Das eklige Malheur

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Ekel Peinlichkeit Verzweiflung Unreinlichkeit

Vor zwei Jahren habe ich zu Silvester einen Kumpel in Berlin besucht und für diese Zeit in der Wohnung gelebt, die seiner Mutter gehörte. Die Mutter ist abends immer zu ihrem Freund hochgegangen und hat dort geschlafen, denn er wohnte nur eine Etage über ihr. Nun denn, als sich die wirklich gastfreundliche Frau an einem Abend wieder verabschiedet hatte und bei ihrem Freund war, wollte ich den Moment nutzen, um das lange unterdrückte, große Geschäft zu verrichten. Keinesfalls wollte ich auf die Toilette gehen, wenn sie dort war, denn die Wohnung war klein und hellhörig und ich hätte mich zu sehr geschämt. Gesagt, getan - das Geschäft verrichtet, mich gereinigt, die Spülung betätigt - nur war die Toilette total verstopft, sodass mein Endprodukt dort zusammen mit einem Rest Papier in hochgestiegenem Wasser dümpelte. Ein Pümpel war in der ganzen Wohnung nicht aufzufinden, also versuchte ich es mit der Klobürste, mit dem Resultat, dass diese vollkommen verschmutzt, und das Wasser noch immer nicht abgelaufen war. Gereinigt habe ich sie im Waschbecken unter fließendem Wasser - und das ist der erste Teil der zu beichtenden Tat.


Als das Malheur zumindest an der Bürste nicht mehr nachzuvollziehen war, musste ich wohl oder übel und buchstäblich den Griff ins Klo wagen. Weil es mir zu peinlich gewesen wäre, die Mutter meines Kumpels zu rufen, um mir einen Pümpel geben zu lassen, sammelte ich die Papier- und Kotreste mit der Hand aus dem Wasser und stopfte sie in eine Plastiktüte aus dem Buchhandel meines Heimatortes. Leider war das Wasser in der Toilette noch immer braun und trüb: Dass jemand sein Geschäft hier verrichtet hatte, wäre weiterhin nicht zu übersehen gewesen. Mit dem Arm griff ich schließlich tief in das stehende Wasser sowie das Rohr hinein, um die Verstopfung zu lösen, nur tat sich nichts. Aus Verzweiflung nahm ich mir ein Glas aus dem Küchenschrank, dies ist übrigens der zweite Teil der Beichte und schippte das Brackwasser aus dem Klo ins Waschbecken, bis das Wasser bei erneutem Spülen ganz klar war. Das Glas habe ich einfach zu dem normalen Abwasch in die Spüle gestellt, obwohl das alles andere als hygienisch war. Fast war die Situation gerettet, bis auf den Kot und das Papier, die noch in der Plastiktüte waren.


Dann habe ich den gefüllten Beutel in einem öffentlichen Mülleimer vor dem Haus entsorgt, was den dritten Teil meiner Beichte darstellt. Über Nacht hat sich die Verstopfung dann von selbst gelöst, aber ich komme bis heute nicht über die Aktion hinweg. Es tut mir leid, dass ich Waschbecken und Spüle mit Bakterien aus der Toilette verseucht habe und auch der Müllsortierer, der an die gefüllte Plastiktüte geraten ist, tut mir ehrlich leid, auch wenn das Erlebnis im Nachhinein für Schmunzeln sorgt. Ich hoffe, die gute Frau ist nicht krank geworden und dass es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00031668 vom 30.07.2013 um 04:57:05 Uhr (18 Kommentare).

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Mein Wochenende in Berlin

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Verschwendung Dummheit Fremdgehen Maßlosigkeit Morallosigkeit

Als ich (m) 18 Jahre alt wurde, bekam ich Post vom Bund, dass ich ab dem ersten Januar meinen Wehrdienst antreten muss. Ich dachte mir dann, dass ich es jetzt noch mal richtig krachen lassen muss, bevor ich da hinkomme. Ich habe daraufhin mit meinem Onkel ein Wochenende in Berlin gebucht. Wir waren in einem relativ bekannten Hotel, in dem sich im obersten Stockwerk ein Casino befindet. Nun ja, wir machten drei Tage einen drauf und besuchten jeden Abend das Casino. Um drei Uhr in der Nacht schloss das Casino und mein Onkel wollte ins Bett. Ich sagte zu ihm, dass ich noch etwas trinken gehen würde. Ich gab ihm auch noch mein Geld, bis auf 200 Euro, damit er es in den Safe legt. Ich bin dann an die Rezeption und ließ mir ein Taxi rufen. Ich fuhr in den nächsten Puff, und da die 200 Euro schnell weg waren, fiel mir meine EC-Karte ein, mit welcher man in dem Etablissement auch bezahlen konnte. Nun ja, da meine Freundin auch Zugang zu meinem Konto hatte, hat sie herausgefunden, dass ich 900 Euro im Puff auf den Kopf gehauen habe. Als ich dann wieder zu Hause war, war ich ein paar Tage später meine Freundin los und hatte meine hart ersparten 5000 Euro an einem Wochenende verjubelt. Zu allem Überfluss musste ich dann mit meinem lächerlichen Wehrsold auskommen. Es tut mir leid für meine Ex, denn ich habe sie wirklich geliebt. Ich Depp hätte wohl besser die Kreditkarte genommen. Zum Glück hat mich meine Familie während meiner Zeit beim Bund finanziell unterstützt.

