Meine Suche nach der perfekten Frau

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Verzweiflung Begehrlichkeit Fremdgehen Gesellschaft

Ich (m/23) möchte hiermit beichten, dass ich aufgegeben habe. Alle meine Erfahrungen mit Frauen lassen sich auf ein einfaches Wort herunterbrechen: Betrug. Versteht mich nicht falsch. Ich selbst habe nie eine Partnerin betrogen. Fakt ist, dass alle Frauen, die ich kennengelernt habe und die mich interessant fanden und Sex mit mir wollten, zu dieser Zeit einen Freund hatten. Oft habe ich das auch erst erfahren, nachdem wir Sex hatten und meine Frage, wem denn die Boxershorts auf dem Flurboden gehören, zu einem freudigen: "Meinem Freund" führte. Wäre das nur einmal passiert, würde ich ja nichts sagen, aber ich komme inzwischen auf acht Frauen, die mit mir ins Bett wollten, während sie eigentlich vergeben waren. Ich habe immer abgelehnt, wenn ich wusste, dass sie eigentlich vergeben waren. Ich sehe weder besonders toll aus, noch vermittele ich den Eindruck, ein guter ONS-Partner zu sein.

Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Ich gebe auf. Mir wurde öfter gesagt, wie liebevoll ich mit Menschen umgehe, die ich wirklich mag. Aber ich höre in meinem Umkreis nur noch, dass alle ihre Partner betrügen, betrogen haben oder auf der Suche nach einem ONS sind. Ich habe mich immer selbst vertröstet, dass die Richtige noch auftauchen wird, aber nie hat mich eine Dame wertgeschätzt. Als Reaktion habe ich jetzt endgültig aufgegeben, einer der Damen geschrieben, die letztes Jahr ihren Partner mit mir hintergehen wollte, und für nächste Woche ein Date ausgemacht, das sicher auf Sex hinauslaufen wird. Unsere Gesellschaft ist eh nur auf Sex ausgelegt und jeder behauptet von sich, beziehungsunfähig zu sein. Ich breche also meinen eigenen Moralkodex, was mir ehrlich leidtut und verabschiede mich von dem Gedanken, eine liebevolle Partnerin zu finden.

Beichthaus.com Beichte #00036415 vom 21.08.2015 um 21:44:24 Uhr (13 Kommentare).

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Die geplatzten Träume der Flüchtlinge

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Vorurteile Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich (m/57) arbeite ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft, weil ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle. Seit Jahren bin ich auf Jobsuche, finde aber nichts. Keiner stellt im IT-Bereich alte Säcke ein, da sie noch aus der "alten Schule" sind. Das ist natürlich Unsinn, schließlich habe ich mich dauernd fortgebildet. Nun ja, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit und Rumgammelei wollte ich mal etwas Sinnvolles tun. Von den Nachrichten bekam ich das Versorgungschaos mit, sodass ich gleich am nächsten Tag mit anpacken wollte. Die Arbeit macht mir an sich Spaß, weil ich mit Flüchtlingen ins Gespräch komme. Oft erzählen sie mir von der strapazierenden Flucht durch den Balkan, was mich ehrlich gesagt sehr mitnimmt. Einige hingegen bringen ihre Zukunftspläne zu Wort. Ein Großteil der Flüchtlinge möchte Arzt, Anwalt oder Ingenieur werden. Woher diese hanebüchenen Wünsche herkommen, weiß ich nicht.

Wahrscheinlich hat denen ein Schleuser was von einer rosaroten Kuschel- und Spaßzukunft in Deutschland erzählt. Schleuser müssen ja auch werben. Jedenfalls bringe ich jeden dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Versteht mich nicht falsch, klar kann jeder irgendwann seine Ziele erreichen. Nur sind einige teilweise über 20 Jahre alt, können nur gebrochenes Englisch und sind nicht sehr intelligent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so jemand mal ein Studium beginnen soll. Dafür müsste man erst mal noch die allgemeine Hochschulreife erlangen. So kommt es halt, dass ich den glühenden Fantasien der Flüchtlinge ein Ende setzen muss. Ich will sie nicht kränken, trotzdem passiert genau das ziemlich oft. Ungeachtet dessen gebe ich aber Vorschläge. Den Immigranten rate ich eine Ausbildung im Handwerksbereich, da wir in Deutschland diese Stellen nicht vollständig besetzen und diese Berufe geistig weniger anspruchsvoll sind. Gerade in den Pflegeberufen mangelt es an Azubis.


Irgendwie fühle ich mich nach solch einem Gespräch immer schlecht, obwohl ich eigentlich geholfen habe. Man merkt meinen Gesprächspartnern an, dass für sie ein Traum geplatzt ist. Aber so ist das Leben. Deutschland ist kein Schlaraffenland. Selbst ein topausgebildeter IT-Spezialist wie ich findet keine Arbeit. Ich beichte hiermit, regelmäßig Flüchtlinge zu enttäuschen, obwohl sie nach einer schlimmen Reise nettere Worte bräuchten.

Beichthaus.com Beichte #00036414 vom 21.08.2015 um 20:33:59 Uhr (17 Kommentare).

