Mit dem Besen in die Urne

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Verzweiflung Engherzigkeit Tod Kinder Marktheidenfeld

Ich (w) beichte, dass ich etwas Schreckliches zu meinem Kind gesagt habe. Vor einigen Jahren starb mein Mann nach einem harten und langen Kampf gegen den Krebs. Mein Sohn war damals 15 Jahre alt und meine Tochter sechs. Mein Mann und ich diskutierten lange darüber, wie er beerdigt werden sollte. Ich konnte ihm die Verstreuung, um unserer Kinder willen, gerade noch ausreden, aber er wollte unbedingt verbrannt werden. Dann starb er und der Tag der Beerdigung kam. Meine kleine Tochter schwieg und starrte unentwegt auf die kleine Urne, in der sich die Asche befand. Ich war nach vier Tagen voller Trauer ganz ausgebrannt und abgestumpft. Nach einer Weile zupfte die Kleine an meinem Ärmel und fragte ganz leise: "Wo ist denn Papa?" Meine Antwort, dass Papa in der Urne sei, schien sie zu verwundern, denn sie fragte mich, wie er denn dort hineinpassen würde. Aus der Sicht des Kindes vermutlich eine logische Frage, immerhin war er ja knapp 1.90 m groß. Ich weiß nicht, was mich zu der Antwort "Mit einem Besen und einer Schaufel" getrieben hat, aber es tut mir inzwischen unendlich leid, so etwas zu meiner Tochter gesagt zu habe. Sie hat mich ganz komisch und verwirrt angeschaut, hat aber den Rest des Tages kaum ein Wort gesagt. Heute meint sie, dass sie sich nicht daran erinnern kann, was damals passiert ist, aber das macht es leider nicht ungeschehen.

Beichthaus.com Beichte #00031731 vom 12.08.2013 um 11:36:18 Uhr in Marktheidenfeld (16 Kommentare).

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Spenden für die Nazis

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Peinlichkeit Dummheit Kinder

Als ich (m/23) etwas jünger war, also ungefähr zehn Jahre alt, kannte ich den Unterschied zwischen dem Dritten Reich und der Dritten Welt nicht. Ich dachte also immer, wenn es zum Beispiel im Fernsehen einen Spendenaufruf für die Dritte Welt gab, sollte man direkt den Nazis Geld geben. Ich hatte nur grobe Vorstellungen vom Dritten Reich und wusste eigentlich nur, dass die Nazis böse waren, und habe mich dementsprechend extrem gewundert, warum wir denen jetzt etwas spenden sollten. Irgendwann legte sich meine Unwissenheit und heute studiere ich sehr erfolgreich Geschichte mit einem Schwerpunkt auf deutsche Kriegs- und Kolonialgeschichte.

Beichthaus.com Beichte #00031707 vom 07.08.2013 um 07:18:11 Uhr (17 Kommentare).

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Ist der Tod die Lösung?

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Verzweiflung Unglaube Gesundheit Familie

Mein Cousin ist zwölf Jahre alt und leidet unter Multipler Sklerose (MS). In letzter Zeit merke ich, wie sein Körper immer langsamer wird und ihm alltägliche und belanglose Sachen Schwierigkeiten bereiten, er ist auch täglich unter Medikamenteneinfluss. Es tut mir weh, ihn so zu sehen und ich gestehe, dass ich den Tod für ihn als Lösung ansehe. Gewiss wird sein Verlust schmerzhaft sein, aber ist es nicht schmerzhafter einen Menschen, den man liebt, täglich leiden zu sehen? Wäre es nicht wünschenswert, dass sein Leid aufhört? Wäre sein Tod nicht die Lösung? Bevor ich (w) hier als herzlose, eiskalte H*re abgestempelt werde, möchte ich kurz die Familienverhältnisse meines Cousins erklären.

