Zwei Stunden im Kreisverkehr

18

anhören

Dummheit Zwang Peinlichkeit

Ich (m/63) muss beichten, dass ich einen völlig überflüssigen Polizeieinsatz verursacht habe. Bei dem schönen Wetter habe ich gestern mal wieder eine Fahrradtour gemacht und auf dem Heimweg kam ich, wie immer, durch einen Kreisverkehr. Das Verrückte war, dass ich mich einfach nicht entschließen konnte, aus dem Kreisverkehr wieder raus zu fahren. Zunächst habe ich einfach vergessen, welches die richtige Ausfahrt ist, aber so etwa nach zehn Runden fiel es mir wieder ein. Ich konnte mich aber jetzt einfach nicht entschließen, dort rauszufahren und bin immer weiter im Kreis gefahren. Warum, weiß ich auch nicht, es war wie verhext.


Nach knapp zwei Stunden ist es jemandem aufgefallen und er hat die Polizei alarmiert. Ich musste sofort blasen, aber ich war natürlich stocknüchtern. Ich habe dann unter Polizeiaufsicht mein Fahrrad aus dem Kreisverkehr geschoben und bin nach Hause gefahren. Heute bin ich die Strecke noch einmal gefahren und meine Frau hat am Kreisverkehr aufgepasst. Ich habe auch sofort auf Anhieb die richtige Ausfahrt genommen. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Hoffentlich kriege ich jetzt nicht auch noch eine Anzeige, denn einer der Polizisten hat etwas gemurmelt von wegen "grober Unfug." Ich habe hinterher auch gehört, ich sei in der zweiten Stunde, als ich im Kreisverkehr unterwegs war, gefilmt worden und der Film würde ins Internet gestellt.

Beichthaus.com Beichte #00037856 vom 17.03.2016 um 00:26:56 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich will seit vier Jahren meine Ex zurück!

14

anhören

Verzweiflung Begehrlichkeit Dummheit Ex

Ich (m/21) möchte hiermit beichten, dass ich es bis heute bereue, mit meiner Ex-Freundin Schluss gemacht zu haben und teilweise ein riesiges Arschloch gewesen zu sein. Das Ganze fing 2011 an. Ich hatte gerade meine letzte Beziehung beendet und das neue Schuljahr hatte angefangen. Sie war neu in meiner Klasse, da sie gerade erst hergezogen war. Am Anfang fiel sie mir noch nicht sonderlich auf, obwohl sie für mich eines der schönsten Gesichter hat, die ich bisher gesehen habe. Doch dies sollte sich bald ändern, da wir in Biologie nebeneinandersaßen. Wir hatten immer viel Spaß im Unterricht und so kam es, dass ich sie eines schönen Tages übers Internet anschrieb und mit ihr über Gott und die Welt sprach. Wir verstanden uns prächtig und so dauerte es nur ungefähr zwei Wochen, bis wir schließlich ein Paar waren. Wir waren dann vier Monate zusammen. Der Sex war der beste, den ich in meinem Leben bisher hatte, was für mich aber reine Nebensache ist und sie liebte mich sehr und vor allem so, wie ich eben war.


Ich habe die Beziehung nur beendet, weil ich wieder zu meiner Beziehung von davor zurück wollte. Ich hatte zwar Erfolg und war mit dieser noch einmal eine gewisse Zeit zusammen, jedoch scheiterte die Beziehung wieder daran, dass wir einfach zu verschieden waren. Ich weiß bis heute nicht, was mich damals geritten hat, dass ich noch einmal zu dieser Frau zurückwollte! Aber zurück zum Thema: Heute bin ich seit über vier Jahren nicht mehr mit der Frau zusammen, um die es hier eigentlich geht, und kann meistens auch gut damit leben. Nur jedes Mal wenn ich sie sehe oder mit ihr schreibe, kommen wieder die Gefühle hoch. Kurz gesagt: In regelmäßigen Abständen habe ich Liebeskummer wegen einer Beziehung, die seit mittlerweile über vier Jahren beendet ist.


Wir leben immer noch in derselben Stadt und treffen uns daher von Zeit zu Zeit auch zufällig mal. Wir schreiben auch teilweise tagelang übers Internet miteinander, wenn wir uns mal wieder irgendwo gesehen haben. Wir haben ein richtig gutes Verhältnis dafür, dass wir mal ein Paar waren. Ich habe sie sogar schon mal gefragt, ob es mit uns vielleicht noch einmal etwas werden könnte, aber sie verneinte es mit der Begründung, dass sie keine zweiten Chancen verteilen würde. Ich schreibe dies an einem Dienstag, denn am letzten Samstag habe ich sie wiedergetroffen und jetzt sitzt sie wieder in meinem Kopf und ich bekomme sie nicht mehr raus. Ihre total lockere Art, ihre Locken, ihr Selbstbewusstsein... Ich kann nicht mehr. Ich würde am Liebsten nur noch heulen.

