Quälerei fürs Sandmännchen

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Verzweiflung Kinder

Als Kind hatte ich panische Angst vor dem Sandmann. Natürlich hatte ich, wie die meisten Kinder, den Sandmann vor dem Schlafen gehen geschaut. Wenn ich dann im Bett lag, dachte ich, der Sandmann kommt und bestraft mich, weil ich noch nicht schlafe. Und als Kind dauerte es bei mir oft Stunden, bis ich einschlief. Ich kauerte mich dann immer mit meinem Gesicht ganz nah an die Wand und baute es mit Kuscheltieren zu, sodass das Sandmännchen nicht sehen konnte, ob ich wach bin oder schlafe. Mir war dann immer höllisch warm und ich schwitzte, weil ich auch die Bettdecke bis zum Hals gezogen hatte. Allerdings ist das doofe Sandmännchen nie durch Fenster hereingeklettert und hat mich verdroschen, die Quälerei hätte ich mir dann wohl sparen können.

Beichthaus.com Beichte #00023857 vom 19.05.2008 um 04:58:20 Uhr (19 Kommentare).

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Briefkasten-Sprengungen an Silvester

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Vandalismus Dummheit Waghalsigkeit Mord Silvester

Ich (m) muss ein dunkles Kapitel meines Lebens beichten. Ich weiß, Kinder sind zwar generell grausam, trotzdem haben wir damals, so zwischen 12 und 16 Jahren, schon ein paar kranke Sachen gemacht. Wo soll ich anfangen? Wir haben zu Silvester meist mehrere 100 Euro pro Mann in Böller etc. investiert, um Briefkästen zu sprengen. Darauf sparten wir das ganze Jahr. Nur ist das dann mit 13 so weit ausgeartet, dass wir hunderte Böller aufbrachen, um an Schwarzpulver zu kommen. Dann hatten wir so fingergroße metallene Geldscheinbehälter in rauen Mengen - es waren Werbegeschenke von einem Dad eines Kumpels. Das haben wir natürlich kombiniert und kleine Rohrbomben gebaut. Mit der Zeit waren wir ziemlich effektiv Bombenbauer und kamen am Ende auf Explosionen mit einem Durchmesser von ca. drei Metern. Die haben wir dann bei einem nahegelegenen Waldspielplatz an den vielen Spielhäuschen aus Holz getestet.

Wir haben damals in der "Testphase" ein komplettes Spielhäuschen mit Rutsche und so zum Einsturz gebracht. Zwar mit Mühe (mussten ein zweites Mal sprengen) aber es ging. Naja, auf jeden Fall muss ich noch ein bisschen weiter ausholen. Es gab auch ein abgelegenes stillgelegtes Kieswerk, auf dem wir Verstecke und Höhlen in die Sandberge gebaut hatten und dort spielten. Das Problem: Der Besitzer lebte noch dort. Er hatte auch scharfe Hunde und er wollte uns um jeden Preis verscheuchen und ließ ab und zu seine Hunde los, machte die Alarmanlage an, beschimpfte uns, etc. Er wollte Krieg, also gaben wir ihm seinen Krieg. Es fing damit an, dass wir die alten Anlagen, Kontrollhäuschen und Ähnliches auf dem Gelände sabotierten. Fenster einschmeißen, Leitungen durchschneiden, Bretterhäuschen eintreten. Vor seinem Wohnhaus hielten wir aber Abstand. Als seine scheiß Hunde einen Freund ins Bein bissen, war es vorbei und eines Nachts haben wir unsere Spezialbomben ausgepackt und übrig gebliebene Raketen, zu denen wir schon früher zwei Spezialanfertigungen gebaut hatten, eine Art Bazooka, mit der man gezielt die Raketen aus der Hand verschiessen kann.

