Das Leid der Anderen

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Boshaftigkeit Zwang Morallosigkeit Verrat

Ich (m/35) habe über die Jahre hinweg ein fast schon zwanghaftes Verhalten entwickelt. Ich finde es nämlich überaus erotisierend und anregend, den Menschen, die persönliche Probleme oder schlechte Angewohnheiten haben, ihren Kampf gegen eben diese so schwer wie möglich zu machen. Über die Jahre hinweg habe ich mich auch in etlichen Selbsthilfegruppen angemeldet, weil sich dort immer die Sorte Mensch befindet, die mich richtig rattig macht. Ich habe schon viele schlimme Taten begangen. Mit einem meiner "Freunde" von den Anonymen Alkoholikern habe ich die ganze Nacht durchgezecht, sodass er sich an gar nichts mehr erinnern konnte - am nächsten Morgen starteten wir dann auch wieder mit einem Sixpack Bier. Er war durch seine Krankheit halt schon ziemlich angeschlagen und einige Monate später starb er an einer Alkoholvergiftung. Ich habe auch schon Raucher wieder auf den Pfad des Glimmstängels geführt und laufe jeden Morgen mit einem reichlich belegten Wurstsemmel an einem Obdachlosen vorbei. Und in der Straßenbahn tat ich letztens so, als würde ich mit jemandem telefonieren, während ich eine offensichtlich magersüchtige junge Frau abfällig anstarrte. Ich ließ mich dann darüber aus, dass manche Leute großen Mut und viel Selbstvertrauen beweisen, weil sie sich mit einem solchen Schwabbelbauch überhaupt noch vor die Tür und in die Öffentlichkeit wagen. Ich denke, ich brauche keine weiteren Beispiele mehr anzubringen, denn ich habe wohl ausgedrückt, worin mein Problem liegt. Meistens tut es mir im Nachhinein leid, aber ich kann es einfach nicht lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032134 vom 29.10.2013 um 19:50:40 Uhr (30 Kommentare).

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Leben ohne Schlaf

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Dummheit Neugier Peinlichkeit

Vor Kurzem erinnerte eine Freundin mich an ein Experiment, das ich (w) in der zehnten Klasse durchgeführt habe. Damals wollte ich sehen, wie lange ich wach bleiben kann, ohne durchzudrehen. Also habe ich mir einen Energydrink für den Notfall und ein Buch gekauft, damit ich meine "Erfahrungen" niederschreiben kann. Am ersten Tag - es war ein Montag - war ich ziemlich müde und musste mich konzentrieren, dass ich während des Unterrichts nicht einschlief, aber ansonsten war alles recht normal. Am zweiten Tag war ich erst müde und wurde dann nach einiger Zeit richtig aufgedreht und war sogar wacher als normalerweise. Der "Wahnsinn" fing erst am dritten Tag an. Ich starrte die ganze Unterrichtsstunde über auf meine Hand - ohne auch nur einmal aufzusehen. Es fühlte sich an, als seien nur ein paar Sekunden vergangen, aber als die Stunde dann plötzlich beendet war, stieß mich meine Sitznachbarin an - in den Stunden darauf ging es genau so weiter. Ich starrte irgendwelche Punkte in der Luft an, ohne zu blinzeln oder den Blick abzuwenden. An diesem Abend trank ich dann den Energydrink, da ich kurz davor war, einzuschlafen. Aber wer will mir das nach 72 Stunden ohne Schlaf auch verdenken? <br /> <br /> <br /> Am vierten Tag habe ich nur kryptische Aufzeichnungen angefertigt, die ich teilweise gar nicht mehr verstehe. Auch meine Erinnerungen sind verschwommen. Ich weiß nur, dass ich Halluzinationen hatte. Man hat mir erzählt, dass ich einen Stift an die Tafel geschmissen habe - knapp am Lehrer vorbei - weil ich dachte, dass der Teufel mein Heft klauen wollte. Ich dachte auch, dass meine Hand mit dem Tisch verschmilzt, und sah generell andauernd irgendwelche komischen Gestalten. Kurz gesagt war es wohl ein bisschen so, wie man sich unter der Einwirkung von LSD fühlt. Eine Freundin brachte mich dann noch während der Schulzeit nach Hause, als ich anfing den Lehrer anzuschreien, er solle seine "Emus doch in der Garage behalten". Dort legte sie mich dann in mein Bett und hat sich meine ausgedachten Geschichten angehört, bis ich schließlich eingeschlafen bin. Am Freitag - dem fünften und letzten Tag meines Experiments war ich nicht in der Schule. Meine Mutter schaffte es nicht, mich aufzuwecken. Ich habe über 19 Stunden geschlafen, wobei ich nicht weiß, ob man das noch als schlafen bezeichnen kann, denn es muss ja schon fast komatös gewesen sein. Die Freundin, die mich ins Bett gebracht hatte, hat mir im Übrigen auch die Ereignisse des letzten Tages erzählt. Warum ich das hier beichte? Nun, ich möchte mich für all die Sachen, die ich meinen Lehrern, den anderen Schülern und auch Fremden an den Kopf geworfen habe, entschuldigen. Und bei meiner Mutter für den Ärger, den sie mit mir hatte.

