Der Briefträger, der alles weiß

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Neugier Engherzigkeit Hochmut Morallosigkeit Arbeit Rheinau

Ich (m/30) bin Briefträger und liebe meinen Beruf. Ich habe ein ruhiges und gut betuchtes Wohngebiet und dazu noch einige Straßen in der Mittelschicht mit netten Familien und vielen Rentnern. Meine Beichte ist, dass ich, obwohl ich natürlich keine Briefe lese, sehr viel über die Familien weiß. Da ist dann wieder Post vom Gericht, der Polizei oder dem Anwalt. Inkasso, Lotto, Arzt, Autohaus. Und natürlich Rechnungen. Dann wieder ein gelber Brief vom Amtsgericht. Und wenn jemand Potenzpillen bestellt, die in Luftpolsterfolie verpackt sind, weiß ich das auch. Es ist interessant, welche Familien so dabei sind. Und was besagte Herren und Damen aus gut betuchtem Gebiet so für Post bekommen - da ist mehr Schein als Sein. Da werden bald auch noch ein paar Träume platzen und Existenzen wackeln. Schadenfreude pur. Ich fühle mich manchmal ein wenig wie Gott oder die NSA. Denn ich habe den besten Job der Welt und verdiene recht ordentlich. Was will ich mehr?!

Beichthaus.com Beichte #00031714 vom 08.08.2013 um 13:10:34 Uhr in Rheinau (35 Kommentare).

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Die Zugtoilette

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit Morallosigkeit Bahn & Co. Regensburg

Ich (w) möchte beichten, dass ich heute wahrscheinlich eine Zugtoilette verstopft habe und nicht Bescheid gegeben habe. Ich war aus geschäftlichen Gründen mit dem Zug unterwegs, allerdings wurde mir nach kurzer Zeit übel. Ich ging zur Toilette und wollte mir eigentlich nur kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, aber bei dem Anblick des ohnehin schon überlaufenden Klos und dem penetranten Uringeruch in der Luft kam es in mir hoch. Der Kanister des WCs war vielleicht einfach nur voll, aber der Urin stand bereits im unteren Viertel. Um zu verhindern, dass ich etwas abkriege, schmiss ich, so schnell ich konnte, einen Haufen Papier hinein und übergab mich. In meiner schlechten Verfassung war ich nicht mal in der Lage, den Knopf zum Runterspülen zu finden. Das wäre vermutlich eh nutzlos gewesen, denn wenn es vorher nicht schon verstopft war, dann war es das jetzt garantiert. Weil ich einfach nur zurück zu meinem Platz wollte und ich mich unheimlich geschämt habe, machte ich den Klodeckel zu, wusch mein Gesicht und begab mich so unauffällig wie möglich zurück auf meinen Platz, in der Hoffnung, dass mich niemand mit dem verstopften Klo in Verbindung bringt. Es tut mir Leid für die Leute, die das sauber machen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00031706 vom 06.08.2013 um 21:03:53 Uhr in 93047 Regensburg (Bahnhofsstraße) (15 Kommentare).

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Nachbar stört im falschen Moment

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Peinlichkeit Masturbation Nachbarn

Nachbar stört im falschen Moment
Ich (w/20) gucke des Öfteren Schwulenpornos. Ja, liebe Männer, das ist wie Lesbenfilmchen für euch, zumindest für viele Frauen. Jedenfalls war ich eines Abends gerade mit solch einem Porno beschäftigt, als mein Nachbar aus dem Studentenwohnheim klopfte. Ich minimierte schnell das Fenster am Computer und redete dann mit diesem Nachbarn ein paar Minuten an meiner Tür. Als er weg war und ich mich wieder umdrehte, bekam ich fast einen Herzinfarkt: Ich hatte den aktiven Film zwar klein gemacht, aber vergessen, dass dahinter ein anderer noch offen war. So zeigte der Bildschirm im Vollbild einen Typen, der gerade einen Schwanz im Gesicht hatte. Ich weiß bis heute nicht, ob besagter Nachbar das mitbekommen hat. Wenn er nicht gerade mit Absicht auf den Bildschirm gestarrt hat, könnte die Ecke in der Wand die Sicht geblockt haben. Außerdem wirkte er zu keiner Sekunde irgendwie überrascht oder amüsiert. Dabei galt ich immer als klein, niedlich und unschuldig. Aber ich werde es wohl nie mit Sicherheit wissen.

