Ein unnötiges Studium

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Hochmut Ignoranz Stolz Studentenleben

Ich (m/26) habe nach dem Abitur eine sogenannte Geisteswissenschaft studiert. Das Studium fiel mir leicht, aber leider bekam ich viele dumme Kommentare, von wegen ich studiere mich arbeitslos. Ich stempelte diese Leute als neidisch ab und sagte ihnen, dass sie noch blöd gucken werden, und zitierte aus der Liste der Studienbroschüre, was ich danach alles so machen kann und meinte, ich hätte einen Vorteil, weil ich nach dem Abitur ein Jahr Backpacking in Neuseeland gemacht habe. Viele meinten, dass ich dadurch arrogant geworden bin - und leider hatten sie recht. Ich habe nach dem Studium keine Arbeit gefunden.

Jetzt mache ich eine Ausbildung. Ich schäme mich so, dass ich mit dem Studium nichts erreicht habe. Ich lebe jetzt in einem anderen Bundesland und habe die Kontakte in der Heimat abgebrochen. Ich vermisse einige der Leute sehr, aber schaffe es nicht, zuzugeben, dass sie recht hatten. Es tut mir so leid, dass ich so arrogant war, aber ich kann es einfach nicht zugeben. Außerdem trauere ich der vergeudeten Zeit hinterher. Ich hätte schon vor ein paar Jahren anfangen können, Vollzeit zu arbeiten. Stattdessen muss ich sogar noch ein paar Schulden abbezahlen.

Beichthaus.com Beichte #00038846 vom 23.10.2016 um 20:33:28 Uhr (34 Kommentare).

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Der Unfall, der alles veränderte

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Zorn Aggression Verzweiflung Gesundheit Familie

Auf mir lastet eine unglaubliche Schuld. Es ist 40 Jahre her, aber trotzdem werde ich es nie vergessen. Eigentlich begann es ganz normal. Damals, als kleiner 7-jähriger Bub habe ich mich ziemlich oft mit meiner älteren Schwester gestritten. Sie war nicht nur fünf Jahre älter, sondern auch viel stärker und boshafter. Sie machte förmlich einen Sport daraus, mich zu hänseln. Das ging lange so weiter, bis zu dem verhängnisvollen Tag. Sie hatte mich wieder ordentlich auf die Palme gebracht und mein Lieblingsspielzeug zerbrochen. Auf unserer langen Treppe fing sie an, mich zu beleidigen und da habe ich sie gestoßen. Eigentlich wollte ich sie nur von mir wegschubsen, aber sie stolperte dabei über ihre Füße und krachte mit dem Kopf voran die Treppe runter.

Es waren nur Sekunden. Ein lauter Schrei, dann Stille. Sie lag total verdreht am Treppeende. Nachdem ich meine Starre überwunden hatte, eilte ich zu ihr, wo kurz danach auch unsere Eltern kamen. Sie mussten wohl den Schrei gehört haben. Meine Schwester kam ins Krankenhaus und wir bekamen die Hiobsbotschaft - sie würde nie wieder die Beine bewegen können. Meine Eltern haben mich nie gefragt, was damals passiert ist. Vermutlich glauben sie an einen unglücklichen Unfall und ich war nur der Erste am Unfallort. Meine Schwester selbst kann sich an nichts erinnern und ist mir sogar dankbar dafür, dass ich sie gefunden hatte. Seitdem verstehen wir uns prächtig. Ihre ganze Persönlichkeit wandelte sich um 180 Grad. Wir sind ein Herz und eine Seele geworden, nichts kann uns auseinander bringen.

Ich verbringe viel Zeit damit, ihr zu helfen, auch weil ich mich schuldig fühle. Ich danke bei allem, was mir wichtig ist, dass sie damals nicht gestorben ist. Nicht nur wegen meines Gewissens, sondern auch weil sie ein unglaublich toller Mensch ist. Ich habe ihr und meinen Eltern nie die Wahrheit gesagt. Ich habe so verdammt viel Angst vor ihrer Reaktion. Alle kennen mich nur als den fürsorglichen Bruder, aber niemand kann ahnen, was unter dieser Fassade ist. Der Selbsthass und die Schuld brodeln unter der Kruste. Es tut mir so unendlich leid.

Beichthaus.com Beichte #00038815 vom 11.10.2016 um 21:53:46 Uhr (21 Kommentare).

