Ich bin stolz darauf, dass ich mich Ritze!

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Selbstverletzung Hass Verzweiflung Hannover

Ich (w/20) bin stark suizidgefährdet. Seit etwa meinem siebten Lebensjahr habe ich Selbstmordgedanken und habe im Verlauf der Jahre mich mit Kabeln gedrosselt, mir die Arme geritzt und auch einmal mehrere Tabletten gleichzeitig genommen, die jedoch keine gravierende […]
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Beichthaus.com Beichte #00026234 vom 09.05.2009 um 21:56:00 Uhr in Hannover (16 Kommentare).

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Tritt auf die Rillen

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Hass Manie Braunschweig

Ich hasse es, wenn die Menschen in der Stadt nicht auf den Bodenplatten laufen, sondern auf die Rillen zwischen den Platten treten. Ich könnte jedes Mal ausrasten.
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Beichthaus.com Beichte #00026231 vom 09.05.2009 um 12:45:50 Uhr in 38100 Braunschweig (Damm) (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die dunklen Zeiten des Wirtschaftswunders

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Selbstverletzung Verrat

Im Alter von 14 Jahren fehlte es mir noch ziemlich an Verstand. Die ganze Welt drehte sich eigentlich nur um mich selbst. Für die Sorgen der Eltern und Geschwister mangelte es bei mir noch reichlich an Verständnis. Ich bin jetzt 58 Jahre alt und habe bis zum heutigen Tag immer noch nicht verkraftet, was 1966 geschah. Vor allem weil ich mir einen großen Teil an Schuld zuschreibe. Wir waren damals acht Geschwister und ich war das vierte Kind. Zwei Schwestern im Alter von 20 und 18 Jahren und einen Bruder, der bald seinen 16. Geburtstag feiern konnte. Die anderen vier Geschwister waren zwischen 12 und 5 Jahre alt. Obwohl heute vom großen Wirtschaftswunder gesprochen wird, ging es meiner Meinung nach an uns vorbei. Wir konnten uns nur das Nötigste leisten und meine Eltern arbeiteten von morgens bis abends, um uns durchzubringen. Erwähnen muss ich noch, dass damals die Volljährigkeit erst mit dem 21sten Geburtstag in Kraft trat. Meine beiden Schwestern mussten schon ab dem Schulabschluss ins Berufsleben treten. Von dem Gehalt durften sie 10 Prozent als Taschengeld behalten was ungefähr 30 DM waren, der Rest ging in den Familientopf. Natürlich waren beide mit diesem Deal unzufrieden und es gab ständig Streit zwischen meinem Vater und den Schwestern. Heute, da wir selbst Familie haben, können wir sein Handeln besser verstehen. Meine 18-jährige Schwester jedoch konnte sich nicht damit abfinden. Sie erzählte ihrer Arbeitskollegin, wie die familiären Verhältnisse sind. Diese gab ihr den Ratschlag zum Jugendamt zu gehen und zu erklären, dass sie unter diesen Umständen nicht weiterhin in dieser Familie leben wolle.

Meine Schwester erzählte mir davon und auch, dass sie schon am nächsten Tag einen Termin bei dem zuständigen Jugendamt hätte. Natürlich durfte ich das nicht verraten, dies musste ich ihr Versprechen. Und was habe ich getan? Nachdem sie beim Jugendamt war, ging ich zu meinem Vater und erzählte ihm alles. Er ist fast ausgeflippt und stellte meine Schwester zur Rede. Dies war an einem Freitag im November 1966. Aber nicht nur das. Er war so wütend und aufgebracht, dass er sogar handgreiflich wurde. Er verlangte von ihr, zum Jugendamt zu gehen, und alles zurückzunehmen. Sie versprach am Montag bei dem Jugendamt vorzusprechen, um alles zu widerrufen. Somit war erst einmal Frieden im Hause - übers Wochenende. Am Montagabend um 19:30 Uhr war meine Schwester immer noch nicht zu Hause. Mein Vater war schon wieder auf 180, als es an der Tür klingelte. Es war der Pfarrer, der uns mitteilen musste, dass sich meine Schwester vor einen fahrenden Zug geworfen hatte. An dem Tag, als mein Bruder Geburtstag hatte, wurde sie zu Grabe getragen. Bis heute gebe ich mir die Schuld daran, weil ich sie verraten habe.

Beichthaus.com Beichte #00026230 vom 09.05.2009 um 09:33:17 Uhr (28 Kommentare).

