Keine zweite Chance

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Lügen Fremdgehen Stolz

Ich (m/24) habe mich mit 17 Jahren in ein 20-jähriges Mädchen - ich nenne sie "Emma" - aus meinem Mathekurs verliebt. Sie war "das" Mädchen der Schule: große Brüste, toller Hintern und eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Emma Stone. Allerdings wusste ich, dass sie einen Freund hatte, und habe mich nie getraut, sie mal anzusprechen, statt sie bloß zu beobachten.

Damals bestand für mich die Gefahr nicht versetzt zu werden, weil ich nichts für die Schule übrig hatte. Als es so weit war, dass ich der Schlechteste im Mathekurs war, habe ich beschlossen, mein Leben neu zu ordnen: Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Also habe ich unter anderem damit angefangen in meiner Freizeit den versäumten Mathestoff nachzuarbeiten. Nach ein paar Monaten wurde ich dann tatsächlich zum Klassenbesten. Als unsere Mathelehrerin für absehbare Zeit ausfiel, sollten wir anstelle des gewöhnlichen Unterrichts vorgegebene Aufgaben lösen. Wie es der Zufall wollte, wurde ich für diese zwei Wochen mit Emma in eine Zweiergruppe gesteckt. Also suchten wir uns immer einen leeren Klassenraum und haben dort die Schulstunden verbracht. Die Sympathie war auf Anhieb da, wir haben uns super verstanden und viel rumgealbert. Für mich war Mathe kein Thema mehr und dementsprechend habe ich mich bemüht, ihr die Dinge zu erklären, die sie nicht verstanden hat. Am nächsten Tag hat sie nach meiner Handynummer gefragt, für den Fall, dass sie "Schwierigkeiten bei einer Aufgabe hat".

Und so kam es, dass sie mich regelmäßig anschrieb, ganz ohne Matheprobleme. Das ging dann mehrere Wochen. Mittlerweile rief sie sogar mehrmals täglich an, und wenn ich nicht dran ging, kam eine traurige und zugleich süße SMS hinterher. Bei Schulausflügen saß sie extra neben mir, hat mit mir geredet und Körperkontakt gesucht. Irgendwann fragte sie immer dringlicher nach einem Treffen, wollte mit mir was trinken gehen und mehr Zeit zusammen verbringen. Dann endlich haben wir uns am Wochenende bei ihr verabredet. Als ich sie am Abend zuvor anschrieb, um den Zeitpunkt festzulegen, bekam ich einen Anruf von ihrem Handy, allerdings mit der wütenden Stimme ihres Freundes, der mir sämtliche Knochenbrüche androhte, wenn ich nicht die Finger von seiner Freundin lasse. Auf seine Drohungen habe ich allerdings nicht viel gegeben, denn den Typen brauchte ich nicht zu fürchten. Emma schien zwar Ärger mit ihm zu haben, wollte sich allerdings nach wie vor mit mir treffen. Obwohl die Versuchung groß war, das Wochenende bei ihr zu verbringen, kam die Erkenntnis, dass ich danach nicht mehr in den Spiegel schauen könnte: Immerhin hat sie mir nach all der Zeit nie etwas von ihrer Beziehung erzählt - ganz egal, ob ich sowieso davon wusste oder nicht. Für mich war sie mit einem Schlag eine Schlampe, die keine Konsequenzen zieht, sobald sie Interesse an einem anderen Kerl hat.


Ich bin nicht zu unserer Verabredung gefahren, sondern habe ihre Nummer, Nachrichten und Fotos gelöscht. Als sie mich dann anrief, sagte ich ihr, dass ich nicht kommen werde und sie sich entscheiden soll, was oder wen sie wirklich möchte. Ab diesem Zeitpunkt habe ich ihre Anrufe weggedrückt und die weiteren Nachrichten nie beantwortet. In einer SMS stand, dass sie mit ihrem Freund Schluss gemacht hat und es gerne noch mal mit mir probieren würde. Dass sie mich vermisst und sich wohl verliebt hat. Aber ich Arschloch habe es mir zur Aufgabe gemacht, sie eiskalt zu ignorieren, und ihr keine Aufmerksamkeit zu schenken.
Noch Wochen danach habe ich bemerkt, wie sie mich im Unterricht beobachtet hat, kurz davor war in Tränen auszubrechen und den Raum verließ, wenn ich in der Nähe war. Sie wechselte sogar den Mathekurs. Als sie erfuhr, dass ich in einer Beziehung war, ließ sie mir eine Nachricht mit ein paar liebevollen Worten zukommen. Mit ihrer besten Freundin habe ich dann irgendwann auch noch was angefangen, um sie eifersüchtig zu machen. Zwei Jahre lang hat sie mir jedes Mal zum Valentinstag eine nette SMS geschickt. Bis zum Abschluss habe ich es geschafft, kein Wort mit ihr zu sprechen.


