Sparfüchse der Oberklasse

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Falschheit Geiz Peinlichkeit

Meine Freundin und ich haben zusammen ein Jahresbrutto von 140.000 Euro. Gleichzeitig sind wir die größten Sparfüchse, die es gibt. Wir kommen beide aus einfachen Verhältnissen und träumen von einem Haus mit riesigem Garten. Dafür tun wir eine ganze Menge und vor allem legen wir eine Sparsamkeit an den Tag, die ich sonst von niemandem kenne. Ein paar Beispiele:

1. In meiner Firma gibt es kostenlos Obst für die Mitarbeiter. Ich greife mehrfach täglich zu, nehme das meiste aber mit nach Hause, damit ich privat kein Obst mehr kaufen muss.
2. Wenn irgendwo Pfandflaschen auf der Straße liegen, nehme ich sie mit.
3. Nirgendwo brennt unnötig Licht, Spülmaschine und Waschmaschine werden erst eingeschaltet, wenn sie komplett voll sind und wenn wir überlegen, was am Wochenende gekocht wird, gucken wir erst einmal, was noch da ist und wo das Haltbarkeitsdatum bald abläuft. So haben wir seit drei Jahren keine Lebensmittel mehr wegwerfen müssen.
4. Wir fahren beide knapp 12 Jahre alte Autos. Wenn etwas kaputt ist oder Wartungsarbeiten anstehen, fahre ich in eine günstige Mietwerkstatt in einer eher schlechten Gegend und die Menschen, denen ich da begegne, würden niemals glauben, dass ich eigentlich in einer Führungsposition arbeite.
5. Normalerweise würde mir alle drei Jahre ein neuer Audi A4 als Firmenwagen zustehen. Ich habe ausgehandelt, dass mir der geldwerte Vorteil dieses Fahrzeugs aufs Gehalt aufgeschlagen wird, damit ich weiterhin mein billiges Auto fahren kann.
6. Wenn Freunde oder Kollegen aus ähnlichen Positionen zu Besuch kommen, stehen zwar teure Spirituosen oder Weinflaschen da, die ich auch gerne anbiete, tatsächlich habe ich diese Flaschen, nachdem sie leer waren, mit deutlich günstigerem Inhalt wieder aufgefüllt. Bemerkt hat dies noch nie jemand.

Ich könnte noch zig andere Sachen aufführen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Meine eigentliche Beichte ist nicht, dass ich den Konsumterror, der in weiten Teilen der Gesellschaft vorhanden ist, einfach nicht mitmache, sondern Folgendes: Ich fürchte, dass mein Drang nach dem großen Garten und auch der Wunsch, so große Rücklagen zu bilden, dass ich vielleicht nicht bis 67 arbeiten muss, sondern schon viel früher Zeit mit meinen Enkeln verbringen kann, mich langsam immer seltsamer macht. Auch wäre ich gerne ein Vorbild für meine Freunde und Kollegen, weil ich weit mehr als die Hälfte meines Gehaltes jeden Monat an die Seite packen kann, aber irgendwie traue ich mich nicht so recht, offen darüber zu sprechen, um nicht als Freak zu gelten. Auch heuchle ich manchmal Bewunderung und Anerkennung, wenn sich ein Kollege eine teure Uhr oder ein Auto der Oberklasse gekauft hat oder ich in eine Wohnung komme, die aussieht wie ein Apple-Store, obwohl ich innerlich nur den Kopf schütteln kann und mich frage, wie man sein Geld derart verbraten kann

Beichthaus.com Beichte #00036920 vom 26.10.2015 um 10:59:15 Uhr (38 Kommentare).

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Sex mit dem besten Freund

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Lügen Falschheit Peinlichkeit Ekel

Ich (w/16) bin vor einem Jahr betrunken mit einem guten Freund in der Kiste gelandet. Wir haben uns geschworen, es niemanden zu erzählen, doch er erzählt es jetzt, also ein Jahr später, jedem. Nun zur Beichte: Immer, wenn mich Leute fragen, ob es stimmt, dass ich mit ihm Sex hatte, sage ich: "Nein, das stimmt nicht. Ich würde nie etwas mit so einem Schmierpot anfangen." Ich bitte um Vergebung, aber es ist mir halt megapeinlich, vor allem weil er jetzt extrem ungepflegt geworden ist.