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Kostenlose Cola an der Supermarktkasse

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Diebstahl Dummheit Boshaftigkeit Selbstsucht

Ich stand im Supermarkt in einer elendig langen Schlange. Als plötzlich nebenan eine zweite Kasse öffnete, konnte ich mich gleich als Zweiter einreihen. Vor mir bezahlte gerade ein sehr gestresst und sehr verschwitzt aussehender Osteuropäer in einem mit weißer Farbe verschmierten Blaumann seine Wurstsemmeln, Schokoriegel und seine 2-L-Flasche Cola. Während er in seiner Tasche herumkramte, bimmelte sein Handy und das überforderte ihn anscheinend komplett. Er machte alles zugleich: bezahlen, einpacken, abheben, telefonieren und schwitzen. Natürlich ließ er in der Hektik die Cola-Flasche stehen. Dann war ich an der Reihe und zahlte meine Sachen. Der Kassierer hatte nichts von der Flasche bemerkt. Der von Stress geplagte Maler war schon heftig streitend am Handy hängend nach draußen gelaufen. Ich packte die Cola-Flasche ein und betrachtete sie als mein Eigentum. Was solls, selber schuld der Gute. Bemerkt hat es ja auch keiner, dachte ich mir.

Richtung Ausgang gehend, hatte ich aber einen kleinen Anflug von Bedenken. Was ist, wenn er wieder zurückkommt und mich ertappt? Ich beschleunigte meinen Schritt, bog um die Ecke zu meinem Moped und beeilte mich. Da stand der Gute im Blaumann und bemerkte, noch immer heftig telefonierend, plötzlich, dass ihm was von seinen Einkäufen fehlte. Er machte kehrt zurück zum Supermarkt, eine richtig gelungene angenervte Visage, und stieß noch dazu einen Schrei aus. Etwa so: "Waaaaaaaaaaaaaaaaahhh!" Ich schwang mich schnell aufs Zweirad und brauste davon. Ich hatte ein erleichtertes Gefühl entkommen zu sein und gratis 2-L-Cola abgestaubt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00026227 vom 08.05.2009 um 20:09:27 Uhr (33 Kommentare).

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Übermüdet im Krankenhaus

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Trunksucht Trägheit Lügen Arbeit Dortmund

Ich (w/21) möchte beichten, dass ich meine Pflichten vernachlässigt habe. Vor einigen Tagen habe ich, mitten in der Woche, zusammen mit meiner Freundin ihren 20. Geburtstag gefeiert. Wir waren an einem Dienstagabend in einer Kneipe, haben ein bisschen was getrunken und dabei gar nicht gemerkt, wie spät es wurde. Ich musste am nächsten Tag nämlich zur Arbeit und daher schon um kurz nach 5 Uhr aufstehen. Ich arbeite als Krankenschwester auf der chirurgischen Station unseres Krankenhauses. Ich bin dann zwar auch pünktlich zur Arbeit erschienen, doch ich war fix und fertig und hatte zwei Augen wie Tennisbälle. Den ganzen Tag versuchte ich, mich so gut es ging von allen "schweren" Aufgaben fernzuhalten und ich war richtig froh, als eine Kollegin mich bat, ein paar Sachen in unser Lager zu bringen und dann eine Patientin vom Röntgen abzuholen. In dem Lager ist es immer verdammt warm und das Licht ist schwach, da es wie gedimmt wirkt. So kam es, wie es kommen musste. Ich schlief mitten bei der Arbeit ein. Ich bin einfach weg gesackt und erst wieder wach geworden, als eine andere Kollegin an die Tür klopfte und fragte, ob ich da drin wäre. Ich stand schnell auf und meinte, dass ich jetzt fertig mit Einräumen wäre. Da diese Kollegin nicht wusste, wie lange ich schon in dem Lager war, gab es keinen Ärger. Doch der dicke Hammer war, dass ich wegen meiner Müdigkeit und dem Schreck völlig vergessen hatte, dass ich die Patientin abholen sollte. Das Ganze fiel mir erst viel später ein und als ich unten ankam, saß die arme Frau völlig unsicher in ihrem Rollstuhl vor der Röntgenabteilung und fragte mich, warum ich erst jetzt kommen würde. Ich habe ihr dann einfach gesagt, dass die von der Röntgenabteilung vergessen hatten, uns bescheid zu geben, dass sie abgeholt werden wollte. Es tut mir leid, dass ich an diesem Tag so neben der Spur war und ich verspreche, es kommt nicht wieder vor.

Beichthaus.com Beichte #00026224 vom 08.05.2009 um 08:41:03 Uhr in Dortmund (14 Kommentare).

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