Vom Zugbegleiter und den Schwarzfahrern

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Falschheit Engherzigkeit Hochmut Morallosigkeit Bahn & Co. Ottbergen

Ich arbeite seit fast drei Jahren als Zugbegleiter der Nordwestbahn und gestehe, dass ich mich insgeheim stets freue, Schwarzfahrern zu begegnen. Dass jemandem sein Job Spaß macht, ist ihm normalerweise ja nicht anzurechnen, allerdings stellt es für mich inzwischen eine kleine Herausforderung dar, die einsteigenden Fahrgäste so schnell wie möglich zu kontrollieren - dies sorgt für etwas Abwechslung in meinem ansonsten eher eintönigen Job. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es dann manchmal zu Fahrgästen, die gerade dabei sind ihren Fahrschein herauszusuchen, um ihn am Stempler zu entwerten, oder die gerade zum Automaten oder zum Stempler laufen. Da der Zug dann ja schon angefahren ist, besitzen diese Fahrgäste also laut Paragraph 12 der Eisenbahnverkehrsordnung zu Beginn der Fahrt keinen gültigen Fahrtausweis, weswegen ich ihnen dann auch häufig ein erhöhtes Beförderungsentgelt ausstelle. Manche beklagen sich zwar darüber, dass sie noch gar keine Zeit gehabt hätten, die Fahrkarte abzustempeln, aber dann müssen sie halt zusehen, dass sie diese gleich beim Einstieg bereithalten und dann direkt stempeln oder zum Automaten gehen und nicht erst rumtrödeln: Schließlich fahren sie sonst zu Beginn der Fahrt schwarz, wenn der Zug anfährt.


Ehrlich gesagt habe ich auch keine Lust, lange mit den Fahrgästen darüber zu diskutieren. Ich finde, man kann denen ruhig mal einen Denkzettel verpassen, dass sie sich nächstes Mal mehr beeilen und etwas mehr darum kümmern und rechtzeitig darum bemühen, ein abgestempeltes Ticket vorzuzeigen. Es erst während der Kontrolle zu entwerten ist zu spät, auch wenn die Kontrolle gleich zu Beginn stattfindet. Manche Fahrgäste sind auch entsprechend etwas frech geworden, aber das ist schließlich nicht mehr meine Sache - selbst schuld. Ein paar fragen mich dann auch danach, ob ich mich auch als Personal ausweisen kann, aber ich höre selten auf sie. Ich meine, ich stehe doch mit meinem Apparat vor ihnen und ziehe mich immer schick an, da ist es doch unverschämt mir vorzuwerfen, dass ich ein Betrüger oder Scharlatan sei - und schließlich sehen die Fahrgäste dann ja auch auf ihrer Fahrpreisnacherhebung meine Kontrollnummer. Da brauche ich ihnen gar nicht meine Dienstmarke zu zeigen, immerhin gehen meine persönlichen Daten die gar nichts an, die brauchen auch nicht meinen Namen von der Marke erfahren. Zumal wir uns sowieso nicht mit einem Personalausweis oder Ähnlichem ausweisen müssen. Meinen Namen habe ich denen grundsätzlich auch nicht zu nennen, unsere Kontrollnummer reicht da bereits völlig aus. Manchmal tut es mir leid, dass ich darauf so wenig Rücksicht nehme, und ich sehe auch ein, dass ich da etwas überpenibel bin und mich etwas rücksichtsvoller gegenüber den Fahrgästen verhalten könnte. Es tut mir leid, dass mich die verdutzten und verärgerten Gesichter der überraschten Fahrgäste, die gerade zugestiegen sind, innerlich erfreuen, aber schließlich habe ich, strikt nach Vorschrift, recht.

Beichthaus.com Beichte #00033928 vom 12.09.2014 um 12:12:57 Uhr in 37671 Ottbergen (Bahnhofstraße) (34 Kommentare).

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Ein Haufen im Garten der Hexe

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Ekel Trunksucht Schamlosigkeit Nachbarn Düren

Zuerst einmal möchte ich (m) erwähnen, dass meine Familie und ich einen eher weniger guten Kontakt zu einer unserer Nachbarfamilien haben, was wohl an ihrem Verhalten liegt. Erwähnt werden sollte, dass die beiden Geschwister im höheren Alter sind und jeweils keinen Lebenspartner besitzen - was mich aber nicht wundert. Außerdem sieht die Frau einer Hexe gleich, weshalb sie sich diesen Namen bei meiner Familie und mir verdient hat. Nun aber zu meiner Beichte: Letztes Wochenende war ich bei einem Geburtstag und kam dann mitten in der Nacht und betrunken nach Hause. Dabei bemerkte ich, dass ich einen Druck im Bauch hatte. Schon des Öfteren hatte ich mich mit Freunden darüber unterhalten, dass man manchen Leuten einfach mal in den Garten scheißen sollte. Da dachte ich mir, dass ich diese Gelegenheit nicht mehr so schnell bekommen sollte und dass es meine Nachbarn eh mal verdient hätten. Als zog ich meine Hose herunter, setzte mich auf ihren Zaun aus Metall und setzte ihnen schön einen Haufen in den Garten. Als ich fertig war, wischte ich noch kurz meinen Po sauber und ging schlafen. Als ich am nächsten Tag nochmals darüber nachgedacht habe, habe ich mich schon etwas dafür geschämt, jedoch musste ich trotzdem dabei lachen. Hiermit möchte ich also beichten, dass ich meinen Nachbarn im betrunkenen Zustand in den Garten geschissen habe und bitte um Verzeihung dafür. Im Übrigen möchte ich noch erwähnen, dass ich ein ganz normaler junger Mann bin und sonst keine kranken Gedanken besitze. Auch habe ich mich noch nicht getraut, einem meiner Freunde davon zu erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00033910 vom 09.09.2014 um 01:42:58 Uhr in Düren (7 Kommentare).