Wir waren recht professionell zugange, bildeten zwei Teams, das eine beschoss sein Haus mit Raketen, das andere schmiss mehrere unserer Bomben in den Zwinger. Wir wollten richtig Terror machen. Eine Bombe landete schließlich auch durch ein Fenster in seinem kleinen Wintergarten, wodurch dieser praktisch komplett zerstört wurde. Die Polizei kam auch, auf uns war sogar eine Belohnung ausgesetzt, aber alle hielten dicht. Im Endeffekt haben wir gewonnen, wir haben praktisch einen Großteil seines Besitzes zerstört, seine Hunde getötet und er ist kurz darauf auch weggezogen. Und alles hatte damit angefangen, dass wir auf seinem für ihn eh viel zu großen Gelände spielen wollten! Nachdem er weg war, "annektierten" wir das Kieswerk und haben ein ganzes System an Höhlen mit insgesamt drei Kammern in den Sandberg getrieben. Dort errichteten wir im Prinzip eine Tötungsmaschinerie. Wir jagten Mäuse, kleine Vögel, aber vor allem Frösche, die in den umgebenen Baggerseen am "Verfügbarsten" waren und am Leichtesten zu fangen. Mit denen machten wir wirklich morbide Experimente.

Tja, wie gesagt, es wurde mal wieder bis zum Exzess getrieben, da wir schnell die beste Tötungsmethode raushatten: wir stellten kleine selbst gebaute Töpfchen mit Wachs auf ein Feuer, warteten bis es kochte, und schmissen die Viecher rein. Nicht einmal eine Sekunde und die waren tot. Ich weiß nicht genau wie viele es waren, auf jeden Fall sehr viel, denn wir hörten erst auf, als es keine Frösche mehr in der Umgebung gab. Und immerhin gibt es ein knappes Dutzend Seen in dem Gebiet. Ich schätze mal so an die 200-300 Viecher pro Jahr. Warum wir das alles machten, kann ich wirklich nicht mehr sagen. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, denke ich oft, dass wir kleine Nazis waren und unseren eigenen kleine zweiten Weltkrieg inklusive KZ und Krieg hatten. Fest steht nur, dass ich mich jetzt, mit 24 Jahren, unglaublich für mich schäme und es auch wirklich bereue.

Wenn ich daran denke mit welchem Hass und mit welcher Akribie wir vorgingen, wird mir wirklich schlecht vor Schuldgefühlen. Andererseits staune ich immer wieder wegen unserer Gründlichkeit und Professionalität. Leider auch wegen unserer (grundlosen) Kriminalität. Mittlerweile bin ich Student in einem humanistischen Fach (bald fertig), habe viele Freunde, bin kein Sadist oder dergleichen. Im Gegenteil, ich kriege keine Freundin ab, weil ich ein kleines Sensibelchen und Weichei bin. Und ich glaube an Gott und hoffe, dass er mir meine Sünden verzeihen wird. Es tut mir wirklich leid! Puh, gut dass es raus ist.

Beichthaus.com Beichte #00022506 vom 14.08.2007 um 11:23:37 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Ich hasse diese ungezogenen Mistgören!

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Zorn Hass Aggression Nachbarn

Mir gegenüber wohnt eine türkische Familie mit drei Kindern. Zwei missratene Töchter, die mal richtig verdroschen gehören wegen ihrer vorlauten Schnauze und ein Junge, etwa sieben Jahre alt. Der Einzige, der den Laden im Griff hat ist der Vater, der aber nie da ist, was dazu führt dass die drei Plagen machen was sie wollen. Die Alte hat den Laden nicht mal ansatzweise im Griff und DEN GANZEN TAG ist da Geschrei und Randale. Die Hauptursache dafür ist der kleine Bastard, dem ich die Pest und Schlimmeres an den Hals wünsche und den ich liebend gerne vom Balkon fallen sehen würde. Aufgrund der lächerlichen "Erziehungsmethoden" und der zurückgebliebenen Einstellung, dass Frauen nichts zu sagen haben, macht der natürlich was er will gegenüber seiner Mutter und wird noch darin ermutigt.

