Brotlose Kunst

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Falschheit Feigheit Lügen Arbeit

Ich arbeite in einem Atelier und bin den ganzen lieben langen Tag damit beschäftigt, Kunst jeglicher Art zu machen. Ich verdiene auch was, klar, aber das ist wirklich ein Witz. Und ich meine das nicht arrogant, von wegen, ich wäre so ein großer Künstler und man gibt mir nur 10.000 Euro pro Objekt - sondern wirklich sehr wenig, quasi unter dem Hartz-IV-Satz. Naja, wenn ich alkoholisiert bin und neue Leute kennenlerne, knallt in meinem Gehirn irgendwie eine Sicherung durch und ich erzähle dann, was ich für eine große Nummer bin. Ich übertreibe dabei jetzt nicht maßlos, aber schon genug, um es als komplette Lüge zu bezeichnen. Wie hart es mit der Kunst ist, dass es gute und schlechte Monate gibt, dass ich manchmal Sachen für Tausende Euro verkaufe und dann wieder nicht. Ich hasse mich auch jedes Mal danach wieder, dass ich so einen Stuss erzähle. Aber neulich habe ich jemanden kennengelernt, von dem ich nicht denke: Den sehe ich eh nie wieder. Wir haben Nummern getauscht und schreiben uns und ich weiß einfach nicht, wie ich sagen soll, dass ich eigentlich ein verdammt armseliger Mensch bin und versuche, mich mit diesen Lügen zu profilieren. Ich will es definitiv richtigstellen, ich habe nur Angst vor der Reaktion. Entweder ich werde dann gehasst und verbannt oder mir wird verziehen, aber ich kann das einfach nicht einschätzen. Es tut mir echt leid und ich schäme mich so dermaßen dafür.

Beichthaus.com Beichte #00033146 vom 27.04.2014 um 12:03:15 Uhr (14 Kommentare).

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Der Waldscheißer

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Peinlichkeit Feigheit Ekel

Ich surfte gerade nichts ahnend bei einem sozialen Netzwerk herum und fand auf der Seite eines Bekannten ein Bild, welches er geteilt hatte. Der Ursprung des Ganzen war schnell ermittelt. Ein Mann, der im Wald eine Kamera aufgehängt hat, und dann die Bilder veröffentlichte. Das ist ja nicht weiter schlimm - wären nur die Tiere des Waldes zu sehen! Leider konnte ich mich selbst sehr gut erkennen, wie ich gerade mitten in den Wald scheiße. Das war vor einigen Wochen, ich war in einer Gegend, in der ich mich nicht auskannte, und bekam einen richtig Flotten. Also schnell angehalten und in den Wald - hätte ich das geahnt! Ich bin von hinten zu sehen und ich habe furchtbare Angst, erkannt zu werden. Den Bildersteller will ich aber auch nicht anschreiben und sagen: "Hallo, ich bin der Waldscheißer, den sie beim abseilen geknipst haben!" Ist das peinlich!

Beichthaus.com Beichte #00033098 vom 20.04.2014 um 16:17:29 Uhr (11 Kommentare).

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“35.000

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Das Kaninchen und die Katze

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Feigheit Engherzigkeit Dummheit Selbstsucht Tiere