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“Beichte

Häusliche Gewalt

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Gewalt Missbrauch Aggression Verzweiflung Partnerschaft Ribnitz-Damgarten

Ich möchte beichten, dass mich mein Mann schlägt, ich mich aber nicht trenne. Normalerweise ist er ja ganz nett und wir liebten uns sehr, als wir geheiratet haben. Doch nach jedem heftigen Streit schlägt er mich. Er zieht mich an den Haaren, wirft mich auf den Boden, […]
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Beichthaus.com Beichte #00033907 vom 08.09.2014 um 16:20:01 Uhr in Ribnitz-Damgarten (34 Kommentare).

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Spielschulden

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Sucht Feigheit Zorn Geld Eslarn

Ich habe einem meiner Kumpels vor einiger Zeit 2.500 Euro geliehen. Angeblich hatte er einige Rechnungen zu bezahlen. Da er bis dato noch einen guten Job hatte und ich ihn schon seit Jahren kenne, hatte ich keine Bedenken, das Geld zurückzubekommen. Trotzdem habe ich einen schriftlichen Darlehensvertrag aufgesetzt, um das Ganze noch einmal schriftlich zu haben. Und das war mein Glück, wie ich später erfahren musste. Es hat sich nämlich eine Woche später herausgestellt, dass er das Geld eben nicht für Rechnungen brauchte, sondern in Spielhallen verzockt hat. Er muss wohl schon längere Zeit spielsüchtig sein, da er seinen Job, von dem ich glaubte, dass er ihn noch hätte, seit zwei Wochen nicht mehr hat, weil er unentschuldigt gefehlt hat. Und das Schärfste ist: Nach einem klärenden Gespräch und der Frage, wie er mir jetzt mein Geld zurückgeben will, hat er den Kontakt zu mir abgebrochen. Er meldet sich nicht mehr am Handy und macht die Tür nicht mehr auf, wenn ich bei ihm klingele. Mittlerweile sind fast drei Monate vergangen.


Keine Ahnung, ob er wieder einen Job hat oder von Hartz IV lebt, aber ich finde es einfach eine Unverschämtheit, dass er sich nicht mehr meldet. Dass man sich so in einem Menschen täuschen kann, hätte ich nie gedacht. Würde er offen mit mir reden und sagen: "Okay, ich suche mir Hilfe und schaue, dass ich wieder Arbeit habe", und würde mir das Geld - von mir aus auch in 20 Euro Raten - zurückzahlen, wäre das vollkommen in Ordnung für mich, er war ja schließlich mal einer meiner guten Freunde. Aber sich einfach zu verstecken und zu hoffen, dass die Schulden sich in Luft auflösen, darauf werde ich nicht warten. Deshalb beichte ich, dass ich jetzt gerichtliche Schritte einleiten und ihm damit vielleicht noch sein letztes Hemd nehmen werde. Aber ich finde sein Verhalten einfach Scheiße und kann und will keine Rücksicht mehr nehmen. Mir ist das Geld auch nicht in den Schoß gefallen.

Beichthaus.com Beichte #00033902 vom 08.09.2014 um 02:22:54 Uhr in Eslarn (17 Kommentare).

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“Folge

Mit HIV zum Abitur

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Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Lügen Falschheit Schule

Ich habe vor einigen Jahren erfahren, dass ich die Probezeit der Fachoberschule nicht bestehen werde, da ich zu schlecht in Chemie war. Das resultierte aus einer Nachholschulaufgabe am Samstagmorgen, welche ich mit glorreichen null Punkten richtig in den Sand gesetzt habe. Davor war ich bis um 5 Uhr trinken und habe mir an dem Tag auch nichts geschissen. Da die Probezeit bei uns sehr ernst genommen wurde, konnte ich nicht mit einem normalen Grund kommen. Ich bat meinen Lehrer trotzdem um ein Gespräch, obwohl er schon gesagt hat, dass da wohl nichts zu machen ist. Ich erzählte ihm dann, dass ich Freitagabend von meiner Ex erfahren hätte, dass sie mich wohl mit einer sehr schweren Krankheit angesteckt hat, und habe die HIV-Karte gespielt. Mein Lehrer war merklich fertig und hat beim Direktor durchbekommen, dass ich die Probezeit verlängern durfte. Ende vom Lied war, dass ich ohne Probleme ein mittelgutes Abitur machte und inzwischen in einem sozialen Beruf arbeite und parallel studiere. Eigentlich schäme ich mich nicht dafür, denn ich habe schlussendlich die Chance genutzt. Es tut mir jedoch wirklich leid, wenn ich daran denke, dass immer noch viele Leute sich mit dem Scheiß anstecken und das ihnen gegenüber ethisch mehr als unkorrekt war.

Beichthaus.com Beichte #00033900 vom 07.09.2014 um 22:24:05 Uhr (10 Kommentare).

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