Menschen mit Arbeit sind schön blöd

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Falschheit Verrat Faulheit Habgier Arbeit Geld

Menschen mit Arbeit sind schön blöd
Ich bin in einer Zwickmühle. Ein Freund meines Sohnes hat eine Freundin, die jetzt Anfang dreißig ist. Vor ungefähr drei Jahren hat sie ihre Arbeitsstelle verloren, weil die Firma Pleite machte. Da sie dann ja arbeitslos war und noch dazu psychische Probleme hatte, habe ich versucht, ihr zu helfen und inzwischen sind wir relativ gut befreundet. Aber jetzt hat sie mir erzählt, dass sie Erwerbsunfähigkeits-Rente beantragt hätte. Ich zweifele allerdings daran, dass ihr wirklich etwas fehlt. Sie geht regelmäßig Feiern und Saufen und schläft dann bis nachmittags. Dabei bekommt sie es aber nicht einmal auf die Reihe, ihren Haushalt zu führen - natürlich alles wegen der Psyche. Aber feiern kann sie wie blöd?! Arbeiten geht sie nicht, weil sie Angst vor fremden Menschen hat und solche Sachen. Während eines vollen Konzerts hat sie aber keine Probleme. Dafür sagte sie mir letztens im Suff aber auch, dass die Menschen, die Arbeiten gehen schön blöd sind - schließlich ginge es ihr so recht gut, und wenn sie ihre Rente bekommt, hätte sich das alles auch gelohnt. Sie war auch schon ein paar Wochen in einer psychischen Rehabilitation, aber keiner konnte ihr helfen und sie hat sich im Endeffekt nur über ihre Mitpatienten lustig gemacht. Ihr Freund nimmt sie natürlich auch noch in Schutz. Ich weiß nicht, was ich tun soll - am Liebsten würde ich sie anonym bei der Rentenversicherung anzeigen. Ich arbeite nämlich hart für mein Geld und sehe nicht ein, dass jemand das so ausnutzt.

Beichthaus.com Beichte #00032264 vom 20.11.2013 um 18:04:45 Uhr (24 Kommentare).

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Die Vorteile unseres Sozialstaates

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Faulheit Verzweiflung Arbeit Aindling

Ich möchte beichten, dass ich gerade arbeitslos bin - aber absolut keine Lust habe, mich neu zu bewerben. Ich habe mir jahrelang den Arsch in einem großen deutschen Baumarkt aufgerissen. Es endete mit einem fetten Burn-out mit Angst und Panikattacken. Von den meisten Arbeitskollegen wurde ich als faul belächelt, während ich durch etliche Therapien ging, die nicht viel gebracht haben. Nach einem Jahr, in dem ich krankgeschrieben war, fing ich dann wieder an, zu arbeiten und wurde nur noch gemobbt. Und meine machtgeilen Vorgesetzten hat das natürlich nicht interessiert. Zum Schluss habe ich dann einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und bin gegangen. Durch ein ärztliches Attest hatte ich dann auch keine Sperrzeit. Zum Glück hat meine Frau immer zu mir gehalten, jetzt bin ich allerdings so weit, dass ich auch mal Nutzen von unserem Sozialstaat haben möchte. Die meisten Hartz IV-Bezieher leben eh besser, als meine kleine Familie. Ich bitte um Entschuldigung, da ich auch einfach nur mal faul sein möchte.

Beichthaus.com Beichte #00032247 vom 17.11.2013 um 13:22:02 Uhr in Aindling (19 Kommentare).

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“Beichte

Angst vor dem banalen Leben

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Trägheit Faulheit Selbstsucht Dummheit Arbeit

Ich (m/25) möchte beichten, dass ich mich schon seit sechs Jahren erfolgreich vor jeglicher Arbeit gedrückt habe. Nach meinem Abitur, das ich mit einem Notendurchschnitt von 1,7 abgeschlossen habe, wusste ich nicht so wirklich, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Zum Bund musste ich damals nicht, da ich wohl nur eingeschränkt einsatzfähig war. Also habe ich fast ein Jahr lang vor dem Fernseher herumgelungert und bin abends saufen und gelegentlich auch kiffen gegangen. Als meine Eltern genug von meinem Selbstfindungstrip hatten, habe ich mich für ein Jurastudium an einer renommierten deutschen Uni weit weg von meinem Heimatort beworben und wurde auch angenommen. Meine Eltern spendierten mir über diesen Zeitraum großzügig eine kleine 3-Zimmer-Wohnung, in der ich die nächsten drei Jahre lang ein angenehmes und freies Leben führen konnte. Im sechsten Semester konnte ich mich allerdings nicht mehr vor der Zwischenprüfung drücken und wurde im Endeffekt zwangsexmatrikuliert.