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Gartenzwerg mit Kackmütze

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Fetisch Ekel Unreinlichkeit

Ich (w) bin ein richtiges Schwein! Außenrum wirke ich immer gepflegt und normal aber wehe, die Tür zu meiner Wohnung fällt zu, dann suhle ich mich im Dreck. Aber auch nicht irgendwelcher Dreck, sondern ich habe eine Vorliebe für Kot. Ich liebe es, mir in die Hosen zu kacken und mich dann darin zu wälzen. Das alleine ist zwar nur meine Sache, aber das befriedigt mich schon lange nicht mehr genug. Ich lasse mir immer neue, verrückte Dinge einfallen. Erst letzte Woche habe ich meinen verschmierten Slip, der Gartenfigur einer Nachbarin auf den Kopf gesetzt. Das Geschrei am nächsten Morgen war groß und ich fand ehrlich, dass der Zwerg nun viel besser aussah. Einmal habe ich sogar einer Mitstudentin, welche im gleichen Kunstkurs ist, eine Box vor die Tür gestellt. Den Inhalt in Form einer großen Kackwurst, ummantelt von einer Seidenstrumpfhose.

Der Täter wurde nie gefunden und ich habe mich ömmelig gelacht. Das ist der Kick, den ich brauche! Meine letzte Aktion war in einem Fast-Food-Lokal. Ich hatte mich darauf vorbereitet und eingemacht. Dann bin ich gemütlich zum Tresen und habe bestellt. Der Gedanke, dass die Leute wissen, was da in meinem Slip gerade los ist, macht mich unglaublich geil. Nach dem Essen bin ich aufs Klo verschwunden, habe meine Unterhose ausgezogen und diese nachher auf dem Tablett platziert. Dann bin ich seelenruhig rausspaziert. Niemand hat mich aufgehalten. Der Kick war unvergesslich! Trotzdem will ich Buße tun und versuchen mich zu verändern. Ich bin ja schließlich auch nur ein Mensch und nicht perfekt. Darum verzeiht mir meine Eskapaden.

Beichthaus.com Beichte #00038798 vom 06.10.2016 um 16:30:24 Uhr (22 Kommentare).

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Gibt es ein Leben nach dem Tod?

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Verzweiflung Neugier Tod

Ich (m/27) habe Angst vor dem Tod. Nachdem Anfang des Monats ein Verwandter verstorben ist, habe ich mir so einige Gedanken gemacht. Man fragt sich dann doch, wie es ist, wenn man irgendwann mal selbst in der Position ist, dass man nicht um andere trauert, sondern um einen selbst getrauert wird. Wie wird es sein, wenn man nicht mehr morgens aufstehen und sein Leben leben kann? Weiß man, dass man in einer Holzkiste im Boden liegt und einfach gar nichts mehr machen kann? Oder kommt man irgendwie in eine Art "Himmel", wo zwar nicht der Körper, aber die Seele weiterlebt? Bemerkt man überhaupt, dass man tot ist, oder ist es einfach so, als ob man schlafen würde, wobei man außer einigen Träumen nichts mitbekommt? Es ist diese Ungewissheit einfach nicht zu wissen, was da auf einen zukommt, die mir doch Angst macht. Und ich frage mich, ob es nicht auch anderen so geht.

Beichthaus.com Beichte #00038734 vom 19.09.2016 um 09:42:30 Uhr (15 Kommentare).

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Mein Mann war im Stripclub!

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Neugier Eifersucht Partnerschaft Berlin

Mein Mann war im Stripclub!
Mein Mann und ich sind seit ein paar Jahren zusammen und relativ frisch verheiratet. Seinen Junggesellenabschied hat er mit seinen Kumpels in einem anderen Land über drei Tage hinweg gefeiert. Natürlich mit Besuch im Rotlichtviertel. Gegen einen Strip hatte ich nie etwas auszusetzen, im Gegenteil, das hätte ich mir für ihn auch gewünscht. Aber seine Vollidioten von Kumpels schleppen ihn in die Hauptstadt in eine Stripbar und spendieren ihm gleich drei Tänze mit sofort nackten Frauen. Als er nach Hause kam, stand ihm das schlechte Gewissen sofort ins Gesicht geschrieben! Aber er rückte nicht gleich mit der Sprache raus, wie Männer meist so sind, sondern ließ sich jedes Wort aus der Nase ziehen.