Keinerlei Respekt vor Erwachsenen ist die Folge und damit auch der Grund erklärt, wieso 90 % der Jugendlichen aus dieser Mentalität Ärsche sind. Wie dem auch sei fresse ich den Hass auf diese Familie jeden Tag mehr in mich hinein und erschrecke teilweise selbst, was mir für Gedanken durch den Kopf gehen wenn der Kleine wieder mal am Rumschreien ist. Auf der einen Seite ist es ein Kind, was nichts dafür kann, dass seine Mutter eine unfähige Ziege ist, auf der anderen Seite HASSE ich dieses Kind abgrundtief. Wie oft wünsche ich mir, eine schallende Ohrfeige zu hören, wenn er mal wieder Randale macht. Aber es passiert nie etwas, nur dass die Ische von Mutter auf zwei Sprachen parallel rumgackert und an der Tonlage zu hören ist, dass sie dem Teufel in Kindsgestalt hoffnungslos unterlegen ist.

Ich rede mich immer damit froh, dass der Junge mit Sicherheit nicht lange braucht, um wie sein älterer und bereits ausgezogener Bruder, im Jugendknast zu landen und endlich weg wäre. Ich überlege sogar, ihn sobald er strafmündig ist, solange mit irgendwas anzuschwärzen, bis er einfährt. Ist mir vollkommen egal, was mit dem im Knast passiert, von mir aus können sie den am ersten Tag kaputtschlagen, ich hasse dieses Kind.

Beichthaus.com Beichte #00022407 vom 03.08.2007 um 04:13:16 Uhr (6 Kommentare).

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Ich glaube, ich gehe zur Polizei

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Vorurteile Verzweiflung Polizei

Ich glaube, ich breche meine kaufmännische Ausbildung ab und gehe dafür zur Polizei. Ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen ewig gleichen und vor allem langweiligen Büroscheiß. Es wird mir, denke ich mal, bei der Polizei gut gefallen, obwohl ich jemand bin, der Drogen nimmt und sonst immer "Fi** die Polizei* gerufen hat! Naja, ich werde eben auch älter.

Beichthaus.com Beichte #00021207 vom 06.02.2007 um 02:20:10 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Streit um die Nougatcreme

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Gewalt Hass Habgier Aggression

Ich habe mich mit meiner kleinen Schwester um Nougatcreme gestritten. Wir steigerten uns so in die Sache hinein, dass sie anfing, mich zu schlagen. Ich war so sauer, dass ich in meiner Wut mein Butterbrotmesser gepackt und es ihr in die Seite gerammt habe, damit sie endlich aufhört. Erst einen Augenblick später merkte ich, dass ich es ziemlich mit Kraft getan habe, und es tat mir sofort leid. Nach einem kurzen Schreckensmoment, in dem ich auf die (durch die Nougatcreme an meinem Messer) braungefärbte Stelle ihres T-Shirts an ihrer Seite gestarrt habe, packte sie das halb volle Glas Nougatcreme und wollte es mir über den Kopf ziehen...

In dem Moment hatte ich total Schiss und duckte mich, während meine Mutter versuchte einzuschreiten. Als ihr dann endlich das Glas abgenommen wurde, nahm sie ihr Wasserglas und kippte es mir direkt ins Gesicht. Ich war so sauer, dass ich aufgestanden bin und nur noch wie wild auf sie eingedroschen habe. Vor der ganzen Familie. Einschließlich der Freundin meines großen Bruders. Keiner sagte etwas, außer meinem Vater, der fluchend den Grund unseres Streits in die Mülltonne warf. Ich stand also vor ihnen, meine kleine Schwester war mittlerweile schon weinend ins Haus gerannt und wollte mein Verhalten irgendwie rechtfertigen. Da hab ich gemerkt, dass man das nicht rechtfertigen kann... Es tut mir leid!

Beichthaus.com Beichte #00017430 vom 16.09.2006 um 23:15:16 Uhr (18 Kommentare).

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