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Einschränkungen im Rollstuhl

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Verzweiflung Verzweiflung Familie

Ich (w) habe einen Sohn (6), der im Rollstuhl sitzt. Er ist ein aufgeweckter Kerl, der seinen Weg sicherlich machen wird. Irgendwie beschäftigt mich aber eine Frage, die jetzt eigentlich total lächerlich ist. Ich frage mich des Öfteren, ob er als Jugendlicher auch mal einen draufmachen kann. So mit Party, Weibern und allem, was dazugehört. Hiermit beichte ich, dass ich mir wegen etwas, das erst in zehn Jahren aktuell wird, einen Kopf mache und deswegen manchmal schrecklich traurig bin.

Beichthaus.com Beichte #00036412 vom 21.08.2015 um 16:47:32 Uhr (18 Kommentare).

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Die Mentalität der Amerikaner

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Vorurteile Engherzigkeit Vorurteile Gesellschaft Internet

Ich bin seit ein paar Monaten im Internet überwiegend in englischsprachigen Foren und Communitys unterwegs, vorwiegend natürlich mit einem großen Anteil Amerikaner dabei. Und ich muss sagen, dass mir diese ganze Übertoleranz bezüglich diverser sexueller Präferenzen wie hetero, bi, homo, a, pan etc. sowie auch für die sogenannten "gender", also männlich, weiblich, unentschieden, oder auch trans, unglaublich auf die Nerven geht. Ich wurde so erzogen, das eben als ganz normal zu betrachten, ohne da so einen riesigen Deal darauszumachen und mich kotzt es mittlerweile richtig an, dass man nicht mal mehr in diesen Communitys unterwegs sein kann, ohne damit konfrontiert zu werden, dass irgendjemand stolz auf seine Vorliebe oder sein Geschlecht ist, oder deshalb diskriminiert wird und nur motzt.


Ich war geschockt, dass die amerikanische Ladenkette Target jetzt die Geschlechterbezeichnung bei Kinderartikeln weglässt. Also Spielzeug ist dort jetzt Spielzeug, ohne dabei als "für Mädchen" oder "für Jungs" bezeichnet zu sein. Ich finde das so albern, und das, obwohl ich es voll unterstütze, dass jeder akzeptiert wird, wie er ist, ohne großes Heckmeck. Übertoleranz bedeutet für mich, dass im Herzen dann doch wieder irgendwo Intoleranz herrscht, aber man nach außen so tut, als wäre das nicht so. Zum Beispiel eben, in dem man diese Bezeichnungen von seinen Schildern nimmt. Eltern feinden Eltern an, die gegen diese Veränderung im Laden sind und ihre Kinder dem Geschlecht des Kindes nach erziehen und andere Eltern feinden Eltern an, die ihr Kind ohne genderspezifische Aspekte erziehen. Keiner ist dem anderen gegenüber tolerant und alle meckern nur herum. Für mich ist Sexualität und Identität einfach etwas persönliches, das nur den Menschen selbst angeht. Keiner darf sich da einmischen. Ich warte drauf, dass die Amis das auch mal irgendwann einsehen.

Beichthaus.com Beichte #00036411 vom 21.08.2015 um 12:36:58 Uhr (8 Kommentare).

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Ich lebe nur in Second Life!

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Sucht Ignoranz Maßlosigkeit Masturbation Games

Ich (m/40) möchte beichten, dass sich mein ganzes Leben von der realen in die virtuelle Welt verlagert hat. Genauer gesagt: ich lebe nur noch in Second Life. Ich habe dort ein Avatar, das meiner realen Person ziemlich ähnlich ist. Mit diesem Avatar mache ich alles, wovon ich in der realen Welt nur träumen kann. Ich habe mehrere Häuser, alle direkt am Meer auf traumhaften Grundstücken, zwei Yachten, und natürlich Mädchen ohne Ende. Einer geregelten Arbeit gehe ich nicht mehr nach, ich lebe von Hartz IV, und das reicht mir auch völlig. Ich brauche ja nichts weiter als meine kleine Wohnung, meinen Computer und einen schönen großen Bildschirm. Vor dem sitze ich den ganzen Tag von früh morgens bis spät abends, nur etwa alle drei Tage gehe ich mal kurz aus dem Haus, um etwas zum Essen zu kaufen.

Morgens nach dem Aufwachen schalte ich den Computer an, gehe auf Second Life und schlüpfe in meinen Avatar. Als Erstes habe ich Sex, das heißt, mein Avatar nimmt sich ein unglaublich hübsches Mädchen und vögelt es nach Strich und Faden, wobei ich alle meine Fantasien auslebe. Dabei onaniere ich vor dem Bildschirm. Das wiederholt sich noch zwei Mal am Tag, wobei ich die letzte Sitzung immer abends direkt vor dem Schlafengehen habe. Ansonsten vergnüge ich mich in meinen diversen Häusern, fahre mit einer meiner Yachten spazieren oder mache im Internet diverse Spielchen, vorzugsweise Poker. Darin bin ich inzwischen so gut geworden, dass ich mir damit ein schönes Zubrot zu meinem Hartz IV verdienen kann. So genieße ich den Tag, Jahr aus Jahr ein, und freue mich meines Lebens. Was will ich mehr?

Beichthaus.com Beichte #00036410 vom 21.08.2015 um 02:53:49 Uhr (18 Kommentare).

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