500g Nordseekrabben

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Rache Ekel Chef

Ich hasse meinen Chef! Schon immer! Deshalb habe ich mir vor ca. 1,5 Jahren 500g frische Nordseekrabben gekauft. Mit den Krabben und einem Schraubenzieher bewaffnet ging ich am nächsten Tag zur Arbeit und wartete auf einen Zeitpunkt, wo Cheffes Büro unbewacht war. Kurz vor Feierabend war es so weit. Ich schlich mich heimlich ins Büro und schraubte die Steckdosen und Lichtschalter ab. Hinter jede Dose friemelte ich geschickt 10-15 Krabben. Anschließend wurde alles wieder fachmännisch montiert.

Es dauerte etwa eine Woche, bis es im Büro des Chefs anfing fies nach Fisch zu müffeln. Nach 2 Wochen war der Gestank nahezu unerträglich. Chef hatte bereits alles abgesucht, war aber nicht fündig geworden. Arbeiten war nur noch bei geöffneten Fenstern möglich. Vor 6 Monaten habe ich die Firma verlassen. Es müffelte immer noch, obwohl meine kleinen Freunde bereits einiges an Aroma verloren hatten.

Wahrscheinlich schlummern die Reste der Scampi noch heute hinter der Elektroinstallation des Chefbüros. Das ist mit Sicherheit eine Beichte wert. Ich grinse mir immernoch jedes mal einen ab, wenn ich an meinen genialen Schachzug denke.

Beichthaus.com Beichte #00019898 vom 27.12.2006 um 04:16:55 Uhr (6 Kommentare).

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Treffen mit Frankenstein

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Kinder

Es liegt nun schon 50 Jahre zurück. In unserem Proletenvorort lebte ein junger Mann, der sah aus wie Frankenstein, konnte nur unartikuliert sprechen und hatte einen so komischen Gang wie eine zuckende Marionette. Wenn dieser ansonsten völlig harmlose Mensch mit seinem schäbigen braunen Anzug die Straße entlang kam, machten wir Kinder uns einen Christenspaß daraus, ihm die Zunge rauszustrecken, ihm eine lange Nase zu machen und wie es nur ging zu hänseln - was er auch alles wehrlos ertrug. Dann habe ich ihm auch noch unter dem johlenden Beifall meiner SpielkameradInnen auf seine armselige Jacke gespuckt.

Beichthaus.com Beichte #00019891 vom 27.12.2006 um 01:40:32 Uhr (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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In der Drachenhöhle

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Arbeit Bahn & Co.

Ich beichte, dass ich Spaß an meinem Beruf habe; ich bin Zugchef im Nah- und Fernverkehr. Habe stets ein eingeschworenes Team von ZugbegleiterInnen um mich herum und geniesse es, in die schreckgeweiteten Augen von ertappten Reisenden ohne gültigen Fahrausweis zu sehen. Letzte Woche hatte ich eine junge Zugbegleiterin an meiner Seite, die gerade erst die Ausbildung hinter sich hatte. Wir waren auf der Strecke von Fra****** nach Ham**** unterwegs. Nach der Abfahrt in F. wurde wieder Vollkontrolle durchgeführt; alle neuzugestiegenen Reisenden wurden überprüft. Unter diesen befand sich - in einem Großraumwagenabteil - auch eine ungeheuer dicke, alte Schachtel, die mit ihrem fetten Hintern glatt zwei Sitzplätze beanspruchte.
Als die Kollegin und ich sie kontrollierten meckerte sie herum, dass es hier im Wagen ja unerträglich heiss wäre, für Sauna hätte sie nicht gezahlt und wir sollten das schleunigst regeln! Ich versprach ihr das sofort in Angriff zu nehmen und drehte das Thermostat im Schaltschrank von 24°C auf 23°C;
nach dem nächsten Halt in Wies***** kamen wir beide wieder durch den Großraumwagen. Schon von weitem keifte uns die alte Vettel entgegen, dass sie um erträgliches Klima gebeten hätte und nicht um Kühlschranktemperatur; ich stellte den Regler also wieder auf 24°C und war richtig gespannt, was dem Drachen beim nächsten Mal einallen würde. Nachdem wir Kob**** verlassen hatten marschierten wir wieder durch den intern bereits "Drachenhöhle" genannten Wagen und... tatsächlich: sie sah sich bereits wieder beifallsheischend um. Dieser Zug mache ja entsetzliche Geräusche, ein ständiges Knarren und Ächzen und Schaukeln... was das denn sei, wollte sie wissen. Als ich ihr dann möglichst laut antwortete dass das immer so sei, bevor ein Zug entgleist nahm ich mit erhobenem Kopf den Beifall der anderen Fahrgäste entgegen. Bis Kö**, als sie ausstieg, schwieg die Dicke eisern. Ich bereue es nicht!

Beichthaus.com Beichte #00019877 vom 26.12.2006 um 21:38:57 Uhr (5 Kommentare).

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Ein Nagelpflegeset zu Weihnachten

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Zorn Habgier Weihnachten

Mein Weihnachten, vielmehr die Ausbeute der Geschenke, ist dieses Jahr so schlecht ausgefallen, dass ich mir überlegt habe die "Geschenke" (u.a. ein Nagelpflegeset...) meinen Eltern zurückzugeben. Es ist unglaublich, ich hatte wirklich nicht viel erwartet, aber dass sogar das Weihnachten vom letzten Jahr kräftig unterboten wurde hat mich ehrlich gesagt überrascht. Mein Vater fragte hämisch beim Abendessen nach, ob ich mich denn über die Geschenke freuen würde. Natürlich freue ich mich, ungefähr so wie wenn neben mir ein unschuldiges Lamm explodiert. Im moment habe ich so eine extremen Hass auf Weihnachten und alles was damit zu tun, und dann fragen noch alle 2 Minuten irgendwelche Leute was man geschenkt bekommen hat, bemitleiden einen und prahlen mit ihren Geschenken, und das alles in einem Satz. Ich schwöre, ich werde mir das Nagelpflegeset merken, und wenn ich später mal viel Geld habe, werden meine spendablen Eltern von mir mit genau so einem Nagelpflegeset und zusätzlich einer lebenslangen Mitgliedschaft in einem widerlichen Altenheim beschenkt!

Beichthaus.com Beichte #00019851 vom 26.12.2006 um 04:11:00 Uhr (10 Kommentare).

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Ich habe zuviel Geld

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Habgier Selbstsucht Weihnachten

Ich habe zu viel Geld. Ich habe zu viel Geld zu Weihnachten bekommen , ich bekomme zu viel Taschengeld und in meinem Job werde ich auch zu gut bezahlt. Ich kaufe mir sündhaft teure Markenklamotten, neue Handys, MP3 Player etc. Ich weiß genau dass es in Deutschland mittlerweile sehr ungerecht mit der Vermögensverteilung zugeht. Leider ist es mir egal. Hauptsache ich habe weiterhin zu viel. Ich schäme mich.

Beichthaus.com Beichte #00019845 vom 26.12.2006 um 02:12:33 Uhr (8 Kommentare).

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