Beichthaus.com Beichte #00037840 vom 15.03.2016 um 13:42:46 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Magdeburg liegt in Thüringen

17

anhören

Dummheit Politik

Durch eine Sendung über die Landtagswahlen 2016 in den drei Bundesländern habe ich erfahren, dass Magdeburg in Sachsen-Anhalt liegt. Ich (m/28) habe immer gedacht Magdeburg liegt in Thüringen.

Beichthaus.com Beichte #00037802 vom 13.03.2016 um 19:27:07 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wie ich den Nazis versehentlich Knüppel verkaufte

16

anhören

Dummheit Habgier Polizei

Ich (m/35) bin gelernter Schreiner. Letztens fiel mir leider wieder eine Begebenheit aus meiner Lehrzeit ein, die für einigen Ärger sorgte, als ich mal aus Langeweile, als es keine Aufträge gab, aus einem schönen Stück Eiche, ca. 50 cm, mithilfe der Drehbank einen netten, handlichen Knüppel gemacht habe. Mit Fingermulden und allem Drum und Dran, sauber abgeschliffen, gewachst, richtig fein. Diesen hat ein Freund von mir dann in meinem Zimmer mal gefunden und gefragt, ob ich ihm den verkaufen würde. Wir einigten uns auf 50 Mark, da das Teil wirklich sauber gefertigt, hart und schwer und trotzdem handlich genug zum versteckten Tragen war. Nach ein paar Tagen kam er und meinte, ein Bekannter habe ihm wiederum 80 Mark für das Teil bezahlt und gleich gefragt, ob es da, wo der herkommt, noch mehr gibt. Feinschliff und Wachs unnötig, wenn ich sie dafür ordentlich billiger machen würde. Da die Feinarbeit die meiste Zeit ausmachte, sagte ich, ich wolle 30 pro Stück.

Der Typ wollte 50 dieser Dinger haben. Ich sagte, das kann eine Weile dauern und dass ich nicht sagen kann, wie lange es dauert, da ich private Werkstücke nur in meinen Pausen oder am Praxistag machen durfte, aber nach weniger als zwei Wochen hatte ich die Menge fertig. Circa Drei habe ich ohne die Feinarbeit hinbekommen pro Tag. Eiche und Rotbuche, beide sind hart und schwer. Ich bekam 1.200 Mark dafür auf die Hand und war beeindruckt. Er bekam für seine "Vermittlung" 300 Mark. Wir freuten uns und fanden das richtig toll. Wir haben uns echt nichts weiter dabei gedacht und schon gar nichts Böses. Allerdings hielt die Freude nicht lange vor, denn nach ca. drei Monaten stand die Polizei bei meinen Eltern vor der Türe und verlangte, mich zu sprechen. Sie gingen mit mir ins Wohnzimmer und legten mir vor meinen erschrockenen Eltern mehrere Tatortfotos vor, auf denen eindeutig meine Knüppel erkennbar waren. Blutig, in Blutlachen liegend, und teilweise abgesplittert. Mir wurde da schon anders, denn ich kannte die Dinger ja gut und ich konnte mir vorstellen, mit welcher Wucht die benutzt worden sein mussten, um zu splittern. Dazu musste man schon mit aller Kraft zuschlagen.

Der eine Polizist fragte mich dann, ob ich mir vorstellen könne, mit welchen aktuellen Ereignissen in unserer Umgebung diese Bilder zusammenhängen könnten. Als ich Nein sagte, erklärte er mir, dass eine damals auch ziemlich bekannte Gruppe Neonazis mit diesen Knüppeln bei mindestens fünf Überfällen auf Linke und Ausländer mehrere Leute halb tot geprügelt hätten, einer davon, ein fleißiger und unschuldiger Dönermann, lag im Koma und sein Schädel war nur noch Matsch, weil der Täter mit dem Knüppel mindestens 20 Mal zugeschlagen haben musste. Der arme Mann hat sich bis heute nicht ganz von der Tat erholt und wäre während seiner Erholung auch zwei Mal an unerwarteten Komplikationen fast gestorben. Anderen wurden Arme oder Knie zertrümmert. Und ich hatte denen die Waffen geliefert. Wir kennen uns heute auch, da ich ihn im Krankenhaus besucht habe, aber er meinte, es sei nicht meine Schuld gewesen und hat mir vergeben, dafür bin ich ihm echt dankbar.

