Süßigkeiten werfen

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Boshaftigkeit Zorn Hass Kinder Kinder Köln

Süßigkeiten werfen
Damals als ich circa 10 Jahre alt war, wurde ich von meiner Familie gezwungen an Karneval am Karnevalszug teilzunehmen. Mit dieser Situation, jetzt 5 Stunden durch die Kälte zu laufen und Süßigkeiten sinnlos durch die Gegend zu werfen, konnte und wollte ich mich nicht anfreunden. Aus Ärger und Verzweiflung habe ich den Kindern, welche mit ihren hübschen Kostümen und ihren strahlenden Gesichtern auf Süßigkeiten wartend, die Süßigkeiten mitten ins Gesicht geworfen. Manchen Kindern habe ich so den Karnevalstag versaut. Heute bereue ich es, dass ich so gemein war und meinen Ärger an Anderen ausgelassen habe.

Beichthaus.com Beichte #00027213 vom 12.11.2009 um 16:59:55 Uhr in Köln (30 Kommentare).

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Brandstiftung in der Schule

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Waghalsigkeit Vandalismus Schule

Brandstiftung in der Schule
Ich möchte beichten, dass ich einmal fast die gesamte Schule in Brand gesetzt habe. Zumindest habe ich das gedacht. In der achten Klasse habe ich eine Mathe-Arbeit richtig danebengesetzt. Der Lehrer hat mir mit hämischem Grinsen die Sechs auf den Tisch geknallt, was war ich sauer. Außerdem war das die letzte Stunde an diesem Tag, deswegen habe ich die Wut im Bauch aus dem Klassenzimmer mitgenommen. Die Schule liegt in einem Waldstück, um den Bus pünktlich zu erreichen, liefen wir immer über Trampelpfade querfeldein zur nächsten Haltestelle. Ein Kumpel von mir rauchte damals schon. Um mal meinem Ärger richtig Luft zu machen und cool dazustehen, habe ich mir von ihm das Feuerzeug geborgt, die Arbeit angezündet und ins Gebüsch geschmissen. Wir standen quasi mitten in diesem Wald, der die Schule umgibt. Das war kurz vor den Sommerferien, ein warmer und trockener Sommer. Die brennende Arbeit haben wir liegen gelassen und ich bin, ganz stolz auf mich selber, mit den anderen aus dem Wald raus zum Bus gelaufen.

Wir standen keine zehn Minuten an der Haltestelle, als plötzlich drei oder vier Feuerwehrautos an uns vorbei rasten. Das war der erste Schock. Der Zweite folgte sofort, als ich bemerkte, dass die Autos abbogen und die Auffahrt in den Wald entlang fuhren. Minuten später kamen weitere Schüler aus dem Wald und sangen: "Hurra hurra die Schule brennt". Meine Kumpels konnten sich vor Lachen kaum halten. Mir wurden vor Angst die Knie weich. War ich das? Wird das rauskommen? Halten meine Kumpels dicht? Wer zahlt den Schaden? Ich wollte zurücklaufen und nachsehen, was passiert war. Aber vor den Kumpels das Gesicht verlieren? Als Täter am Tatort aufkreuzen und sich erwischen lassen? Nein, niemals. Äußerlich ganz cool, aber innerlich dem Zusammenbruch nahe, bin ich dann in den Bus gestiegen und hatte Mühe, meine Fahrkarte aus der Tasche zu ziehen. Der Bus fuhr immer ein Stück am Wald entlang, sodass man Teile vom Gebäude sehen konnte. Als wir langsam die Straße entlang fuhren, bemerkte ich das Unheil.

