Mein Stiefbruder, der Vergewaltiger

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Missbrauch Hass Gewalt

Im Sommer 2005 zog ich, damals ein naives 13-jähriges Mädchen, gemeinsam mit meiner Mutter zu ihrem neuen Freund, der einen Bauernhof besaß. Er hatte auch einen damals 15-jährigen Sohn, braun gebrannt, muskulös, hübsch, ein echter Schönling eben. Leider war er auch ziemlich arrogant und verschroben, wie ich bald herausfinden sollte. Er merkte natürlich, dass ich etwas auf ihn stand - und nutzte das schamlos aus, indem er mich gerne mal befummelte, wenn gerade keiner hinguckte, oder mir gerne mal an Brust, Hintern, oder in den Schritt ging, wenn wir alleine irgendwo auf dem Hof arbeiteten. Am Anfang fand ich das ja noch ganz aufregend, aber mit der Zeit wurde mir das unangenehm, zumal er immer zudringlicher und fordernder wurde. Er spielte vor seinem Vater und meiner Mutter immer den besorgten großen Bruder, aber sobald er sicher sein konnte, dass niemand in der Nähe war, belästigte er mich. Obwohl ich ihm sagte, dass ich das nicht wollte, und er eigentlich auch eine Freundin hatte, eskalierte das Ganze eines Abends, als die Eltern im Theater waren. Er stürmte, ohne zu Klopfen zu mir ins Zimmer, bedrängte mich, hielt mich fest, würgte mich und rieb seinen Penis an meinem Bauch und meinen Brüsten, bis er auf mir kam. Ich gab teilweise mir die Schuld dafür, und vermied danach einfach alle Situationen in denen wir unbeaufsichtigt waren, oder er die Chance bekam, mich zu begrapschen, schloss nachts mein Zimmer ab, und ging nur Duschen, wenn er nicht zu Hause war. Er drohte mir immer, wenn ich ihn verpfeifen würde, würde er mir das Leben zur Hölle machen. Aus Angst hielt ich dicht, und auch als meine Mutter mich fragte, ob zwischen uns etwas vorgefallen sei, weil ich mich ihm gegenüber so seltsam benahm, sagte ich keinen Mucks. Ich wollte das neue Glück meiner Mutter auch keinesfalls auf dem Gewissen haben.

Kurz danach gab es glücklicherweise einigen Ärger, weil er betrunken auf einem Dorffest versucht hatte, eine Gleichaltrige gegen ihren Willen zu befummeln und ins Gebüsch zu zerren. Sein Vater machte ihm ziemlich die Hölle heiß und er schien daraufhin geläutert. Mir gegenüber verhielt er sich ab da relativ korrekt, und ich dachte, das Schlimmste sei überstanden. Zwei Jahre gingen ohne weitere Vorfälle ins Land. Er suchte sich eine neue Freundin nach der anderen und war wohl sexuell ganz gut ausgelastet. Ich hatte mal eine Zeit lang den begründeten Verdacht, er würde meine Unterwäsche zur Masturbation verwenden, aber ich tat so, als bemerkte ich es nicht. Wir wurden in den zwei Jahren sogar so etwas wie Freunde. Dann kam jedoch der verhängnisvolle Abend, an dem er wieder einmal betrunken war. Er hatte sich auf einem Fest ziemlich abgeschossen - und unsere Eltern waren nicht zu Hause. Die zwei Jahre hatten mich nachlässig werden lassen, aber ganz arglos war ich nach wie vor nicht. Das war mein Glück, denn als er ohne anzuklopfen in mein Zimmer stürmte, mich aufs Bett warf, und mir die Klamotten regelrecht vom Leib riss, hatte ich meine kleine Dose Pfefferspray recht schnell griffbereit und gab ihm eine ordentliche Ladung mit. Es wirkte wegen seines Suffes und des Gerangels zwar nicht sofort, aber ich nebelte ihn ein, bis die Dose leer war. Schniefend und heulend ließ er schließlich von mir ab. Ich verbarrikadierte mich anschließend in meinem Zimmer und schlief die ganze Nacht nicht, stattdessen versuchte ich immer wieder die Eltern auf dem Handy zu erreichen, aber sie gingen nicht ran. Er probierte noch zwei oder drei Mal die Tür mit Gewalt zu öffnen, dann musste ihm jedoch klar geworden sein, dass er den Eltern etwas erklären musste, wenn er die Tür aufbrach. Am nächsten Morgen tat er zerknirscht und wollte mit mir reden. Ich wartete in meinem Zimmer, bis die Eltern wieder da waren. Anschließend erzählte ich meiner Mutter heulend durch die geschlossene Zimmertür, was passiert war. Natürlich hatte mein Stiefbruder schon eine andere Geschichte parat. Ich hätte getrunken, irgendetwas eingeworfen und habe mir Zeug zusammenfantasiert, er hatte mich nur ins Bett bringen wollen, aber ich sei komplett ausgerastet. Die Eltern wussten nicht so recht, wem sie glauben sollten.

