Beznesser oder wahre Liebe?

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Misstrauen Selbstsucht Vorurteile Dummheit

Ich war drei Jahre lang mit einem Kameruner zusammen und habe mich von ihm getrennt, nachdem ich ihn durch ausgiebiges Mitlesen und Recherchieren auf einer Anti-Bezness-Internetseite als Beznesser identifiziert hatte. Ich war schon zu Beginn der Beziehung auf diese Internetseite gestoßen, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsaustausch zu afrodeutschen Beziehungen war. Ich habe auf besagter Internetseite von vielen Frauen gelesen, bei denen die Situation 1:1 meiner zu entsprechen schien, es gab etliche Parallelen. Er war Asylbewerber, hatte gar nichts und verliebte sich scheinbar auf den ersten Blick unsterblich in mich. Ich hatte zwar als Bachelor-Studentin keinen Job und somit kein richtiges Einkommen, aber immerhin die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich habe mich letztendlich im Forum besagter Internetseite von Frauen beraten lassen, die ihrer Aussage nach völlig abgeklärt und erfahren in diesem Gebiet sind. Sie rieten mir dringend dazu, den Kontakt zu meinem Freund abzubrechen, denn er sei ein berechnender Betrüger mit all den typischen Bezness-Anzeichen und ich solle mich bloß nicht von meiner rosaroten Brille täuschen lassen, wie so viele andere Frauen.


Die Tatsache, dass ich weder alt, noch hässlich noch finanziell abgesichert bin, hielt mich lange davon ab, mich als Bezness-Opfer zu sehen, aber letztendlich siegte das Misstrauen. Die Trennung war sehr schwer für mich, denn ich liebte ihn wirklich und hatte ewig lange an seine Unschuld und aufrichtige Liebe zu mir geglaubt, wie eben viele Bezness-Opfer. Ich glaubte zu spüren, dass er mich wirklich liebt, aber das sagen ja auch die meisten Bezness-Opfer. Er schien enorm unter der Trennung zu leiden, aber das scheinen ja viele sehr gut vorspielen zu können. Er hat lange Zeit versucht, mich umzustimmen, bis ich dann umgezogen bin und ihn in sozialen Netzwerken etc. blockiert habe. Nun ja, jetzt, einige Jahre und viel Liebeskummer und Trennungsschmerz später, steht er plötzlich vor mir, hat fließend Deutsch sprechen gelernt und hat eine sehr gut bezahlte, gute Position in einem großen Unternehmen (er hat in Kamerun einen guten Studienabschluss gemacht) und eine gesicherte Bleibeberechtigung. Dass er sehr ehrgeizig ist und es unbedingt zu etwas bringen will, hat er mir schon damals erzählt, aber ich hatte es für leeres Gerede gehalten. Ich habe das mit dem Job und der Bleibeberechtigung alles überprüft, es stimmt eindeutig.


Er erzählt mir, dass er all die Jahre versucht hat, Kontakt mit mir aufzunehmen und dass der Gedanke an mich eine riesige Motivation für seine Karriere war. Er sagt, ich bin die Liebe seines Lebens und er möchte für mich sorgen bis an sein Lebensende. Jetzt bin ich diejenige, die finanziell schlecht dasteht und er ist bereit, finanziell komplett für mich aufzukommen. Ich bekomme immer noch weiche Knie und Schmetterlinge im Bauch, wenn er vor mir steht. Ich liebe diesen Mann so sehr, es fühlt sich alles so richtig an mit ihm. Ich beichte, dass ich nur aufgrund einer von frustrierten Frauen betriebenen Hetz-Internetseite einem Menschen misstraut und wehgetan habe, der es nicht verdient hat. Ich beichte, dass ich zugelassen habe, dass diese Frauen mich zu einem misstrauischen Kontrollfreak machen.

Beichthaus.com Beichte #00036660 vom 18.09.2015 um 11:22:04 Uhr (28 Kommentare).

