Die Jacke von der Nazimarke

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Verschwendung Morallosigkeit Selbstsucht Begehrlichkeit

Ich beichte, dass ich mit 14 Jahren eine 250 Euro teure Jacke zu Weihnachten bekommen habe, obwohl meine Eltern das Geld dafür eigentlich nicht hatten. Meine Großeltern hatten auch noch dazugelegt. Das Schlimme an dieser Jacke war, dass sie nicht nur bei uns angesagt war, sondern auch von einer Nazimarke, die mit L beginnt. Dabei war ich nie rechts eingestellt, ich wollte die Jacke einfach nur, weil sie modern war und weil das eine coole Mädchen, das ich damals unbedingt begeistern wollte, sie auch hatte. Sie hat geraucht, war sehr stark geschminkt und hatte schon einen Ex-Freund. Das fand ich damals bewundernswert. Erst später erfuhr ich, dass ihre Jacke aus Polen war und wohl gerade mal 25 Euro gekostet hatte. Ein paar Monate später habe ich mich dann mit diesem Mädchen gestritten und die Jacke nie wieder angehabt. Mir tut es heute noch leid, dass meine Familie dafür 250 Euro ausgegeben hatte.

Beichthaus.com Beichte #00034171 vom 23.10.2014 um 12:03:11 Uhr (8 Kommentare).

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Der Traum von einem besseren Leben

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Trunksucht Peinlichkeit Ekel Last Night

Ich (m/19) war am Samstagabend, mit dem saufwütigen Haufen, welchen ich meine Freunde nenne, einen trinken. Um ehrlich zu sein, waren wir bereits den ganzen Tag am Saufen und ich kam schon gut geladen in der Bar an. Nach einigen weiteren mit Alkohol getränkten Stunden wurde es dann schwarz. Ich musste mich, trotz Gedächtnisverlust, noch 2-3 Stunden in der Bar aufgehalten haben, bis ich mit dem Taxi den Heimweg antrat. Ich schaffte es wohl ins Bett und begann zu träumen. Es war nicht einfach nur ein normaler Traum. Es war der mit Abstand realste und intensivste Traum, den ich jemals hatte. Durch den Filmriss, durch den ich vergessen hatte, dass ich überhaupt existiere, und durch die Restwirkung des Alkohols muss der Traum noch realer gewirkt haben. In dem Traum hatte ich eine Familie. Zwei Töchter und eine Frau. Ich hatte einen guten Job, so gut, dass ich mir einen fetten BMW und ein schönes Einfamilienhaus mit Garten leisten konnte, ohne dass meine Frau arbeiten musste. Meine Töchter waren wunderbare, anständige Mädchen. Die eine musste ungefähr neun Jahre alt gewesen sein, die andere 13. Der Traum ging ziemlich lange und war komplett zusammenhängend. Meistens ganz normale Alltagssituationen.


Doch zwangsläufig wachte ich irgendwann auf. Ich rutschte aus dem schönen Traum in mein Bett. Blöderweise gab es hier auch keinen dicken BMW, aber dafür hatte ich mich vollgeschifft. Aber noch blöder war, dass ich mich nicht ausgezogen hatte. Die armen Zigaretten. Irgendwann wurde mir dann auch klar, wie blöd der Traum eigentlich war. Ich beichte, dass ich einen Großteil des Sonntags damit verbracht habe, Geldscheine auf dem Heizkörper zu trockenen und mich über den Traum kaputtzulachen, während ich schon wieder besoffen war. Der Traum ist deshalb so lustig, weil ich das absolute Gegenteil von dem Mann im Traum bin. Ich bin ein arbeitsloser Alki, der gerade am überlegen ist, ob er die mittlerweile wieder trockenen Zigaretten rauchen soll. Ich bin ziemlich armselig und bitte deshalb um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034142 vom 20.10.2014 um 14:28:26 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Glutenfrei

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Falschheit Völlerei Maßlosigkeit Familie Ernährung

Aufgrund verschiedener Bücher hat meine Mutter aktuell einen Anti-Gluten-Trip, der nicht mehr normal ist. Dies hat nicht nur eine Umstellung der künftigen Ernährungsgewohnheiten zur Folge, sondern hat meine Mutter dazu veranlasst, normale Lebensmittel wie Cornflakes, Nudeln und Sonstiges einfach wegzuwerfen. Der Höhepunkt war, als mein Vater mir einen Beutel Quarkbällchen mitgebracht hat, wie er es manchmal eben tut, und meine Mutter diesen unter wutentbranntem Gebrüll wegwerfen wollte. Zudem kam sie einmal in mein Zimmer gestürmt, weil sie gesehen hat, dass ich mir am Abend zuvor Frikadellen aufgewärmt hatte, welche auch Gluten enthalten. Um sechs Uhr morgens wurde ich also wegen Frikadellen geweckt - mit der Aussage, dass ich hoffentlich fürchterliche Magenkrämpfe habe. Außer Verwunderung darüber, dass die Frikadellen die Säuberungsaktion trotz des Glutens überstanden haben, hatte ich allerdings nichts. Zu meiner Beichte: Inzwischen haben mein Vater und ich uns kleine Vorräte angelegt, in denen wir Brötchen und andere glutenhaltige Lebensmittel lagern. Zudem haben wir verschiedene Tiefkühlkost ganz unten in der Gefriertruhe gelagert, wo meine Mutter kaum hinsieht. Wenn meine Mutter dann Spätschicht hat, werden diese Lebensmittel genüsslich gegessen. Sorry Mama, aber du bist in dem Punkt einfach zu extrem!