Ab da herrschte eine seltsame Stimmung zu Hause. Er drohte mir, kaum verholen, ständig, ließ mich aber in Ruhe. Meine Mutter und sein Vater hatten eine Menge Streit seinetwegen. Sein Vater glaubte ihm trotz des früheren Vorfalles mehr als mir. Meine Mutter war jedoch mehrmals kurz davor, die Sachen zu packen, wie ich im Nachhinein erfuhr. Ein weiteres Jahr ging mehr schlecht als recht ins Land. Ich bewaffnete mich in dieser Zeit bis an die Zähne, besorgte mir illegalerweise eine Schreckschusspistole und ein weiteres Türschloss. Er fuhr weiterhin damit fort, mich zu bedrohen, allerdings bemerkte er selbst, dass die Luft für ihn recht dünn geworden war. Trotzdem hatte er plötzlich eine Anzeige wegen der Vergewaltigung einer seiner Ex-Freundinnen am Hals. Der Rückhalt seines Vaters bröckelte zusehends, obwohl er immer wieder versuchte, sich herauszuwinden, und das Verfahren wegen "Aussage gegen Aussage" schließlich auch eingestellt wurde. Er schaffte gerade so sein Abi und zog dann zum Studium weg. Eines Tages war ich krank und lag schlafend im Bett, als er unangemeldet nach Hause kam. Die Eltern waren arbeiten. Er machte sich wohl etwas zu essen, trank etwas Bier, und kam dann zu mir hoch. Ich wurde wach, als er sich an meinen Brüsten zu schaffen machte und versuchte, mit einiger Gewalt in mich einzudringen. Ich stellte mich jedoch weiter schlafend, zog plötzlich ohne Vorwarnung die Schreckschusspistole unter dem Kissen hervor, hielt sie ihm neben das Ohr und drückte ab, bis das Magazin leer war.

Er war an dem Tag von der Uni exmatrikuliert worden, weil er eine Dozentin sexuell belästigt hatte, und hatte getrunken. Mit der Pistole habe ich ihm 70 Prozent seines Gehörs links genommen und er hat seitdem eine schlimme Verbrennungsnarbe. Außerdem habe ich danach noch, als er hilflos am Boden lag auf ihn eingetreten und eingeprügelt, wobei ich ihm die Nase gebrochen habe. Nach dem Vorfall zog meine Mutter mit mir wieder zurück in die Stadt. Sein Vater hat danach angefangen zu trinken und ich bin bis heute in psychotherapeutischer Behandlung. Ich habe ein gestörtes Sexualempfinden und mache mir immer noch Vorwürfe. Diese sind allerdings nicht seinetwegen, sondern weil ich jahrelang geschwiegen habe, selbst als ich schon wusste, was mit ihm nicht stimmt. Das hätte einigen Frauen sehr viel Kummer erspart.

Beichthaus.com Beichte #00034251 vom 04.11.2014 um 14:11:31 Uhr (22 Kommentare).

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Die perfekte beste Freundin

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Neid Boshaftigkeit Falschheit Studentenleben

