Meine Sucht nach dem Unglück

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Sucht Maßlosigkeit Internet Köln

Ich (m/28) bin süchtig nach Beichten. Nicht etwa, welche abzulegen, sondern sie zu lesen und mich an der Dusseligkeit und dem Unglück anderer Leute aufzugeilen. Das hat vor fünf Jahren angefangen und wurde dann immer mehr. Als ich das Beichthaus von vorne bis hinten durch hatte, durchsuchte ich das Internet nach Foren, in denen Leute ihr Fehlverhalten bekannten. Als ich da auch nichts mehr fand, ging ich im Internet in den englischsprachigen Bereich und suchte dort entsprechenden Stoff. Zum Glück kann ich ganz gut Englisch und wurde dort auch fündig. Weil es so unglaublich viel gibt, habe ich hier noch nicht alles durch. Inzwischen verwende ich jeden Tag mindestens sechs Stunden auf diese Beschäftigung. Ich habe durch diese Sucht auch schon mal meine Arbeitsstelle verloren. Die haben über mehrere Monate überwacht, welche Internetseiten ich besuche und wie lange, dann haben sie mich gefeuert. Ich habe jetzt wieder Arbeit, bin dabei aber mindestens drei bis vier Stunden jeden Tag damit beschäftigt, im Internet Beichten aufzuspüren. Ich habe aber jetzt Vorkehrungen getroffen, damit sie mich nicht mehr so leicht erwischen. Ich weiß, dass das idiotisch ist, aber ich komme einfach nicht weg davon. Wenn ich am Computer sitze, nehme ich mir fest vor, nicht nach Beichten zu stöbern, aber nach spätestens zehn Minuten bin ich auf einer entsprechenden Seite, ohne dass ich das bewusst getan habe. Ich habe das jetzt meinem Arzt gesagt und er hat mich zum Psychiater überwiesen. Aber ich bin doch nicht bekloppt, oder?

Beichthaus.com Beichte #00030400 vom 29.10.2012 um 00:47:35 Uhr in Köln (Krefelder Straße) (27 Kommentare).

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Vollrausch als Routine

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Trunksucht Maßlosigkeit

Ich (w/19) bin eigentlich ein "braves Mädchen". Ich mache nichts Illegales, nehme keine Drogen, habe dieses Jahr mein Abi gemacht, immer was für die Schule getan und jetzt kürzlich ein Studium begonnen. Allerdings habe ich ein Laster. Seit mittlerweile etwa vier Jahren betrinke ich mich wirklich jedes Wochenende zweimal exzessiv. Jeden Freitag- und Samstagabend ziehe ich mit dem festen Ziel los, am Ende des Abends komplett sturzbetrunken zu sein. Ob auf Partys, in der Disco oder einfach mit Freundinnen zu Hause, ist mir dabei eigentlich egal, Hauptsache, der Alkohol fließt. Ich habe zum Teil auch schon Familienfeiern oder ähnliches, die am Wochenende mittags stattfanden, abgesagt, um mich am Vorabend nicht beim Trinken zurückhalten zu müssen. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine Alkoholikerin, im Gegenteil, ich trinke von Sonntag bis Donnerstag (außer, wenn Ferien sind) keinen Tropfen Alkohol und habe auch schon am Wochenende problemlos darauf verzichtet, wenn es notwendig war. Es macht mir einfach Spaß, hemmungslos zu trinken und dann im entsprechenden Zustand zu sein. Natürlich habe ich öfters auch Filmrisse oder einen üblen Kater, aber das nehme ich gerne in Kauf. Außerdem bin ich eigentlich Nichtraucherin, aber sobald ich voll bin, rauche ich eine nach der anderen. Aber auch das macht mir nichts aus. Überraschend ist eigentlich nur, dass mir bisher noch nie irgendwelche folgenreichen Sachen im Suff passiert sind, allerdings liegt das wahrscheinlich daran, dass ich eine ziemlich harmlose Person bin und auch im Vollrausch harmlos bleibe. Einige meiner Freundinnen sind ähnlich eingestellt wie ich, andere schütteln schon ein bisschen den Kopf, angesichts meines Alkoholkonsums. Aber ich liebe es einfach, mich systematisch abzuschießen, und solange ich die Sache im Griff habe, denke ich auch nicht, dass ich damit aufhören muss.

