Das Glasboot

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Peinlichkeit Waghalsigkeit Ernährung Dominikanische Republik

Das Glasboot
Wir waren mit Freunden mal in der Dominikanische Republik und das Essen ist dort ja bekanntermaßen alles andere als magenfreundlich. Das war mir aber egal, ich habe mir tagelang schön Salat mit Cocktailsoße und Getränke mit Eiswürfeln reingezogen. Die Rache sollte folgen. Wir sind dann eines schönen Tages mit einem Glasboot zum schnorcheln gefahren und schon auf der Hinfahrt verspürte ich ein ungutes Grummeln im Gedärm. Die Schnorchelaktion war zum Glück schnell vorbei, ich dachte schon, dass ich da auf die Korallen kacken müsste. Aber als wir dann im Boot saßen, konnte ich einfach nicht mehr. Ich hab nur "Stop the boat!" geschrien, bin aus voller Fahrt über Bord gehüpft und hab tierisch ins Wasser gedönert - das unglaublich peinliche war dabei natürlich, dass das Boot voller Franzosen war, die sich über mich kaputtgelacht haben und neben mir saßen meine besten Freunde und auch meine Freundin. Die haben mir später nur noch gestanden, dass sie krampfhaft versucht haben, nicht auf den Glasboden zu schauen, unter dem die "Goldfische" vermutlich vorbeigepaddelt sind. Das ganze ist mir auch nicht nur einmal passiert, auf der Heimfahrt musste ich nochmal über Bord und die Fische füttern. Am nächsten Tag hab ich dann am Strand den Glasbootkapitän gesehen wie er winkend und lachend an mir vorbeigefahren ist - vermutlich erzählen sie sich die Geschichte von dem "Crazy German" noch heute.

Beichthaus.com Beichte #00026389 vom 28.05.2009 um 19:26:08 Uhr in Dominikanische Republik (27 Kommentare).

Gebeichtet von Kerberos
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Mein Kollege im Telekommunikationsunternehmen

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Zwietracht Boshaftigkeit Kollegen Motten

Mein Kollege im Telekommunikationsunternehmen
Ich habe meine Ausbildung in einem großen Telekommunikationsunternehmen gemacht. Das Ganze ist jetzt sechs Jahre her, aber ich denke immer noch sehr gerne an diese Zeit zurück. Ich war also ein kleiner Azubi in dieser Abteilung und sollte den Vertrieb unterstützen. Sprich, alles machen, worauf die Herren keine Lust hatten. So war dann auch mal die Aktion dran, ehemalige Kunden anzurufen und den Versuch zu starten, ihnen wieder unsere Verträge aufzudrücken. Die meisten Vertriebler waren ganz in Ordnung, ein wenig steif, aber trotzdem nett. Aber einen gab es, der war der absolute Vollassi. Beschissene Zahlen und trotzdem ein Verhalten, als würde der Laden ihm gehören. Eine Woche vor dem Tag, über den ich beichten möchte, habe ich am Telefon den Jackpot geknackt und ein großes Wohnheim mit über 300 Anschlüssen für das Unternehmen zurückgewonnen. Da Azubis keine Provision bekommen, dachte ich, ich wäre nett und habe sie den Vertrieblern angeboten. Die meinten, ich sollte sie Herrn B. zuschustern, da seine Zahlen doch noch arg im roten Bereich lagen. Also bin ich zu ihm hin und habe ihm alle Unterlagen und Verträge gegeben, sodass er sie unter seinem Namen einbuchen konnte. Er hat sich nicht einmal bedankt, ganz im Gegenteil. Drei Tage später war ich für einen seiner Kollegen damit beschäftigt, die Interessenten einzupflegen, als der Abteilungsleiter kam und gemeint hat, dass sich Herr B. beschwert hätte, da ich faul wäre und nur herumsitzen würde. Kurz gesagt, er wollte, dass ich weiterhin für ihn telefoniere - aber da es ja noch andere Vertriebler gab, die sehr viel netter waren, half ich einfach lieber diesen. Das Ganze hat sich auf alle Fälle schnell geklärt, da ich ja einfach nur anderweitig beschäftigt war. Von diesem Tag an hat er mich allerdings nur noch gepiesackt und mir keinen Frieden mehr gegönnt. Aber genug der Vorgeschichte.

