Kostenlose Zeitungen für zwei Euro - mit Trinkgeld

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Betrug Morallosigkeit Zivi & Bund

Ich habe als Zivildienstleistender im Krankenhaus gearbeitet. Eine meiner Aufgaben war es, früh die Lokalpresse (vom Haus bezahlt) an Privatpatienten zu verteilen. Doch anstatt dies zu tun, habe ich den alten Leuten erzählt, es gäbe heute keine Zeitungen, worauf sie mir zwei Euro gaben und ich ihnen eine vom Kiosk holen sollte. Natürlich hatte ich ihre kostenlosen Zeitungen vom Haus und habe ihnen dann erklärt, es wäre die letzte am Kiosk gewesen und ich habe mich total beeilen müssen, damit ich sie noch bekomme, worauf sie mir dann noch Trinkgeld gaben.

Insgesamt habe ich somit ca 200 Euro gutgemacht und habe mir mit dem anderen Trinkgeld davon einen Rechner gekauft, mit dem ich jetzt geile Egoshooter zocken kann. Tut mir leid, aber wahrscheinlich gibt es euch eh nimmer.

Beichthaus.com Beichte #00024545 vom 20.08.2008 um 21:02:30 Uhr (5 Kommentare).

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Termin zur Musterung

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Feigheit Habgier Zivi & Bund Hosenfeld

Heute wäre um 7:40 Uhr meine Musterung gewesen. Ich bin nicht erschienen. Außerdem bediene ich mich ohne das Wissen meiner Eltern am Sparbuch. Ich hoffe, mir wird verziehen.

Beichthaus.com Beichte #00024297 vom 25.07.2008 um 11:37:52 Uhr in Hosenfeld (27 Kommentare).

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“Beichte

Gefreiter im Bataillon

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Boshaftigkeit Hass Stolz Zivi & Bund

Ich bin Obergefreiter in einem kleinen Reserve-Bataillon und reinige die Kaffeetasse meines Stabfeldwebels vor Dienstschluss aufgrund seines asozialen Verhaltens gegenüber den Lagerarbeiten seit geraumer Zeit mit Spucke und Wischmops. Seitdem habe ich jeden Tag aufs Neue das Gefühl, die Welt ein bisschen besser gemacht zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00024123 vom 27.06.2008 um 23:19:24 Uhr (8 Kommentare).

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Wie man sich Ausmustern lässt...

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Lügen Falschheit Schamlosigkeit Zivi & Bund

Vor ein paar Wochen musste ich zur Musterung, und da ich beim Gedanken an neun Monate Bundeswehr kotzen könnte und Zivi mir auch nicht gerade taugt, habe ich mir gedacht, ich lasse mich mal ausmustern. Also brav die Nacht durchgemacht, nichts gefrühstückt außer Kippen und drei 200mg-Coffeintabletten, in meine alte Metallerkluft geschmissen und zum KVR gefahren. Mein narrensicherer Plan war, mir so eine Datei runterzuladen von einem Abzocker, der übers Netz für 200 Euro Ausmusterungsanleitungen vertickt, das Kapitel über Agoraphobie und den dazu gehörigen Wikipediaeintrag auswendig zu lernen und einen auf psychisch krank zu machen. Getreu dem Motto: Viel hilft viel, habe ich auf der Fahrt (zu unverschämt früher Stunde möchte ich anmerken) zu den Affen vom KVR noch Coffein nachgelegt, weil man in meiner Vorstellung als Agoraphobiker unter Menschen nicht eben relaxt ist und das dem Realisieren diverser Ticks und Neurosen, die ich nicht habe, nicht abdinglich ist.
Komme also da an, schlurfe zitternd und unter Magenkrämpfen zum Empfang und frage nuschelnd, wo ich mich melden muss, werde bei der ersten Tante vorstellig und lege im Eingangsgespräch die Basis für meinen diabolischen Plan, den Staat um meine äußerst kompetente und gehorsame Wenigkeit zur "Friedenssicherung" in Afghanistan respektive Essen-auf-Rädern-Sklaven zu bringen.