Ich möchte beichten, dass ich dieser Frau offenbar sehr wehgetan habe. Und obwohl sie mit ihrem Freund Schluss gemacht und sich so sehr ins Zeug gelegt hat, habe ich ihr nie eine zweite Chance gegeben. Stattdessen hatte ich nichts Besseres zu tun, als ihr wehzutun. Es tut mir leid, dass es so ausging.
Laut Facebook-Profil arbeitet sie heute in einem kleinen Laden. Manchmal überlege ich, in meine Heimatstadt zu fahren, um sie dort zu besuchen und auf einen Kaffee oder zum Essen einzuladen. Aber vielleicht ist es auch gut, wenn es bleibt, wie es ist.

Beichthaus.com Beichte #00031319 vom 31.05.2013 um 22:22:47 Uhr (22 Kommentare).

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Die freizügigen Bilder meiner Cousine

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Masturbation Morallosigkeit Diebstahl

Meine Cousine (19) hat mir ihre Festplatte geborgt, damit ich ihr etwas kopiere. Ich habe ein wenig gestöbert und unter anderem jede Menge Fotos gefunden. Sie hat sich oft mit Freundinnen und ihrer Schwester, wahrscheinlich unter Alkoholeinfluss, fotografiert. Hauptsächlich in Unterwäsche. In einem anderen Ordner habe ich Bilder gefunden, auf denen sie mit einer Freundin oben ohne zu sehen ist. Dies sind aber keine Partybilder, sondern wirklich gute Aufnahmen, nicht billig, sondern echt stilvoll.
Sie hat wirklich geile Brüste. Schon mit 13 Jahren habe ich an sie gedacht, wenn ich an mir rumspielte. Und jetzt, da ich diese Bilder habe, bin ich fast dauergeil. Aber ich komme mir auch ziemlich schäbig dabei vor, weil sie nicht weiß, dass ich diese Bilder habe und ihre Freundinnen schon gar nicht. Ich würde die Bilder nie veröffentlichen, oder jemandem zeigen. Ich sehe sie mir nur für mich an. Trotzdem ist mir bewusst, dass ich das nicht sollte. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00031308 vom 30.05.2013 um 20:00:17 Uhr (23 Kommentare).

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Durch Willensstärke ist alles machbar

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Hass Vorurteile Ignoranz

Ich (m/16) bin ein Mensch, der immer einige Probleme hatte, die dazu geführt haben, dass ich oft Kommentare einstecken musste. Ich bin von Natur aus nahezu ohne Muskeln geboren, mit Hängeschultern bis zum Bauchnabel, Armen, die durch Windstärke vier zu zerbrechen drohen und einer Hühnerbrust, bei der man die Rippen durch das T-Shirt sehen konnte. Außerdem habe ich ziemlich gelispelt. Meinem Umfeld ist dies aufgrund der Gewohnheit nicht stark aufgefallen, dem Rest jedoch schon. Da hört man schon mal Kommentare wie "Spargeltarzan", "Komm ich nehme dir die Tasche ab, nicht dass du umfällst", oder auch einfach nur Wiederholungen von Worten, die ich aufgrund des Lispelns falsch aussprach. Irgendwann hatte ich die nötige Motivation und Ambition gesammelt, um zum nächstbesten Logopäden zu gehen und mich dort behandeln zu lassen. Nach einem gescheiterten Versuch ging ich es nach ein paar Monaten erneut an, und siehe da, ich habe das Lispeln verlernt. Mein Umfeld hat es dann plötzlich gestört, dass sie sich umgewöhnen mussten, aber mittlerweile sind sie es auch gewohnt. Nun war ja noch das Problem der körperlichen Beschaffenheit, wobei ich hier anmerken muss, dass es mir hierbei nicht wirklich um mein Umfeld ging, von mir aus hätte man mir mein Leben lang dazu Sprüche reindrücken können, aber es ging wirklich um persönliches Wohlbefinden. Also die Fitness und natürlich die Zufriedenheit mit der Ästhetik, wobei das, denke ich mal, bei jedem eine Rolle spielt. Nun gehe ich seit über einem halben Jahr trainieren und sehe schon meine Erfolge. Sie sind nicht groß, und mein Körper braucht recht lange um sich zu steigern, aber trotzdem sehe ich jetzt normalgewichtig aus und bin es inzwischen auch.