Zerknirscht zog ich daraufhin wieder bei meinen Eltern ein, die mich auch erst ein paar Monate lang in Ruhe ließen, damit ich mich von dem erlittenen Misserfolg erholen konnte. Danach wurden sie aber immer drängender, dass ich mir doch endlich eine Ausbildung oder einen Job suchen solle. Jetzt bin ich seit fast zwei Jahren "arbeitssuchend" und werde von meinem Eltern und dem verdammten Arbeitsamt nur noch gegängelt und drangsaliert. Ich fühle mich aber einfach noch nicht bereit dafür, ins Berufsleben einzusteigen. Also gebe ich mir alle Mühe, dass ich noch eine Weile jobsuchend bleiben werde. Ich baue bei Bewerbungsschreiben mit Absicht subtile Fehler ein und werde ich doch einmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, gebe ich mir alle Mühe, dass es bei diesem einzigen Gespräch bleibt. Bei weiblichen Gesprächspartnern kratze ich mir während irgendeiner langweiligen Ausführung gerne am Sack herum. Ich nehme vor einem solchen Gespräch auch gerne Speisen mit Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen zu mir. Das damit geförderte Furzstaccato im Bewerbungsgespräch hatte bisher immer eine ablehnende Haltung zur Folge. Ich möchte beichten, dass ich meinen Eltern schon jahrelang auf der Tasche liege und Angst um mein bisheriges Leben habe, weil ich befürchte, dass ihnen irgendwann die Geduld mit mir reißt, und sie mich einfach vor die Tür setzen könnten, wo dann das einfache und banale Leben auf mich wartet.

Beichthaus.com Beichte #00032143 vom 30.10.2013 um 21:23:38 Uhr (32 Kommentare).

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Der Putzfimmel meiner Freundin

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Engherzigkeit Trägheit Faulheit Partnerschaft Rottweil

Ich möchte hiermit beichten, dass ich den Putzfimmel und den Aufräumwahn meiner Freundin ausnutze. Ich lasse mein Zeug mit voller Absicht liegen: meine Wäsche, die Brotkrümel auf der Arbeitsplatte, mein Geschirr und Ähnliches. Ich muss jedes Mal aufpassen, dass ich nicht lache. Der Gedanke, dass sie es sowieso sofort wegmachen wird und mir freiwillig hinterherräumt, amüsiert mich einfach sehr. Sorry Schatz.

Beichthaus.com Beichte #00032111 vom 25.10.2013 um 14:40:19 Uhr in Rottweil (4 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Im Chaos gefangen

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Unreinlichkeit Verzweiflung Trägheit Faulheit

Ich (w/30) schäme mich zutiefst für das, was bei mir hinter verborgenen Türen los ist, aber nach fast zwei Jahren des Schweigens und Vertuschens bin ich langsam am Ende meiner Kräfte. Ich weiß, dass ich auf wenig Verständnis stoßen und Abscheu erregen werde, aber ich muss es endlich beichten und irgendwo mein Gewissen erleichtern, vielleicht hilft es mir. Ich bin mit strengen Eltern aufgewachsen, die sehr viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit legten, meine Mutter war sehr penibel und putzte fast jeden Tag. Ich fand das als Kind schon unangenehm, auch als Jugendliche nervte mich der Ordnungszwang meiner Eltern. Eigentlich hätte ich mir etwas davon abschauen müssen, doch ich bin eher jemand, dem es schwerfällt, Ordnung zu halten und sich aufzuraffen, um zu putzen und aufzuräumen. Bis zum Ende meines Studiums lebte ich in einer WG, was für mich sehr angenehm war, denn da ging es recht locker zu. Aber leider auch, was den Haushalt betraf. Wir wohnten in unserem kreativen Chaos, Ordnung und Sauberkeit standen eher im Hintergrund und ich genoss es, endlich mal nicht ständig gegängelt zu werden.


