Ich ziehe meine Freunde vor

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Familie

Ich (w/26) belüge seit ungefähr zwei Jahren meine Familie, um mich vor Familienfeiern zu drücken. Ich habe eine große Familie, ständig hat jemand Geburtstag und fast jeden Samstag ist dann irgendeine Geburtstagsfeier. Mir ging das schon jahrelang auf den Keks. Es ist doch fast jedes Mal das Gleiche: man hockt zwischen den Verwandten, hört sich zum hundertsten Mal deren Geschichten an, wird ständig gedrängt, doch noch etwas zu essen und guckt der Verwandtschaft zu, wie sie sich betrinken und endlose, sinnlose Diskussionen führen. Als junger Mensch möchte man seine freie Zeit doch meist lieber mit Freunden verbringen und ich bin eh kein großer Familienmensch, für mich bedeuten solche Treffen eher Stress. Als ich noch bei meinen Eltern lebte und doch mal einen Samstag lieber mit Freunden rumhing, anstatt mit der Familie, musste ich mir dann noch tagelang Vorwürfe anhören, was mir denn einfalle, meine Freunde der Familie vorzuziehen.


Dann beendete ich aber mein Studium und zog aus beruflichen Gründen in eine andere Stadt, sie war ungefähr eine Stunde Fahrzeit von meiner Heimatstadt entfernt. Kurz darauf sollte ich wieder mal bei einer Familienfeier antanzen. Da ich eine stressige Woche hinter mir hatte und absolut keine Lust verspürte, griff ich zu einer Notlüge und behauptete, dass wir auf der Arbeit viel zu tun hätten. Deshalb musste ich am Samstag leider arbeiten und wäre danach sicher zu erschöpft, um noch den langen Weg auf mich zu nehmen. Es funktionierte, meine Familie glaubte mir meine Lüge und ich musste mir keine Vorwürfe anhören. Seitdem muss ich unglaublich oft samstags arbeiten, und wenn ich doch mal zu wichtigeren Anlässen wie Geburtstagen von Eltern, Großeltern oder irgendwelchen runden Geburtstagen auftauche, dann behaupte ich, dass ich meinen Chef nur schwer überzeugen konnte, mir diesen Samstag freizugeben. Das ist natürlich alles gelogen. Wir arbeiten nur in Ausnahmefällen samstags und dann nur ein paar Stunden, die wir dann im Laufe der nächsten Woche wieder absetzen. Und falls man wirklich mal etwas vorhat, kann man problemlos mit Kollegen tauschen. Ich beichte also, dass ich meiner Familie vorlüge, ich müsste hart arbeiten, weil ich keine Lust habe, Zeit mit ihnen zu verbringen. Und dass ich meine Samstage stattdessen mit Freunden oder alleine auf der Couch verbringe.

Beichthaus.com Beichte #00031683 vom 02.08.2013 um 00:32:34 Uhr (21 Kommentare).

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Das verquere Weltbild

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Dummheit Ignoranz Engherzigkeit Bahn & Co. Halberstadt

Das verquere Weltbild
Aufgrund des tragischen Zugunglücks in Santiago de Compostela in Spanien ist mir kürzlich eine Situation aus meiner Kindheit eingefallen. Ich weiß nicht mehr genau, wann das Zugunglück von Eschede genau war, aber ich erinnere mich, wie ich davon erfuhr. Ich (1989 geboren) saß zu dem Zeitpunkt bei meinen Großeltern auf dem Teppich und sah mit ihnen die Abendnachrichten. Meine Großeltern waren natürlich bestürzt, als sie von der Tragödie erfuhren, ich für meinen Teil fand es jedoch toll, dass so viele Menschen gestorben sind. Und dass nur, weil ich am Tag zuvor irgendwo aufgeschnappt hatte, dass es immer mehr Menschen auf der Welt gäbe und dass die Erde das nicht länger verkraften könne. Ich bitte um Vergebung für meine damalige Engherzigkeit, glaube aber daran, dass es einfach am Alter lag. Und im Grunde wollte ich mit meinem verqueren Weltbild nur das Beste für die Welt.

Beichthaus.com Beichte #00031681 vom 01.08.2013 um 14:31:43 Uhr in 38820 Halberstadt (Straße der Opfer des Faschismus 29) (19 Kommentare).

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“Beichte

Magst du Kinder?

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Last Night Dating Düsseldorf

Magst du Kinder?
Ich (m/39) bin ein ziemlich ruhiger Typ. Also keiner, der einfach so wildfremde Frauen flachlegt. Ist auch gar nicht mein Ding. Aber manchmal, wenn ich etwas getrunken habe, mache ich schon gerne meine Witze. Letzte Woche war ich auf einer Party, auf der sehr viele junge Familien mit Kindern waren. Zufällig traf ich dort spät am Abend eine sehr hübsche Frau, um die 35 vielleicht. Sie war, genau wie ich, auch alleine dort. Ich hätte mich das normalerweise überhaupt nicht getraut, aber es war spät und ich war schon ziemlich angetrunken, als ich spontan fragte, ob sie Kinder mag. Natürlich bejahte sie dies und daraufhin antwortete ich "Na, dann komm, geh mit mir nach Hause, dann bekommst du eines."

