Arzt mit Husten-Phobie

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Zwang Feigheit Verzweiflung Gesundheit Arbeit

Ich habe eine eigenartige Phobie: Ich kann Husten nicht ertragen, das verursacht mir innere Beklemmungen. Nun ist es leider so, dass ich Arzt bin. Ich kann es aber einfach nicht ertragen, wenn jemand hustet. Einmal habe ich einen netten älteren Herrn angeschrien, er solle gefälligst damit aufhören. Als ich dann in die Pulmologie (Lungenabteilung) unseres Hauses wechseln sollte, habe ich gekündigt. Jetzt arbeite ich in einem theoretischen Fach, kein Husten mehr, gleiche Bezahlung wie in der Klinik, keine Dienste. Alle alten Kollegen beneiden mich. Allen Freunden und Familienmitgliedern, Freundin inklusive, habe ich erzählt, ich hätte wegen der Arbeitsbelastung gekündigt. Ich langweile mich aber zu Tode und möchte eigentlich zurück in meinen alten Job. Ich beichte, dass ich als Arzt nicht den Schneid habe, mich therapieren zu lassen und deswegen unglücklich bin.

Beichthaus.com Beichte #00034829 vom 11.01.2015 um 00:00:13 Uhr (3 Kommentare).

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Gefälschter akademischer Titel

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Betrug Lügen Feigheit Arbeit

Ich trage seit Jahren ein Geheimnis mit mir herum, das ich endlich mal loswerden möchte. Ich habe studiert, aber die Abschlussprüfung wiederholt nicht bestanden. In einem stillen Moment habe ich das Abschlusszeugnis meines damaligen Mitbewohners, der ein halbes Jahr vorher den Abschluss im selben Fach gemacht hat, eingescannt. Ich habe es entsprechend bearbeitet, Unterschriften und Siegel gefälscht, mich mit dem "Zeugnis" beworben und einen Job bekommen. Mittlerweile habe ich eine Leitungsposition, trage aber einen akademischen Titel, der mir nicht zusteht. Ich habe stets gute Arbeit gemacht. Sollte ich mich offenbaren, ist mein Leben ruiniert. Familie, Frau, Freunde würden sicher kein Verständnis zeigen - was ich nachvollziehen kann, davor habe ich allerdings die meiste Angst. Ich weiß nicht, was mich damals geritten hat, so eine Dummheit zu machen. Obwohl es mich immer wieder beschäftigt und an mir nagt, werde ich wohl die Füße stillhalten. Angebote von anderen Arbeitgebern habe ich bisher stets ausgeschlagen, aus Angst aufzufliegen. Naja, damit muss ich wohl leben.

Beichthaus.com Beichte #00034820 vom 09.01.2015 um 15:22:07 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eine Lektorin im Internet

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Falschheit Feigheit Internet

Ich beichte, dass ich in Webforen absichtlich Rechtschreibfehler mache und schlecht schreibe, damit ich nicht wie ein obergescheiter Besserwisser oder intellektuell und eingebildet wirke. Ich bin professionelle Texterin und Lektorin.

Beichthaus.com Beichte #00034778 vom 05.01.2015 um 18:58:44 Uhr (16 Kommentare).

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Gefährliche Böller an Silvester

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Zorn Aggression Feigheit Waghalsigkeit Silvester Herford

Die Geschichte trug sich an Silvester zu. Nun - jeder wird wohl in seiner Nachbarschaft einige Leute haben, die an Silvester mit den Raketen und Böllern nicht so sehr aufpassen und es nicht ganz genau nehmen. Obwohl ich in einer Wohngegend lebe, in der es eigentlich nur ältere Menschen gibt, wohnen in einem Haus der Straße drei um die 18-jährigen Geschwister und deren Eltern. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber in der Nachbarschaft weiß jeder, wen ich meine. Also besagte Eltern waren dieses Jahr nicht da und die Drei veranstalteten - alleine zu Hause - eine kleine Silvesterparty. Wie das bei übermütigen Möchtegern-Erwachsenen so ist, tranken sie natürlich viel Alkohol und machten Lärm und so weiter. Um 12 Uhr starteten natürlich die ersten Raketen. Diese wurden dann, weil es ja so lässig und cool ist, aus der Hand abgeschossen. Gleichzeitig haben sie versucht, möglichst flach über das Haus unserer Nachbarin zu schießen, welche ebenfalls nicht da war.