Ich (w/25) bin neidisch auf meine ehemals beste Freundin, woran letztendlich auch die Freundschaft zerbrochen ist. Wir haben uns in unserem ersten Semester für Informatik kennengelernt. Ich war hin und weg von ihr und es entwickelte sich schnell eine tolle Freundschaft. Während ich jedoch schon immer technikaffin war, scheute sie sich vor allem, was über Mathe hinausging. Doch sie fand durch Fleiß ins Studium und bestand so gut wie jede Prüfung mit einer Eins, während ich durch fast jede durchrasselte oder gerade so bestand. Mir ging es dadurch sehr schlecht und sie schlug vor, zusammenzuziehen, auch damit sie mir helfen konnte. Die Zeit war echt toll und mittlerweile bin ich im Master und stehe auf einer Zwei. Allerdings hat sie mich dermaßen überholt - und das in jedem Bereich: Sie macht ihren Doktor, ist wunderschön und selbstbewusst, hat einen tollen Ehemann, der alles für sie tut und eine bezaubernde, kleine Tochter. Sie bemerkte wohl eine gewisse Differenz zwischen uns und kündigte mir die Freundschaft. Ich vermisse sie und die gemeinsame Zeit, aber ich bin vom Neid zerfressen und wünsche ihr die ganze Zeit, dass ihr auch mal etwas nicht gelingt. Dafür schäme ich mich.

Beichthaus.com Beichte #00034216 vom 30.10.2014 um 10:26:24 Uhr (9 Kommentare).

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Mit Gras gegen negative Gedanken

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Drogen Verzweiflung Faulheit

Ich möchte beichten, dass ich mit meinen 25 Jahren noch nichts Nennenswertes vollbracht habe. Ich hatte eine schwere Kindheit und mein Leben lang mit Depressionen und einer Persönlichkeitsstörung zu kämpfen, die erst vor einigen Jahren diagnostiziert wurde. Seitdem war ich in Therapie, um an mir zu arbeiten. Bald ist diese beendet und danach muss ich entscheiden, was ich mit meinem weiteren Leben anfangen soll. Ich schäme mich sehr dafür, noch immer keine abgeschlossene Ausbildung zu haben. Wenn ich jemand Neues kennenlerne - oder einen alten Bekannten wiedertreffe und die Frage nach dem Beruf aufkommt, fühle ich mich immer nutzlos und wertlos. Auch sonst habe ich ein sehr schlechtes Selbstbild von mir. Gras hilft mir, meine negativen Gedanken eine Weile verstummen zu lassen. Auch sonst experimentiere ich in letzter Zeit öfter mit illegalen Glücklichmachern - in deren Rauschzuständen ich öfter Dinge tue, von denen es mir im Nachhinein noch schlechter geht. Ich sollte die Finger davonlassen - aber im Moment ist es das Einzige, was mich zumindest kurzzeitig glücklich macht. Ich weiß nicht, wie lange ich noch so weiterleben kann.

Beichthaus.com Beichte #00034187 vom 25.10.2014 um 21:35:11 Uhr (21 Kommentare).

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Die Rivalin aus der Arbeiterklasse

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Eifersucht Boshaftigkeit Morallosigkeit Hochmut Rees

Ich (w/26) möchte beichten, dass ich in der Schulzeit ziemlich fies war. Ich komme aus einer relativ wohlhabenden Familie, habe liebe Eltern, die immer für mich da sind und mich fördern, wo sie können. Vielleicht ging es mir auch etwas zu gut, ich musste nie um etwas kämpfen und bekam normalerweise, was ich wollte. Doch als ich dann in der fünften Klasse auf das Gymnasium kam, merkte ich zum ersten Mal, wie sich Neid anfühlt. Da gab es ein Mädchen, das in vielen Sachen das totale Gegenteil von mir war: Arbeiterkind, nicht besonders an Mode oder Schminke interessiert, eher etwas burschikos. Und es gab auch einen Jungen, auf den ich eigentlich schon seit Beginn der Fünften stand. Er kam auch aus ähnlichen Verhältnissen wie ich. Ich befreundete mich mit besagtem Jungen und fand eines Tages heraus, dass er ausgerechnet auf das Mädchen aus der Arbeiterschicht stand. Ich wurde rasend eifersüchtig und begann, meine "Rivalin" systematisch zu hänseln. Ich hetzte meine Freunde auf sie, die sie täglich beleidigten. Ich machte sie bei den anderen aus der Klasse und später der ganzen Stufe schlecht, erzählte Lügen, verbreitete Gerüchte. Ich sorgte dafür, dass viele nichts mehr mit ihr zu tun haben wollten. Auch versuchte ich, ihr die Freunde auszuspannen, was mir aber nicht gelang.