Wenn er lange Gespräche hatte, ist er danach immer auf den Balkon gegangen und hat eine knapp fünfzehnminütige Pause gemacht, in der er, wenn möglich, die Sonne genoss. Allerdings muss er für diese Sonnenpause den Balkon auf der anderen Seite des Gebäudes nutzen. Also habe ich zu Hause eine E-Mail verfasst, die von abartigen Praktiken mit Tieren auf dem Bauernhof seiner Eltern berichtete - natürlich so formuliert, als wäre sie an einen Gleichgesinnten gerichtet. Das Ganze habe ich mit einem USB-Stick zur Arbeit gebracht und die Sonnenpause des ungeliebten Kollegen dazu genutzt, eine Mail an den Gebäudeverteiler zu schicken (im Gebäude waren 12 Abteilungen). Dann bin ich unbemerkt wieder in mein Büro gehuscht. Es dauerte keine zehn Minuten, bis ich die Ersten richtig laut lachen hörte. Seit diesem Tag war er bei allen nur noch der Ziegenf*cker. Aber ich fühle mich nicht schlecht, auch wenn er das Unternehmen gewechselt hat. Er hätte doch nur einmal Danke sagen müssen. Dann wäre das alles nicht passiert!

Beichthaus.com Beichte #00025718 vom 19.02.2009 um 14:39:35 Uhr in Motten (38 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Zungenfetisch

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Fetisch Manie Wollust

Ich habe einen wahrscheinlich gar nicht so besonderen Fetisch: Ich stehe total auf weibliche Zungen! Boah, wenn ich durch die Fußgängerzone gehe und die ganzen Girls sehe, wie sie am Eis lecken oder einfach nur reden. Am krassesten mit Zungenpiercing, das ist soo geil! Ich habe vorhin auf Youtube Videos entdeckt "tongue tricks". Ich glaube, ich kriege gerade schon wieder richtig Bock! Lange, geile, bewegliche Zungen - Hammer!

Beichthaus.com Beichte #00024655 vom 03.09.2008 um 17:24:16 Uhr (26 Kommentare).

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Mein Ex, der Schlangenfreak

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Engherzigkeit Manie Tiere Ex Simmershofen

Mein Verlobter hat einen Schlangentick. Überall in unserer Wohnung stapeln sich die Terrarien, es stinkt wie im Tigerkäfig und von der Mäusezucht will ich gar nicht reden, denn "die Tiere dürfen nur Lebendfutter bekommen". Mich kotzt das extrem an, denn es nimmt mir den Platz weg. Trotz meiner mannigfaltigen Beschwerden ändert sich rein gar nichts. Noch nicht einmal das Wort "Verlassen" hatte irgendeinen nennenswerten Effekt. Also habe ich kurzerhand eine Wohnung gefunden, und während ich diese Worte schreibe, schleppen mein bester Freund und ein Kumpel mein neues Bett in die Wohnung, Internet ist angeschlossen und ich fühle mich wunderbar. Der Abschiedsbrief liegt im Terrarium seiner Lieblingspython. Vielleicht wird er darüber nachdenken, was es heißt, jemanden zu vernachlässigen und zu ignorieren. Ich beichte, dass ich mich niemals besser gefühlt habe.

Beichthaus.com Beichte #00024218 vom 04.07.2008 um 16:23:42 Uhr in Simmershofen (35 Kommentare).

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“Beichte

Lust am Genuss

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Völlerei Maßlosigkeit

Ich, m, 25, bin süchtig nach Essen. Schon immer war ich dicker, aber in letzter Zeit stopfe ich mir doch beträchtliche Mengen Nahrung hinein, allerdings anfänglich aus Hunger, späterhin dann aus Lust am Genuss. Mein Abendessen gestern? Ein ganzes Baguette belegt mit Wurst, Käse, Schinken etc., natürlich Butter drunter. Danach zwei Joghurts, ein Milchreis, zwei Äpfel, zwei Debrecziner, ein großes Stück Gouda und zwei Bananen, die ich vorher pro Biss mit einem Esslöffel Nutella versehen habe. Das Schlimme: Ich hätte noch mehr essen können (vom Hungergefühl und Magenfüllstand), aber es war nix vernünftiges mehr da... Und ach ja, zu mittag gab es 500g Nudeln mit Bolognese. Meinen Kaffee nehme ich grundsätzlich mit vier Stückchen Zucker, und trinke ca. 4-6 große Tassen pro Tag. Ich weiß, dass das fürchterlich ungesund ist, aber alles, was gesund wäre, entspricht nicht meinem Geschmack, der in gewisser Weise immer extrem süß, salzig, scharf oder fettig sein muss. Ich finde einfach keine "Ersatzstoffe" :( Trotz alledem nehme ich pro Monat nur ca. 1kg zu, manchmal sogar ab; im Schnitt halte ich mein Gewicht, nur an den Feiertagen (Weihnachten, Ostern) wird es mehr. Nun wiege ich ca. 125kg bei 185cm und meine Knie melden sich. Ich würde gerne abnehmen, aber dabei nicht auf die (wohlschmeckenden) Mengen an Essen verzichten. Die Welt ist ungerecht.

Beichthaus.com Beichte #00023510 vom 22.03.2008 um 09:56:01 Uhr (22 Kommentare).

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