Bereits letztes Jahr hatten sie in ihrer Unvorsichtigkeit die Jacke einer älteren Dame, der wir glücklicherweise helfen konnten, angezündet. Dieses Jahr schossen sie aber im wahrsten Sinne des Wortes übers Ziel hinaus. Die ersten Raketen explodierten über unserem Haus. Eine Weitere blieb bis zum Holz-Schaft im Rasen stecken. Dann flog eine ihrer Raketen volle Pulle gegen die Vorderseite unseres Hauses. Dabei wurden mehrere Dachschindeln zerstört und es entstand ein teurer Schaden, aber darum geht es jetzt nicht. Eine Rakete explodierte direkt auf dem Haus, neben dem sich die Partygäste befanden, eine mitten zwischen ihnen. Das Schlimmste war aber die Rakete, die ungefähr in einem Meter Höhe erst über den Bürgersteig und dann durch unseren Vorgarten flog, auf dem mehrere Leute standen, und dann am nächsten Haus explodierte. Dabei hätte jemand stark verletzt werden können, vielleicht sogar bleibende Schäden davontragen können. Ein entfernter Bekannter hat bereits ein Auge durch eine Silvesterrakete verloren! Jetzt zu meiner Beichte: Ich beichte, dass ich diesen hirnlosen Vollidioten und ihren verantwortungslosen Eltern nicht kräftig in den Hintern getreten habe. Ich hätte dem Vorschlag meines Kumpels zustimmen sollen, einen Kanonenschlag zu dieser Bande von Traumtänzern zu werfen!

Beichthaus.com Beichte #00034738 vom 01.01.2015 um 22:29:32 Uhr in 32049 Herford (Wüstener Weg) (6 Kommentare).

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Mein Kind auf dem anderen Kontinent

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Lügen Verzweiflung Feigheit Kinder Gelsenkirchen

Ich (m/21) habe am heiligen Abend 2013 in der Disco eine wundervolle Frau kennengelernt. Es handelte sich um die Austauschstudentin meines besten Freundes. Sie war schon einige Zeit in Deutschland, konnte mehr oder weniger fließend deutsch sprechen und war offensichtlich auf der Suche nach einem Abenteuer. Wir haben uns etwa zwei Monate lang getroffen, allerdings sogar im Kino oder Restaurant. Will heißen: Es ging nicht ausschließlich um das Eine. Nachdem sie dann wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt ist und klar war, dass wir uns niemals wieder sehen werden, vergaß ich sie und suchte mir eine feste Freundin.


Alles war völlig in Ordnung und die Geschichte mit ihr war trotz mehrmaligen Schreibens bald vergessen. Ich war etwa drei Monate mit meiner neuen Freundin zusammen, als ich plötzlich wieder von ihr hörte. Sie sagte mir, sie sei schwanger und ich sei mit absoluter Sicherheit der Vater. Es brach für mich im ersten Moment eine Welt zusammen, die Nachricht war wie ein Schock für mich. Da sie aus einem extrem gut betuchten Elternhaus kommt, bot mir die Dame an, auf Kosten ihrer Familie nach Südamerika in ihre Heimat zu ziehen, um dort den Vater zu spielen. Ich habe mir ihr Angebot wohl überlegt, mich aber letztlich dagegen entschieden. Mehrere Gründe spielten in diese Entscheidung mit rein, unter anderem liebte ich diese Frau nicht, hatte selbst extrem viele Verpflichtungen und nicht die Kraft, ohne Familie und Freunde nach Südamerika auszuwandern. Es kam zum Bruch und ich habe bis auf eine Ausnahme nie wieder von ihr gehört.


Mittlerweile bin ich Vater. Ich weiß bloß, dass ich eine Tochter habe und sie Sofia heißt. Bei der Geburt durfte ich nicht anwesend sein und auch in Zukunft werde ich sie niemals zu Gesicht bekommen. Ich habe diese Entscheidung hingenommen, da ich weiß, wie schwer die letzte Zeit für die Mutter meines Kindes war, und respektiere ihren Wunsch nach einem Neuanfang. Auch ich habe einen Neustart vollzogen: Ich bin in eine Großstadt gezogen und habe mittlerweile eine neue Beziehung mit einer Frau, die ich wirklich sehr liebe. An sich läuft mein Leben großartig, doch anstatt Freude zu empfinden, frage ich mich jeden Tag, jede Stunde, sowohl tagsüber in der Uni oder auf der Arbeit, als auch abends kuschelnd mit der Liebe meines Lebens, wie es Sofia wohl gehen mag.


Nun zu meiner Beichte: Ich habe mich auf den Wunsch der Mutter von Anfang an dazu bereit erklärt, meinem besten Freund bzw. ihrem Austauschbruder nichts von der Schwangerschaft zu erzählen. Aus Angst, dass es irgendwie trotzdem rauskommt, habe ich es auch niemand anderem erzählt. Irgendwann, als ich mich mit der Situation abgefunden hatte und verstand, was gerade überhaupt passiert, war es zu spät, um dies jemandem zu erzählen und so wissen nicht mal meine Eltern, dass ihr einziger Sohn eine Tochter hat und sie Großeltern sind. Meine geliebte Freundin hat mich schon so oft gefragt, was los sei, als ich abwesend und in Gedanken aus dem Fenster geschaut habe, doch aus Angst sie zu verlieren habe ich immer andere Gründe vorgeschoben. Ich belüge die Menschen, die mir am meisten im Leben bedeuten, somit jeden Tag. Weil ich selber zu schwach bin. Es tut mir sehr leid, aber es geht nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00034723 vom 29.12.2014 um 20:00:20 Uhr in 45886 Gelsenkirchen (Bergmannstraße) (12 Kommentare).

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