Einseitige Liebe

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Verzweiflung Ignoranz

Ich muss etwas loswerden, das mir heute noch leidtut. Vor ungefähr vier Jahren lernte ich über das Internet, über ein gemeinsames Hobby, einen jungen Mann kennen. Wir chatteten, unterhielten uns, tauschten irgendwann Nummern und dann besuchte ich ihn irgendwann auch. Alles lief total super und easy, bis er mir etwas später, als ich schon wieder abgereist war, dann beichtete, dass von ihm aus Gefühle im Spiel seien und er mehr wollte. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich einfach nicht gemerkt habe, oder vielleicht nicht merken konnte, weil das von mir aus eben nicht der Fall war - dabei habe ich eigentlich immer ein ganz sicheres Bauchgefühl bei solchen Angelegenheiten und war sehr verwirrt. Ich sagte ihm ehrlich, wie es war, dennoch blieben wir in Kontakt und auch Freunde. Er schrieb mir damals, dass das nicht einfach für ihn sein würde, aber ich war sicher, dass wir das irgendwie hinbekämen, zumal ich ihn eben so gern hatte.

Das Ganze gipfelte irgendwie darin, dass wir zusammen eine richtig große Reise in eine Metropole an der U.S. Ostküste starteten, knapp ein Jahr später, nachdem sich die Angelegenheit mit den unerwiderten Gefühlen für mich schon so gut wie erledigt hatte. Wir haben weiterhin jeden Tag in Kontakt gestanden und das wurde eben nicht mehr angesprochen oder zum Problem gemacht. Ich muss gestehen, dass ich eher rational als romantisch veranlagt bin und mich generell mit Gefühlen sehr schwertue, mir aber, wenn sie denn da sind, auch sicher bin. Als wir dann von der Reise, auf der ebenfalls wirklich nichts gelaufen ist oder angedeutet wurde, wieder in der Heimat waren, schrieb er mir, dass er so nicht weitermachen könne und dass es besser wäre, wenn der Kontakt abgebrochen würde. Das war damals absolut ein Schlag gegen den Kopf, ich habe es dann aber so gesehen, dass es tatsächlich nicht gut ist, wenn ihn das so mitnimmt. Und so wurde sich dann über das Handy praktisch ein "Lebewohl" gewünscht.

Heute sitze ich hier immer noch wie abgefuckt, muss die ganze Zeit daran denken und habe ein superschlechtes Gewissen, warum ich damals nicht irgendwas gemerkt habe und ob das eigentlich wirklich die Freundschaft war, für die ich sie hielt, bis es zum Kontaktabbruch kam. Offenbar nicht, und ich habe es wirklich einfach nicht gewusst. Ich denke noch immer absolut unromantisch an diesen jungen Mann, vermisse ihn aber dennoch, auch nach 2,5 Jahren, tierisch. Ich glaube, manchmal sollen Dinge einfach nicht sein, und doch macht es mich wütend, dass die Welt es zulässt, dass sich zwei Leute mit so unterschiedlichen Absichten so gut verstehen können. Ich bin mittlerweile lange in eine andere Stadt gezogen, habe andere Telefonnummern und Mailadressen und weiß, dass er im Ausland ist, da eine Internetsuche nach seinem Namen dies ergeben hat. Manchmal wünsche ich mir einfach den Kontakt zurück, habe aber dann wieder die Angst, dass es erneut so ausgeht. Ich wollte nie, dass er verletzt wird. Vielleicht gibt es ja eine Gedankenübertragung und er liest diese Beichte irgendwann. M. aus B., es tut mir leid, dass alles so gekommen ist und ich hoffe, dass du hier oder in der Ferne das Glück findest, das du verdienst.

Beichthaus.com Beichte #00036072 vom 01.07.2015 um 22:49:12 Uhr (5 Kommentare).

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Blaskonzert mit Folgen

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Ekel Peinlichkeit Wollust

Ich (w/23) studiere und bin Single, also nutze ich dies auch immer gerne aus und nehme mir ab und an einen Stecher mit nach Hause! Da spricht ja auch nichts dagegen. Eines Abends also ereignete es sich, dass ich im englischen Garten an einem ruhigen Fleckchen lag und […]
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Beichthaus.com Beichte #00036071 vom 01.07.2015 um 22:31:03 Uhr (10 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Multikulti in Deutschland

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Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft

Multikulti in Deutschland
Ich wohne in einer Großstadt und arbeite in einer Kanzlei. Wir haben eine relativ flache Hierarchie und verstehen uns recht gut untereinander. Das Team ist ziemlich multikulti. Von der türkischen Mitarbeiterin bis hin zum kroatischen Mitarbeiter ist so einiges dabei. Es sind sehr nette Kollegen und ich habe auch schon Freundschaften knüpfen können. Nun zu meiner Beichte: Ich hasse es förmlich, wie Multikulti Deutschland überrennt. Es ist der absolute Wahnsinn. Als ich in dieser Stadt, in meinem Kiez, aufgewachsen bin, war alles noch angenehm. Auf 20 Deutsche kamen gefühlte 2-5 Ausländer. Mittlerweile fühlt man sich als Deutscher allerdings in der Minderheit. Die Straßen und die Gebäude versiffen. Geht man durch bestimmte Bezirke mit hohem Ausländeranteil, kann man sich anschauen, wie heruntergekommen alles ist. Die Läden sind alle verbarrikadiert, da es eine hohe Kriminalitätsrate gibt. Ich kann nicht verstehen, wie man so blind sein kann, und trotzdem ständig schreit "Refugees Welcome". Bei meiner Arbeitsstelle gibt es ein Gesundheitszentrum, zu dem viele Ausländer müssen. Man muss sich nur mal anschauen, was da alles rein und raus geht, da kriegt man das blanke Kotzen.

