Fahrradunfall mit einem Hund

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Feigheit Tiere Unfall Birkenhainchen

Gestern habe ich (m/24) einem Hund höchstwahrscheinlich große Schmerzen zugefügt. So ungefähr drei Mal die Woche unternehme ich eine Fahrradtour zwischen 15 und 30 Kilometern. Die gestrige Route hat mich unter anderem durch ein ländliches Dorf geführt. In einem dort anliegenden Gehöft sah ich schon von weit weg einen Hund herumstreunen. Ich habe mir weiter nichts gedacht, aber als ich die Straße mit dem Fahrrad entlangfuhr und mich dem Grundstück näherte, kam auf einmal der Hund wie der Blitz herausgeschossen und fing wie wild an zu bellen und zu kläffen. Der Hund kam direkt auf mich zugerannt und ich konnte ihm erst einmal noch ausweichen. Da ich nicht besonders gut mit Hunden auskomme, und dieser grundlos auf mich losgehen wollte, legte ich einen Zahn zu und versuchte, ihm zu entkommen.


Aber nein, der Köter war verdammt schnell, lief neben mir her und schaffte es tatsächlich, mir vor das Vorderrad zu laufen. Das Resultat war natürlich, dass ich dem Hund sauber in die Seite fuhr und ich mich selbst mit dem Fahrrad überschlug. Der Hund fing an, laut zu winseln und sich am Boden zu winden, hatte aber sonst keine sichtbaren Verletzungen. Ich dagegen hatte mir beide Knie und einen Arm aufgeschürft, außerdem ziemliche Schmerzen in der Hüfte. Keine fünf Sekunden später kam schon die scheinbare Besitzerin des Hundes angerannt und fing an, auf mich einzuschimpfen, was mir einfiele ihr Haustier mutwillig zu verletzen, dass ich ein elendiger Tierhasser sei und so weiter. Ich, derweil immer noch am Boden sitzend, verstand die Welt nicht mehr, und weil ich nicht mit dieser unangenehmen Person diskutieren wollte, stand ich trotz Schmerzen auf und ging, mein Fahrrad schiebend, weg.


Danach habe ich meine Freundin angerufen, die mich sofort abgeholt und auf ihr Drängen gleich in die Notaufnahme gefahren hat. Das Resultat war Gott sei Dank kein Bruch oder Ähnliches, nur Schürfwunden und eine leichte Gehirnerschütterung. Wie es dem Hund geht, weiß ich nicht, er ist aber höchstwahrscheinlich nicht unverletzt geblieben. Gerne hätte ich nach dem Hund gefragt, aber ich habe mich nicht getraut, auf dem Hof aufzukreuzen und der hysterischen Frau nochmals zu begegnen. Und mein Fahrrad ist jetzt natürlich auch zerkratzt und ich werde ein neues Vorderrad brauchen.

Beichthaus.com Beichte #00036497 vom 29.08.2015 um 20:21:00 Uhr in Birkenhainchen (14 Kommentare).

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Zwei Fremde aus dem Internet

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Waghalsigkeit Begehrlichkeit Schamlosigkeit Internet

Ich (w/fast 30) denke in letzter Zeit oft über mein vergangenes Leben nach. Das ist wohl auch ein bisschen normal in meinem Alter, es nullt bald und was wollte ich doch eigentlich schon alles erreicht haben, wenn ich mal so alt werde. Dazu gehört auch eine gewisse Reflexion, dabei kommen Erinnerungen auf, die ich wohl aufgrund des Selbstbildes, welches ich von mir selbst gern haben möchte, nach irgendwo ganz hinten verdrängt habe. Als ich 19 war, hatte ich das erste Mal Internet zu Hause und versuchte mich im Chatten. Dabei lernte ich einen Typen kennen und es dauerte nur ein paar Tage, bis er sich abends mit einem Kumpel ins Auto setzte und gute 70km fuhr, um mich kennenzulernen. Wir saßen eine Weile in seinem Auto rum und fuhren dann zu ihm nach Hause. Wieder 70 km, er versprach, mich nach Hause zu fahren, wenn ich wolle. War ich naiv, alleine mit den zwei Männern loszufahren. Zwar hatte ich meiner Mitbewohnerin einen Zettel mit dem Autokennzeichen, Namen und Telefonnummer meines Dates hinterlassen, aber was hätte es mir geholfen, wenn ich ein Messer an der Kehle gehabt hätte.