Meine Eltern haben mich in der Zeit genau einmal besucht - und dann nie wieder, für sie war unsere WG ein Dreckstall, wie es meine Mutter so schön bezeichnete. Allerdings meine ich, dass sie mit ihrer Aussage leicht übertrieben hatte. Wenn sie wüsste, wie ich inzwischen lebe, dann wäre diese Aussage auf jeden Fall gerechtfertigt.
Angefangen hat alles, als ich vor fast zwei Jahren wegen eines Jobs in meine eigene jetzige 30qm kleine Wohnung zog. Der Umzug an sich war schon ein Chaos, ich musste diesen teilweise ganz alleine bewältigen und hatte auch wegen des neuen Jobs ziemlich viel Stress, kam erst spät abends nach Hause und hatte dann keinerlei Lust mehr, mich noch dem aufräumen, geschweige denn, dem Putzen zu widmen. Überall standen unausgepackte Kisten, Gerümpel und unnütze Sachen herum, die ich eigentlich hätte entsorgen müssen. Aber ich sagte mir immer wieder: Morgen räumst du auf, morgen nimmst du dir Zeit, die Wohnung in Ordnung zu bringen. Denn ich mag es eigentlich ordentlich und gemütlich, schaffte es aber bisher nie, mir das auch so schön herzurichten. Ich räumte hier und da mal etwas auf, doch schnell herrschte wieder Chaos und Unordnung. Und da ich leider auch ein Faible für allerlei Krimskrams habe, sammelte sich noch mehr Kram an, der meine Wohnung vollstopft. Ich fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl, schaffte es aber auch nicht, etwas zu ändern und habe irgendwann innerlich resigniert. Ich hielt mich nur noch zum Schlafen bei mir auf, und das ist bis jetzt so geblieben. Nach außen hin bin ich gepflegt und attraktiv, offen, gesellig und zuverlässig, was die Arbeit betrifft. Doch meine Wohnung ist inzwischen eine wahre Müllhalde geworden, in die ich noch nie jemanden hereingelassen habe.


Je mehr Chaos herrscht, umso überforderter werde ich, ich schaffe es nicht mal mehr, den Müll zu entsorgen, das dreckige Geschirr zu spülen oder den Elektriker hereinzulassen. Geputzt habe ich in den vergangenen zwei Jahren exakt einmal, Freunde oder meine Eltern konnte ich bisher jedoch erfolgreich abwimmeln. Ich schäme mich zutiefst, denn jeder, der das Ausmaß meiner Faulheit und Bequemlichkeit auch nur erahnen könnte, würde zurecht sagen, dass ich ein Messie bin, der es geschafft hat, eine kleine Wohnung verdrecken und vermüllen zu lassen. Und das noch als Frau, die nach außen hin einen seriösen, sympathischen Eindruck macht. Mittlerweile merken auch die Nachbarn, dass etwas nicht stimmt, und beschweren sich schon über den Müll in meinem Keller, über die ungeputzten Fenster und die nicht erledigte Hausordnung. Das versetzt mich in gewaltige Panik. Ich muss jeden abwimmeln, angefangen von Freunden bis hin zu Kollegen, die mich endlich einmal besuchen wollen, ich kann keine Beziehung eingehen und muss ständig Ausreden erfinden. Doch kaum bin ich zu Hause in meiner Wohnung überfällt mich sofort wieder diese Überforderung, die Faulheit und die Unfähigkeit, radikal Ordnung zu schaffen. Um Hilfe zu bitten, traue ich mir angesichts der Zustände mittlerweile nicht mehr zu, alleine komme ich aber aus dem Chaos nicht mehr heraus. Demnächst muss ich aber den Heizungsableser hineinlassen und habe keinen blassen Schimmer, was ich tun soll. Je schlimmer das wird, umso verzweifelter werde ich, denn jeder andere schafft es auch, Ordnung zu halten und es sich schön herzurichten. Ich will etwas ändern, ich will endlich eine schöne Wohnung, doch wie? Ich beichte, dass ich faul, bequem, unfähig und vielleicht ein Messie bin. Wenn die Menschen in meinem Umfeld wüssten, wie ich wirklich bin und wie ich lebe, würden sie mich zutiefst verachten und sich vor mir ekeln - so wie ich es schon tue. Ich bin verzweifelt!

Beichthaus.com Beichte #00032048 vom 14.10.2013 um 09:29:17 Uhr (24 Kommentare).

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