Beichthaus.com Beichte #00031435 vom 16.06.2013 um 09:56:17 Uhr (23 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Der Gestank in der Bahn

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Neugier Morallosigkeit Bahn & Co. Berlin

Der Gestank in der Bahn
Ich habe hier im Beichthaus einmal eine Beichte gelesen, dass jemand in der U-Bahn immer stehend vor sitzenden Fahrgästen furzt. Das fand ich ziemlich lustig. Als ich im Februar in Berlin war, bin ich mit der U-Bahn gefahren und musste an diese Beichte denken. Die Bahn war vollgestopft mit Leuten, und ich stand neben sitzenden Menschen. Ich wollte es unbedingt auch einmal ausprobieren, also habe ich einen schönen Schleicher rausgepustet. Nach kurzer Zeit sagte jemand in schönem Berlinerisch: "Hier hat eener jeschissen!". Ich blieb unenttarnt. Ich beichte, dass ich aus purer Lust nach Spaß andere Leute belästigt habe.

Beichthaus.com Beichte #00031159 vom 08.05.2013 um 13:39:22 Uhr in Berlin (20 Kommentare).

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Frühe Termine beim Arbeitsamt

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Boshaftigkeit Vorurteile Arbeit Berlin

Frühe Termine beim Arbeitsamt
Ich arbeite in einem Jobcenter in Berlin und habe oft mit Menschen zu tun, die einfach nicht arbeiten wollen. Für diese setze ich die Termine dann immer sehr früh an und lasse Sie extra lange warten.

Beichthaus.com Beichte #00030972 vom 04.04.2013 um 19:59:39 Uhr in Berlin (Seydelstraße) (42 Kommentare).

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“Beichte

Der Ex alles zurückzahlen

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Fremdgehen Rache Ex Berlin

Ich (m/23) möchte nun auch meine Geschichte beichten. Es fing alles an vor knapp sechs Jahren. Damals hatte ich meine erste richtige Beziehung. Ich war einer der glücklichsten Menschen der Welt und dachte, meine Situation könnte nicht besser werden und würde auch nie enden. Leider falsch. Nach ungefähr einem Jahr und zehn Monaten haben wir beide eine Ausbildung im selben Beruf gefunden, nur dass meine in Berlin absolviert werden sollte und ihre in Ägypten. Es hieß also Abschied nehmen und ich dachte, so naiv wie ich war, dass wir es als Fernbeziehung versuchen sollten. Der erste Monat ging rum und ich habe eigentlich nichts von ihr gehört, trotz allen möglichen Kommunikationsversuchen. Als ich dann nach einem Monat einen Anruf von ihr bekommen habe, war es nur, um mir zu sagen, dass sie mich betrogen hatte. Daraufhin habe ich mit ihr schlussgemacht. Nachdem ich dies getan hatte, habe ich mich mit ihrer besten Freundin unterhalten, mit der ich auch ziemlich guten Kontakt hatte. Sie hat mir noch erzählt, dass es nicht das erste Mal gewesen war, dass sie mich betrogen hatte. Insgesamt waren es wohl gut zehn Typen, seitdem wir zusammen waren. Ab hier beginnt dann auch meine eigentliche Beichte:
Ich habe dann eine ihrer Freundinnen kontaktiert und nach ein paar Tagen was mit ihr angefangen. Mir bedeutete das Ganze nichts und ihr auch nicht. Wir wollten einfach nur Spaß haben. Das Ganze habe ich dann noch mit vier von ihren Freundinnen gemacht. Als Erklärung, warum ich das mache, habe ich immer die Wahrheit gesagt, und erstaunlicherweise immer Verständnis geerntet von ihren sogenannten Freundinnen. Diese haben dann auch den Kontakt zu ihr abgebrochen.


Ich habe mir dann noch von ihrer besten Freundin die Namen von den Leuten geben lassen, mit denen sie mich betrogen hatte. Ich habe zwar nur drei Namen bekommen, aber denen habe ich einen Besuch abgestattet, alle Male mit einem Baseballschläger in der Hand. Ich hätte diesen nie eingesetzt, aus Angst vor juristischen Schritten. Aber es war sehr befriedigend zu sehen, wie breit gebaute Tiere sich ziemlich in die Hosen machen, wenn sie jemand mit einem Baseballschläger bedroht und sie nicht wissen, was jetzt passiert. Meine Beichte ist jetzt eigentlich, dass ich mich auf so ein tiefes Niveau habe ziehen lassen von so einer schlechten Person. Was ich aber auf keinen Fall bereue, ist der Blick von einem der Typen, der wirklich tierische Angst vor mir hatte, und vielleicht wegen mir seine Taten das nächste Mal überdenken wird.

Beichthaus.com Beichte #00030933 vom 26.03.2013 um 16:15:35 Uhr in Berlin (Dahlwitzer Straße) (16 Kommentare).

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