Geprägt von den Taten meines Bruders

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Zorn Missbrauch Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) bin eigentlich ein verständnisvoller, toleranter und herzlicher Mensch. Genau, eigentlich. Seit meinem elften Lebensjahr habe ich ein Problem damit, andere Menschen an mich ranzulassen. Nicht einmal meiner Familie kann ich diese gewisse Familienliebe erwidern. Das hängt mit einem Erlebnis zusammen, welches mein Leben oder besser gesagt mich verändert hat. Mit elf Jahren wurde ich körperlich misshandelt. Seither habe ich mit ganzer Kraft versucht es zu verdrängen, doch je älter ich wurde, desto stärker wurde ich damit konfrontiert. Zum Beispiel in der Schule war Misshandlung ein sehr heikles, aber wichtiges Thema. Im Unterricht wollte ich immer im Boden versinken, denn ich fühlte mich minderwertig und ungeliebt. Meine Eltern wussten nie etwas davon und wissen es noch heute nicht. Ist vielleicht besser so. Denn der Täter ist mein fünf Jahre älterer Bruder. Ihr habt es erfasst. Damit die Familienidylle nicht zerstört wird, schwieg ich all die Jahre.


Doch irgendwie wurde ich immer schlecht behandelt von meinen Eltern. Mein Bruder war schulisch gesehen viel besser und begabter als ich. Das ließ ich mir auch immer gefallen, diesen ständigen Vergleich, wer besser war. Natürlich habe ich sehr viele andere Talente, wie zum Beispiel das Singen, Texte und Geschichten schreiben, und ich beherrsche auch mehrere Fremdsprachen. Und trotzdem reichte das niemals aus. Ich empfinde sehr oft einen Hass auf meine Familie und noch mehr einen Hass auf mich. Meine Laune schwankt nicht, doch wenn ich wütend bin, dann werde ich zu einer dunklen Person, die mit keinem ein Wort wechselt und alles in sich frisst - bis es herausplatzt. Ich fühle mich einerseits schlecht, wie ich alle um mich herum behandle, mit dieser Distanz, Unerreichbarkeit und manchmal mit diesem inneren Hass. Eine Zeit lang dachte ich, dass ich an Schizophrenie leide, aber es gibt keinerlei Zeichen oder Meinungen von meinen Mitmenschen. Ich denke, dass so ziemlich jeder verschiedene Facetten hat, jedoch nicht alle zum Vorschein kommen.


Mit meinem Bruder habe ich regelmäßigen Kontakt und wir unternehmen viel zusammen. Seit vier Jahren hat er auch eine Freundin mit der er inzwischen verlobt ist. Ich verdränge es immer noch so gut es geht, doch es zerfrisst mich jeden Tag immer mehr. Doch abgesehen von all dem, möchte ich meine Seele befreien und mich bei den Menschen für mein Verhalten entschuldigen. Ich bin keine Egoistin, keine Rassistin, keine Verräterin und keine Tyrannin. Und trotzdem fühle ich mich wie all das. Es tut mir von Herzen leid, wirklich.

Beichthaus.com Beichte #00032801 vom 01.03.2014 um 20:45:51 Uhr (27 Kommentare).

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Hass auf Langzeitstudenten

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Hass Faulheit Ungerechtigkeit Vorurteile Studentenleben

Ich möchte beichten, dass ich diese chronischen Langzeitschmarotzer hasse. Was geht in solchen Leuten eigentlich vor? Haben die alle keinen Ehrgeiz oder sind die nur faul? Und dann immer diese Ausreden! Hier mal ein Krankheitssemester wegen eines chronischen Sonnenbrandes, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032764 vom 23.02.2014 um 10:52:07 Uhr (34 Kommentare).

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Das Kind in der Katzenbox

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Internet Kinder

Das Kind in der Katzenbox
Ende November letzten Jahres war ich (w/31/alleinerziehend) zu Besuch bei einer Freundin, welche am Wochenende Geburtstag gefeiert hat. Da sie selbst Kinder hatte und auch andere Eltern mit ihren Kindern da waren, habe ich natürlich meinen vierjährigen Sohn auf die Feier mitgenommen. Die Kinder haben sich auch ganz gut verstanden und zum Ende hin, als fast schon alle gegangen waren, waren nur noch mein Sohn und die Kinder der Gastgeberin übrig. Meine Freundin hat auch eine Katze, und die Kinder fanden es irgendwann schließlich lustig, die Katze nachzuahmen und holten auch eine größere Katzen-Transportbox irgendwo hervor und krabbelten abwechselnd in die Transportbox rein, wir fanden es wirklich amüsant und es war unglaublich niedlich. Meine Freundin hat auch nicht gezögert, schnell ein paar Fotos mit dem Smartphone zu machen, und versprach mir, mir diese später zu senden. Die Kinder hatten da sehr viel Spaß und haben sich immer gegenseitig in die Box eingeschlossen und wieder herausgelassen.

