Tochter der Gastfamilie schwanger

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Gewalt Feigheit Ungerechtigkeit Schwangerschaft Lausanne

Ich (m/17) komme aus einer mittelgroßen Stadt am Zürichsee (Wädenswil). Da im letzten Jahr meine schulischen Leistungen eher schlecht ausfielen, entschlossen sich meine Eltern für ein halbes Jahr in die Westschweiz zu schicken um französisch zu lernen. Wir entschieden uns gemeinsam für die Stadt Lausanne. Ich bekam eine Gastfamilie, die aus Senegal eingewandert ist, in einem multikulturellen Stadtteil zugeteilt. Die Mutter der Familie war sehr nett und kochte immer ausgesprochen köstlich. Der Vater allerdings war ein strenggläubiger Katholik aber trotzdem sehr nett, ich führte lange Gespräche mit ihm, wobei wir nicht immer gleicher Meinung waren. Allerdings verbesserten diese Gespräche mein Französisch erheblich, wofür ich dem Vater noch heute dankbar bin. Die Familie hatte zwei Kinder, ein neunjähriger Junge und ein 16-jähriges Mädchen. Das Mädchen war bildhübsch aber bis auf ein paar kleine Flirtereien lief da nichts.
Als ich etwa einen Monat dort lebte, ich hatte mich schon gut eingelebt, kam der Schock: Das Mädchen der Familie war im dritten Monat schwanger! Als der Vater dies erfuhr, verdächtigte er als Erstes mich, obwohl zwischen mir und dem Mädchen absolut nichts gelaufen ist. Er wurde fuchsteufelswild und schrie mich richtig an. So einen Wutausbruch hatte ich noch nie erlebt. Aufgrund noch mangelnder Französischkentnisse und dem Schock des Wutausbruches, konnte ich mich nicht wehren, war den Tränen nahe und ging schließlich aus dem Haus. Draußen überlegte ich mir lange, was ich machen sollte. Als ich mir auf französisch eine Rechtfertigung erdacht habe, ging ich wieder ins Haus, doch der Vater hatte sich noch immer nicht beruhigt und als ich auf ihn einredete, gab er mir eine schallende Ohrfeige. Ich bin zwar nicht besonders stark, jedoch verlieh mir die Verzweiflung über die Ungerechtfertigkeit seines Verhaltens ungeahnte Kräfte. Ich stieß das Familienoberhaupt von mir, wobei es mit dem Kopf an das Geländer im Treppenhaus krachte. Er war unverletzt und wollte mich wohl windelweich prügeln. Dazu ist es aber nie gekommen, da ich schnurstracks aus dem Haus, bis zum Lausanner Hauptbahnhof rannte und den nächsten Zug nach Hause nahm.
Ich schäme mich, dass ich ausrastete und den Vater gegen das Geländer stieß, wobei weitaus schlimmeres passieren hätte können und dass ich in dieser Familie für Unheil gesorgt habe, was aber nicht nur meine Schuld war. Ich hoffe der Vater vergibt mir heute.

Beichthaus.com Beichte #00027273 vom 30.11.2009 um 19:48:29 Uhr in Lausanne (27 Kommentare).

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