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Wenn man eine Frau beim Kacken stört

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Zorn Manie Peinlichkeit Arbeit

Ich (w) möchte beichten, dass ich ein Toiletten-Nazi bin. Nein, ich male nicht alles braun, sondern ich habe besondere Bedürfnisse beim Stuhlgang, besonders auf der Arbeit. Zu allererst: Wenn ich die Toilette betrete, desinfiziere ich erst einmal den gesamten Sitz. Wenn ein Stück Toilettenpapier angerissen ist, wandert es sofort in den Müll. Ich zähle meine Klopapierstreifen ab (genau 6), um die perfekte Dicke zum Abwischen zu haben. Betritt noch jemand anderes die Toilette, setze ich alles daran, vor ihr das Klo zu verlassen, damit sie mich nicht erkennt. Wenn jemand reinkommt, während ich am Kacken bin, bleibt bei mir alles stecken und ich kann einfach nicht weitermachen.
Beichtenswert daran ist eigentlich nur der Hass, den ich mittlerweile auf meine Kolleginnen habe, da sie immer reinkommen, wenn ich gerade kacken muss. Am Schlimmsten sind die, die dann eine angeregte Klo-Unterhaltung führen wollen. Ich hasse das. Ich hasse es so sehr, dass ich manchmal gerne einfach nicht spülen würde, nur um deren angeekeltes Gesicht zu sehen. Allgemein würde ich aus Rache gerne alles mit meiner Scheiße einschmieren. Da das dann aber die nette Putzfrau wegmachen müsste, habe ich diesen Plan noch nicht umgesetzt. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036659 vom 18.09.2015 um 07:40:38 Uhr (13 Kommentare).

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Hässliche Backwaren für unfreundliche Leute

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Rache Ignoranz Gesellschaft Arbeit Wernau

Ich arbeite derzeit in einer Bäckerei, bevor ich im Oktober mein Studium beginne. An sich ist der Job nicht so übel, wenn man bedenkt, dass man nicht besonders viel Hirn braucht, um Brötchen zu verkaufen. Es gibt jede Menge Kunden, die einem wirklich den Tag versüßen können, weil sie einfach so freundlich sind. Allerdings gibt es da auch eine dicke Kehrseite: Die Menschen, die wohl ein einsames, trauriges Dasein fristen und meinen, ihren Frust an der armen Bäckereiverkäuferin auslassen zu müssen. Ich beichte, dass ich zu diesen Menschen auf meine eigene Art und Weise fies bin. Ich darf keine pampige Antwort zurückgeben, schließlich bin ich ein Strahlemännchen, das jedem einen wunderschönen Tag wünscht und außerdem würde das sicher Beschwerden zufolge haben, die ich nicht unbedingt verschulden will. Aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, Menschen, die nur rumnölen und nicht mal ein Guten Morgen rausbringen, die hässlichsten Backwaren zu geben.

Kein Bitte oder Danke? Du kriegst das Plunderstück, auf dem ich eben noch eine Wespe habe sitzen sehen. Mich dabei verbessern, wie ich meine Arbeit mache, obwohl du ein Ekel in Schlips bist, der vermutlich noch nie selber einen Finger gerührt hat? Das kleinste Croissant ist gerade noch gut genug für dich. Und in diesem Ton schon gar nicht, mein lieber Herr. Du schnauzt mich an, dir gefälligst das größere Stück Kuchen einzupacken? Da habe ich wohl beim Einpacken ausversehen den ganzen Kuchen eingedrückt. Ein Jammer. Manchmal fühle ich mich wirklich schlecht deswegen, vor allem wenn die Person beim Gehen plötzlich nett wird und mir noch einen tollen Tag wünscht. Aber andererseits bin ich Karmas kleine Helferin. Dafür bekommen dann die Menschen, die mit einem strahlenden Lächeln den Laden betreten, die dicksten Brötchen die ich dahabe. Ich stelle mir oft vor, wie die Miesepeter ihre Backwaren auspacken und sich aufregen, weil sie alle hässlich und klein sind. Und selbst wenn nicht, einen Moment der Genugtuung hat es mir doch verschafft. Und an alle von euch: Legt euch nicht mit Menschen an, die euer Essen anfassen!