Beichthaus.com Beichte #00030397 vom 28.10.2012 um 12:07:03 Uhr (65 Kommentare).

Gebeichtet von nerdinerd
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Zufallsbeichte
“Folge

Metalcamp 2012 in Tolmin

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Trunksucht Maßlosigkeit Musik Rangsdorf

Jedes Jahr zieht es tausende Besucher nach Slowenien zum Metalcamp. Gelegen in einer idyllischen Landschaft, direkt an einem der saubersten Flüsse Europas und neben einer netten Kleinstadt namens Tolmin wird es von vielen Metalheads als eines der saubersten und schönsten Festivals der Szene bezeichnet. Das Bier bekommt man hier schon um einen Euro pro Dose - wenn das jemandem nicht reicht genügt ein 30 minütiger Fußmarsch (hin und zurück) zum nächsten Supermarkt wo reichlich Alkohol zu angenehmen Preisen zu finden ist. Was tat ich dort also, als ich mitten in der Menge im Übereifer mein Geld verlor? Natürlich genervt zum Zelt zurückgehen, aus Frust die große Auswahl an gelagerten Getränken leeren, die restlichen Getränkebons an der Bar versaufen und irgendwann am späten Nachmittag mit enormen Kopfschmerzen aufwachen. Aber natürlich nicht, ohne vorher einer neuen Bekanntschaft während dem Knutschen vor die Füße zu kotzen und meine mühsame Zeltaufbauarbeit durch ungeschicktes Heimkommen beinahe zunichte zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00030372 vom 23.10.2012 um 21:39:29 Uhr in Rangsdorf (10 Kommentare).

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Mein erster Absturz

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Trunksucht Maßlosigkeit Peinlichkeit Stafstedt

Mit 14 war ich auf einem Geburtstag auf dem Land eingeladen. In diesem Alter eine der wenigen Gelegenheiten, so lange zu feiern, wie man will. Also habe ich das auch ausgenutzt. Anfangs trank ich nur zusammen mit meinen Freunden ein paar Bier, dann begannen wir Likörgläser in einem Zug zu leeren. Bald darauf folgten härtere Longdrinks. Als der Barkeeper sagte, es sei kein Orangensaft mehr übrig, trank ich den Vodka eben pur. Das war keine gute Idee. Nach vier Gläsern konnte ich mich kaum noch bewegen, mir war übel und schwindelig. Ein Freund wollte mich ins Bett bringen, aber ich kam nicht mehr so weit. Noch auf seinem Arm musste ich mich übergeben und damit hörte ich auch die nächsten zwei Stunden nicht mehr auf. Peinlich, alle hatten es mitbekommen. Als mein Magen sich endlich beruhigt hatte, küsste ich auch noch einen Jungen, den ich überhaupt nicht mochte und obwohl ich einen Freund hatte. Am nächsten Morgen ging es mir elend wie nie zuvor, ich war dehydriert und schämte mich sehr für die vergangene Nacht. Doch wenigstens war es mir ein Lehre, seit dieser Nacht kenne ich meine Grenzen und habe den Alkoholkonsum unter Kontrolle.

Beichthaus.com Beichte #00030314 vom 07.10.2012 um 21:02:49 Uhr in Stafstedt (22 Kommentare).

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“Beichte

Tintenpatronen auf Vorrat

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Diebstahl Maßlosigkeit Shopping Darmstadt

Als ich 7 Jahre alt war, habe ich regelmäßig bei Galeria Kaufhof Tintenpatronen geklaut. Ich hatte zwar noch keinen Füller, aber mein "Schatz" hat sich mit jedem Besuch in der Großstadt vergrößert. Heute (jetzt 21) benutze ich immer noch Tintenpatronen von damals, auch wenn die Tinte mittlerweile schon etwas verdunstet ist.

Beichthaus.com Beichte #00030286 vom 24.09.2012 um 19:27:23 Uhr in Darmstadt (Rheinstraße 2) (12 Kommentare).

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