mir (m/35) etwas passiert, das ich gerne beichten möchte. Ich bin bei uns in der Firma so etwas wie der IT-Guru. Ich bin schon seit langer Zeit mit meinem Chef befreundet und kann mir deshalb auch den einen oder anderen Spaß erlauben. Heute habe ich es allerdings heftig übertrieben. Ich hatte mir gerade eine "Peitschen-App" geladen, als ich auf dem Weg zum Büro des besagten Chefs war. In dem Moment bekam ich mit, wie einem Azubi gerade der Kopf gewaschen wurde. Ich kann nicht genau sagen, warum, es waren auch keine bösen Absichten dahinter, aber ich drückte, als der Chef seinen letzten Satz beendet hatte, auf den Auslöser der App. Das Geräusch hallte durch den Raum, es folgte kurz Stille und der Chef guckt mich an. Er fing an zu lachen und ich wollte gerade in das Gelächter einfallen, als sich der Azubi mit Tränen in den Augen zu mir umdrehte. Ich beichte, dass mir in diesem Moment, im wahrsten Sinne des Wortes, der Spaß im Hals stecken blieb. Er sah so traurig und gedemütigt aus, dass ich mich augenblicklich wegdrehte und ging. Mir ist bewusst, dass das ein Fehler war und ich gelobe, mich in Zukunft zurückzunehmen.

Beichthaus.com Beichte #00033015 vom 07.04.2014 um 22:31:59 Uhr in 48149 Münster (Albertstraße) (16 Kommentare).

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