Über dem Gebäude konnte man schwarzen Rauch erkennen und Schüler strömten massenweise aus dem Gebäude, um sich an der Straße und auf dem Hof zu versammeln. Das alles schien meine Schuld zu sein! Hätte ich doch nur diese verdammte Arbeit nicht angezündet und ins Gebüsch geschmissen! Ein paar Haltestellen weiter mussten wir immer umsteigen, meine Kumpels wohnten zum Glück in einem anderen Dorf und wir verteilten uns auf verschiedene Busse. Natürlich habe ich noch cool gemeint "ist mir doch egal, ob der Laden abbrennt, ich fahr jetzt nach Hause und zisch ein paar Bier". Nichts war mir egal. Als sie in ihren Bus gestiegen waren, tat ich so, als hätte mein Handy geklingelt und ich würde gedankenverloren die Straße entlang schlendern. Ihr Bus fuhr dann endlich los, sodass sie mich nicht mehr sehen konnten. Statt in meinen zu steigen, rannte ich wie ein Verrückter den ganzen Weg zurück zur Schule. Inzwischen waren noch weitere Feuerwehrleute und Krankenwagen eingetroffen. Scheinbar war das ein richtig großer Einsatz. Kein Wunder, wenn der Wald um die Schule brennt!

In meiner Panik habe ich mich unter die Leute gemischt, um vielleicht aus den Gesprächen etwas erfahren zu können. Der Brand war scheinbar wieder unter Kontrolle, zumindest konnte ich keinen Rauch mehr erkennen. Leider ließ sich nichts in Erfahrung bringen. Einfach jemanden ansprechen schied auch aus. Meine Nervosität hätte mich sonst verraten, sollte man schon nach dem Brandstifter suchen.
Also fuhr ich mit dem nächsten Bus nach Hause. Die folgenden Stunden waren fürchterlich, ich habe in der Nacht kein Auge zu bekommen und mich kaum sehen gelassen. Am nächsten Tag musste ich natürlich wieder zur Schule gehen, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Immer noch mit weichen Knien und kreidebleich fuhr ich zur Schule. Von einem Unterrichtsausfall wurde in den Nachrichten, die meine Eltern am Frühstückstisch immer hörten, nichts erwähnt. Auch meine Kumpels wussten von nichts. Zu meinem Entsetzen wurden wir alle in der Aula zusammengerufen. Würde man jetzt offiziell die Brandstiftung bekannt geben? Würden meine Kumpel aufspringen und mich verraten? Hatte man mich vielleicht sogar gesehen und gab jetzt bekannt, nach wem man sucht?

Ich versteckte mich hinter einem Pfeiler, in der Hoffnung, dass mich niemand bemerken würde, ich aber das Geschehen verfolgen könnte. Langsam trat der Schulleiter an das improvisierte Rednerpult. Eine riesige Last fiel von mir, als er die Ursache für den Brand bekannt gab: Am vorigen Tag hatte eine Gruppe Abiturienten mit ihrem Lehrer komplexe chemische Vorgänge untersuchen wollen.
Dabei kam es zu einem Unfall, giftige Dämpfe sollen ausgetreten sein. Die in den Räumen installierten Gasmelder hatten sofort die Feuerwehr alarmiert. Die Schüler haben die stechenden Dämpfe bemerkt und die Fenster geöffnet. Durch den plötzlich hereinströmenden Sauerstoff muss sich eine Apparatur entzündet haben, die den Raum mit tiefschwarzem Rauch vernebelt hat. Dieser Rauch ist durch die Fenster entwichen und über der Schule aufgestiegen. Die Feuerwehr konnte den Brand eindämmen, der Notarzt wurde gerufen, um die Schüler auf Vergiftungen zu untersuchen. Zwei wurden für wenige Stunden im Krankenhaus beobachtet, am nächsten Tag waren alle wieder wohlauf. Was für eine Erleichterung. Die abgebrannte Arbeit hat scheinbar niemand bemerkt. Nach dieser Erleichterung machte sich der Stress und Schlafmangel der vergangenen Stunden bemerkbar. Ich schloss mich auf der Toilette ein, da mir schwindelig wurde, und ließ mich von meinen Eltern abholen. Noch nie hatte ich so große Angst und noch nie habe ich mich so sehr darüber geärgert, vor anderen Leuten mein Gesicht wahren zu wollen, auch wenn ich als Konsequenz andere gefährde. Seit diesem Tag habe ich nie wieder irgendetwas angezündet und unbeobachtet abbrennen lassen. Zwar stehe ich jetzt nicht mehr so "cool" da, aber für das bisschen Anerkennung war es das einfach nicht wert.

