Schizophrene Psychose

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Engherzigkeit Falschheit Ungerechtigkeit Gesundheit Liebe

Ich (m/29) habe etwas getan, was ich sehr bereue. Es ist mittlerweile lange her - 11 Jahre. Ich komme darüber nicht hinweg. Ich kann es zeitweise vergessen, aber es kommt immer wieder hoch. Es war so, dass ich mit meiner großen Liebe zusammen war. Es war wohl für uns beide, etwas wirklich großes, wenn nicht das größte, denn für uns beide war es die erste Beziehung. Das erste mal Sex. Ich habe sie geliebt, als wenn es kein morgen mehr gibt. Ich wusste, und fühlte, dass es Liebe war!

Es war dann so, dass ich im Jahre 2000 in etwas reingerutscht bin. Ich wusste damals nicht, was es ist. Irgendetwas veränderte mich, mein fühlen, mein denken. Erst später habe ich, durch Krankenhausaufenthalte und Therapie mit Medikamenten (Antidepressiva, Antipsychotika), herausgefunden, dass ich eine "schizophrene Psychose" hatte und wohl genetisch dafür empfänglich bin. Das heißt, Mitte/Ende 2000 veränderte sich mein Fühlen und Denken durch die Psychose. Ich dachte, ich liebe sie nicht mehr. Ich dachte, und fühlte, sie liebte mich nicht mehr. Das war aber alles quatsch. Wir waren circa 11 Monate zusammen, es waren die schönsten Monate meines bisherigen Lebens.
Ich machte dann einfach mit ihr Schluss. Per E-Mail. Wie grausam, wie dumm kann man sein. Damals, war es mir egal, ich fühlte mich so stark, so selbstsicher, ich bräuchte sie nicht, ich fühle nichts mehr für sie, ich müsste mich "frei" machen, die Abhängigkeit auflösen. Ich wusste ja nicht, dass die Veränderung in mir selbst liegt. Alle Gefühle waren ausgeblendet und weg. Ihre Reaktion auf meine E-Mail war extrem, was für ein gefühlsloser Arsch ich sei, sie hasste mich, sie war todunglücklich, die nächsten Wochen waren sehr schwer für sie. Ich fühlte nichts. Ich fühlte mich "so stark." Es war falsche Stärke.


Wir trafen uns in der nächsten Zeit noch, sie weinte in meinen Armen, ich fühlte nichts. Die Psychose, die mittlerweile mit Halluzinationen und Denkveränderungen gepaart war, ließ nichts zu meinem Innern durch. Wir hatten noch ein paar mal Sex. Ich fühlte zwar die Lust, aber keinerlei Gefühle mehr zu ihr. Ich orientierte mich neuen Freundinnen entgegen, das war aber mehr ein weglaufen vor mir selbst. Ich konnte immer weniger zur Ruhe kommen, wurde immer hektischer und unsensibler. Wollte mir das natürlich nicht eingestehen. Erst ein halbes Jahr, nachdem ich mit ihr Schluss gemacht hatte, wurde mir bewusst, was ich getan hatte. Nachdem mein gesundheitlicher Zustand auch immer schlechter wurde, ich Depressionen, Wahnvorstellungen, Panikattacken hatte und nicht mehr arbeiten konnte. Ich habe höllische seelische Schmerzen erlebt, weil ich nun FÜHLTE, was ich getan hatte.

Es dauerte 3-4 Jahre, bis ich - mit Medikamenten - wieder auf der Höhe war, und wieder arbeiten konnte. Werde für mein Leben lang Medikamenten nehmen müssen, das ist aber nicht weiter schlimm, vertrage sie sehr gut. Ich habe es bis heute nicht verwunden, dass mich "etwas in mir" seelisch abgetötet hat, ich das aller schönste in meinem bisherigen Leben weggeworfen habe, nichts dabei gefühlt habe, ihr so weh getan habe.


Wie sehr wünschte ich mir, eine zweite Chance zu erhalten, noch einmal die Zeit mit ihr, ohne die Krankheit zu erleben, und wahrhaft frei entscheiden zu können, ohne durch innere "Monster" gezwungen zu werden. Ich war diesbezüglich auch in psychotherapeutischer Behandlung, es half etwas, aber es ist nicht weg. Meine Ärztin sagte, dass ich das nicht verwunden kann, angesichts der Historie der Dinge, sei nur verständlich. Es tut mir Leid. Ich wollte es nicht. Ich weiß, das ganze ist bescheuert, da es so lange zurück liegt. Aber die Zeit mit ihr war "Geborgenheit im Geborgensein", es war Liebe und es war Leben. Ich weiß nicht, wie ich das ganze verwinden soll. Vermute, es wird mir nie gelingen. Ich war diesbezüglich auch schon in psychotherapeutischer Behandlung, meine Ärztin sagte mir, es sei absolut verständlich, dass ich so fühle, angesichts der Abläufe.

Manchmal wünschte ich mir, diese Erinnerungen aus meinem Gehirn reißen zu können. Ich weiß natürlich nicht, ob wir noch zusammen wären. Höchstwahrscheinlich sogar nein. Aber wer weiß es. In jedem Fall wäre der Ablauf der Trennung emotional EHRLICH gewesen. Ich hätte niemals so Schluss gemacht. Ich hätte gleich Schmerzen gefühlt. Ich hätte es verarbeiten können, und es wäre nicht unterdrückt und weg gewesen. Es tut mir so Leid. Ich habe mittlerweile ein neues Leben, aber das alte kriecht hinter mir her und verfolgt mich und tränkt mich in Schmerzen und Reue. Danke für eure Aufmerksamkeit.