In der siebten Klasse kam ich mit meinem Schwarm zusammen, den ich auch gegen sie aufhetzte. Zu meinem Verdruss war das Mädchen ziemlich schlau und in manchen Schulfächern geradezu überragend. Deshalb ärgerten wir sie so lange, bis sie sich nicht mehr im Unterricht meldete. Das war natürlich schlecht für ihre Noten. "Leider" (für mich damals) blieb sie nie sitzen. Außerdem war sie im Schulchor und engagierte sich noch irgendwo sozial, weswegen wir sie auch manchmal aufzogen. Was mich wirklich auf die Palme brachte, war aber ihre scheinbare Gleichgültigkeit, mit der sie alles ertrug. Zwar wurde sie verschlossener gegenüber anderen, jedoch sah man sie nie weinen oder ausrasten. Außer in ein paar Situationen, in denen sie mal den Mund aufmachte, versuchte sie immer, uns zu ignorieren. Ich fand sie deshalb damals einfach nur arrogant, obwohl es natürlich reiner Selbstschutz war.


Wie viel ihr das alles ausgemacht hat, kann ich schwer sagen. Sie hat mir gegenüber immer ihre eisige Miene aufgesetzt. Ich kann daher nur erahnen, wie schwer die Schulzeit für sie gewesen sein muss, in der sie sich fast täglich Beleidigungen anhören musste und oft von der Mehrheit ausgegrenzt wurde. Das Schlimme ist, dass ich mich nach dem Abitur kein Stück besserte. Wie der Zufall es wollte, studierten wir später an der Uni dasselbe Fach und hatten gemeinsame Kurse. Und es kam wieder so: Ich lernte einen Typen kennen, auf den ich stand. Da ich mittlerweile versuchte, zu meinem einstigen Opfer netter zu sein, lernte mein Schwarm sie durch mich kennen. Er fragte mich auch kurz danach, ob sie Single sei und er wohl Chancen bei ihr hätte. In mir kam wieder die alte Eifersucht hoch und ich erzählte ihm, dass sie lesbisch sei. Damit sollte dann der Weg für mich frei sein, was mir aber nichts nützte. Er stand einfach nicht auf mich. Zwar wurden die beiden nie ein Paar und verloren sich aus den Augen, ich fühlte mich aber mal wieder in meiner Eitelkeit verletzt. Zu unser beider Glück wechselte ich aber bereits nach einem Semester das Studienfach und die Uni, was die Sache endgültig beendete.


Ich habe sie seitdem nicht wiedergesehen. Manchmal statte ich jedoch ihrem Onlineprofil einen Besuch ab. Zu meinem Leidwesen stelle ich dabei fest, dass sie gut aussieht, einen guten Studienabschluss hat und gerade ihren Doktor macht. Einerseits könnte ich ja erleichtert sein, dass meine Attacken ihr Leben wohl nicht nachhaltig zerstört haben. Andererseits muss ich zugeben: Würde sie heute wieder in mein Leben treten, würde ich wohl wieder da weitermachen, wo ich aufgehört habe. Und obwohl es mir eigentlich leidtut, dass ich mich ihr gegenüber so fies verhalten habe, bin ich mir sicher: Ich würde es wieder tun. Und dafür schäme ich mich.

Beichthaus.com Beichte #00034161 vom 22.10.2014 um 22:35:07 Uhr in 46459 Rees (Westring) (36 Kommentare).

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Die Schatten der Vergangenheit

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Dummheit Ignoranz Hass Zorn

Ich habe in der Pubertät viel getrunken, war sehr blöd, leichtgläubig und habe die Menschen gemocht, die nett zu mir waren. Und alle anderen habe ich gehasst. So ist es auch dazu gekommen, dass ich mich eine Zeit lang mit Neonazis rumgetrieben habe. Die von der richtig blöden, betrunkenen Sorte. Die waren nett zu mir, also waren es meine Freunde und mit der Zeit habe ich auch einen gewissen Hass auf Menschen aus bestimmten Herkunftsländern entwickelt. Ich war niemandem gegenüber je deshalb gewalttätig, aber des Öfteren, vor allem im Rausch, habe ich mich unfair verhalten, war abweisend oder gar fies zu Leuten, die absolut nichts dafür konnten. Heute schäme ich mich maßlos dafür. Ich liege immer noch - knapp zehn Jahre später - oft wach und denke daran. Ich habe Angst, dass Menschen, die mich später erst kennengelernt haben, davon erfahren und mich daraufhin in einem Maß verachten werden, wie ich es dafür verdient hätte.

Beichthaus.com Beichte #00034157 vom 22.10.2014 um 09:35:15 Uhr (7 Kommentare).

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