Beichthaus.com Beichte #00027123 vom 20.10.2009 um 01:42:21 Uhr (23 Kommentare).

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Zahnstocher

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Hass Gewalt Rache Familie Dortmund

Zahnstocher
Als ich sechs Jahre alt war verstarb mein Vater an Krebs und wir, meine Mutter, meine beiden Schwestern und ich mussten uns allein durchschlagen. Anfangs war es nicht leicht, doch das Leben ging weiter und wir hatten eine schöne Zeit.bBis meine Mutter, ich war gerade acht geworden, einen neuen Mann kennen lernte. Er war Schreiner und, wie oft in diesem Beruf, fehlten ihm an jeder Hand zwei Finger. Dies machte beim ersten Treffen keinen vertrauenserweckenden Eindruck auf ein Kind. Ich fürchtete mich vor ihm und war sehr zurückweisend. Es mag zwar kindlich naiv oder gemein sein, sich durch solche Sachen irritieren zu lassen, doch ziemlich schnell stellte sich heraus, dass der erste Eindruck nicht täuschte. Sein Äußeres war nicht annähernd so hässlich, wie sein Inneres. Er war verheiratet und weil seine Frau das Geld hatte, wollte er sich (Gott sei Dank) nicht scheiden lassen. Aber meine Mutter wollte er dennoch haben und so ließ sie sich auf die Dreiecksgeschichte ein. Obendrein war er ein fürchterlicher Despot, sah sich als Kopf der Familie und beanspruchte den Platz am Kopf des Tisches immer für sich. Das ihn diese Berechenbarkeit mal schaden könnte war ihm anscheinend nicht bewusst. Es gab in dieser Zeit oft Streit mit meinen älteren Schwestern mit herumbrüllen und sogar Handgreiflichkeiten. Ich sagte nie etwas dazu. Ich war ein ruhiges Kind das in dieser Zeit nicht sehr aus sich rauskam, natürlich auch, um Stress zu vermeiden. Durch diese Verhaltensweise galt ich bei ihm natürlich als "braves" Kind und eines Abends war er der Meinung, ich sollte nun endlich "Paps" zu ihm sagen. Doch ich weigerte mich und sagte wörtlich: "Du kannst mich mal am Arsch lecken!" Eine Ausdrucksweise, die ich sonst nie benutzte, doch ich sah mich im Recht es in so einer Situation sagen zu dürfen. Er brüllte sofort los, meine Mutter hielt sogar zu ihm und ich musste in mein Zimmer.

Und dann kam er der Hass. Ich war erst acht Jahre alt und fühlte richtigen Hass in meinem Herzen. Also beschloss ich, dass er bestraft werden sollte. Richtig bestraft. In unserer Küche befand sich als Sitzgelegenheit eine gepolsterte Eckbank und immer ein Döschen voller Zahnstocher auf dem Tisch. Da ich wusste das sich der dicke Schreiner auf den Stuhl fallen lässt ohne zu schauen, war die Rache einfach. Als meine Mutter das Abendessen zubereitete, tat ich so als ob ich mit den Zahnstochern spielen würde, aber steckte einen Zahnstocher mittig in die Polsterung der Eckbank. Genau auf den beanspruchten Platz des verhassten Typen. Die anderen Zahnstocher packte ich wieder in die Dose, ging in mein Zimmer und wartete. Meine Mutter rief zum Abendbrot, ich blieb im Zimmer und lauschte. Es gab ein ziemlich lautes Knacken, direkt gefolgt von einem brüllendem Aufschrei. Ich wollte, dass er sich, wie Kinder nun einmal so denken, mit dem Zahnstocher in den Po sticht. Doch es traf nicht seinen Po. Er hatte sich den rechten Hoden durchbohrt. Es blutete recht stark und meine Mutter rief den Notarzt.