Erstaunlicherweise musste sie sehr lachen, obwohl ich schon auf eine Ohrfeige eingestellt war. Wir flirteten dann noch etwa eine Stunde miteinander, bis wir es tatsächlich nicht mehr abwarten konnten und zu ihr nach Hause gefahren sind. Wir waren schon im Taxi dabei, uns auszuziehen und natürlich war die Nacht der Hammer. Ich war erstaunt, dass so eine bildhübsche Frau mit mir ins Bett geht. Obwohl, hübsch wie sie war, etwas krank war sie schon, denn wir haben wissentlich nicht verhütet, weil sie "gerne das Risiko" eingeht. - Das gestand sie mir schon direkt am Anfang. Sie meinte, vor allem nach so einer Party, auf der sie unheimlich neidisch auf die glücklichen Mütter wurde, freue sie sich, einen Mann wie mich zu treffen. Ihr fragt euch jetzt sicher, wo meine Beichte ist? Nun - seit ich 21 Jahre alt war, weiß ich, dass ich unfruchtbar bin. Und ich will auch gar keine eigenen Kinder.

Beichthaus.com Beichte #00031680 vom 01.08.2013 um 17:04:54 Uhr in Düsseldorf (29 Kommentare).

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Meine kreativen Stunden

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Diebstahl Habgier Ungerechtigkeit Selbstsucht Schule

In meinen beiden letzten Schuljahren am Gymnasium bekamen wir die Materialien für den Kunstunterricht von der Schule gestellt. In einem Nebenraum der Kunsträume konnte man sich für die jeweilige Stunde eine riesige Vielfalt an Materialien ausborgen und damit kreativ sein. Manchmal, wenn man am Ende der Stunde nicht fertig wurde, durfte man sich die Materialien ausleihen, um zu Hause am Bild weiterzuarbeiten. Ich möchte beichten, dass ich über die besagten zwei Jahre hinweg immer nur das fertige Bild abgab, wenn ich daheim daran gearbeitet hatte, aber niemals die Materialien zurückstellte. Die Schule nahm immer viel zu hohe Kopierkosten, von denen nie etwas kam, weil Material im Internet nachgeschaut werden sollte oder über ein schulinternes Netz verteilt wurde! Nun stehen hier Graukreiden, bunte Pastellkreiden sowie ein hochwertiger Aquarellkasten. Es tut mir ein wenig leid für die Kinder, denen dieses Material vielleicht fehlt. Aber es hat mir zu Hause viele kreative und tolle Stunden beschert.

Beichthaus.com Beichte #00031676 vom 31.07.2013 um 17:44:22 Uhr (10 Kommentare).

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Der peinliche Bewerbungszusatz

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Ekel Peinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/24) hatte vor einer Weile ein Bewerbungsgespräch bei einer Firma, deren Job mich wirklich ansprach. Da sich auch viele andere auf die Stelle beworben hatten, war es sozusagen eine "Ehre", dass ich in die engere Auswahl kam. Ich sollte zum Gespräch meinen Lebenslauf, Qualifikationen und Ähnliches mitbringen und habe diese am Abend davor noch schnell ausgedruckt und die Bewerbungsmappe in meinem Schlafzimmer liegen lassen. Am nächsten Morgen bin ich hoch motiviert zu meinem Vorstellungsgespräch gefahren. Es lief auch super, der Chef war mir sympathisch und ich glaube, er war von mir auch ganz positiv überrascht. Ich wähnte mich schon im Arbeitshimmel, bis wir zur Besprechung des Lebenslaufs kamen. Die Mappe hatte ich natürlich dabei, der Mann schlug sie auf - und da war es. Ein unglaublich kringeliges, dunkles Schamhaar. So etwas Peinliches ist mir in meinem Leben noch nicht passiert. Peinlich berührt hat mein Gesprächspartner das Haar weggewischt und das Gespräch weitergeführt. Zwei Wochen später bekam ich eine Absage. Hiermit beichte ich, dass ich mir durch meine Unordentlichkeit zu Hause einen wirklich tollen Job versaut habe. Ich weiß, dass ich eigentlich niemandem etwas getan habe, aber das Ganze war mir so peinlich, dass ich es bisher noch keinem erzählt habe und es musste jetzt einfach mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00031674 vom 31.07.2013 um 10:45:58 Uhr (16 Kommentare).

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