So weit kam es aber zum Glück nicht. In seiner Wohnung rauchten wir ein paar Joints, tranken Bier und der Kumpel des Dates flirtete mit mir, obwohl er erst ein paar Tage zuvor Vater geworden war. Wir tranken und rauchten mehr und ich wurde müde und das Date bot mir an, bei ihm zu schlafen. Er sei ja auch viel zu betrunken, um jetzt noch zu fahren. Er überließ mir sein Bett, wollte selbst auf der Couch schlafen. Ich war schon fast eingeschlafen, als er ins Zimmer kam. Beim mir schrillten die Alarmglocken, aber er wollte nur ein Kopfkissen. Und dann, keine Ahnung wie, warum und so weiter, lud ich ihn ein, sich zu mir zu legen und mit mir zu schlafen. Der Sex war echt nicht sehr gut, das weiß ich noch. Peinliches Gefummel unter der Bettdecke und ein zu schneller Koitus seinerseits. Ich glaube, ich hatte einfach nur Sex, weil die Gelegenheit sich damals anbot und ich zu dem Zeitpunkt echt geil nach Bestätigung war. Dabei habe ich - auf längere Zeit gesehen - meiner Selbstachtung damit keinen Gefallen getan.

Beichthaus.com Beichte #00036492 vom 28.08.2015 um 23:38:32 Uhr (3 Kommentare).

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Heuchlerische Toleranz

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Engherzigkeit Vorurteile Ignoranz Gesellschaft

Mich nervt dieses heuchlerische Gerede über Toleranz. Wenn irgendein Idiot ein Hakenkreuz an ein Holocaust-Denkmal schmiert, und dass Frauen weniger verdienen als Männer ist immer wieder Thema in den Nachrichten, in Dokumentationen und Reportagen. Aber dass Männer immer noch ganz problemlos ums Sorgerecht beschissen werden können, so als wären sie völlig unnötig und nur da, um Unterhalt zu zahlen, interessiert anscheinend niemanden. Wenn über Hartz-lV-Empfänger Bücher geschrieben werden, in denen sie als eine Horde dummer Idioten abgestempelt werden, ist das anscheinend auch in Ordnung. Und wenn psychisch Kranke einfach entmündigt und weggesperrt werden können, mit der Begründung, dass sie Hilfe brauchen, obwohl es einfach nur darum geht, dass möglichst viele Patienten in der Psychiatrie sind und möglichst viele Medikamente nehmen, weil die Pharmaindustrie ja auch mitverdienen will. Und wegen dieser ganzen Heuchelei kann man mir mit Moralgerede kein schlechtes Gewissen mehr machen. Manchmal frage ich mich aber, ob meine Gleichgültigkeit, der ganzen Diskriminierung von Ausländern und Frauen gegenüber, in Ordnung ist.

Beichthaus.com Beichte #00036481 vom 27.08.2015 um 22:13:27 Uhr (11 Kommentare).

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Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung

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Vorurteile Engherzigkeit Schwangerschaft Kinder Hilzingen

Ich (w/28) beichte, dass ich nicht in der Lage bin, Kinder zu mögen. Ich möchte sie nicht verabscheuen, aber ich kann nicht anders, das Gefühl ist stärker als ich. Als ich noch zu jung war, um Kinder zu bekommen, dachte ich immer, dass ich früher oder später Lust drauf kriegen würde und habe mir sogar vorgestellt, so ungefähr im Alter von dreißig Jahren zwei zu bekommen. Das schien mir ideal, nicht zu jung, ausreichend Zeit vorher noch etwas zu erleben, aber auch nicht so alt, um später auszusehen, als ob die Oma das Kind von der Schule holt. Jetzt bin ich im passenden Alter und obendrein noch glücklich verheiratet, aber wider Erwarten hat sich der Wunsch nach einem Baby nie auch nur für eine Sekunde eingestellt. Je mehr Bekannte rund um mich schwanger werden desto mehr stößt mich der Gedanke ab. Es sind nicht unbedingt die vollen Windeln und das Geschrei, die mich anekeln, und auch nicht die Angst vor Dehnungsstreifen, sondern eher der Gedanke, dass unsere Welt kein schöner friedlicher Ort ist, und dass ich ohne schlechtes Gewissen kein Kind zwingen möchte, darin zu leben.


Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht unglücklich, hier zu sein, aber mir ist ständig bewusst, dass ich wahnsinniges Glück hatte und im Gegensatz zu den meisten Menschen auf unserem Planeten auf der Butterseite des Lebens geboren wurde. Und sogar auf der Butterseite ist es nicht immer einfach und manchmal jeder Tag ein Kampf. Und diese Gedanken haben irgendwann dazu geführt, dass ich Neugeborene nur mit Abscheu betrachten kann. Ich bin zwar intellektuell fähig, zu kapieren, dass das falsch ist, aber dieses Gefühl des Abscheus kommt einfach über mich, ohne dass ich etwas dagegen tun kann. Ich halte mich möglichst fern von Babys, und alle meine Freundinnen und Bekannten wissen, dass sie mich nicht zu fragen brauchen, ob ich ihr Baby mal halten möchte. Ich kann diese kleinen rosa Würmchen einfach nicht süß finden. Außerdem sind Menschen in meinen Augen meistens, wie Dr. Perry Cox schon sagte, Monster mit Monsterguss und Monsterfüllung, was mich direkt zu dem Schluss führt, dass Babys, so lieb und unschuldig sie auch sein mögen, nichts anderes sind als Mini-Monster. Ich habe mich natürlich im Griff und trage diese Gedanken nicht auf der Zunge, und ich würde auch niemals unfreundlich zu einem Kind sein, wenn ich doch mal mit einem zu tun habe.


Das ist auch dringend nötig, denn paradoxerweise komme ich bei Kindern sehr gut an, zumindest bei denen ab einem Alter, wo man schon in ganzen Sätzen mit ihnen kommunizieren kann. Ich kann mir auch denken, woran das liegt: Ich benutze zwar eine altersgerechte Ausdrucksweise, aber keine verblödete Babysprache. Ich tatsche sie nicht ungefragt an, zwinge sie nicht zu Begrüßungsküssen, wuschel ihnen nicht durch die Haare und behandele sie nicht wie kleine Idioten. Außerdem bin ich unter anderem deshalb eine beliebte Spielgefährtin, weil ich recht geschickt bin, was Basteln und Handarbeiten angeht. Auch so manches beschädigte Lieblingsspielzeug habe ich schon erfolgreich repariert, was schon oft Freudenschreie der kleinen Besitzer ausgelöst hat. Ich würde auch lügen, wenn ich behaupten würde, dass mich das nicht freut. Aber um ein eigenes Kind zu wollen, ist die Freude eben doch nicht groß genug. Offenbar gibt es Menschen, die Kinder kriegen sollten und welche, die die Finger davon lassen sollten, und ich gehöre zu letzteren. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036473 vom 27.08.2015 um 07:23:46 Uhr in Hilzingen (18 Kommentare).

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Überraschung im Handtuch

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Masturbation Schamlosigkeit Feigheit Reinhardshagen

Ungefähr so im Mittelschul-Alter verbrachten mein bester Freund und ich fast jeden Tag zusammen. Seine alleinerziehende Mutter war auch immer sehr cool drauf und vertraute mir bald genug, als dass ich auch mal alleine bei ihnen zu Hause bleiben sollte. Zum Beispiel, wenn mein Kumpel noch länger Schule hatte als ich. Außerdem machte es ihr nichts aus, für einen mehr Essen zu machen, was meinen Eltern und deren Geldbeutel wohl auch nicht schlecht gefiel. Jedenfalls war ich einmal unter der Woche bis zwei Uhr nachts geblieben. Da meine Eltern immer recht früh schlafen gehen, hatten sie mein Fehlen noch nicht bemerkt. Aber wenn ich morgens nicht in meinem Bett lag, würden sie merken, dass was nicht stimmt. Also wollte ich nach Hause. Aber dann fiel mir ein, dass ich dann noch duschen müsste, was ich immer abends tat, und dass das mit Sicherheit jemand mitkriegen würde. Also entschloss ich mich, schnell noch bei ihm zu duschen. Das wäre ja nicht das erste Mal gewesen. Oft genug ging ich dort nach dem Training duschen, da das Haus nicht weit weg vom Sportplatz war. Allerdings war ich in dieser Nacht ein wenig "erregt", da wir uns vorher aus Jux Pornos angeguckt hatten. Also fing ich unter der Dusche an - na ja, ihr wisst schon, was.


Da ich aber ein Genießer bin und es doch sehr auffällig gewesen wäre, das Wasser so lange laufen zu lassen, musste ich meine Entspannungsübung beim Abtrocknen fortsetzen. Fragt mich nicht, warum ich diese Variante wählte, obwohl eine Dusche direkt daneben war, aber ich verteilte meine Ladung einfach in eines der Handtücher. Die sahen eh alle gleich aus. Ich dachte, niemand würde es bemerken. Allerdings erfuhr ich am nächsten Tag, dass ich erst einmal eine Woche ohne meinen besten Freund auskommen musste, weil seine Mutter das Handtuch und den Inhalt entdeckt hatte und dachte, er sei das gewesen. Die Folge war Hausarrest. Da ich inzwischen den Kontakt verloren habe, möchte ich an der Stelle um Vergebung für das alles bitten. Ich habe einigen Leuten ziemliche Schwierigkeiten gemacht und bin selbst einfach so davon gekommen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036470 vom 26.08.2015 um 23:12:36 Uhr in Reinhardshagen (4 Kommentare).

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