Meine große Schwester hatte die Angewohnheit, unsere Haustiere, wenn sie sie loswerden wollte, einfach auszusetzen. Als ich 20 Jahre alt war, folgte ich ihrem Beispiel. Ich hatte einen Stallhasen aus schlechter Haltung gerettet und ihn dann im örtlichen Wandergebiet neben einem Reiterhof ausgesetzt. Monate später holte ich mir eine Katze vom Bauernhof. Doch als ich umzog, ließ ich sie auf den Feldern des Bauern zurück. Seitdem denke ich jeden Tag daran und es tut mir im Herzen weh, was ich den beiden Tieren damals angetan habe. Erst wollte ich ihnen ein beschützendes Heim geben und dann habe ich sie aus Hilflosigkeit, Überforderung und blind dem Handeln meiner Schwester folgend vor die Tür gesetzt und sich selbst überlassen, anstatt sie im Tierheim abzugeben. Inzwischen sind zehn Jahre vergangen und ich denke immer noch voller Schuld jeden Tag an das Kaninchen und die Katze. Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen. Heute benutze ich mein Gehirn zum Nachdenken und bin regelrecht fanatisch für die Rechte der Tiere engagiert, beschütze und umsorge sie. Jeder, der ihnen Böses tut, bekommt dann meinen Hass zu spüren. Ich beichte: Liebes Kaninchen und liebe Katze von damals, es tut mir aufrichtig leid, dass ich euch an die frische Luft gesetzt habe. Mein schlechtes Gewissen kann euer Schicksal auch nicht wieder gut machen.

Beichthaus.com Beichte #00033076 vom 17.04.2014 um 01:59:53 Uhr (20 Kommentare).

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Feige Mobberin

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Dummheit Feigheit Morallosigkeit Verzweiflung Dillenburg

Ich (w/22) schäme mich sehr für etwas, das ich damals mit ungefähr 13 Jahren getan habe. Ich und meine damalige beste Freundin haben ein Mädchen, das in meinem Nachbarhaus wohnte, gemobbt. Wenn wir sie sahen, wurde sie aufs Übelste beleidigt, einen Grund gab es dafür eigentlich nicht. Irgendwie haben wir immer einen draufgesetzt, sobald wir sie wiedersahen - bis es irgendwann so weit war, dass wir ihr auch an den Haaren zogen. Sie hat sich jedoch nie gewehrt und alles über sich ergehen lassen. Diese Sache verfolgt mich die ganze Zeit. Ich schäme mich so sehr und frage mich immer wieder, wieso ich das getan habe. Oft kann ich nachts nicht schlafen, weil es mich innerlich zerreißt, so ein Mensch gewesen zu sein. Vor Kurzem habe ich versucht, das Mädchen im Internet ausfindig zu machen, was mir auch gelang. Nur, dass ich bis jetzt zu feige war, um mich bei ihr zu entschuldigen. Ich schäme mich, jemandem so etwas angetan zu haben und jetzt habe ich nicht einmal den Mut, mich zu entschuldigen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033051 vom 14.04.2014 um 13:50:21 Uhr in Dillenburg (10 Kommentare).

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“Beichte

Das Monster im Schrank

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Feigheit Peinlichkeit Lügen Last Night

Ich musste bei der Beichte mit dem Zombie unterm Bett sehr schmunzeln. Ich habe Resident Evil im selben Alter wie der Beichter gespielt, mich hat aber eher die Szene traumatisiert, in welcher der Zombie aus dem Schrank gestürzt kam und bei der man das Tagebuch findet. Daraufhin habe ich bestimmt drei Jahre lang immer in meinen Schrank geschaut, ehe ich mich ins Bett gelegt habe. Ich hatte allerdings einen Kleiderschrank mit Schiebetüren. Die Schiene der Tür, die ich immer geöffnet habe, um nachzuschauen, ob sich da ein Zombie drin befindet, ist daraufhin irgendwann kaputt gegangen. Meine Eltern haben sich darüber gewundert und noch geschimpft, was für eine schlechte Qualität der Schrank doch habe. Ganz überwunden habe ich das leider auch noch nicht - wenn meine Freundin nicht da ist, schließe ich mich im Schlafzimmer ein und schaue doch ab und an noch kurz in den Schrank. Ich bin übrigens auch 30 und stehe mit beiden Beinen im Leben. Außerdem möchte ich beichten, dass ich meine Eltern bezüglich des Schrankes angelogen habe. Resident Evil spiele ich übrigens immer noch gerne und fürchte mich fast genauso wie damals.

Beichthaus.com Beichte #00033044 vom 13.04.2014 um 01:00:25 Uhr (7 Kommentare).

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