Ich hätte oft Panikattacken in öffentlichen Verkehrsmitteln, Warteschlangen und -zimmern, generell Situationen mit mir unbekannten Menschen, in denen mir der Fluchtweg erschwert bzw. versperrt wird. Ja, dies schränke meine soziale Interaktion enorm ein. Nein, Empathie empfand ich selten und wundere mich oft über mir unerklärliche Gefühlsregungen meiner Mitmenschen, wenn ich ihnen erkläre, ich könne nicht zum Public Viewing mitkommen, da meine Vorstellung von persönlicher Freiheit Absenz jeglicher Menschen im Umkreis von 100m sei. Der Vorteil, an der von mir auserwählten psychischen Krankheit, zeigt sich, als ich von den Sachbearbeitern gezielt um hunderte Mitleidende geführt und direkt zu den Untersuchungen geschleust werde, ohne auch nur zwei Minuten warten zu müssen. Der Nachteil ist, dass ich meine Story vor vier verschiedenen Psychologen wiederholen muss, bevor man mich endlich zur Ärztin führt, die ein paar rudimentäre, fahrige Tests mit mir durchführt, um auch meine labile Psyche nicht noch mehr zu strapazieren und mich mit den Nummern von drei Psychiatern entlässt und mit der Anordnung, mich bis dann und dann bei nem von der Bundeswehr beauftragten Psychologen melden soll, der mir dann meine Untauglichkeit attestiert. Hoffentlich.

Jetzt habe ich mir eine komplette Lebensgeschichte samt einschneidenden Erlebnissen in der Kindheit auszudenken und diese dann in ner Marathonsitzung mit dem Psychoheinz runterzubeten. Ich habe es anscheinend zu sehr übertrieben, aber wenn ich dann endlich meinen Ausmusterungsbescheid in der Tasche habe, werde ich es mal bei den Psychiatern versuchen, denn A) gefalle ich mir in der Rolle und bereitet es mir diebische Freude, andere Leute nach Strich und Faden zu verarschen und B) springen vielleicht Benzos oder so für mich bei der Sache raus. Eventuell werde ich Amateurhypochonder und eifere dem eingebildeten Kranken von Molière nach, jeder braucht schließlich ein Hobby.

Beichthaus.com Beichte #00024037 vom 13.06.2008 um 15:56:32 Uhr (36 Kommentare).

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“Beichte

Mein Medikamenten-Vorrat

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Falschheit Lügen Faulheit Drogen Zivi & Bund Rietberg

Damals, zu meiner Zivi-Zeit, habe ich regelmäßig krankgemacht. Ich hatte nichts, außer keinen Bock auf Ackern. Jedenfalls bin ich immer zum Arzt - ich brauchte ja einen gelben Schein - und habe ihm immer was von "Schmerzen in der Schulter" oder "Durchfall" oder so etwas erzählt. Da man als Zivi keine 10 Euro bezahlen muss und auch Medikamente umsonst bekommt, habe ich mir in der Zeit eine beachtliche Hausapotheke geschaffen, von der ich immer noch zehre, wenn ich wirklich mal etwas rumkränkele. Dazu kommen noch die Medis und Utensilien, die von meiner Zivistelle im Krankenhaus mitgehen lassen habe.

Dank der Kenntnisse, die ich dort an den Tagen meiner Anwesenheit erlangen konnte, könnte ich jetzt locker jemanden ein Lokalanästhetikum verpassen und eine offene Wunde nähen... Hätte alles hier. Bin jetzt fast fertig mit meinem Studium (nein, nicht Medizin, nicht mal annähernd), habe schon einen Job, dem ich seit Längerem nachgehe, und melde mich wirklich nur noch krank, wenn es wirklich nötig ist. Dahin gehend habe ich mich gebessert.

Beichthaus.com Beichte #00023820 vom 16.05.2008 um 22:14:01 Uhr in Rietberg (19 Kommentare).

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