Beichthaus.com Beichte #00031704 vom 06.08.2013 um 18:52:40 Uhr (31 Kommentare).

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Die Mails seiner Spielgefährtin

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Fremdgehen Ehebruch Lügen Rache Dummheit Wien

Mein Ex und ich hatten eine gemeinsame Firma. Auf die E-Mail-Adresse der Firma hatten wir immer beide Zugriff. Nachdem er mich schon öfter betrogen hatte, fand er einmal eine besonders doofe Spielgefährtin, die ihm ihre heißen Gedanken und Wünsche immer auf diese Mailadresse schickte. Unter anderem schickte sie ihm auch Bilder, die sie von den beiden beim Sex gemacht hatte. Als ich mich später von ihm trennte, wollte er das nicht akzeptieren und fuhr vor Gericht alle Kaliber auf: ich wäre eine Prostituierte, hätte seinen Vater verführt, Pornos gedreht und Ähnliches. Ich konnte zwar das Gegenteil beweisen, war aber sauer, dass er so was erfinden konnte. Als dann nach der endgültigen Scheidungsverhandlung seine Mutter zu mir kam und mich beschimpfte, zog ich die Ausdrucke der Mails seiner Spielgefährtin aus der Tasche und meinte: "Ich konnte beweisen, dass ich ihn nie betrogen habe. Er kann nur beweisen, mit wem, wie und in welchen Stellungen er mich betrogen hat!" Dann gab ich ihr die Zettel - mit den ganzen Mails, wann sie es wo wie getrieben haben, wann sie es wieder erleben will und vor allem mit den Bildern - es waren nahezu alle Stellungen dabei, farbig und teilweise auch sehr im Detail. Seitdem sagt seine Mutter nichts mehr, wenn sie mich sieht.

Beichthaus.com Beichte #00031703 vom 06.08.2013 um 12:29:37 Uhr in 1030 Wien (Landstraße) (17 Kommentare).

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“Beichte

Auf der Überholspur

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Waghalsigkeit Engherzigkeit Zwang Sport Gablingen

Ich bin zwar kein Sportler, habe jedoch sehr kräftige Beine und eine ganz gute Ausdauer. Und eigentlich gehöre ich nicht zu den Menschen, die sich immer mit anderen messen müssen. Wenn ich mich aber für eine Tour auf mein Fahrrad setze, habe ich beinahe einen dauerhaften Zwang, immer möglichst schnell zu fahren. Vielleicht auch, weil ich nicht überholt werden will. Durch die viel höheren Geschwindigkeiten kommt es immer wieder zu prekären Situationen im Straßenverkehr. Andere Radfahrer oder Fußgänger erschrecken sich (trotz genügendem Abstand) immer wieder, wenn ich mit 30 Sachen an ihnen vorbei fahre. Auch Autofahrer rechnen oft nicht damit, dass jemand mit dem Tempo auf dem Radweg fährt und so passiert es häufiger, dass ich übersehen werde und mit Vollbremsungen oder riskanten Ausweichmanövern einen Unfall vermeiden muss. Ich halte mich allerdings immer an die Verkehrsregeln, also fahre nicht über Rot oder Ähnliches, und nehme auch viel Rücksicht auf andere. Obwohl ich immer im Recht bin, fühle ich mich dennoch mies, denn mein Fahrstil beschwört oft Ärger, Schrecken und Auseinandersetzungen herauf. Leider besteht dieser Drang, immer auf die Tube zu drücken, denn irgendwie bereitet mir das Heizen mit einem guten Fahrrad auch Vergnügen. Vielleicht suche ich diese Auseinandersetzungen aber auch unterbewusst, um Aggressionen abzubauen.

Beichthaus.com Beichte #00031702 vom 05.08.2013 um 20:33:25 Uhr in Gablingen (34 Kommentare).

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