Mein Onkel gehört zu der Sorte Mann, die ich am liebsten auf offener Straße anspucken möchte. Seine Aufgabe liegt, seiner Meinung nach, darin, das Geld zu verdienen und das war es dann. Nach Feierabend wird jedes Mal der Laptop angeschmissen, das Handy liegt natürlich immer griffbereit, könnte ja sein, dass man etwas verpasst. Und nebenbei läuft irgendein Fußballspiel gepaart mit Bier. Meiner berufstätigen Tante im Haushalt helfen? Fehlanzeige! Der Tagesablauf meiner Tante sieht etwas anders aus: Morgens muss sie meinen Cousin und meine 17 jährige Cousine zur Schule fahren, dann geht sie zur Arbeit, die Kinder abholen, einkaufen, kochen und putzen. Da bleibt ihr kaum Luft zum Atmen und ich bewundere sie für jeden überstandenen Tag. Die Ehe der Beiden ist seit der Diagnose der Krankheit kaputt, beide haben sich auseinander gelebt und eine Besserung ist nach so vielen Jahren auch nicht mehr in Sicht. Da mein Cousin zusätzlich zu seiner Krankheit nicht noch als Scheidungskind enden sollte, kam und wird eine Trennung nicht infrage kommen. Des Weiteren ist mein Onkel ein sehr jähzorniger und aggressiver Mann. In seinen wöchentlichen Wutanfällen wirft er ab und an mal allen vor, dass er mit einem behinderten Kind gestraft sie und sich fragt, warum er mit so einem Krüppel rumlaufen müsse. Schließlich ist er das Beste dieser Welt.

Und da frage ich mich: Ist es falsch, von mir zu denken, dass es für meinen Cousin das Beste wäre, wenn er von uns geht? Ist es richtig, dass er in solchen Familienverhältnissen aufwachsen muss? Ich versuche, so oft es geht, Zeit mit ihm zu verbringen und tue alles, um ihn von seinen Schmerzen abzulenken. Aber jedes Mal, wenn er sich an mich kuschelt, es sich auf meinem Schoß gemütlich macht und meine Hand nimmt, damit ich seinen Kopf streichele, könnte ich vor lauter Hilflosigkeit und Trauer anfangen zu weinen. Ich bitte um Vergebung und Verständnis dafür, dass ich den Tod als Lösung für meinen Cousin sehe. Ich schäme mich dafür, mit meinem Onkel verwandt zu sein und hoffe, dass er irgendwann alleine dasteht. Ohne Frau und Kinder. Ich einfach bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031692 vom 03.08.2013 um 22:25:24 Uhr (39 Kommentare).

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Der Abriss meines alten Dorfes

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Boshaftigkeit Hass Aggression Rache

Ich (m/34) habe vor etwa 15 Jahren in einem kleinen Dorf gelebt. Damals war es für mich das Paradies, jeder kannte jeden, jeder war hilfsbereit und man musste sich nachts nicht fürchten, wenn man die Tür nicht abgeschlossen hatte. Meine Familie besaß ein kleines […]
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Beichthaus.com Beichte #00031679 vom 01.08.2013 um 07:31:48 Uhr (14 Kommentare).

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Der Nebenverdienst meiner Kommilitonin

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Begehrlichkeit Masturbation Morallosigkeit Schamlosigkeit Studentenleben

Der Nebenverdienst meiner Kommilitonin
Ich bin Student und studiere zusammen mit einer sehr gut aussehenden Kommilitonin. Ich kenne sie nur vom Sehen, jedoch weiß ich, dass sie einen recht gehobenen Lifestyle pflegt. Sie hat ein nagelneues Mini Cabrio, eine eigene Wohnung im besten Viertel der Stadt und ähnliche Vorzüge. Ich habe mich schon gewundert, wie sie das alles finanziert. Denn wie ich erfahren habe, wird sie nicht großartig von ihren Eltern unterstüzt. Vor zwei Wochen habe ich mich mal wieder auf diversen Schmuddelseiten im Internet aufgehalten. Da ich meine Videos gewöhnlich nach meinen Vorlieben aussuche (brünett, B-Körbchen), bin ich durch Zufall zunächst auf ein Video gestoßen, in dem die Darstellerin meiner Kommilitonin sehr ähnlich sieht. Bei genauerem Hinsehen habe ich bemerkt, dass es sogar exakt meine zuckersüße Kommilitonin ist, die sich da in einem Bondage-Video ordentlich ran nehmen lässt. Man könnte sagen, ein Traum wurde wahr. Da die Plattform in der Summe sieben Videos mit ihr enthält, verbringe ich meine Zeit seither pausenlos vor dem PC und kann meine Hände nicht von mir lassen. Ich beichte hiermit, dass ich lieber zu Filmen meiner Kommilitonin onaniere, als mich auf meine anstehenden Klausuren vorzubereiten. Immerhin weiß ich nun, wie sie ihr Geld verdient.

Beichthaus.com Beichte #00031678 vom 01.08.2013 um 07:09:04 Uhr (31 Kommentare).

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