Beichthaus.com Beichte #00036658 vom 17.09.2015 um 21:13:53 Uhr in 73249 Wernau (Kirchheimerstraße) (19 Kommentare).

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Seine Mutter ist wichtiger als ich!

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Eifersucht Zorn Ungerechtigkeit Partnerschaft

Ich (w) beichte dass mein 32 Jahre alter Freund immer noch bei seiner Mutter lebt und mir diese tierisch auf die Nerven geht. Ich bin immer total nett zu ihr, obwohl ich sie am liebsten ignorieren würde. Sie will überall dabei sein - egal ob Ausflug, Party oder Urlaub. Ich bin schon drei Jahre mit ihm zusammen, aber manchmal fühle ich mich wie das dritte Rad am Wagen. Ich bitte um Absolution dafür, dass ich mir wünsche, dass die beiden sich mal richtig streiten und nicht mehr miteinander reden. Damit ich mal beachtet werde.

Beichthaus.com Beichte #00036657 vom 17.09.2015 um 20:55:43 Uhr (20 Kommentare).

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“Beichte

Breitbeinig in der Bahn

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Zorn Ungerechtigkeit Bahn & Co.

Ich (w) beichte, dass ich in der Straßenbahn einen Mann bloßgestellt habe. Ich fahre jeden Tag mit der Straßenbahn zur Arbeit und auch wieder zurück nach Hause und auf dem Rückweg ist mir in letzter Zeit oft ein Mann aufgefallen, der - obwohl die Bahn um diese Zeit ziemlich voll ist - immer mindestens zwei Sitze in Beschlag nimmt, weil er die Beine so weit spreizt, dass neben ihm keiner mehr Platz findet. Ich finde das ziemlich egoistisch. Ich bin aber eine von Natur aus eher schüchterne Person und würde wegen so etwas nie jemanden ansprechen, aber heute wurde es mir zu bunt mit diesem Typen. Ich bin eingestiegen und suchte einen Sitzplatz. Die Bahn war heute besonders voll. Und da sah ich den Mann auf einer Dreierbank in der Mitte sitzen und links und rechts von ihm die einzigen freien Sitzplätze. Viele Leute standen schon, aber ich wollte mich gerne setzen, weil ich seit meiner Knieoperation oft Schmerzen habe, wenn ich zu lange stehe und da habe ich mich einfach links neben diesen Typen gesetzt. Er hat zwar sein Bein ein kleines bisschen zur Seite genommen, aber kurz darauf berührten sich unsere Knie. Mir war das unangenehm und ich bin ein Stück zur Seite gerutscht und habe mich ganz eng an die Armlehne gepresst, aber kurz darauf war sein Knie schon wieder da. Da reichte es mir endgültig.

Ich habe ihn angefaucht, was das soll und ob er sich nicht vernünftig hinsetzen kann. Es schien ihn wenig zu beeindrucken. Er ist einfach nur ein Stück zur Seite gerutscht und hat sich mittig auf den beiden anderen Sitzen breitgemacht. Ich habe dann ziemlich laut gesagt, dass sich da doch auch noch jemand hinsetzen könnte und ich sein Verhalten egoistisch finde. Er ist dann einfach aufgestanden und weiter nach vorn gegangen, wo ich ihn nicht mehr sehen konnte - ohne ein Wort zu sagen. Das war von mir vielleicht doch ein bisschen zu hart, ich wollte ihn ja nicht bloßstellen, aber in dem Moment konnte ich gar nicht an mich halten. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036656 vom 17.09.2015 um 20:11:46 Uhr (20 Kommentare).

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