Beichthaus.com Beichte #00032132 vom 28.10.2013 um 14:19:46 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Mein Vergnügen mit ihren Kleidern

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Fetisch Masturbation Begehrlichkeit

Ich (m/20) habe einmal meine damalige Freundin besucht, die aus Süddeutschland kam. Wir hatten vier Tage voller Freude und Spaß - denn schon ab dem ersten Tag an, als sie mich vom Flughafen abholte, sah sie unglaublich scharf aus. Also von den Klamotten her - deshalb […]
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Beichthaus.com Beichte #00032131 vom 28.10.2013 um 12:59:30 Uhr (8 Kommentare).

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Eine Kiste voller Erinnerungen

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Falschheit Neugier Morallosigkeit Partnerschaft

Mein Freund (31) und ich (26) sind vor Kurzem zusammengezogen. Gestern hat er ein paar Fotos von uns in eine Schachtel einsortiert und diese geöffnet im Schlafzimmer stehen lassen. Heute Morgen fiel sie mir auf, ebenso wie all meine alten Haftnotizen und kleinen Nachrichten, die er gesammelt und dort hineingepackt hatte. Ich freute mich, dass er diesen Kleinigkeiten so viel Wert beimisst, und wollte das Ganze nochmals lesen. Schnell wurde mir allerdings klar, dass dieser Karton voll mit anderen Erinnerungsstücken war - mit Postkarten, Tickets und Ähnlichem. Ganz unten aber lagen unzählige Briefe und Nachrichten von seiner Ex-Freundin, mit der er noch heute gut befreundet ist. Außerdem waren ein paar Zettel dabei, die aussahen wie die Tagebucheinträge, in denen er die, damals für ihn sehr schlimme Trennung, zu verarbeiten versuchte.<br /> <br /> Ich möchte beichten, dass ich die Privatsphäre meines Freundes verletzt und all die Sachen - bis auf die Tagebucheinträge - gelesen habe. Und das, obwohl sich jeder denken kann, dass diese Intimitäten einer längst vergangenen Beziehung mich absolut nichts angehen. Ich schäme mich vor mir selbst, dass seine Sachen nicht vor mir sicher sind, ich würde auch nicht wollen, dass er all die alten Liebesbriefe und Zeugnisse meiner vergangenen Beziehungen liest, aber ich konnte der Neugierde nicht widerstehen. Ich finde es okay, so etwas aufzuheben, weil man mit jedem/jeder Ex auch schöne Zeiten geteilt hat - man sollte sicher sein dürfen, dass der Partner das respektiert und die Finger davon lässt. Was mich noch mehr beschämt, ist, dass ich respektvoll genug war, seine Tagebucheinträge nicht zu lesen - aber ihre Briefe über ihr intimstes Gefühlsleben geradezu aufgesogen habe. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie enttäuscht er wohl von mir wäre. Und wie sie wohl von mir denken würde, wenn sie wüsste, dass ich gelesen habe, was vor etlichen Jahren nur für ihn bestimmt war. Es tut mir leid, dass ich mich so kindisch verhalten habe!

Beichthaus.com Beichte #00032130 vom 28.10.2013 um 15:23:12 Uhr (9 Kommentare).

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“Folge

Der Kunde ist König

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Hass Zorn Arbeit

Ich (w/25) arbeite in einem überregional bekannten Möbelhaus - in der Schlafzimmer-Abteilung. Mir war auch schon immer klar, dass man von Kunden keine besondere Intelligenz erwarten kann. Aber es gibt genügend, die zu dumm sind, um geradeaus zu laufen. So kommt es, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032128 vom 28.10.2013 um 11:08:13 Uhr (14 Kommentare).

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