Gegen Abend verließen wir schließlich die Feier und meine Freundin stellte wenig später die Fotos auch in ein bekanntes soziales Netzwerk und markierte mich auch auf der Pinnwand. Die meisten Kommentare waren sehr positiv und es ging ja aus den Fotos von den Kids in der Katzenbox eindeutig hervor, dass das ein Gag war. Aber irgendjemand schien sich daran zu stören, denn Mitte Dezember bekamen meine Freundin und ich fast zeitgleich einen unangemeldeten Besuch vom Jugendamt und auch wenig später eine Vorladung, beim Jugendamt zu erscheinen. Ich war völlig schockiert und wusste nicht, um was es ging, bis ich mit den Fotos von den Kindern in der Katzenbox konfrontiert wurde. Die Frau vom Jugendamt war so eingebildet und stur, dass sie nicht glaubte, dass es nur Spaß war. Sie war der festen Überzeugung, dass hier das Kindeswohl gefährdet ist, und mein Sohn, bzw. die Kinder meiner Freundin von uns unmenschlich, geradezu barbarisch behandelt werden, und drohte mir mit Konsequenzen. Ich fiel aus allen Wolken, konnte mich aber zusammenreißen, gab eine Erklärung ab und für mich war die Sache damit auch geregelt. Heute Morgen erhielt ich einen schönen Brief, dass der Fall weiter bearbeitet wird, und nun der Richter meinen vier Jahre alten Sohn sprechen möchte, da das Verfahren eröffnet wurde. Ich weiß nicht, was ich machen soll, die ganze Situation wirkt so surreal, ich war immer eine gute Mutter und habe mein Kind auch nie misshandelt. Ich möchte deshalb beichten, dass ich mich von dieser Situation fertigmachen lasse und jeden darauf hinweisen, dass man nicht so dumm sein sollte, alles zu veröffentlichen - vielleicht benutzt es irgendwann jemand gegen euch.

Beichthaus.com Beichte #00032737 vom 17.02.2014 um 12:53:47 Uhr (57 Kommentare).

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Die Bäder der Reichen

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Neid Ungerechtigkeit Verschwendung Arbeit

Ich (m/35) bin Fliesenleger, habe zwei Kinder und bin seit vier Jahren dabei ein kleines Haus abzuzahlen. Meine Frau muss auch arbeiten gehen, denn sonst könnten wir uns das alles nicht leisten. Meine Beichte ist, dass ich einen zunehmenden Neid auf die Kunden meines Chefs entwickele. Mein Chef hat sich darauf spezialisiert, sehr edle Badezimmer einzurichten. Die Arbeiten dort sind sehr anspruchsvoll und die Bäder sind wunderschön. Unsere Kunden sind gewöhnlich sehr reiche Leute, die finanziell ausgesorgt haben, sie arbeiten also selber auch nicht mehr. Einige dieser Kunden haben es sich zur Angewohnheit gemacht, ihr Haus laufend zu renovieren. Häufig sind es die Frauen, denen das alte Badezimmer nach einem Jahr nicht mehr gefällt. Um mal einen Preis zu nennen, so ein Badezimmer kostet durchaus auch mal 80.000 Euro. Die alten Materialien landen dann tatsächlich im Bauschutt, nach dem rausstemmen sind sie nämlich völlig kaputt. Mir tut es jedes Mal leid, wenn ich ein Badezimmer, das erst ein Jahr alt ist, wieder rausstemmen muss. Natürlich verdiene ich so immer wieder Geld, auch wenn mein Arbeitslohn nicht höher ist als nach Tarif. Meine Frau musste letztes Jahr zweimal den Beruf wechseln und ist Geringverdienerin. Es ist einfach alles so ungerecht, ich arbeite den ganzen Tag und werde mir niemals Marmor im Bad leisten können.

Beichthaus.com Beichte #00032736 vom 17.02.2014 um 14:39:08 Uhr (21 Kommentare).

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Die Karrierechancen bei der Bank

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Morallosigkeit Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Arbeit Stuttgart

Ich war nie gut in der Schule. Nach einem mittelmäßigen Realschulabschluss machte ich eine Lehre zur Einzelhandelskauffrau in einem Möbelhaus, die ich mehr schlecht als recht abschloss. Nach einem Jahr kündigte ich, um meine Fachhochschulreife nachzuholen, da ich beruflich weiterkommen wollte und kurz vor den Prüfungen bewarb ich mich bei einer Bank für eine Ausbildung zur Finanzassistentin - die Bedingung dafür war, dass ich mein Fachabitur bekomme. Allerdings habe ich die Mathematik-Prüfung nicht geschafft und damit war das Fachabi natürlich weg. Ich informierte den Personalchef der Bank darüber und er meinte, dass ich vorbeikommen solle, um das persönlich zu klären. Und da ich nicht gerade die Hässlichste bin, hatte ich die Lehrstelle nach einem kurzen Blowjob. Aber das ist noch nicht alles, das ich beichten möchte: ich zog die Lehre zwar durch, schnitt dabei aber reichlich schlecht ab und wurde in eine Filiale am Ende der Welt versetzt. Es machte mir keinen Spaß und war generell auch furchtbar langweilig. Bis ich dann von einer Weiterbildungsmaßnahme hörte, die einem die Leitung einer Filiale ermöglichen sollte - und der Ansprechpartner hierfür war der Personalchef. Deshalb möchte ich beichten, dass ich bei ihm einen Termin machte und mich auf seinem Schreibtisch vögeln ließ, nur um Filialleiterin zu werden. Ich verdiene wirklich gut, aber ich habe ein schlechtes Gewissen, da ich diesen Erfolg nicht verdient habe. In meinem Freundeskreis muss jeder wirklich hart arbeiten und viele haben keinen wirklichen Erfolg - oft trotz Studium. Deshalb bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032729 vom 17.02.2014 um 04:29:29 Uhr in 70173 Stuttgart (Königstraße) (29 Kommentare).

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