Beichthaus.com Beichte #00036908 vom 24.10.2015 um 16:24:30 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Zu blöd zum Scheißen

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Peinlichkeit Ekel Dummheit Bad Kissingen

Heute ist mir (w/34) mein Smartphone aus der Seitentasche meiner Sweatshirtjacke nach dem Stuhlgang ins Klo gefallen. Ich habe es gleich sorgfältig mit feuchtem Toilettenpapier gesäubert und mit Desinfektionsmittel eingesprüht. Ich möchte hiermit beichten, dass ich zu blöd zum Scheißen bin!

Beichthaus.com Beichte #00036903 vom 23.10.2015 um 17:19:57 Uhr in 97688 Bad Kissingen (8 Kommentare).

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Privater Rückzugsort an der Uni

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Studentenleben

Ich (w/24) habe gerade in der Uni eine meiner geliebten Sitzungen abgehalten, einfach mal 30 Minuten beim Kacken auf dem Klo entspannen. Dabei nutze ich bevorzugt die einzige Behindertentoilette, weil sie sehr geräumig ist, über einen eigenen Spiegel und Waschbecken verfügt und man dort einfach seine Ruhe hat. Diesen Ort nutze ich im Unistress oft zum Entspannen und verweile da eine halbe Stunde oder länger, spiele auf meinem Handy rum, lese Beichten, esse in Ruhe etwas oder nutze den Spiegel zum Schminken, Frisieren und so weiter. Heute wurde ich in meiner kleinen Oase jedoch gestört, denn ich hörte nach 30 Minuten jemanden vor der Tür zu jemand anderem sagen: "Ich warte schon seit einer Ewigkeit, dass da jemand rauskommt", und darauf folgte ein energisches Klopfen und ein genervtes: "Dauert das noch lange?!" Mir war es sehr peinlich, da nun rauszukommen, nach 30 Minuten, zumal der fensterlose Raum noch ziemlich intensiv mit meiner Duftmarke erfüllt war. Mit hochrotem Gesicht kam ich raus und sagte zu der sichtlich verärgerten Studentin "Tut mir leid, ich muss mir seit Kurzem Insulin spritzen und komme damit noch nicht so klar." Der Studentin war ihr unwirsches Verhalten sofort sichtlich peinlich und sie entschuldigte sich mehrmals bei mir. Sie sagte mir, dass sie nur auf die Behindertentoilette gehen könne und dass viele Studentinnen diesen Raum zum Schminken missbrauchen. Mir tut es leid, dass ich die behinderte Studentin so angelogen habe, andererseits bin ich auch froh, dass ich mich doch noch würdevoll der Situation entziehen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00036892 vom 22.10.2015 um 10:41:58 Uhr (16 Kommentare).

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Leben mit sozialer Phobie

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Peinlichkeit Verzweiflung Manie

Ich (m) habe eine soziale Phobie, das heißt, dass ich Angst vor menschlichem Kontakt habe. Zuerst dachte ich, es ist nur Schüchternheit, aber im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass es nicht mehr im standardmäßigen Rahmen liegt. Vor allem in der Schule fällt es mir schwer, in Gruppen zu arbeiten oder eine Präsentation vor den anderen zu halten. Auch in der Pause sitze ich lieber alleine in einer Ecke, statt zu einer Gruppe zu gehen. Allgemein stellt das Reden mit Menschen außerhalb meiner Familie für mich eine Prüfung dar. Selbst in der Familie verschließe ich mich gegenüber anderen, ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich mich ändern möchte oder nicht. Den Psychologen und Therapeuten habe ich am Ende einer Therapie immer versichert, dass nun alles in Ordnung ist. Dabei möchte ich den Menschen helfen, weil ich Menschen liebe. Ohne dieses Selbstbewusstsein wird dies zu einer Mammutaufgabe für mich. Ich bewundere die Menschen, die jeden Tag glücklich ihren Alltag leben und sich für andere einsetzen, auch wenn es ihnen natürlich nicht immer gut geht. Ich wollte eigentlich über die Herbstferien einen Minijob als Reinigungskraft machen, um das Geld irgendwohin zu spenden, auch wenn der Geldbetrag lächerlich gering wäre, vielleicht hätte ich jemandem damit etwas geholfen. Stattdessen habe ich mir darüber Sorgen gemacht, wie ich vor den Leuten auftreten würde und dass ich möglicherweise versage. Bitte vergebt mir mein egoistisches Verhalten. Ich weiß, dass ich mich zusammenreißen muss, wenn ich meine Ziele durchsetzen möchte!

Beichthaus.com Beichte #00036888 vom 21.10.2015 um 21:39:53 Uhr (8 Kommentare).

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