Schinken mit Ei

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Rache Unreinlichkeit Ekel Zivi & Bund Baumholder

Vor ein paar Jahren war ich beim Grundwehrdienst, Abteilung Wetterzug. Eigentlich ein guter Job - bisschen Wetterballon steigen lassen, bisschen mit Radar verfolgen, bisschen Rumrechnen damit die Jungs von der Artillerie richtig treffen. Während des letzten Manövers, es war nur noch eine Woche bis zum Dienstende, haben wir Abgänger natürlich eine ruhige Kugel geschoben und wir waren mit den Gedanken nur bei unseren Freundinnen und dem bald beginnenden Studium. Einer der Stabsunteroffiziere meinte diese Disziplinlosigkeit wäre ja nicht zu ertragen und hat dann abwechselnd einen zu seinem persönlichen Diener degradiert. Dumm nur, dass der Stuffz der allerletzte arrogante Penner war, der "seine Jungs" sehr unterschiedlich und unfair behandelt hat. Wer was drauf hatte, musste nur mal ab und zu mal was tun und war sonst sein Liebling, mit dem er sich auch gern vorm Spieß schmückte ("Meine Ausbildung, Herr Hauptfeldwebel!" - von wegen). Wer nicht so gut war, musste ständig Pisspage für ihn spielen. Ich hatte an selbigem Tag die Computeranlage wieder in Gang gesetzt (das außer mir nur ein anderer Stuffz konnte, aber der war nicht mit) und deshalb meine Ruhe.

Der Stuffz schikaniert also stundenlang einen Kumpel herum, bis er keine Lust mehr hat, ihn weiter zu demütigen. Dann kommt er ganz freundschaftlich zu mir und sagt, ich solle ihm doch noch so ein leckeres Schinken-Käse Sandwich toasten. Das habe ich dann auch gemacht. Aber nicht, ohne zuvor den Schinken richtig an meinen ungewaschenen Eiern zu reiben und dann noch darauf zu spucken. Es hat ihm wunderbar geschmeckt. Heute schäme ich mich, dass ich damals nicht den Mumm hatte, ihm richtig die Meinung zu geigen, sondern mir in meiner Wut über ihn und seine Methoden nur so zu helfen wusste. Andererseits, mein schikanierter Kumpel musste noch ein paar Monate länger bleiben und konnte sämtliche Schikanen mit dem Gedanken an obiges Gut ertragen. So gesehen war es vielleicht doch nicht so schlimm.

Beichthaus.com Beichte #00025660 vom 02.02.2009 um 18:47:11 Uhr in Baumholder (18 Kommentare).

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Nebenjob: Vodka

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Morallosigkeit Habgier Trunksucht Zivi & Bund München

Ich mache meinen Zivi in einer Jugendherberge und muss beichten, dass ich mir mein Gehalt aufbessere, indem ich den ganzen Kindern, die da auf Klassenfahrt sind, billigen Vodka für 15 Euro pro Flasche verkaufe. Alterskontrollen gibt es bei mir nicht, und erwischt worden bin ich auch noch nicht, obwohl ich pro Woche locker 48 Flaschen verkaufe.

Beichthaus.com Beichte #00025645 vom 29.01.2009 um 16:46:13 Uhr in München (49 Kommentare).

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“Beichte

Karriere bei der Bundeswehr

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Verschwendung Ungerechtigkeit Zivi & Bund Kalkar

Ich bin jetzt seit sieben Monaten bei der Bundeswehr. Weitere sieben liegen noch vor mir. Ich stehe jeden Morgen um 6 Uhr auf, um pünktlich um 7 Uhr an meinem "Arbeitsplatz" zu sein. Dort tue ich neun Stunden am Stück NICHTS. Ich habe keine Aufgabe und keinen Auftrag. Wenn um 16 Uhr mein Dienst zu Ende ist, gehe ich auf meine winzige Stube und warte, dass ich müde werde. Nach Hause kann ich nicht, weil die Strecke zu weit ist, um sie jeden Tag zu fahren. Dazu kommt, dass die Kaserne buchstäblich am Arsch der Welt steht. Hier gibt es nichts! Mir tun die ganzen Steuerzahler unheimlich leid, die das hier finanzieren müssen. Wenn man mal hier ist, sieht man erst, wie das Geld sinnlos verpulvert wird. Es ist wirklich kaum zu glauben. Ich bekomme ab meinem 9. Dienstmonat ungefähr 1200 Euro im Monat. Für das reine Nichtstun. Ich hoffe, dass die Wehrpflicht bald abgeschafft wird, denn das viele Geld kann man sicherlich irgendwo anders besser verwenden.

Beichthaus.com Beichte #00025616 vom 22.01.2009 um 17:08:11 Uhr in Kalkar (32 Kommentare).

