Ich habe die Omi verbrüht

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Gesundheit 50+

Als ich noch zur Schule ging, machte ich (w) mein Schülerpraktikum in einem Krankenhaus. Eine Patientin, die ich auf meiner Station betreute, war eine total niedliche Omi, die mich sehr an meine eigene erinnerte. Schon wegen dieses Eindrucks hatte ich die alte Dame irgendwie "lieb". Dann wurde sie operiert und kam, nachdem sie wieder halbwegs wach war, zurück auf ihr Zimmer. Wer schon einmal operiert wurde, weiß, dass man an dem Tag der Operation viel schläft und total neben der Spur ist - man ist einfach besonders auf die Hilfe der Schwestern und Pfleger angewiesen. So ging es auch meiner Lieblingspatientin. Als sie dann klingelte, weil sie durstig war, beauftragten die Schwestern mich, ihr einen Tee zu machen und ihr diesen über eine Schnabeltasse zu trinken zu geben. Gesagt, getan. Als ich die Tasse an ihren Mund setzte, verbrühte ich sie scheinbar leicht. Die Temperatur des Getränks war wohl noch zu hoch, denn nach einem kurzen Schluck rief sie "Heiß!" Es tat mir total leid - sie hörte sich an, wie ein kleines, schutzbedürftiges Kind. Ich hatte ein unglaublich schlechtes Gewissen und wollte sie in diesem Moment einfach nur in den Arm nehmen und knuddeln. Das Ganze ist inzwischen acht Jahre her, aber es tut mir immer noch unheimlich leid, dass ich ihr wehgetan habe.

Beichthaus.com Beichte #00032015 vom 08.10.2013 um 20:11:33 Uhr (3 Kommentare).

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Oma nervt mich!

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Faulheit Ungerechtigkeit 50+

Oma nervt mich!
Meine Oma geht mir tierisch auf die Nerven. Sie ist 83 Jahre alt und noch topfit. Erst letztens hat sie sich ein neues Fahrrad mit Motor gekauft aber sie ist einfach viel zu faul, sodass dieses Rad nur im Schuppen steht. Wozu braucht sie es auch? Sie hat ja schließlich mich, die sie für ihre Erledigungen immer in Anspruch nimmt. Ob es einkaufen ist, Blumenerde holen, ihre wöchentliche Tour zum Friseur oder wie jeden Tag Essen aus dem Fleischer-Geschäft holen. Wirklich immer geht sie wie selbstverständlich davon aus, dass ich bereit bin, dies zu erledigen. Sicherlich sehe ich ein, dass sie sich selbst keine Kiste Wasser kaufen kann und dazu einfach Hilfe benötigt, aber dieses Geschäft, wo sie, bzw. ich, täglich Mittagessen hole, ist keine fünf Minuten mit dem Fahrrad entfernt. Zumal sie auch die Zeit dazu hätte, denn sie ist ja den ganzen Tag zu Hause. Aber nein, ich kann zusehen, dass ich von der Arbeit erst mal zu dem Geschäft fahre und mir Minimum 20-30 Minuten die Beine in den Bauch stehe, da es einfach immer voll ist, und jeder dieser Nasen vor mir gerne hiervon eine Scheibe und davon eine Scheibe hätte. Dann kann ich mein Kind vom Kindergarten abholen und zu Oma fahren, Essen vorbei bringen.

Das geht so nicht. Meine Cousine wohnt auch im Ort und ist den ganzen Tag zu Hause und ihr Heim liegt auf dem Weg, an Omas Haus vorbei. Diese wird komischerweise nie eingespannt. Lange Rede kurzer Sinn. So langsam finde ich es sehr dreist von meiner Oma und alles Auflehnen hilft nichts. Oma bekommt jede Woche eine Zeitung ins Haus und macht das enthaltene Kreuzworträtsel. Jede Woche bekomme ich eine Karte mit dem Lösungswort in die Hand gedrückt, welche ich in den Postkasten werfen soll, welcher 100 Meter von Omas Haus entfernt steht. Das mache ich aber nicht. Ich lege die Karten in mein Auto und vergesse sie dort einfach. Meistens so lange, bis der Einsendeschluss vorüber ist. Die Chance überhaupt etwas zu gewinnen ist schon sehr niedrig aber durch mich gleich null. Das ist meine kleine Rache an meiner Oma für ihr ausbeuten.

Beichthaus.com Beichte #00031973 vom 30.09.2013 um 10:26:11 Uhr (19 Kommentare).

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Arbeitslos statt Altenheim

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Trägheit Arbeit 50+

Arbeitslos statt Altenheim
Ich (m/27) beichte, dass ich lieber arbeitslos bin, statt im Altenheim für lau zu arbeiten. Nach meiner Ausbildung wurde ich nicht übernommen und fand auch keine entsprechende Stelle. Also musste ich ein kostenloses Praktikum vom Jobcenter aus in einem Altenheim machen. Ich dachte mir zuerst, warum nicht, ich bin gerne für ältere Leute da. Allerdings finde ich es erschreckend, was da abgeht. Überall nur überarbeitetes unterbesetztes Personal. Wir haben uns öfters unterhalten über die massenhaft vorhandene Arbeit, aber wiederum das Einsparen von Personalkosten. Auf Kosten der Bewohner. Ich habe so einiges erlebt und selbst Verantwortung übernommen. Ich habe mich so gut es geht um die Bewohner gekümmert, Essen gereicht, sie angezogen und auf die Toilette gebracht. Schon nach 3 Wochen konnte ich nicht mehr, psychisch und physisch. Ich war bei meinem Hausarzt und lies mich krankschreiben. Später kam ich zum Amtsarzt des Jobcenters. Dieser urteilte, dass ich nicht mehr in einem Pflegeberuf arbeiten kann.