Der Grund, warum ich danach gefragt wurde, die Dinger zu bauen, war, dass sämtliche Versandunternehmen (damals gab es da auch noch nicht so viele) sowie die meisten örtlichen Jagd- Sport- und Waffenläden mit der Polizei zusammenarbeiteten und die Skins sich somit dort nicht in großen Mengen eindecken konnten, ohne sich verdächtig zu machen. Und zur eigenen Herstellung waren sie offenbar zu blöd. Geplaudert hatte letztlich mein Freund und das sogar freiwillig, als er die Bilder in der Zeitung sah. In einem Artikel wurden die "offenbar fachmännisch hergestellten Totschläger" nämlich erwähnt, aber an mir ging das vorbei. Er selbst hatte die Teile an einen Bekannten weiter gegeben und wusste nicht, an wen der die wiederum abgibt. Bei der Durchsuchung eines der Treffpunkte und mehrerer Wohnungen wurden noch um die 20 unbenutzte Knüppel sichergestellt.

Gesetzlich konnte mir nichts passieren, der eine Polizist meinte nur, das wäre ja fast schon gewerblich, aber dass es wenig Sinn macht, deswegen eine Anzeige zu schreiben und ich einfach sofort aufhören solle, die Teile zu bauen. Wie viel ich dafür bekommen habe, haben sie aber zum Glück nicht gefragt. Aussagen vor Gericht musste ich aber, da ich aber in dem Sinne niemanden belasten konnte, beließen es die Angeklagten bei einigen bösen Blicken. Dort sagte ich aber, ich hätte die Teile verschenkt. Der Richter beließ es dabei, obwohl der Staatsanwalt es nicht glauben wollte. Die angedrohte Anzeige kam aber nie. Ich habe der Polizei gesagt, dass ich keine weiteren Knüppel mehr hergestellt habe und es auch nicht würde. Die 50 Stück, die sich bis fast Hüfthöhe in meinem Kleiderschrank stapelten, haben wir dann verheizt, meine Eltern kennen mich ja und mussten nur einmal fragen. Ich habe die Dinger freiwillig und gerne vernichtet.

Mir konnte deswegen zwar wie gesagt rechtlich nichts passieren, aber die Polizisten wollten einfach, dass ich sehe, was passiert ist und damit angerichtet wurde. Heute frage ich mich, wie dumm ich war, denn mir hätte klar sein müssen, dass eine größere Menge dieser Teile wohl kaum für eine Dildoparty gedacht war, ich habe damals aber nur das Geld gesehen, mit dem ich mir eine Simpson (Moped) und einen Computer gekauft habe. Die Simpson wurde mir aber nach einem halben Jahr gestohlen. Das nennt man wohl zumindest im Ansatz ausgleichende Gerechtigkeit. Man sollte wirklich überdenken was man tut, wenn man schon Dinge herstellen kann, die zu solchen Zwecken verwendet werden. Ich habe jedenfalls nie mehr so einen Knüppel gedreht oder sonst irgendeine Waffe hergestellt, mit kürzlicher Ausnahme einer Muskete, die ich mit einem Freund zusammenbaute, der in so einer historischen Gruppe ist und der die Metallteile dafür selbst produzierte. Das Teil kann aber nicht schießen. Ist aber dennoch ein toller Anblick, da sie sehr echt und alt aussieht. Trotzdem war mir dabei schon mulmig, als ich daran dachte, was damals passiert war.

Beichthaus.com Beichte #00037800 vom 11.03.2016 um 14:23:21 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein

Ich habe in meinem Leben nichts erreicht!

15

anhören

Verschwendung Verzweiflung Dummheit Trunksucht

Ich (m/29) habe nichts wirklich Schlimmes angestellt, aber ich möchte trotzdem so etwas wie eine Lebensbeichte loswerden: Ich war als Schüler stinkfaul und habe trotz der Tatsache, dass ich in jeder Unterrichtswoche während der Oberstufe mindestens einen Unterrichtstag gefehlt habe, gerade so das Abitur geschafft. Im Studium war ich dann ebenfalls stinkfaul, da ich mich für den Weg des geringsten Widerstands (und Lernaufwands) entschieden habe und ein geisteswissenschaftliches Fach studiert habe, das ich nach 14 Semestern mit dem Master abgeschlossen habe. Wenigstens habe ich zwischendurch noch ein halbes Jahr in Asien verbracht.


Nach dem Studium war ich erst einmal neun Monate lang Aufstocker, weil ich trotz meines relativ guten Uni-Abschlusses keine richtige Stelle gefunden habe. Schließlich habe ich mich dazu entschieden, ins Ausland zu gehen, weil ich in Deutschland einfach keine Perspektive mehr gesehen habe, irgendwie noch Fuß zu fassen. Jetzt arbeite ich als Freiberufler in Südamerika und trinke jeden Abend Wodka, während ich mir überlege, warum ich schon fast 30 bin, noch nicht geheiratet habe, keine Kinder in die Welt gesetzt habe, und ob ich es wohl schaffen werde, im Alter genug Flaschen zu sammeln, da ich im Moment weder richtig krankenversichert bin, noch es mir leisten kann, Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen. Bei meiner Sauferei werde ich das Rentenalter aber aller Voraussicht nach eh nicht mehr erreichen.

Beichthaus.com Beichte #00037783 vom 09.03.2016 um 18:10:55 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000