Gebeichtet von fabman
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Die Tücken des Zivildienstes

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Falschheit Hass Hochmut Zivi & Bund

Ich muss beichten, dass ich mich während meines Zivis mehrmals krankschreiben lassen habe, ohne wirklich krank zu sein. Vorgeschichte: Anfangs habe ich mich echt auf meinen Zivildienst gefreut, endlich aus der Schule raus und ein Einblick ins Arbeitsleben, eine Weile nicht mehr lernen, nach Feierabend tun und machen zu können, was man will und nebenher auch noch ein bisschen Geld bekommen. Meine Freude sollte aber schnell wieder vergehen. Die Arbeit, die wir Zivis verrichten mussten, war so unglaublich monoton und natürlich nur der Kaffeesatz im Arbeitsalltag, ständig Stress und menschenunwürdige Behandlung - schließlich konnte man ja nicht einfach vom Dienst fortbleiben und das wurde knallhart ausgenutzt. Nach Feierabend war ich so kaputt, dass der einzige Freund, den ich noch treffen konnte, der Fernseher war. Und die Bezahlung war auch so unglaublich miserabel - knapp 1/5 der anderen Mitarbeiterlöhne bei gleicher, wenn nicht sogar mehr Arbeit. Zwar habe ich die ersten vier Monate immer geschluckt und mein Bestes gegeben, in der Hoffnung, dass es irgendwann bergauf geht, und schließlich will man seine "Pflicht" erfüllen, allerdings hat es nach genau vier Monaten Klick gemacht und mir ging alles dermaßen am Arsch vorbei.

Freunde von mir, deren Väter Akademiker oder Beamten sind, wurden aufgrund von "Lappalien" ausgemustert, während bei mir schon während meiner Schulzeit mit Strafverfahren usw. gedroht wurde. Wer etwas genauer recherchiert, wird herausfinden, dass bei Wehrdienstleistenden nur jeder Dritte wirklich eingezogen wird, das Gesundheitswesen dank der Zivis Milliarden spart und Frauen nur nicht zum Wehrdienst gezwungen werden, da es sonst eine Überlastung gäbe, da der durchschnittlich benötigte Ziviverbrauch durch die Männer schon gedeckt ist. Mein Fazit zum Zivildienst: Im Ausland sterben deutsche Soldaten, um den Menschen dort Freiheit und Menschenrechte zu geben und hier werde ich zu Sklavenarbeit in menschenunwürdigen Verhältnissen gezwungen. In sämtlichen Zivi-Seminaren, in denen ich war, erging es rund 90 Prozent der Leute genauso, und wer wirklich Zivildienst geleistet hat, wird mir zustimmen - der Rest wird sich wahrscheinlich nur wichtig machen und bei einem Thema sinnlos beleidigen, das er nie selbst erlebt hat.

Beichthaus.com Beichte #00025520 vom 06.01.2009 um 04:42:35 Uhr (24 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Als Zivi ausgenutzt

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Faulheit Zorn Hass Zivi & Bund Ingolstadt

Ich bin Zivi in einem Drecksladen und darf für die Mitarbeiter die Scheißarbeit machen, während die anderen dumm rumhocken und Kaffee trinken. Mittlerweile sieht es so aus, dass ich in der Regel eine Woche arbeite und danach eine Woche krankmache, weil ich die Schnauze voll habe. Mein Chef hat das natürlich bemerkt und versucht mir immer wieder Konsequenzen anzudrohen. Da die Gespräche mittlerweile fast regelmäßig sind, nehme ich mir sogar extra dafür Kaugummis mit und schiebe sie mir während den Gesprächen genüsslich rein, um ihm zu zeigen, wie verflucht egal mir das Gesabbel ist. In der Regel sage ich ihm dann, dass er sich gerne ans BAZ wenden kann und solange alles attestiert ist, kann er mir gar nichts. Wenn er mir mit noch mehr Scheißarbeit droht, kontere ich nur mit Krankheit oder dass ich meinen Regio-Betreuer informiere und er dann die längste Zeit einen Zivi hatte, schließlich stehen in meinem Arbeitsvertrag ganz andere Tätigkeiten. Die einzige Genugtuung, die ich von den ganzen Gesprächen habe, und da freue ich mich richtig drauf, ist, wenn ich ihm auf Spanisch die übelsten Beleidigungen ins Gesicht sage und er kein Wort versteht, aber weiß, dass ich ihn übelst beleidige. Viele werden jetzt sagen, dass ich ein fauler Zivi bin, aber ich habe kein Problem mit schwerer Arbeit. Ich kann es jedoch auf den Tod nicht leiden, wenn jemand meint, mich verarschen zu müssen und mir seine Arbeit zuschiebt, während er Kaffee trinken geht.

Beichthaus.com Beichte #00025158 vom 20.11.2008 um 00:00:04 Uhr in Ingolstadt (15 Kommentare).

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