Lange Rede kurzer Sinn: Seitdem ich alle Probleme, die irgendwie zu bewältigen waren, gelöst habe, kriege ich das Kotzen, wenn ich Leute höre, die Lispeln, oder übergewichtige Menschen sehe, die auch anscheinend damit nicht zufrieden sind. Genauso bei Leuten, die sich zu dünn finden, oder nicht sportlich genug. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch Willensstärke alles machbar ist, und wenn die Leute damit unzufrieden sind, oder sich sogar neben mir darüber beschweren, dann kann ich nicht nachvollziehen, wieso diese Leute nicht einfach ihren Arsch bewegen und endlich etwas dafür tun.

Das Problem ist, ich bin in der Meinung immer ziemlich gespalten. Einerseits könnten sie etwas tun damit sie glücklicher werden und einfach diesen Weg beschreiten, ohne lange nachzudenken, andererseits tut es mir auch leid, dass ich solche Gedanken habe, weil man nie weiß, welche Gründe die Leute haben. Ich denke, beim Lesen versteht man, was ich meine. Einerseits kann es sein, dass die Person einfach nur zu faul ist, und derjenige eigentlich keine Berechtigung hat sich zu beschweren, weil es ja selbst verschuldet ist, andererseits gibt es auch Einzelfälle. Ich weiß, das ist nur eine halbe Beichte, weil ich eigentlich zu beiden der oben genannten Aspekte stehe. Jedoch denke und hoffe ich, dass der Aspekt, bei dem ich nichts zu Beichten habe, von euch nachvollzogen werden kann. Ich bitte um Absolution für den Hass, den ich entwickle, und ich versuche, das in den Griff zu bekommen und Leute nicht mehr im Voraus zu verurteilen.

Beichthaus.com Beichte #00031294 vom 28.05.2013 um 18:32:17 Uhr (15 Kommentare).

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Rache im Kindergarten

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Dummheit Rache Hass Kindergarten

Ich (m) werde seit meinem vierten Lebensjahr von meinem schlechten Gewissen verfolgt. Dazu möchte ich sagen, dass ich wirklich nicht diese Art von asozialem Kind war und es in dieser Situation für mich und meine Freunde logisch erschien, sich so zu verhalten. Alles fing an, als wir im Kindergarten ein neues Kind in die Gruppe bekommen haben. Dieser Junge, sein Name ist mir entfallen, war ein ekliges, unverschämtes, mieses und unerzogenes Kind. Bei jeder Gelegenheit verpetzte er uns. Das schlimmste war jedoch das Essen. Bei jedem Mittagessen rotzte oder nieste er in unser Essen, immer in das eines anderen. Wir hassten ihn. Dann kam das tollste für uns Kinder, nämlich der Winter. Da wir im Kindergarten einen für uns riesigen Hügel hatten, der allerdings nie wirklich groß, geschweige denn hoch war, schnappten wir unsere Schlitten und diese Poporutschdinger. Direkt hinter dem Hügel war unser Sandkasten mitsamt Klettergerüst und dort war auch eine Rutsche verbaut. Da unser ungeliebter Gruppenkamerad zu dumm war, sich selbst anzustoßen, bat er uns um "Starthilfe". Nun kam unser fieser Racheakt. Meine Freunde und ich schubsten ihn mit so viel Schwung in Richtung Spielplatz, dass er mit lautem Knall seinen Oberkörper an der Unterseite der Rutsche platzierte und der Schlitten noch ein paar Meter weiter fuhr. Bis heute lachen wir über diese Geschichte, weil er es unserer Meinung nach wirklich verdient hatte, da sonst nichts bei ihm fruchtete. Ich bin zwar der festen Überzeugung, dass er es verdient hatte, habe jedoch immer noch ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00031275 vom 25.05.2013 um 11:26:22 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Mein zerrüttetes Leben

