Die Macht als Supporter

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Boshaftigkeit Hochmut Schamlosigkeit Arbeit

Ich arbeite im Dienstleistungsbereich als Vertriebspartner eines Multimedia-Konzerns. Ständig kommen Kunden und sind mehr als beleidigend, weil bei ihnen irgendwas nicht geht. Ich darf mir demnach seit mehr als sechs Jahren Sprüche wie: "Wegen Ihnen geht die deutsche Wirtschaft zugrunde!" anhören, und so weiter. Das Gehalt ist aber gut genug, um mich zu halten. Da ich oft auch Service bedingt nicht viel Hilfe leisten kann, da die Software im Vertrieb tiefere Zugriffe auf Kundendaten nicht zulässt, muss ich die Kunden oft mit "Ich leite es an die zuständige Fachabteilung weiter" vertrösten. Das schmeckt natürlich nicht, denn die Kunden möchten eine ad hoc Lösung haben. Wenn nicht, wird in unverständlichen Deutsch irgendwas genuschelt. Inzwischen, um auch auf der Arbeit ein wenig Spaß zu haben, lasse ich Kunden von jenem Konzern, die ausfallend, laut oder gar persönlich werden komplett auflaufen.


Wenn Kunden mir gegenüber aggressiv auftreten, sage ich meinen Standardsatz: "Ich leite es weiter", und mache dann gar nichts. Sollen die sich um ihren Mist selbst kümmern und daraus lernen. Letztens war eine Mutter da, dessen Sohn eine Rechnung im vierstelligen Bereich bekommen hat. Diese kann er als Azubi natürlich nicht zahlen, aber weil die Mutter ihm nicht helfen wollte, und der Sohn auch irgendwie ein Stück selber Schuld trägt, habe ich das Inkasso-Verfahren nicht gestoppt und somit mehr Kosten für die Familie verursacht. Ich hatte auch mal einen US-Amerikaner als Kunden, die ein Sonderkündigungsrecht bekommen, wenn sie das Land wieder verlassen müssen - auf Armee-Anordnung. Dessen Kündigung habe ich aber nie weiter geleitet, weil er sagte, dass mein Englischer-Dialekt schlecht sei. Aber Deutsch sprechen konnte er nicht. Demnach hat er für vier Jahre zahlen müssen, nachdem er wieder nach Deutschland einwanderte und unseren Service nutzen wollte. Ich beichte also, dass ich ein gehässiger junger Kerl bin, dem das Schicksal anderer Bürger völlig egal ist und gerne mit seiner Macht spielt.

Beichthaus.com Beichte #00035572 vom 27.04.2015 um 14:23:15 Uhr (11 Kommentare).

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Sie war immer besser als ich!

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Neid Boshaftigkeit Selbstsucht Briesnig

Ich muss beichten, dass ich mich an dem Mädchen gerächt habe, das mir meine Schulzeit zur Hölle gemacht hat. Ich war immer Klassenbeste, Beliebteste, wurde im Sport als Erstes in die Mannschaft gewählt und so weiter. Als sie dann an unsere Schule kam, war ich plötzlich nur noch zweite Geige. Sie war die Schönste - mit ihren glatten, braunen Haar und den unschuldigen grasgrünen Augen. Sie spielte mehrere Instrumente, hatte mehrere Preise im Springreiten gewonnen und spielte, seit sie ein Kind ist, Volleyball. In jedem Schulfach glänzte sie. Jetzt habe ich sie auf einem sozialen Netzwerk wiedergefunden und habe mich mit ihr angefreundet. Ihr Leben läuft fast genauso perfekt, wie zu Schulzeiten, nur ein wenig Streit mit ihrem langjährigen Freund. Ich habe angefangen, mich mit ihm zu treffen und ihm zuzuhören, wie er sich über sie beschwert. Nun sind wir ein Paar, leben in ihrer ehemaligen Wohnung und ich muss leise in mein Fäustchen lachen, wenn ich mich dort von ihm verwöhnen lasse, wo sie Nacht für Nacht geschlafen hat.

Beichthaus.com Beichte #00035565 vom 26.04.2015 um 16:23:11 Uhr in Briesnig (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Pipi Langstrumpf

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Boshaftigkeit Familie Dettum

Ich habe meine ältere Schwester im Handy-Adressbuch gespeichert. Sie hat lange rote Haare und das Handy ist so eingerichtet, dass es, wenn sie anruft, die Melodie von Pipi Langstrumpf spielt. Das ist die Rache dafür, dass sie manchmal frech zu mir ist. Wenn sie das mitbekommt, bringt sie mich um! Ich ärgere meine große Schwester und bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00035551 vom 24.04.2015 um 20:50:08 Uhr in Dettum (6 Kommentare).