Beichthaus.com Beichte #00027918 vom 21.06.2010 um 15:00:10 Uhr (29 Kommentare).

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Hass auf gesundheitsunbewusste Menschen

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Hass Neid Ungerechtigkeit Zorn Gesundheit Leipzig

Ich (m/18) sitze seit einem Unfall im Rollstuhl. Ich gehe damit recht locker um, wenn mich jemand fragt, dann bin ich nicht zu schüchtern ihm zu sagen, warum ich nur noch auf Achse bin. Gegen leute, die ihre Bewunderung ausdrücken, wie ich damit umgehen kann, habe ich nichts. Manchmal entwickelt sich dann z.b. ein nettes Gespräch daraus. Was ich absolut nicht leiden kann, ist wenn Leute dann anfangen solche Statements abzulassen wie: "Ich könnte damit nicht umgehen", "in deiner lage hätte ich mich umgebracht!", "Ist schon Scheiße wa?". Die Leute, die sowas rausblasen, ich würde diesen Leuten das wünschen, was mir wiederfahren ist. Den schlimmen Verkehrsunfall, Monatelange krankenhaus und Rehaaufenthalte. Es muss ja nicht permanent sein. So ein kleiner Abriss daraus würde schon genügen. Niemand weiß, wie er sich nach so einem Unfall verhalten würde. Aber die Leute gehen echt zu weit. Ausserdem muss ich sagen, dass ich mich langsam zum Misanthropen entwickle. Das soll nicht heißen, dass ich ungern unter Menschen bin, nein, ich mag es sogar mit meinen Freunden unterwegs zu sein, Kneipen, Konzerte, Festivals etc, aber ich entwickle gerade eine Abscheu gegenüber den Typus Mensch, der sich seiner Gesundheit nicht bewusst ist, einfach nur in den Tag lebt und allgemein nichts aus seinem Leben machen will.

Beichthaus.com Beichte #00027907 vom 15.06.2010 um 03:45:55 Uhr in Leipzig (48 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Massagestrahl gegen Halsschmerzen

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Dummheit Waghalsigkeit Gesundheit Bullay

Ich habe mich vorhin beinahe übergeben müssen, was bereits seit mehreren Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Zurzeit leide ich aufgrund einer Erkältung an starken Halsschmerzen und dadurch kam ich unter der Dusche auf die Idee, das Kratzen im Hals durch einen gezielten Spritzer mit der punktuellen Massagestrahlfunktion des Duschkopfs in den Rachenraum zu lindern. Außerdem dachte ich mir, damit durch Entfernung von Bakterien Mundgeruchsprobleme geeignet bekämpfen zu können. Gesagt getan aber der hohe Druck des Wasserstrahls verursachte einen solchen Würgereiz, dass ich die hervortretende ekelhafte Säure-Nahrungsmittel-Suspension gerade noch wieder hinuterschlucken konnte. Nicht ausprobieren!

Beichthaus.com Beichte #00027789 vom 09.05.2010 um 23:06:33 Uhr in Bullay (42 Kommentare).

Gebeichtet von ladyfartfan
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Komplikationen in der Schwangerschaft

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Ignoranz Feigheit Gesundheit Uniklinik in Hessen

Nicht genug Mühe habe ich mir gegeben das mein Kind lebt, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Die Schwangerschaft war kompliziert, und die Ärzte hielten ihr Wort nicht eine Lebensrettende Operation durchzuführen! Vom Medizinischem Standpunkt aus, war ich ein "Interessanter Fall für diese Uniklinik", und ich lag Wochenlang zur "Medizinischen Beobachtung" im Krankenhaus Bett ohne das die Ärzte irgendwas machten, oder mal nachsahen bis es zu spät war, und ich viel zu früh meine Tochter zur Welt bringen musste, und sie nicht überlebensfähig war. Es ist meine Schuld das ich das Krankenhaus nicht gewechselt habe, das ich nicht woanders hingegangen bin. So hätte ich meine Tochter vielleicht retten können! Es tut mir so unendlich Leid das ich das nicht gemacht habe. Es tut mir so Leid! Bitte Bitte vergib mir mein Kind! Es tut mir Leid Leid Leid!

Beichthaus.com Beichte #00027750 vom 27.04.2010 um 18:45:07 Uhr in Uniklinik in Hessen (20 Kommentare).

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Angst vorm Zahnarzt

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Verzweiflung Feigheit Peinlichkeit Gesundheit

Ich beichte, dass ich eine Höllenangst vor dem Zahnarzt habe. Ich bin seit circa 4 Jahren nicht mehr zum Zahnarzt gegangen und habe auch allen Terminen abgesagt. Ich bekomme einfach Panik und weiß nicht mehr was ich machen soll. Nun ja mir ist jetzt ein Backenzahn zur Hälfte abgebrochen. Zunächst fiel die Füllung raus, nach und nach der Zahn. Jetzt habe ich morgen einen Termin beim Arzt, aber totale Angst wieder erniedrigt zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00027671 vom 31.03.2010 um 23:18:50 Uhr (35 Kommentare).

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