Als Konsequenz dieses Multikulti-Wahns werde ich bei der nächsten Wahl für die AFD stimmen. Ich kann einfach nicht mehr zulassen, dass dieses Land so vor die Hunde geht. Ich kann noch einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Glaubt mir, es ist kein Spaß als deutsche Kartoffel an einer Schule zu sein, die einen Anteil von 90 Prozent "Deutsche mit Migrationshintergrund" hat. Und dabei war es nur die Grundschule. Auch wenn ich liebe Menschen aus anderen Kulturkreisen kennen und mögen gelernt habe, möchte ich irgendwie verhindern, dass weiter der Asylanten-/Flüchtlingsschlamassel vorangetrieben wird. Die guten Leute überwiegen leider nicht die schlechten Leute. Daher bitte ich um Absolution, da sich anscheinend ein kleiner brauner Teufel in mir versteckt.

Beichthaus.com Beichte #00036070 vom 01.07.2015 um 22:10:38 Uhr (40 Kommentare).

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Ich bin eine Hure

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Verzweiflung Prostitution Zwang

Ich bin Abschaum. Ich bin eine Hure, nichts weiter als eine dumme Hure. Das Einzige, was ich zu meiner Verteidigung sagen kann, ist, dass ich es nicht gewusst habe. Ich dachte, es könnte mich nicht treffen. Aber es hat mich getroffen. Aber der Reihe nach, ganz langsam. […]
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Beichthaus.com Beichte #00036069 vom 01.07.2015 um 20:35:28 Uhr (34 Kommentare).

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“Beichte

Mord in einer lauen Sommernacht

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Peinlichkeit Polizei Kinder Maxdorf

Ich möchte etwas beichten, was mir seit 20 Jahren auf der Seele liegt. Ich, damals ein 14-jähriges Teenie-Mädchen durfte an einem Freitag nach der Schule bei meiner besten Freundin übernachten. Wir sind also nach der Schule zu ihr und hatten sturmfreie Bude, weil ihre Eltern an dem Abend ausgehen wollten. Es war eine schöne Sommernacht und wir saßen beide gemütlich auf der Terrasse ihres Dachgeschosses. Als wir die Nachbarn nebenan beim Vögeln hörten, bekamen wir natürlich einen heftigen Lachanfall, und um nicht gehört zu werden, verkrochen wir uns in ihr Zimmer nebenan. Irgendwann hörten die Nachbarn auf und wir kamen auf eine wirklich dumme Idee: Wir machten überall die Lichter aus und fanden die Idee lustig, uns aus dem Dachfenster die Seele aus dem Leib zu stöhnen. Wir fanden es irre lustig, so zu tun, als würden wir beim Sex abgehen. Nach ungefähr fünf Minuten hatten wir aber keine Lust mehr drauf. Wir hatten unseren Spaß und gingen dann runter ins Wohnzimmer, um fernzusehen.


Keine halbe Stunde später stand die Feuerwehr vor der Tür und fragte uns, wo unsere Eltern seien. Wir, natürlich der Lage noch nicht bewusst, meinten, dass ich zu Besuch bei ihr bin und ihre Eltern später kommen würden. Dann kam die Polizei, nahm unsere Personalien auf und bat uns, bitte erst einmal im Haus zu bleiben und niemandem die Tür zu öffnen außer den Kollegen, die gleich noch kommen würden. Als sie gingen, wurden wir natürlich neugierig, und um etwas zu sehen, sind wir wieder auf die Terrasse gegangen. Die ganze verdammte Straße war komplett gesperrt. Zehn Polizeiwagen, zwölf Krankenwagen und mehrere Feuerwehrwagen. Alle aneinandergereiht. Ich übertreibe nicht, denn wir haben sie alle einzeln gezählt. Und das nur, wie sich später laut Auskunft der Polizei bestätigte, weil "mehrere Nachbarn den Notruf gewählt haben und berichtet haben, dass ein Mann seine Frau und seine Kinder ermordet." Sie hätten angeblich flehende und quälende Schreie gehört, dann hätten die Schreie nach mehreren Schüssen (wir haben auf den Sims gehauen) urplötzlich aufgehört.


Es tat mir damals schon sehr leid, dass ein so dummer Scherz solche Konsequenzen nach sich gezogen hat und noch heute, wenn ich mich daran erinnere, schaudert es mich. Es tut mir immer noch sehr, sehr leid. Auch haben wir mehr Glück als Verstand gehabt, und die Sache wurde nicht weiter verfolgt, nachdem alle Häuser im Umkreis noch in der Nacht untersucht wurden. Ich habe bis heute das Gefühl, dass einer der Feuerwehrmänner ganz genau wusste, dass wir Mist gebaut hatten. Ich hoffe wirklich, dass es damals keinen wirklichen Notfall gegeben hat und wegen uns Einsatzfahrzeuge gefehlt haben.

Beichthaus.com Beichte #00036068 vom 01.07.2015 um 19:24:06 Uhr in Maxdorf (1 Kommentare).

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