Der Mülleimermann kommt und tötet dich!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Zorn Kinder Bahn & Co.

Der Mülleimermann kommt und tötet dich!
Es ist schon mehr als 20 Jahre her, so Anfang der 90er Jahre. Damals gab es noch den InterRegio und andere tolle Züge, in denen man beispielsweise noch die Fenster öffnen konnte. Ich saß damals als etwa 17-jähriger Auszubildender im Zug, um zurück nach Hause zu fahren. Nebenan im Vierer saß eine Mutter mit einem etwa fünfjährigen Sohn, der völlig gelangweilt war und die ganze Zeit diesen dämlichen Mülleimer auf- und zugemacht hat. War ja auch zu kompliziert für die Dame, für ihren Jungen ein Buch oder Spielzeug einzupacken. Das Geräusch des Mülleimers ist schon nervig, wenn es nur einmal ertönt, umso schlimmer ist es, wenn es gar nicht aufhört. Die Mutter war völlig wütend, weil das Kind nicht aufgehört hat, drohte und keifte, doch es brachte alles nichts.

Nach weiteren fünf Minuten bin ich zu dem Jungen hin und habe ihm gesagt, dass beim nächsten Mal der Mülleimermann kommt, der Kinder, die ständig den Mülleimer im Zug öffnen, und den Jungen in ein einsames Versteck ziehen und ihn dort grausam umbringen wird, indem er ihm entweder den Bauch aufschneidet, den Kopf abschlägt oder die Kehle durchschneidet. Dann folgte ein verängstigter Gesichtsausdruck und danach Geheule. Aber es wurde kein Mülleimer mehr geöffnet. Und die Mutter sah mich nur dankbar an. Das fand ich schon klasse. Heute, wo Kinder als ach so schützenswert dargestellt werden, dürfte man sich so etwas nicht mehr erlauben. Da wäre sofort irgendein Gutmenschenverein wie Unicef oder Amnesty auf dem Anmarsch.

Beichthaus.com Beichte #00007277 vom 01.04.2006 um 03:06:21 Uhr (7 Kommentare).

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Kaffee im Büro

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Feigheit Lügen Selbstsucht

Mein Ex-Chef war im Gegensatz zu mir – einem chaotischen Wassermann – pedantisch, ordnungsliebend und korrekt. Er hat seinem Leben ganz der Arbeit gewidmet. Er hasste unnötige Kommunikation und hatte uns verboten, Kaffee am Arbeitsplatz zu trinken, wohlweislich habe ich meinen Kaffee trotzdem am Arbeitsplatz getrunken, natürlich nur, wenn er nicht da war. Ich gebe zu, ich hatte große Probleme in Ernst zu nehmen, gab es doch soviel Wichtigeres im Leben und was ist schon einzuwenden gegen einen netten Plausch unter Kollegen und ein gemütlicher Kaffee am Arbeitsplatz?

Im Gegensatz zu meinem eigenen gebrühten Kaffee, den ich morgens durchaus hätte auch trinken können, liebte ich den Bürokaffee. Wie jeden Morgen bin ich auch an diesem einen besagten etwas später gekommen, die Zeit bei einem Schwätzchen mit dem Lieblingskollegen verbummelt und ein Tässchen Kaffee rauslassend, mit dem Hintergedanken, heute ist der Chef ja nicht im Haus! Das Telefon klingelte und ich rannte in mein Büro, stolpere über die Akten und SCHREI, NEIN nicht über die weiße Knitterbluse. Die Tasse fliegt im hohen Bogen gegen die Wand! SUPER, die Bluse ist gerettet - aber oh mein Gott. Das darf jetzt nicht wahr sein!

Die Wand war voll mit einem hellbraunen Kaffeefleck. Mein erster Gedanke: Wie erkläre ich das meinem Chef? Meine Entscheidung: am Besten gar nicht und retten, was zu retten geht! Ich eile in die Küche, versuche mir vor den Kollegen nicht anmerken zu lassen, die übrigens so brav sind und ihren Kaffee immer in der Küche getrunken haben, und holte einen Putzlappen! Ich kam mir derweil vor wie in einem schlechten Sketch, denn trotz intensivem Rubbeln wird es nur noch schlimmer. Meine Idee, mittags weiße Wandfarbe zu holen, verwerfe ich auch gleich wieder. Da kommt mir doch der rettende Einfall! Die Putzfrau, die muss jetzt herhalten!