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Verzweiflung Fremdgehen Misstrauen München

Ich (w/18) bin jetzt seit über einem Jahr glücklich mit meinem Freund (20) und liebe ihn über alles. Ich habe, auch wenn es sich nach der kurzen Zeit vielleicht komisch anhört, vor, mit ihm zusammenzuziehen und auch eine Familie mit ihm zu gründen. Alles läuft perfekt, er ist liebevoll, lustig und auch vom Äußeren her ist er mein absoluter Traummann. Ich bin wirklich überglücklich, mit ihm zusammen zu sein. All diese Gefühle wieder ausleben zu können, musste ich über eine riesige Zeitspanne lernen, und er ist, zusammen mit meiner Mutter, die einzige Person, die ich aufrichtig lieben kann.

Was nun folgt, sind eine Reihe erbärmlicher Rechtfertigungen für mein Verhalten, welches ich im Folgenden weiter erläutern möchte. Ich habe einen riesigen Vaterkomplex, der daher rührt, dass mein Erzeuger wirklich der schlechteste Mensch ist, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Eigentlich alles, was ich für diesen Mann empfinde, ist die Hoffnung, dass er bald ablebt und ich an das nicht zu knappe Erbe komme. Dies scheint beim ersten Lesen hart zu klingen, doch wer seine eigene Frau schlägt, sie dann schwanger sitzen lässt und sich dann im schönen Osten mit der nächstbesten Chantal eine achtköpfige Familie zusammenvögelt, hat es nicht anders verdient. Er ist über dies hinaus nicht fähig, ein nettes Wort für seine Erstgeborene, ein von ihm gewolltes Wunschkind, übrig zu haben und wirft ihr stattdessen nur an den Kopf, dass er sich wünscht, sie sei nie geboren worden. Er verdient es in meinen Augen nicht, mit mehr als Verachtung behandelt zu werden. Mein Grundvertrauen ist also das erste Mal erschüttert worden. Als meiner Mutter dann aus beruflichen Gründen noch der zweite Mann samt meiner kleinen Schwester abhaute, was sie in Depressionen stürzte, war alles aus. Mit meinen sieben Jahren durfte ich täglich die Wohnung aufräumen, Essen einkaufen und Zigaretten holen. Meine Mutter saß lange am PC und flüchtete sich in Online-Rollenspiele. Das Jugendamt bekam von der Sache mit, holte mich hinaus und steckte mich dafür in eine Pflegefamilie, die mit allen Mitteln versuchte, meine ohnehin labile Mutter mit abfälligen Kommentaren wie: "Sie bekommen Ihre Tochter niemals wieder, das versprechen wir Ihnen", in den Selbstmord zu treiben.

Mir wurde immer erzählt, meine Mutter sei eine schlechte Person, und ich solle dem Jugendamt immer fein erzählen, dass ich sie nie wieder sehen möchte. Wie sehr sie mich dabei unter Druck setzten und meine ohnehin angeknackste Kinderseele Stück für Stück weiter auseinanderrissen, störte sie nicht. Hauptsache das Kindergeld und das Geld durch die Unterstützung vom Jugendamt stimmte. Nach langem Kämpfen und vielem Hin und Her bekam meine Mutter mich nach einer langen Kur und vielen Therapien dann doch wieder - nach beinahe vier Jahren in der Hölle. Auf der einen Seite sehe ich diese Situation als Weckruf, der zur Genesung meiner Mutter führte, andererseits war es für mich die Hölle auf Erden. Durch viele Schulwechsel hatte ich nie Freunde und auch keine erwachsenen Bezugspersonen. In Psychotherapien wurde mir, ich war damals um die elf oder zwölf, immer gesagt, wie furchtbar erwachsen ich doch sei. Doch dass das alles die Schuld von jahrelangem Hin- und Herschieben und zunehmender emotionaler Abstumpfung war, darauf kam natürlich niemand. Ich konnte nicht mit den Kindern in meinem Alter spielen. Ich verachtete sie mehr oder weniger für ihre unbekümmerte Lebensweise. Tief in Innerem jedoch war ich wohl aus heutiger Sicht betrachtet nur neidisch, weil sie ein perfektes Leben hatten und ich aus einer zerrütteten Familie kam. Mit jungen Jahren hatte ich also schon mehrere Selbstmordversuche hinter mir, weil ich alles nicht mehr ertragen konnte. Ich vermisste meine Mama, die Liebe und Zuneigung und das befreite Lachen, die Sicherheit eines Zuhauses, welches mir in jedem Moment wieder unter den Füßen weggerissen werden konnte.