Er fluchte total und beschuldigte sofort mich, aber weil er so große Schmerzen hatte, konnte er nichts machen. Meine beiden Schwestern bekamen ihr Grinsen nicht mehr vom Gesicht und ich war von diesem Tag an ihr Held. Der rechte Hoden wurde dann im Krankenhaus entfernt. Ich habe diesen Mann nie wieder gesehen. Ich weiß, dass es nicht richtig wa,r aber: Es tut mir bis heute nicht leid. Er hatte es verdient. Ich war nie wieder in meinem Leben gewalttätig oder habe irgendeinem anderen Menschen ein Leid zugefügt, aber ich bin bis heute der Überzeugung, dass er ein schlechter Mensch ist und freue mich darüber, dass ihm ein achtjähriges Kind gezeigt hat, was eine Harke ist.

Beichthaus.com Beichte #00027043 vom 28.09.2009 um 17:04:48 Uhr in 44388 Dortmund (Unterdelle 7) (65 Kommentare).

Gebeichtet von teakus aus Mönchengladbach
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Wechselgeldbetrug

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Betrug Habgier Arbeit Pforzheim

Vor etwa 4 Jahren arbeitete ich (m/27) an einer Tankstelle als Kassierer. Die Arbeit an sich war nicht gerade erfüllend, aber besser als arbeitslos. Das schlimme waren eher die Kunden, die meistens unfreundlich waren, oder es nicht schafften von der Zapfsäule bis nach drinnen sich die Nummer zu merken an der sie getankt hatten. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, den Kunden einfach absichtlich das Wechselgeld falsch zurück zu geben. Ich glaube das passiert öfters als man denkt. Falls es mal ein Kunde merkte, entschuldigte ich mich tausend mal bei ihm, und die Sache war wieder ok. An meinem ersten betrügerischen Tag machte ich auf diese Art nebenher ganze 50€! Das beschloss ich nun jede Schicht zu machen und es lief wirklich sehr gut. Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Das einzige das ich bereue ist, dass ich erst einen Monat bevor ich gekündigt habe auf diese Idee gekommen bin. Mensch ist mir da viel Geld durch die Lappen gegangen. Ich bereue rein garnichts. Schließlich tut 1€ niemandem weh, und mir tun Euros von vielen Leuten richtig gut!

Beichthaus.com Beichte #00027032 vom 25.09.2009 um 08:06:47 Uhr in Pforzheim (26 Kommentare).

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Ich verbrenne innerlich

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Eifersucht Zorn Misstrauen Partnerschaft Berlin

Ich (w/23) bin krankhaft Eifersüchtig. Mein Freund tut mir teilweise echt Leid, doch er legt es auch immer wieder drauf an. Beispielsweise fängt er seit neustem an mit einer anscheinend "guten Freundin" sich Kosenamen zu mailen, sagt aber, dass dies nur freundschaftlich wäre. Für mich ist das flirten und ich wüsste auch nicht, warum man einer "guten Freundin" (die er übrigens noch nicht mal lange kennt) Kosenamen schreiben müsste, das necken hat doch nichts mit "wir kommen gut aus" zu tun.
Was ich eigentlich beichten möchte ist, dass ich so sehr eifersüchtig bin und Angst habe meinen Freund zu verlieren, sich mein Magen zusammenzieht und ich bei jedem kleinen Gedanken an sie ein richtig schlimmes Bauchgefühl bekomme. Ich habe meinem Freund auch schon gesagt wie es mir dabei geht, aber dass ich innerlich fast verbrenne, das weiß er nicht. Er würde es eh nicht einsehen damit aufzuhören.
Meine Beichte ist also, dass ich ein kleines Häufchen Elend bin und nichts dagegen tun kann und ich wohl mein ganzes Leben mit diesem innerlichen Brennen verbringen muss und vor allem wahrscheinlich nie in meinem Leben richtig richtig glücklich sein werde. Life sucks!

Beichthaus.com Beichte #00027023 vom 23.09.2009 um 12:48:10 Uhr in Berlin (29 Kommentare).

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