Ich rufe meinen Chef an und sage: "Herr X, Sie werden es nicht glauben, aber ich habe doch tatsächlich heute morgen die Putzfrau erwischt, wie sie einen Kaffeefleck von der Wand weg machen wollte, sie wollte auch nicht so recht rausrücken, wie das passiert ist. Ich vermute ja mal, sie hatten noch jemanden dabei", selbstredend, dass mein Chef stinkesauer war. Was soll´s er wird sich schon wieder beruhigen, denke ich mir und war froh, dass ich doch so ein ideenreicher, kluger Mensch bin!

Ganz so glimpflich lief die Geschichte nicht ab. Er hat der Putzfirma gekündigt und die Putzfrau zusammen geschissen. Ich stand im Hintergrund, immer wieder den Kopf schüttelnd, mit schlechtem Gewissen. Aufgeklärt habe ich es aber nie!

Beichthaus.com Beichte #00007204 vom 31.03.2006 um 05:37:55 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Jeder hat Komplexe!

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Dummheit Vorurteile Gesellschaft

Das hat unsere Gesellschaft aus uns gemacht! Man hat ANGST davor sich helfen zu lassen, ist das nicht traurig? In den USA ist es das Normalste auf der Welt zum Psycho-Onkel zu gehen, bei Small-Talks ist das sogar ein beliebtes Thema! Und was ist hier in Deutschland? Jeder wird als Weichei oder Versager beschimpft, weil wir in einer schmutzigen, oberflächlichen Leistungsgesellschaft leben in der der Einzelne nicht zählt! Wer sollte dir Vorwürfe machen, nur weil du Hilfe in Anspruch nimmst? Ist um einiges besser, als wenn du dir sonst etwas antust!

Wenn du Probleme hast, mit denen du alleine nicht klar kommst, LASS DIR HELFEN! Und vor allem: Lass die Leute reden, sollen sie dich meschugge nennen. Die haben alle ihre eignen Komplexe die sie aus Furcht vor der Meinung der "anderen" in sich reinfressen. Das Ganze artet in der allseits bekannten Mid-Life-Crisis aus. Erspar dir das, lass dir helfen und genieße dein Leben. Ach, ich möchte beichten, dass ich Anhänger der Scientology-Sekte bin. Als ehemaliger katholischer Pfarrer wollte ich das schon immer mal loswerden...

Beichthaus.com Beichte #00007202 vom 31.03.2006 um 05:17:14 Uhr (3 Kommentare).

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Ich war nur zwei Monate alleine

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Verzweiflung Begehrlichkeit Falschheit Gumtow

Ich bin mit zwei Jungs zusammen, die beide nichts voneinander wissen. Schlafe mit beiden und sage auch beiden, dass ich sie liebe. Das Schlimmste ist, dass ich eigentlich beide nicht sehr mag und so oft es geht versuche, ihnen aus dem Weg zu gehen. Ich bin mit ihnen nur zusammen um nicht Single zu sein. Ich bin jetzt 21 Jahre und die längste Zeit, die ich alleine war, waren zwei Monate. Irgendwie bin ich süchtig nach Beziehungen, auch wenn ich nicht glücklich darin bin. Was ich aber allen anderen Menschen nie sage.

Jetzt treffe ich heute wieder den einen und morgen den anderen und so langsam kann ich ihnen nicht mehr ins Gesicht sehen und sie doof und unschuldig anlächeln. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich schon seit Wochen auf meine Arbeit nichts mehr tu als im Internet zu surfen. Mir ist aber so langweilig hier, dass ich (außer über meine Chefin lustig zu machen) nichts anderes tun will.

Beichthaus.com Beichte #00007168 vom 30.03.2006 um 23:40:05 Uhr in Gumtow (2 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Noten im Englischunterricht

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Falschheit Dummheit Schule

Wir sitzen hier im Englischunterricht und lesen die Beichten, dabei müssten wir gleich noch unsere Englischhausaufgaben zeigen, die wir nicht gemacht haben und wir bekommen gleich noch unsere Noten!

Beichthaus.com Beichte #00007156 vom 30.03.2006 um 22:27:09 Uhr (1 Kommentare).

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