Beichthaus.com Beichte #00034121 vom 16.10.2014 um 14:00:03 Uhr (17 Kommentare).

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Kleine Lügen in der Beziehung

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Lügen Selbstsucht Misstrauen Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich nicht immer ehrlich in meiner Beziehung bin. Ich habe mit meiner Freundin wirklich riesiges Glück gehabt! Sie sieht hammermäßig aus und ist auch wirklich sehr nett. Sie vergibt mir alles und liebt mich von ganzem Herzen. Sie gibt mir wirklich das Gefühl, dass ich der Einzige für sie bin. Ich liebe sie natürlich auch sehr. Ich würde ihr nie etwas Schlimmes antun, da sie ein wundervoller, selbstloser und großzügiger Mensch ist. Nun ist es allerdings so: Sie hat schon ein paar Mal gesehen, dass ich mit ein paar Mädchen schreibe. Manchmal flirte ich auch mit ihnen oder schreibe ein bisschen versaut. Da ich es ihr nicht erzählt habe und sie es dadurch aus Zufall erfahren hat, war sie sehr gekränkt, traurig und am Boden zerstört. Daraufhin habe ich ihr versichert, es nicht mehr zu machen. Allerdings bin ich jedes Mal aufs Neue so blöd und schreibe wieder mit irgendwelchen Freundinnen und flirte mit ihnen. Warum genau weiß ich leider nicht. Ich würde nie "mehr" mit ihnen machen - alles nur in Gedanken, nie physisch. Zusammenfassend beichte ich also, dass ich meine Freundin, die mich über alles liebt, jedes Mal aufs Neue anlüge und ihr damit vermutlich seelischen Schaden zufüge.

Beichthaus.com Beichte #00034114 vom 15.10.2014 um 12:36:30 Uhr (10 Kommentare).

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“Folge

Die Entführung meiner Freundin

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Morallosigkeit Selbstsucht Partnerschaft Molbergen

Ich (m/21) möchte beichten, dass ich meine Freundin (18) quasi entführt habe. Im Herbst des letzten Jahres habe ich meine Freundin über ein Videospiel kennengelernt. Da ich allerdings in Deutschland und sie in Österreich lebte, dachte ich erst nicht an eine mögliche Beziehung. Sie hingegen hatte wohl gleich Gefühle für mich. Da wir uns über einen gemeinsamen Bekannten kennenlernten und der Kontakt zu diesem abbrach, verloren wir uns irgendwann auch aus den Augen. Ich schrieb sie im Frühjahr dann einfach an, um wieder mal ein bisschen mit ihr zu "zocken."
Wir skypten und zockten viel und schließlich verliebten wir uns ineinander. Zu meinem Geburtstag kam sie mich dann besuchen, keine zwei Monate später. Wir verbrachten eine wunderbare Woche miteinander und konnten uns kaum wieder voneinander trennen. In der kommenden Zeit besuchte ich sie recht häufig mit dem Auto.


Ich vernachlässigte meine Arbeit für die Fahrten zu meiner Liebsten und sie ihre Berufsschule. Im Sommer bin ich dann noch einmal zu ihr gefahren, wir haben ihre Sachen gepackt und sind zusammen nach Deutschland gefahren, sie sollte von nun an bei mir wohnen. Ich muss dazu sagen, dass ich noch zu Hause wohne, meine Eltern zu dieser Zeit allerdings im Urlaub waren und ich sie bei ihrer Rückkehr vor vollendete Tatsachen gestellt habe. Trotz allem haben sie meine Freundin aufgenommen und ich bin ihnen unendlich dankbar dafür. Wir sind unglaublich glücklich zusammen und ziehen in einigen Wochen in unsere eigene Wohnung. Auch eine Arbeit hat sie hier gefunden und ich bin jeden Tag meines Lebens dankbar für dieses unglaubliche Glück. Ich möchte trotzdem beichten, da ich ein 18-jähriges Mädchen aus den Armen ihrer weinenden Mutter gerissen habe, um mit ihr den Rest meines Lebens zu verbringen. Außerdem möchte ich beichten, dass ich von meinen Eltern so viel verlangt habe, ohne sie vorher über meine Pläne zu informieren.

Beichthaus.com Beichte #00034108 vom 14.10.2014 um 16:08:51 Uhr in Molbergen (10 Kommentare).

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