Nun allerdings, bin ich zwei Mal in der Woche für vier Stunden ehrenamtlich in diesem Altenheim, lese vor, gehe mal mit den älteren Menschen spazieren, setze mich auf die Terrasse, spiele Spiele mit ihnen oder ich diene einfach als Zuhörer. Bin ich jetzt ein kleines Würstchen, weil ich den Stress, mich um unsere älteren Bürger zu kümmern, als Mann nicht bewältigt bekomme? Und sie keine neun Stunden täglich, oder gar länger, pflegen kann?

Beichthaus.com Beichte #00031942 vom 23.09.2013 um 21:16:13 Uhr (28 Kommentare).

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Der Albtraum der Bewohner

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Selbstsucht Arbeit 50+

Ich habe vor einigen Jahren als Zeitarbeiter in der Altenpflege gearbeitet. Ich erhielt in einer der Einrichtungen einen sehr langen Auftrag und blieb dort über ein halbes Jahr. Allerdings konnte ich nach drei Monaten nicht mehr, da ich gnadenlos ausgenutzt wurde. Ich hatte zuletzt vier Wochen am Stück gearbeitet, oft auch in der Nachtschicht. Auch an den drei freien Tagen, die im Anschluss kommen sollten, wurde ich aufgrund des Personalmangels wieder zurückbeordert. Die Situation war auch generell sehr angespannt, da ein Führungswechsel stattgefunden hatte, es ging also keinem der Kollegen wirklich besser. Irgendwann reichte es mir und ich holte mir für fünf Tage einen Krankenschein, schichtete den ab und schrieb in den Brief, dass ich ansteckend sei und es einfach nicht anders geht. Es kam nur eine kurze SMS mit "Erhol dich gut, alles klar" zurück, da mein direkter Vorgesetzter, ebenso wie meine Kollegen, wirklich nett waren und nichts für die Situation konnten.

Als ich nach meinem Krankenschein wieder anfing, wurden mir noch zwei andere Patienten zugeteilt, da eine Dame aus meinem Bereich verstorben und eine andere im Krankenhaus gelandet war. Eine andere Patientin äußerte, dass sie sich sehr freuen würde und Gott dafür dankt, dass ich wieder dort sei. Bei der täglichen Besprechung kam dann der Oberhammer: Wegen meiner kurzfristigen Krankmeldung hatte man einen, bis dato unbekannten, Pfleger engagiert, der der Alptraum jedes Bewohners gewesen sein musste. Er konnte nichts, verstand kein Deutsch und war wohl wirklich sehr grob und unfreundlich. Die eine Dame bekam jedenfalls nach vier Tagen einen Herzinfarkt und die andere verweigerte irgendwann die Flüssigkeitszufuhr und wurde zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht, vier Tage nach ihrer Rückkehr verstarb auch sie. Beide waren schwerst dement und konnten nicht richtig sprechen. Auch eine dritte Person machte uns Sorgen, erholte sich aber zum Glück wieder. Niemand machte mir Vorwürfe, und der Pfleger wurde natürlich auch angezeigt, aber ich habe bis heute ein schlechtes Gewissen. Wenn ich die Zeit nur durchgezogen hätte! Auf mir lastet das Gefühl, das ich meine Leutchen im Stich gelassen habe. In der Pflege arbeite ich mittlerweile übrigens nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00031866 vom 08.09.2013 um 19:44:18 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die faschistische alte Hexe

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Aggression Zwietracht Zorn Kinder 50+

Die faschistische alte Hexe
Heute stand ich mit einer Freundin und unseren Kindern in einer U-Bahn-Station, wir wollten einen Ausflug machen. Unsere Kinder waren sehr brav, meine Tochter und ihre Tochter klatschten sich zweimal in die Hände - frei nach dem Motto "Gib mir fünf!". Daraufhin kam eine ältere Dame und fauchte die Kinder an, dass das Körperverletzung wäre und redete wie wild auf die Kinder ein. Daraufhin meinte ich zu ihr, sie solle sich bitte zurücknehmen und es unterlassen, fremde Kinder anzupöbeln. Als Antwort kam dann, dass ich fette Sau ihr nichts zu sagen habe. Ich muss anmerken - ich war ziemlich krank und habe starke Medikamente bekommen, die mich sehr aufgeschwemmt haben, aber meine Konfektionsgröße gibt es immer noch im normalen Handel. Das hat mich so in Rage gebracht, dass ich sie eine faschistische alte Hexe genannt habe, die bei der Entnazifizierung leider davon gekommen ist, und dass sie ihr zahnloses Schandmaul halten soll, bevor ich sie auf den Scheiterhaufen werfe. Meine Beichte ist, dass ich kein Problem damit habe, blöde Säcke auch zu beleidigen. Mir fehlt die Contenance, edel zu schweigen und auf so einem Niveaulimbo tanze ich auch gerne mit.

Beichthaus.com Beichte #00031851 vom 04.09.2013 um 22:59:49 Uhr (44 Kommentare).

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