Erst hieß es, sie wären nicht mal in so einem Viertel gewesen. Ja, ja, deswegen sind sie doch genau in diese Stadt gefahren! Verarschen kann ich mich alleine. Den Abend entlang kam er - aber immer erst nach meinem nervigen Nachbohren - mit der Wahrheit nach und nach raus. Ich war wütend, dass er es so geheimnistuerisch verschwiegen hatte. In meiner Wut verließ ich das Haus und traf mich mit einem Freund, der mich beruhigte. Mein Mann musste auf die Kinder aufpassen, also konnte er mir nicht nachgehen. Bis dato wusste ich von EINEM! Lapdance in dieser Stripbar. Als ich nach Hause kam, schlief er seelenruhig, als wäre alles in Ordnung. Da dies unser erster richtiger Streit war, war ich so fassungslos, dass er so beruhigt schlafen konnte - wobei ich darüber nachdachte, ob wir die Hochzeit nicht absagen sollten. Also weckte ich ihn mit viel Wut im Bauch. Nach einer Weile stellte sich dann heraus, dass ihm drei Tänze spendiert worden sind. Mich hat das so sehr verletzt, dass ich mich übergeben musste. Die nächsten zwei Wochen bis zur Hochzeit waren turbulent - von "Ich will die Hochzeit" bis "Ich mache jetzt Schluss" (das waren seine Worte).

Am Ende heirateten wir trotzdem am geplanten Tag. Nun sind neun Monate vergangen und mich reibt diese Sache in dem Stripclub immer wieder derbe auf. Erst vor ein paar Wochen gab es eine Szene in einem Film, der mich einfach nur an den Junggesellenabschied in diesem Stripclub erinnerte. Und es fühlte sich an, als hätte er mich erneut betrogen und belogen. Von Anfang an steckte ich für mich die Grenzen in unserer Beziehung ab, zum Beispiel die der Lügen. Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und kann es nicht ertragen, wenn mein Partner das nicht ist. Er hat es nicht so mit der Ehrlichkeit wie ich. Leider.

Ich sprach es an, dass ich immer noch ein Problem mit den Tatsachen von dem Junggesellenabschied hatte. Er konnte nicht nachvollziehen und meinte dann irgendwann so sinngemäß, es wäre mein Problem. Ich sollte allein damit fertig werden. Das hat mich alles sehr aufgeregt. Heute war ich zufällig an seinem PC und stieß auf einen Ordner namens "Old". Er fiel mir ins Auge, weil er unter "häufig benutzt" angezeigt wurde und ich mich gewundert hatte, warum man altes Zeug häufig benutzen würde. Schnell fiel mir auf, dass es sich um seine Pornosammlung handelte. Das war bei uns auch schon mal ein Thema. Weil er nicht mit mir schlafen wollte, aber lieber mit sich selbst und seiner Pornosammlung vergnügte, meinte er damals (vor ein paar Jahren) er würde alle seine Pornos löschen. Das zeigte er mir noch stolz und erwähnte es hin und wieder auch mal.

Dennoch fand ich heute seine NEUE Pornosammlung! Ich schaute kurz rein und musste mich übergeben, als ich sah, dass er sich am Liebsten einen Porno, welche in einem Stripclub gedreht wurde, ansah. Total fassungslos und mehr als enttäuscht wischte ich mir die Kotzreste vom Mund. Ich zitterte am ganzen Laib. Wir haben zwei Kinder, bis auf dieses Problem, keine anderen. Ich kann ihn doch nicht einfach verlassen. Mit zittrigen Händen löschte ich seine komplette Pornosammlung mit Shift + Enft , sodass er sie auch nicht im Papierkorb wieder finden würde! Dann log ich ihn an, ich würde lernen gehen, kaufte Zigaretten und rauchte eine davon. Ich weiß, er findet es nicht in Ordnung wenn ich rauche, wird mir deshalb böse sein und genau deswegen habe ich es getan. Er hat mich verändert. Er hat mich dazu gebracht, meine eigenen Prinzipien zu verletzen. Er hat mich zum Lügen gebracht! Ich glaube, unsere Beziehung hat keine große Zukunft mehr.

Beichthaus.com Beichte #00038733 vom 18.09.2016 um 13:38:15 Uhr in Berlin (61 Kommentare).

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