Lange Rede, kurzer Sinn - mein Inneres war zerrissen. Vertrauen fassen konnte ich zu niemandem. Ich bin nie fähig gewesen, "verknallt zu sein", auch Schmetterlinge im Bauch sind mir fremd. Ich habe eine riesige Bindungsangst und Vertrauensprobleme. Ich habe meine erste Beziehung mit meinem eifersüchtigen Verhalten zerstört. Im Grunde fing ich sie nur an, um endlich jemanden zu haben, der mir gehört, wie ein Gegenstand, also zu meiner freien Verfügung. Bald schon begann ich, ihn willkürlich zu verletzen, um zu sehen, dass auch ich die Macht habe, anderen Menschen wehzutun, nicht nur andere mir. Ich weiß, wie grausam das ist, und ich bereue dies zutiefst. Der Junge kann glücklich sein, vor mir geflohen zu sein, als es noch möglich war. Nach dieser Beziehung begann ich vor lauter Frustration und gebrochenem Selbstbewusstsein, wie wild rumzuvögeln, bald hatte ich meinen Ruf als Schlampe weg, was mir egal war. Ich ließ mich mit Zarten 15 und 16 abfüllen und wie eine billige N*tte benutzen, um Zuneigung zu bekommen. In viele dieser Jungen verliebte ich mich. Nicht direkt, es war keine Liebe, nur wieder die Angst, verlassen zu werden. Trotz allem fand ich vor über einem Jahr in dem oben beschriebenen Mann meine große Liebe - der erste Mensch neben meiner Mutter, den ich aufrichtig lieben kann. Doch hier beginnt meine eigentliche Beichte, der Rest war, wie die meisten User es wohl abstempeln werden, nur Rechtfertigungsgehabe und Selbstmitleid. Durch meine Bindungsängste kann ich nicht treu sein. Ich bin es bis jetzt, doch ich weiß nicht, ob ich das unter gegebenen Umständen sein könnte. Mir bricht es das Herz. Mein Selbstbewusstsein ist einfach so gering, dass ich mich in jeglicher Anerkennung suhle, die ich finden kann. Mir fehlt nichts sexuell, mir fehlt einfach die Zuneigung. Es geht soweit, dass ich für ihn 180 Euro für ein Ticket eines bekannten Festivals ausgegeben habe, welches ich eigentlich nur mit zwei Freundinnen besuchen wollte, unter dem Vorwand, dass ich ihn dabeihaben wollte. In Wirklichkeit jedoch möchte ich ihn nur dabeihaben, weil ich weiß, ich würde ihn sonst mit 100 prozentiger Wahrscheinlichkeit betrügen. Würde er jedoch solche Gedanken hegen, wüsste ich, wie mich das fertigmachen würde.

Für die meisten ist es einfach, zu sagen, ich solle mich doch einfach zurückhalten, aber ich verstecke mich hinter meinem Aussehen, meinem Körper und meinen guten Noten, weil ich nichts anderes habe als das. Es ist leicht, zu sagen, wenn ich meinen Freund lieben würde, hätte ich solche Gedanken wohl kaum. Ich möchte beichten, dass ich Menschen gegenüber so bin, wie ich bin. Dass ich meiner Mama damals nicht helfen konnte, als sie mich brauchte. Dass ich emotional so abgestumpft bin, dass ich nicht einmal merke, wie kaputt meine Denkweise eigentlich ist. Und, zu guter Letzt, dass ich euch mit meiner wirr geschriebenen, nicht wirklich auf den Punkt gebrachten Beichte wahrscheinlich dazu anrege, mich, meine Glaubwürdigkeit und meine Situation anzuzweifeln. Ich bin momentan dabei, mir professionelle Hilfe zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00031248 vom 22.05.2013 um 01:12:33 Uhr in 80333 München (Weinstrasse) (21 Kommentare).

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