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Die Grausamkeit der eigennützigen Offenheit

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Boshaftigkeit Falschheit Verrat

Ich weiß alles. Ich kenne all ihre schmutzigen Geheimnisse. Meine Freunde, meine Verwandten, Bekannte, Kollegen, ja manchmal sogar Fremde in der Bar. Sie alle erzählen mir ihre dunkelsten Geheimnisse, ihre schmutzigsten Fantasien, kranke Verlangen und jedes ungewöhnliche Erlebnis. Denn ich strahle eine selbstverständliche Offenheit aus und meine verständnisvolle Art gibt jedem Menschen in meiner Nähe das Gefühl, dass ich ihn/sie nicht verurteilen werde. Und natürlich verrate ich diese Menschen nicht. Aber ich muss beichten, dass ich das nicht ganz uneigennützig mache. Versteht mich nicht falsch, ich höre den Leuten furchtbar gerne zu, denn ich weiß, wie hart es ist, wenn man niemanden zum Reden hat.

Aber eigentlich warte ich stets darauf, dass einer von ihnen mich hintergeht oder mich genug verärgert, um mir eine berechtigte Gelegenheit zu geben, all das gegen ihn zu verwenden. Das habe ich bereits ein paar Mal gemacht. Ein lautes Streitgespräch, eine riesige Szene in einer Gruppe und sobald sie meine Familie oder Freunde in den Dreck ziehen, spreche ich plötzlich viel ruhiger und sage mit kalter und klarer Stimme nur ein Wort oder ein paar Sätze. Niemand anderes versteht den Sinn dahinter. Aber mein Gegenüber versteht den Fingerzeig auf ihre perversen Geheimnisse, die in meinem Kopf gespeichert sind und dass ich bereit bin, sie gegen ihn/sie zu verwenden. Das schockierte Gesicht, die plötzliche Stille, diese Angst vor meiner Macht - das erregt mich schon fast. Alle halten mich für einen wunderbaren und guten Menschen, dabei warte ich nur darauf, sie fertigzumachen. Es tut mir so schrecklich leid, aber ich weiß nicht, wie ich das kontrollieren kann und ich warte extra immer, bis sie sich wirklich aufs Extremste gegen mich und die Menschen, die ich liebe, wenden, bevor ich mir selbst die Erlaubnis gebe, so grausam zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00035523 vom 22.04.2015 um 02:16:30 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Meine Mutter hat immer recht!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Familie

Meine Mutter geht mir (m/20) total auf den Zeiger. Ich hasse es einfach, dass sie sich aus Prinzip immer im Recht sieht, auch wenn Selbiges selbstverständlich nicht immer der Fall ist. Als ich einmal keine Lust mehr hatte, mir ihren Diktatorenstil bieten zu lassen, drohte sie mir (damals 19) an, mir eine zu knallen, nur weil ich ihr widersprochen hatte. Ihre cholerische Art, wenn sie merkt, dass man ihr nicht gehorcht, ist aber anscheinend für meinen Vater, seinerseits ein absolut ruhiger Zeitgenosse, kein Problem. Im Streitfall stellt er sich einfach auf ihre Seite und lässt sich ihren Ego-Trip gefallen. Da ich es mit zunehmendem Alter selbstverständlich immer weniger akzeptiere, wie ein unmündiger Junge behandelt zu werden, kommt jetzt der Punkt, um den es in dieser Beichte geht. Meine Mutter meinte, sie müsse mich aufgrund meines leichten Bauchansatzes (1,77m/75kg) verarschen und versuchte, mir an selbigen zu greifen, um mir vorzuführen, dass ich ihrer Ansicht nach zu fett wäre.

Ich schritt zurück und erdreistete mich, ihr zu sagen "verzieh dich" woraufhin sie mich des Raumes verweisen wollte. Als ich anfing, mit ihr zu diskutieren und mich von ihrer aggressiven Art nicht beeindrucken ließ, schien sie plötzlich mit ihrem Latein am Ende und brach in Tränen aus und jammerte etwas von fehlendem Respekt. Abgesehen davon, dass sie mir den, meinem Alter entsprechenden, Respekt nie zollt, da sie immer noch versucht, mich wie einen Fünfjährigen zu bevormunden, war für mich in dieser Situation die eigentliche Respektlosigkeit, dass sie mich vorher verarschen wollte. Es war absolut faszinierend, dass ich aus dieser Situation tatsächlich mal als moralischer Sieger herausging. Nach all den Jahren, in denen mein Selbstvertrauen einen klaren Knacks hatte, aufgrund ihrer unterjochenden Art, fühlte ich mich plötzlich, als wäre ich aus meinem Käfig entkommen. Ich hatte sie tatsächlich gebrochen. Was ich beichten will, ist, dass mir die Sache überhaupt nicht leidtut und es eigentlich ziemlich geil war, zu sehen, dass ich mich gegen sie wehren kann. Ich liebe meine Mutter natürlich trotzdem, aber ich bin einfach nur glücklich darüber, wie dieser Konflikt endete, weil ich endlich mal nicht mit gesenktem Kopf herausschritt.

Beichthaus.com Beichte #00035513 vom 20.04.2015 um 19:30:46 Uhr (11 Kommentare).

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